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Author Topic: Bitcoin & die Steuer - FAQ  (Read 80562 times)
Mgsys
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February 15, 2018, 12:44:48 PM
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 #1101



Sehr hilfreicher Post, weil der zitierte Artikel des RA István Cocron, CLLB Rechtsanwälte, zeitweise in der Community für große Beunruhigung gesorgt hat. Mich würde interessieren, ob die beabsichtigten Telefonate ("Ich werd mal morgen bisschen telefonieren.") weitere Aufklärung ergeben haben. Interessant wäre ja insbesondere, ob es Stellungnahmen des betreffenden Finanzamts gibt und ob der im Artikel behauptete Steuerbescheid wirklich existiert.

Nochmal als ergänzung zu diesem Artikel auf aus der besagten Gruppe:

"Es mag sein, dass ein solcher Bescheid zunächst existiert bzw. ergangen ist. Wenn man die Verfahrensweise und die Abläufe in der FinVerw. kennt, würde das nicht überraschen.
Die Aussagen aber in Bezug auf den Punkt, dass die EuGH Rechtsprechung nicht in deutsches Recht umgesetzt und somit nicht bindend sei, lockt mir nur ein Lächeln hervor 😁😁😁😁.
Zumindest in der Umsatzsteuer ist das hahnebüchener Unsinn.
Für diese ☝️ gilt nämlich aufgrund der sog. MwStSystRL vereinfacht ausgedrückt der Grundsatz: wenn eine Behandlung entsprechend EU- Vorgaben zu einem anderen Ergebnis führt, kann sich jeder Steuerpflichtige direkt(!) auf die -günstigere- EU-Vorgabe berufen und das Finanzamt muss (!) dies berücksichtigen.

Insofern ist der Artikel absoluter Quatsch und ich nehme ihn als ‚Anekdote‘ in meine Sammlung ‚zum schmunzeln‘ auf.. 😉🤓
(Ps: ich bin selbst ehemalige Umsatzsteuer-Sonderprüferin und nunmehr Steuerberaterin)"

Sehe ich als Jurist genauso. Beruhigend, dass du als ehemalige Sonderprüferin anders, also im Sinne des EuGH, entschieden hättest. EuGH-Entscheidungen sind kein abgehobener Spaß, sondern für alle deutschen Behörden grundsätzlich bindend. Deinen (ehemaligen) Sonderprüfer-Kollegen kann man nur dringend empfehlen, mal in einen Grundkurs Europarecht zu investieren.

Falls dich (und andere hier) noch genauer, als du schon richtigerweise geschildert hast, der juristische Hintergrund interessiert: Wenn man das einschlägige EuGH-Urteil in der Rechtssache Hedqvist vom 22. Oktober 2015 und den Text der Mehrwertsteuersystemrichtlinie (MwStSystRL) liest, wird sofort deutlich, worauf das "Missverständnis" des Finanzamts hier offenbar beruht und weshalb der zuständige Prüfer auf die falsche Fährte geraten ist. Zentrales Argument des Finanzamts scheint ja zu sein, dass die EuGH-Entscheidung nicht in deutsches Recht "umgesetzt sei". Prinzipiell stimmt es, dass europäisches Richtlinienrecht zunächst einmal durch den nationalen Gesetzgeber in nationales Recht umgesetzt werden muss. Aber jetzt kommt der entscheidende Punkt, den das Finanzamt offenbar nicht gesehen hat: Die Regelungen der europäischen MwStSystRL sind ja bereits in das aktuell geltende deutsche UStG eingeflossen. Die Umsetzung hat also bereits stattgefunden. Nach erfolgter Umsetzung muss man aber das UStG in Zweifelsfragen (und hierzu gehört die Bitcoin-Frage) stets im Lichte der zugrundeliegenden MwStSystRL lesen. Das nennt man Pflicht zur europarechtskonformen (insb. richtlinienkonformen) Auslegung nationalen Rechts. Diese Pflicht ist in zahllosen EuGH-Entscheidungen durchdekliniert und in ebenso zahllosen wissenschaftlichen Stellungnahmen festgestellt. Zu den Vorschriften, die entsprechdend richtlinienkonform auszulegen sind, gehört natürlich auch die Vorschrift des § 4 Nr.8 Buchst.b UStG, die Umsätze von "gesetzlichen Zahlungsmitteln" von der Umsatzsteuer befreit. Diese Befreiungsvorschrift mochte der Sonderprüfer aber offenbar nicht anwenden, weil Bitcoins nunmal kein gesetzliches Zahlungsmittel sind. Vom reinen Wortlaut her zunächst in Ordnung. Auch die Richtlinie spricht in Art. 135 Abs. 1 Buchst. e zunächst nur von "gesetzlichen Zahlungsmitteln", deren Umsätze von der Steuer befreit sind. Was der Prüfer aber übersehen hat: Der blosse Wortlaut ist hier nicht entscheidend. Gemäß dem Urteil des EuGH in der Rechtssache Hedqvist sind vielmehr Kontext und Zweck der Richtlinienregelung maßgeblich. Und diese erfordern es nach Auffassung des EuGH, den Bitcoin umsatzsteuerrechtlich (!) den gesetzlichen Zahlungsmitteln gleichzustellen, also von der Umsatzsteuer auszunehmen. Das EuGH-Urteil stellt dabei wie gesagt entscheidend auf den Kontext und den Zweck der Richtlinienregelung ab. Aus juristischer Sicht kein erstaunlicher, sondern alltäglicher Vorgang, vollkommen lege artis. Der Prüfer hätte also richtigerweise hier ohne weiteres die Befreiungsvorschrift des § 4 Nr.8 Buchst.b UStG anwenden müssen und zwar richtlinienkonform interpretiert gemäß dem Urteil des EuGH in der Rechtssache Hedqvist.

Auch wenn es sich für Nicht-Juristen zunächst so anhören mag: Das alles ist keine Raketenwissenschaft, sondern Grundkurs Europarecht und - wie ich durch deinen Post sehe - grundsätzlich auch bei Finanzämtern geläufig. Nur leider offenbar nicht in Bonn. Aus meiner (unmassgeblichen) Sicht kann der Steuerbescheid des Finanzamts im Ergebnis keinen Bestand haben; in genau dieser Weise verstehe ich auch deinen Post und den Tenor hier im Thread. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Finanzverwaltung dem Einspruch selbst abhilft und nicht auch noch Gerichte mit dieser unnötigen Angelegenheit befasst werden.

Bleibt noch zu erwähnen, dass ich zwar Jurist bin, meine obigen Ausführungen aber allein als Diskussionsbeitrag zu verstehen sind, anhand deren sich jeder Interessierte seine eigene Meinung bilden sollte. Den Fall kenne ich (wie wohl alle hier) nur vom Hörensagen. Mein Beitrag ersetzt in keinem Fall eine anwaltliche Beratung im konkreten Fall. Ich übernehme aufgrund des Beitrags niemandem gegenüber eine Haftung.
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February 15, 2018, 12:54:43 PM
 #1102



Sehr hilfreicher Post, weil der zitierte Artikel des RA István Cocron, CLLB Rechtsanwälte, zeitweise in der Community für große Beunruhigung gesorgt hat. Mich würde interessieren, ob die beabsichtigten Telefonate ("Ich werd mal morgen bisschen telefonieren.") weitere Aufklärung ergeben haben. Interessant wäre ja insbesondere, ob es Stellungnahmen des betreffenden Finanzamts gibt und ob der im Artikel behauptete Steuerbescheid wirklich existiert.

Nochmal als ergänzung zu diesem Artikel auf aus der besagten Gruppe:

"Es mag sein, dass ein solcher Bescheid zunächst existiert bzw. ergangen ist. Wenn man die Verfahrensweise und die Abläufe in der FinVerw. kennt, würde das nicht überraschen.
Die Aussagen aber in Bezug auf den Punkt, dass die EuGH Rechtsprechung nicht in deutsches Recht umgesetzt und somit nicht bindend sei, lockt mir nur ein Lächeln hervor 😁😁😁😁.
Zumindest in der Umsatzsteuer ist das hahnebüchener Unsinn.
Für diese ☝️ gilt nämlich aufgrund der sog. MwStSystRL vereinfacht ausgedrückt der Grundsatz: wenn eine Behandlung entsprechend EU- Vorgaben zu einem anderen Ergebnis führt, kann sich jeder Steuerpflichtige direkt(!) auf die -günstigere- EU-Vorgabe berufen und das Finanzamt muss (!) dies berücksichtigen.

Insofern ist der Artikel absoluter Quatsch und ich nehme ihn als ‚Anekdote‘ in meine Sammlung ‚zum schmunzeln‘ auf.. 😉🤓
(Ps: ich bin selbst ehemalige Umsatzsteuer-Sonderprüferin und nunmehr Steuerberaterin)"

Sehe ich als Jurist genauso. Beruhigend, dass du als ehemalige Sonderprüferin anders, also im Sinne des EuGH, entschieden hättest. EuGH-Entscheidungen sind kein abgehobener Spaß, sondern für alle deutschen Behörden grundsätzlich bindend. Deinen (ehemaligen) Sonderprüfer-Kollegen kann man nur dringend empfehlen, mal in einen Grundkurs Europarecht zu investieren.

Falls dich (und andere hier) noch genauer, als du schon richtigerweise geschildert hast, der juristische Hintergrund interessiert: Wenn man das einschlägige EuGH-Urteil in der Rechtssache Hedqvist vom 22. Oktober 2015 und den Text der Mehrwertsteuersystemrichtlinie (MwStSystRL) liest, wird sofort deutlich, worauf das "Missverständnis" des Finanzamts hier offenbar beruht und weshalb der zuständige Prüfer auf die falsche Fährte geraten ist. Zentrales Argument des Finanzamts scheint ja zu sein, dass die EuGH-Entscheidung nicht in deutsches Recht "umgesetzt sei". Prinzipiell stimmt es, dass europäisches Richtlinienrecht zunächst einmal durch den nationalen Gesetzgeber in nationales Recht umgesetzt werden muss. Aber jetzt kommt der entscheidende Punkt, den das Finanzamt offenbar nicht gesehen hat: Die Regelungen der europäischen MwStSystRL sind ja bereits in das aktuell geltende deutsche UStG eingeflossen. Die Umsetzung hat also bereits stattgefunden. Nach erfolgter Umsetzung muss man aber das UStG in Zweifelsfragen (und hierzu gehört die Bitcoin-Frage) stets im Lichte der zugrundeliegenden MwStSystRL lesen. Das nennt man Pflicht zur europarechtskonformen (insb. richtlinienkonformen) Auslegung nationalen Rechts. Diese Pflicht ist in zahllosen EuGH-Entscheidungen durchdekliniert und in ebenso zahllosen wissenschaftlichen Stellungnahmen festgestellt. Zu den Vorschriften, die entsprechdend richtlinienkonform auszulegen sind, gehört natürlich auch die Vorschrift des § 4 Nr.8 Buchst.b UStG, die Umsätze von "gesetzlichen Zahlungsmitteln" von der Umsatzsteuer befreit. Diese Befreiungsvorschrift mochte der Sonderprüfer aber offenbar nicht anwenden, weil Bitcoins nunmal kein gesetzliches Zahlungsmittel sind. Vom reinen Wortlaut her zunächst in Ordnung. Auch die Richtlinie spricht in Art. 135 Abs. 1 Buchst. e zunächst nur von "gesetzlichen Zahlungsmitteln", deren Umsätze von der Steuer befreit sind. Was der Prüfer aber übersehen hat: Der blosse Wortlaut ist hier nicht entscheidend. Gemäß dem Urteil des EuGH in der Rechtssache Hedqvist sind vielmehr Kontext und Zweck der Richtlinienregelung maßgeblich. Und diese erfordern es nach Auffassung des EuGH, den Bitcoin umsatzsteuerrechtlich (!) den gesetzlichen Zahlungsmitteln gleichzustellen, also von der Umsatzsteuer auszunehmen. Das EuGH-Urteil stellt dabei wie gesagt entscheidend auf den Kontext und den Zweck der Richtlinienregelung ab. Aus juristischer Sicht kein erstaunlicher, sondern alltäglicher Vorgang, vollkommen lege artis. Der Prüfer hätte also richtigerweise hier ohne weiteres die Befreiungsvorschrift des § 4 Nr.8 Buchst.b UStG anwenden müssen und zwar richtlinienkonform interpretiert gemäß dem Urteil des EuGH in der Rechtssache Hedqvist.

Auch wenn es sich für Nicht-Juristen zunächst so anhören mag: Das alles ist keine Raketenwissenschaft, sondern Grundkurs Europarecht und - wie ich durch deinen Post sehe - grundsätzlich auch bei Finanzämtern geläufig. Nur leider offenbar nicht in Bonn. Aus meiner (unmassgeblichen) Sicht kann der Steuerbescheid des Finanzamts im Ergebnis keinen Bestand haben; in genau dieser Weise verstehe ich auch deinen Post und den Tenor hier im Thread. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Finanzverwaltung dem Einspruch selbst abhilft und nicht auch noch Gerichte mit dieser unnötigen Angelegenheit befasst werden.

Bleibt noch zu erwähnen, dass ich zwar Jurist bin, meine obigen Ausführungen aber allein als Diskussionsbeitrag zu verstehen sind, anhand deren sich jeder Interessierte seine eigene Meinung bilden sollte. Den Fall kenne ich (wie wohl alle hier) nur vom Hörensagen. Mein Beitrag ersetzt in keinem Fall eine anwaltliche Beratung im konkreten Fall. Ich übernehme aufgrund des Beitrags niemandem gegenüber eine Haftung.


Gut zu lesen, an dieser Stelle möchte ich nochmal betonen das ich hier nur zitiert habe und ich nicht die angesprochene Umsatzsteuer-Sonderprüferin bin. Hab es noch einmal FETT markiert, vll wird es dadurch deutlicher.
WAMBO
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February 15, 2018, 01:06:53 PM
Last edit: February 16, 2018, 07:51:52 PM by WAMBO
 #1103

Hey mal ne frage an Experten unter Euch,obwohl es hier schon einige Antworten dazu gab will Ich mich noch mal bei Euch vergewissern!

Ich habe letzes Jahr einen Gewinn von ca. 100k € gemacht mit Coins wobei ich sagen muss das 90% des Gewinns einfach nur HODL Coins waren,
die Ich am Ende des Jahres auscashen lies(unter einem Jahr gehalten).Die 10k Gewinn waren alles Trading Geschäfte. Habe insgesamt auf 12-14 verschiedenen Börsen getradet und einige
Coins umgetauscht (kein Arbitrage handel) .Es war aber kein Daytrading oder so ,einfach nur alle 1-3 Wochen Coins umtauschen oder Neu dazu kaufen und gut ist.
Habe auch an 2 ICOs teilgenommen .Insgesamt komme ich letzes jahr auf ca. 800-900 einzelne Trades und insgesamt um die 20 verschiedene Coins die ich getradet/getauscht habe!
Nun kommt die frage, Gewerbe oder Privat?  Huh
Das Finanzamt wird bestimmt faxen machen, weil die Summe nun mal größer ausgefallen ist,werden die versuchen mich als Gewerbetreibenden einzustufen?!
Bin natürlich nicht daran interessiert als Gewerbliche Person eingestuft zu werden, aber falls das Finanzamt doch damit ankommt ,womit kann ich argumentieren ?
Habe ausschließlich mit meinem privatem Vermögen gehandelt


Ich bedanke mich für Eure Antworten!!! Wink
mucke12
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February 15, 2018, 01:26:59 PM
 #1104

Hey mal ne frage an Experten unter Euch,obwohl es hier schon einige Antworten dazu gab will Ich mich noch mal bei Euch vergewissern!

Ich habe letzes Jahr einen Gewinn von ca. 100k € gemacht mit Coins wobei ich sagen muss das 90% des Gewinns einfach nur HODL Coins waren,
die Ich am Ende des Jahres auscashen lies(unter einem Jahr gehalten).Die 10k Gewinn waren alles Trading Geschäfte. Habe insgesamt auf 12-14 verschiedenen Börsen getradet und einige
Coins umgetauscht (kein Arbitrage handel) .Es war aber kein Daytrading oder so ,einfach nur alle 1-3 Wochen Coins umtauschen oder Neu dazu kaufen und gut ist.
Habe auch an 2 ICOs teilgenommen .Insgesamt komme ich letzes jahr auf ca. 800-900 einzelne Trades und insgesamt um die 20 verschiedene Coins die ich getradet/getauscht habe!
Nun kommt die frage, Gewerbe oder Privat?  Huh
Das Finanzamt wird bestimmt faxen machen, weil die Summe nun mal größer ausgefallen ist,werden die versuchen mich als Gewerbetreibenden einzustufen?!
Bin natürlich nicht daran interessiert als Gewerbliche Person eingestuft zu werden, aber falls das Finanzamt doch damit ankommt ,womit kann ich argumentieren ?
Habe ausschließlich mit meinem privatem Vermögen gehandelt!


Ich bedanke mich für Eure Antworten!!! Wink

Solltest dir eigentlich recht wenig sorgen machen. Dein realisierter Gewinn mit 10k ist ja jetzt auch nicht sonderlich hoch und 800-900 einzelne Trades sind auch nicht die Welt. Abgesehn davon bist du weder als Händler aufgetreten noch hast du ein gewerbe oder?
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February 15, 2018, 01:29:23 PM
 #1105

Hey mal ne frage an Experten unter Euch,obwohl es hier schon einige Antworten dazu gab will Ich mich noch mal bei Euch vergewissern!

Ich habe letzes Jahr einen Gewinn von ca. 100k € gemacht mit Coins wobei ich sagen muss das 90% des Gewinns einfach nur HODL Coins waren,
die Ich am Ende des Jahres auscashen lies(unter einem Jahr gehalten).Die 10k Gewinn waren alles Trading Geschäfte. Habe insgesamt auf 12-14 verschiedenen Börsen getradet und einige
Coins umgetauscht (kein Arbitrage handel) .Es war aber kein Daytrading oder so ,einfach nur alle 1-3 Wochen Coins umtauschen oder Neu dazu kaufen und gut ist.
Habe auch an 2 ICOs teilgenommen .Insgesamt komme ich letzes jahr auf ca. 800-900 einzelne Trades und insgesamt um die 20 verschiedene Coins die ich getradet/getauscht habe!
Nun kommt die frage, Gewerbe oder Privat?  Huh
Das Finanzamt wird bestimmt faxen machen, weil die Summe nun mal größer ausgefallen ist,werden die versuchen mich als Gewerbetreibenden einzustufen?!
Bin natürlich nicht daran interessiert als Gewerbliche Person eingestuft zu werden, aber falls das Finanzamt doch damit ankommt ,womit kann ich argumentieren ?
Habe ausschließlich mit meinem privatem Vermögen gehandelt!


Ich bedanke mich für Eure Antworten!!! Wink

Solltest dir eigentlich recht wenig sorgen machen. Dein realisierter Gewinn mit 10k ist ja jetzt auch nicht sonderlich hoch und 800-900 einzelne Trades sind auch nicht die Welt. Abgesehn davon bist du weder als Händler aufgetreten noch hast du ein gewerbe oder?


Hi, der Gewinn ist ja 90k aus Hodl Coins und 10k kommt vom trading ,so meine ich das ! Und Gewerbe habe Ich auch nicht !
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February 15, 2018, 01:34:48 PM
 #1106

Hey mal ne frage an Experten unter Euch,obwohl es hier schon einige Antworten dazu gab will Ich mich noch mal bei Euch vergewissern!

Ich habe letzes Jahr einen Gewinn von ca. 100k € gemacht mit Coins wobei ich sagen muss das 90% des Gewinns einfach nur HODL Coins waren,
die Ich am Ende des Jahres auscashen lies(unter einem Jahr gehalten).Die 10k Gewinn waren alles Trading Geschäfte. Habe insgesamt auf 12-14 verschiedenen Börsen getradet und einige
Coins umgetauscht (kein Arbitrage handel) .Es war aber kein Daytrading oder so ,einfach nur alle 1-3 Wochen Coins umtauschen oder Neu dazu kaufen und gut ist.
Habe auch an 2 ICOs teilgenommen .Insgesamt komme ich letzes jahr auf ca. 800-900 einzelne Trades und insgesamt um die 20 verschiedene Coins die ich getradet/getauscht habe!
Nun kommt die frage, Gewerbe oder Privat?  Huh
Das Finanzamt wird bestimmt faxen machen, weil die Summe nun mal größer ausgefallen ist,werden die versuchen mich als Gewerbetreibenden einzustufen?!
Bin natürlich nicht daran interessiert als Gewerbliche Person eingestuft zu werden, aber falls das Finanzamt doch damit ankommt ,womit kann ich argumentieren ?
Habe ausschließlich mit meinem privatem Vermögen gehandelt!


Ich bedanke mich für Eure Antworten!!! Wink

Solltest dir eigentlich recht wenig sorgen machen. Dein realisierter Gewinn mit 10k ist ja jetzt auch nicht sonderlich hoch und 800-900 einzelne Trades sind auch nicht die Welt. Abgesehn davon bist du weder als Händler aufgetreten noch hast du ein gewerbe oder?


Hi, der Gewinn ist ja 90k aus Hodl Coins und 10k kommt vom trading ,so meine ich das ! Und Gewerbe habe Ich auch nicht !

Naja, realisierter gewinn ist realisierter gewinn. Oder hattest du die vk. 90K schon über 1 Jahr im besitzt? Wenn nicht, hattest du ja letztes jahr 100k € an realisierten gewinnen.
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February 15, 2018, 01:36:29 PM
 #1107

Hey mal ne frage an Experten unter Euch,obwohl es hier schon einige Antworten dazu gab will Ich mich noch mal bei Euch vergewissern!

Ich habe letzes Jahr einen Gewinn von ca. 100k € gemacht mit Coins wobei ich sagen muss das 90% des Gewinns einfach nur HODL Coins waren,
die Ich am Ende des Jahres auscashen lies(unter einem Jahr gehalten).Die 10k Gewinn waren alles Trading Geschäfte. Habe insgesamt auf 12-14 verschiedenen Börsen getradet und einige
Coins umgetauscht (kein Arbitrage handel) .Es war aber kein Daytrading oder so ,einfach nur alle 1-3 Wochen Coins umtauschen oder Neu dazu kaufen und gut ist.
Habe auch an 2 ICOs teilgenommen .Insgesamt komme ich letzes jahr auf ca. 800-900 einzelne Trades und insgesamt um die 20 verschiedene Coins die ich getradet/getauscht habe!
Nun kommt die frage, Gewerbe oder Privat?  Huh
Das Finanzamt wird bestimmt faxen machen, weil die Summe nun mal größer ausgefallen ist,werden die versuchen mich als Gewerbetreibenden einzustufen?!
Bin natürlich nicht daran interessiert als Gewerbliche Person eingestuft zu werden, aber falls das Finanzamt doch damit ankommt ,womit kann ich argumentieren ?
Habe ausschließlich mit meinem privatem Vermögen gehandelt!


Ich bedanke mich für Eure Antworten!!! Wink

Solltest dir eigentlich recht wenig sorgen machen. Dein realisierter Gewinn mit 10k ist ja jetzt auch nicht sonderlich hoch und 800-900 einzelne Trades sind auch nicht die Welt. Abgesehn davon bist du weder als Händler aufgetreten noch hast du ein gewerbe oder?


Hi, der Gewinn ist ja 90k aus Hodl Coins und 10k kommt vom trading ,so meine ich das ! Und Gewerbe habe Ich auch nicht !

Naja, realisierter gewinn ist realisierter gewinn. Oder hattest du die vk. 90K schon über 1 Jahr im besitzt? Wenn nicht, hattest du ja letztes jahr 100k € an realisierten gewinnen.

Ja das ist dann 100k realisierter Gewinn!
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February 15, 2018, 01:41:23 PM
 #1108


Ja das ist dann 100k realisierter Gewinn!

Ok, da bin ich überfragt. Der Gewinn ist ja nicht unerheblich. Könntest in der Gruppe auch mal fragen, solltest du hier keine Antwort finden.
https://www.facebook.com/groups/169607323789427/
mole0815
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!! https://lmy.de/meet !!


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February 15, 2018, 02:52:00 PM
 #1109

bei solchen beträgen die hier im raum stehen würde ich das ganze steuerthema sowieso an einen steuerberater übergeben um auf der sicheren seite zu sein.
bei 100 euro gewinn wird es schwierig wenn die stunde 300 kostet  Grin

aber bei XXXX-XXXXX oder noch mehr euro würde ich das als erstes machen  Wink

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February 15, 2018, 03:49:21 PM
 #1110

1) Hier würde ich defensiver formulieren:

Quote
Haltefrist beim Lending
Auf manchen Börsen kann man seine Bitcoins gegen Zinsen verleihen. Erhält man diese Zinsen im ersten Jahr nach der Anschaffung der Bitcoins, verlängert sich die Haltefrist auf 10 Jahre.

Haltefrist bei Altcoins mit POS o.ä.
Die Haltefrist von Coins mit Dividenden oder Zinsen jeder Art verlängert sich auf 10 Jahre, wenn im ersten Jahr nach der Anschaffung eine solche Dividende ausgeschüttet wurde.

Nach zahlreichen Diskussionen, gibt es hierzu wohl bislang keine Gewissheit, was die Verlängerung der Haltefrist angeht. Ich hatte da letzten auf einen Thread mit iudica verwiesen.
Ja, muss ich mir mal überlegen, wie ich das ausführen soll.

2) Da haste eine Wiederholung Schlussteil:

Quote
Altcoins mit POS / Dividenden / Zinsen etc.
Die Haltefrist verlängert sich auf 10 Jahre (s.o.)
Die Dividenden sind zum Tag des Zuflusses wertmäßig zu ermitteln und als sonstige Einkünfte zu versteuern. Damit sind die Steuern auf die Dividenden schon fällig, auch wenn die Coins selbst vielleicht erst in vielen Jahren verkauft werden.
Die Dividenden sind möglicherweise auch als Kapitalerträge mit 25% zu versteuern. Dies ist strittig.

Da sollte der zweite Teil nach oben.
Schwierig. Ich wollte einmal "oben" die verschiedenen Haltefristen gegenüberstellen, aber "unten" muss ich halt nochmal drauf zurückkommen. Da fehlt mir einfach noch eine gute Struktur Wink

Im bezug auf POS-Coins und haltefrist.
Es sind keine zinsartigen Erträge, darum verlängert sich auch nicht die haltefrist. Somit fallen die "Geschenkten" unter sonstige  Einkünfte i. S. d. § 22 Nr. 3 EStG
Die kryptos dienen ja nicht unmittelbar der einkünfteerzielung, Einnahmen werden nicht unmittelbar durch die Hingabe und drittnutzung erzielt. Als beispiel mal eine Containervermietung....
https://ldlev.de/presse/fi-16_2016-containervermietung.pdf

Daraus folgt, keine Einkünfte aus Kapitalvermögen!  keine verlängerung auf 10 Jahre.

Und da es auch keine Wertpapiere sind, braucht man den vergleich zu Aktien gar nicht erst ziehen.

Und nochmal: Einnahmen aus Dividenden und vergleichbare Einkünfte (§ 20 Abs. 1 Nr. 1, 2 und 9 EStG) trifft auch nicht zu, da wie schon gesagt, Kryptowährungen als nicht abnutzbare immaterielle Wirtschaftsgüter behandelt werden.






Du bist nicht die erste Steuerberaterin mit dieser Meinung. Das gefällt mir sehr gut hehe Cheesy
Diesbezüglich habe ich allerdings noch eine Frage: Liege ich dann mit der Annahme richtig, dass Airdrops gleich behandelt werden? Also z.b. bei Gbyte, wo man für das halten von Bitcoins / Gbytes weitere Gbytes bekommt. Die bereits gehaltenen Bitcoins / Gbytes verlängern sich dann nicht auf 10 Jahre Haltefrist, right?

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WAMBO
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February 15, 2018, 03:49:48 PM
 #1111

bei solchen beträgen die hier im raum stehen würde ich das ganze steuerthema sowieso an einen steuerberater übergeben um auf der sicheren seite zu sein.
bei 100 euro gewinn wird es schwierig wenn die stunde 300 kostet  Grin

aber bei XXXX-XXXXX oder noch mehr euro würde ich das als erstes machen  Wink


Ja richtig, nur scheint es mir so das die meisten Steuerberater keine Ahnung von der Materie haben. Selbst
das Finanzamt weis nicht was Bitcoin ist, habe schon mehrere Institutionen angerufen mit dem Ergebnis 0!  
Wissen Sie was Bitcoins oder Kryptowährungen sind? WAS? Pitkoins?Was ist das?  😂 Ja, solche antworten bekommt man, da macht es keinen Sinn weiter zu diskutieren. Am Ende bringt man dem Steuerberater oder dem Finanzamt noch bei was Kryptos sind und was es eig. Ist. Ich rufe da an um antworten zu bekommen, stattdessen bekomme ich fragen.
cha145
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February 15, 2018, 04:56:12 PM
 #1112

Nochmal ne kleine Frage zum Einkommenssteuersatz.

Ich habe zb 2017 15000 € brutto verdient.
Laut Einkommenssteuer Rechner liegt mein persönlicher Einkommenssteuersatz damit bei 8,25%.

Nun habe ich 8000 € Gewinn aus der Veräußerung von Kryptos erzielt. Also habe ich ein Gesamteinkommen von 23.000€ Brutto.

Der Einkommenssteuersatz liegt somit bei 14,53 %.

Ziehe ich hiervon jetzt die bereits (durch meinen Arbeitgeber abgeführten) gezahlten 8,25% von den 14,53 % ab und erhalte dann den Prozentsatz mit welchem ich die 8000€ Kryptogewinn versteuern muss ? Sprich 8000 € Gewinn mit 6,28 % versteuern ?

Oder stehe ich jetzt total auf dem Schlauch ?  Grin

Und im Endeffekt teilt mir das FA ja mit welchen Betrag ich an Steuern zahlen muss oder ? Sprich ich gebe lediglich meinen erzielten Gewinn in der Anlage SO an, FA prüft das ganze und schreibt mir Hallo Herr X wir hätten gern so und so viel Euronen von Ihnen ?
WaramBuffet
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February 15, 2018, 05:03:32 PM
 #1113

Weiß jemand wie geminedte coins als sonstige Einkünfte bei einem späteren Verkauf besteuert werden? Ist das eine Anschaffung und der spätere Verkauf ein privates Veräußerungsgeschäft? Oder ist die Differenz aus Verkaufspreis und Anfangswert ebenfalls sonstige Einkünfte?
Schau mal bitte in den Sticky auf Seite 1 dieses Threads.
cofefeGandalf
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February 15, 2018, 05:18:26 PM
 #1114

Weiß jemand wie geminedte coins als sonstige Einkünfte bei einem späteren Verkauf besteuert werden? Ist das eine Anschaffung und der spätere Verkauf ein privates Veräußerungsgeschäft? Oder ist die Differenz aus Verkaufspreis und Anfangswert ebenfalls sonstige Einkünfte?
Schau mal bitte in den Sticky auf Seite 1 dieses Threads.
Thx für den Hinweis. Das hatte ich eigentlich schon (mehr als einmal) aber entweder war ich blind oder es ist neu. War das evtl. bei dem jüngsten Update dabei?
Crazydome80
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February 15, 2018, 05:23:10 PM
 #1115

Nochmal ne kleine Frage zum Einkommenssteuersatz.

Ich habe zb 2017 15000 € brutto verdient.
Laut Einkommenssteuer Rechner liegt mein persönlicher Einkommenssteuersatz damit bei 8,25%.

Nun habe ich 8000 € Gewinn aus der Veräußerung von Kryptos erzielt. Also habe ich ein Gesamteinkommen von 23.000€ Brutto.

Der Einkommenssteuersatz liegt somit bei 14,53 %.

Ziehe ich hiervon jetzt die bereits (durch meinen Arbeitgeber abgeführten) gezahlten 8,25% von den 14,53 % ab und erhalte dann den Prozentsatz mit welchem ich die 8000€ Kryptogewinn versteuern muss ? Sprich 8000 € Gewinn mit 6,28 % versteuern ?

Oder stehe ich jetzt total auf dem Schlauch ?  Grin

Und im Endeffekt teilt mir das FA ja mit welchen Betrag ich an Steuern zahlen muss oder ? Sprich ich gebe lediglich meinen erzielten Gewinn in der Anlage SO an, FA prüft das ganze und schreibt mir Hallo Herr X wir hätten gern so und so viel Euronen von Ihnen ?

Ja, Du stehst auf dem Schlauch...entscheidend ist immer der Grenzsteuersatz. Der besagt, wie viel Du für jeden zusätzlich verdienten Euro an Steuern zahlen musst. In Deinem Fall fängt dieser bei 15.000 Euro bei 25% an und steigt dann bis auf 28% bei 23.000 Euro. Das heißt also Du musst den zusätzlich Gewinn mit ungefähr 26,5% im Durchschnitt versteuern.
Aber ja, das Finanzamt wird er Dir ganz automatisch ausrechnen ;-)
segeln
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February 15, 2018, 05:37:06 PM
 #1116

Hast du denn auch schon einmal deine Kryptogewinne in der Steuererklärung angegeben und dementsprechend versteuert

Nein, aber ich bin auch ein Hodl‘er (seit 2013) und meine Gewinne muss ich daher nicht in der Steuererklärung angeben 😉

(Eventuell kommt irgendwann das FA auf mich zu aufgrund meiner hohen monatlichen Geldeingänge, aber dann werde ich einen entsprechenden Nachweis erbringen ... ohne einen Steuerberater).


Allerdings habe ich schon häufiger die Anlage SO für andere Veräußerungen verwenden müssen. Das Eintragen der Gewinne in der Anlage SO ist ja wirklich nicht schwierig. Einfach eine entsprechende Dokumentation dazu legen und gut ist es. Falls das FA noch irgendwelche Fragen hat, werden die sich schon melden und oft kann man die Unklarheiten dann auch durch einen Telefonanruf beseitigen.


Ich sehe das genauso.Habe aber den Eindruck,die meisten glauben,dass sie alle Gewinne,die durch hodln(> 1 Jahr) zustande gekommen sind ,dem FA in der Anlage SO melden müssen.Da Trades /Gewinne nach > als 1 Jahr steuerfrei sind ,brauche ich sie auch nicht  zu melden.Denn was kann das FA denn anders entscheiden?Es ist doch gesetzlich geregelt.Das FA kann doch nicht gegen das Gesetz entscheiden,bzw hat in diesem Fall keine Entscheidungsmöglichkeit mehr sondern muss die Steuerfreiheit anerkennen.
Ich gebe die "Hodl-Gewinne" nicht an,kann sie aber bei Nachfragen vom FA lückenlos dokumentieren.
cha145
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February 15, 2018, 05:38:36 PM
 #1117

Ja, Du stehst auf dem Schlauch...entscheidend ist immer der Grenzsteuersatz. Der besagt, wie viel Du für jeden zusätzlich verdienten Euro an Steuern zahlen musst. In Deinem Fall fängt dieser bei 15.000 Euro bei 25% an und steigt dann bis auf 28% bei 23.000 Euro. Das heißt also Du musst den zusätzlich Gewinn mit ungefähr 26,5% im Durchschnitt versteuern.
Aber ja, das Finanzamt wird er Dir ganz automatisch ausrechnen ;-)

Gut zu wissen. Recht herzlichen Dank Smiley
mucke12
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February 15, 2018, 06:19:22 PM
 #1118



Du bist nicht die erste Steuerberaterin mit dieser Meinung. Das gefällt mir sehr gut hehe Cheesy
Diesbezüglich habe ich allerdings noch eine Frage: Liege ich dann mit der Annahme richtig, dass Airdrops gleich behandelt werden? Also z.b. bei Gbyte, wo man für das halten von Bitcoins / Gbytes weitere Gbytes bekommt. Die bereits gehaltenen Bitcoins / Gbytes verlängern sich dann nicht auf 10 Jahre Haltefrist, right?

Also ich betone noch mal Cheesy ich bin kein Steuerberater. Aber diese Infos hab ich von einem Steuerberater aus der besagten FB-Gruppe, ich nehme selbstverständlich auch keine Haftung etc- Wink. Aber um deine Frage zu Beantworter, ja Airdrops werden gleich behandelt nach dieser Auffassung.
Mgsys
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February 16, 2018, 09:04:17 AM
 #1119



Sehr hilfreicher Post, weil der zitierte Artikel des RA István Cocron, CLLB Rechtsanwälte, zeitweise in der Community für große Beunruhigung gesorgt hat. Mich würde interessieren, ob die beabsichtigten Telefonate ("Ich werd mal morgen bisschen telefonieren.") weitere Aufklärung ergeben haben. Interessant wäre ja insbesondere, ob es Stellungnahmen des betreffenden Finanzamts gibt und ob der im Artikel behauptete Steuerbescheid wirklich existiert.

Nochmal als ergänzung zu diesem Artikel auf aus der besagten Gruppe:

"Es mag sein, dass ein solcher Bescheid zunächst existiert bzw. ergangen ist. Wenn man die Verfahrensweise und die Abläufe in der FinVerw. kennt, würde das nicht überraschen.
Die Aussagen aber in Bezug auf den Punkt, dass die EuGH Rechtsprechung nicht in deutsches Recht umgesetzt und somit nicht bindend sei, lockt mir nur ein Lächeln hervor 😁😁😁😁.
Zumindest in der Umsatzsteuer ist das hahnebüchener Unsinn.
Für diese ☝️ gilt nämlich aufgrund der sog. MwStSystRL vereinfacht ausgedrückt der Grundsatz: wenn eine Behandlung entsprechend EU- Vorgaben zu einem anderen Ergebnis führt, kann sich jeder Steuerpflichtige direkt(!) auf die -günstigere- EU-Vorgabe berufen und das Finanzamt muss (!) dies berücksichtigen.

Insofern ist der Artikel absoluter Quatsch und ich nehme ihn als ‚Anekdote‘ in meine Sammlung ‚zum schmunzeln‘ auf.. 😉🤓
(Ps: ich bin selbst ehemalige Umsatzsteuer-Sonderprüferin und nunmehr Steuerberaterin)"

Sehe ich als Jurist genauso. Beruhigend, dass du als ehemalige Sonderprüferin anders, also im Sinne des EuGH, entschieden hättest. EuGH-Entscheidungen sind kein abgehobener Spaß, sondern für alle deutschen Behörden grundsätzlich bindend. Deinen (ehemaligen) Sonderprüfer-Kollegen kann man nur dringend empfehlen, mal in einen Grundkurs Europarecht zu investieren.

Falls dich (und andere hier) noch genauer, als du schon richtigerweise geschildert hast, der juristische Hintergrund interessiert: Wenn man das einschlägige EuGH-Urteil in der Rechtssache Hedqvist vom 22. Oktober 2015 und den Text der Mehrwertsteuersystemrichtlinie (MwStSystRL) liest, wird sofort deutlich, worauf das "Missverständnis" des Finanzamts hier offenbar beruht und weshalb der zuständige Prüfer auf die falsche Fährte geraten ist. Zentrales Argument des Finanzamts scheint ja zu sein, dass die EuGH-Entscheidung nicht in deutsches Recht "umgesetzt sei". Prinzipiell stimmt es, dass europäisches Richtlinienrecht zunächst einmal durch den nationalen Gesetzgeber in nationales Recht umgesetzt werden muss. Aber jetzt kommt der entscheidende Punkt, den das Finanzamt offenbar nicht gesehen hat: Die Regelungen der europäischen MwStSystRL sind ja bereits in das aktuell geltende deutsche UStG eingeflossen. Die Umsetzung hat also bereits stattgefunden. Nach erfolgter Umsetzung muss man aber das UStG in Zweifelsfragen (und hierzu gehört die Bitcoin-Frage) stets im Lichte der zugrundeliegenden MwStSystRL lesen. Das nennt man Pflicht zur europarechtskonformen (insb. richtlinienkonformen) Auslegung nationalen Rechts. Diese Pflicht ist in zahllosen EuGH-Entscheidungen durchdekliniert und in ebenso zahllosen wissenschaftlichen Stellungnahmen festgestellt. Zu den Vorschriften, die entsprechdend richtlinienkonform auszulegen sind, gehört natürlich auch die Vorschrift des § 4 Nr.8 Buchst.b UStG, die Umsätze von "gesetzlichen Zahlungsmitteln" von der Umsatzsteuer befreit. Diese Befreiungsvorschrift mochte der Sonderprüfer aber offenbar nicht anwenden, weil Bitcoins nunmal kein gesetzliches Zahlungsmittel sind. Vom reinen Wortlaut her zunächst in Ordnung. Auch die Richtlinie spricht in Art. 135 Abs. 1 Buchst. e zunächst nur von "gesetzlichen Zahlungsmitteln", deren Umsätze von der Steuer befreit sind. Was der Prüfer aber übersehen hat: Der blosse Wortlaut ist hier nicht entscheidend. Gemäß dem Urteil des EuGH in der Rechtssache Hedqvist sind vielmehr Kontext und Zweck der Richtlinienregelung maßgeblich. Und diese erfordern es nach Auffassung des EuGH, den Bitcoin umsatzsteuerrechtlich (!) den gesetzlichen Zahlungsmitteln gleichzustellen, also von der Umsatzsteuer auszunehmen. Das EuGH-Urteil stellt dabei wie gesagt entscheidend auf den Kontext und den Zweck der Richtlinienregelung ab. Aus juristischer Sicht kein erstaunlicher, sondern alltäglicher Vorgang, vollkommen lege artis. Der Prüfer hätte also richtigerweise hier ohne weiteres die Befreiungsvorschrift des § 4 Nr.8 Buchst.b UStG anwenden müssen und zwar richtlinienkonform interpretiert gemäß dem Urteil des EuGH in der Rechtssache Hedqvist.

Auch wenn es sich für Nicht-Juristen zunächst so anhören mag: Das alles ist keine Raketenwissenschaft, sondern Grundkurs Europarecht und - wie ich durch deinen Post sehe - grundsätzlich auch bei Finanzämtern geläufig. Nur leider offenbar nicht in Bonn. Aus meiner (unmassgeblichen) Sicht kann der Steuerbescheid des Finanzamts im Ergebnis keinen Bestand haben; in genau dieser Weise verstehe ich auch deinen Post und den Tenor hier im Thread. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Finanzverwaltung dem Einspruch selbst abhilft und nicht auch noch Gerichte mit dieser unnötigen Angelegenheit befasst werden.

Bleibt noch zu erwähnen, dass ich zwar Jurist bin, meine obigen Ausführungen aber allein als Diskussionsbeitrag zu verstehen sind, anhand deren sich jeder Interessierte seine eigene Meinung bilden sollte. Den Fall kenne ich (wie wohl alle hier) nur vom Hörensagen. Mein Beitrag ersetzt in keinem Fall eine anwaltliche Beratung im konkreten Fall. Ich übernehme aufgrund des Beitrags niemandem gegenüber eine Haftung.


Gut zu lesen, an dieser Stelle möchte ich nochmal betonen das ich hier nur zitiert habe und ich nicht die angesprochene Umsatzsteuer-Sonderprüferin bin. Hab es noch einmal FETT markiert, vll wird es dadurch deutlicher.

Ok, habs jetzt kapiert, dass du nur zitiert hast und nicht selbst die besagte (ehemalige) Sonderprüferin bist. Gibts denn irgendeine Möglichkeit, ihr zu antworten? Du sprichst von der "besagten Gruppe". Meinst du Facebook? Bin leider nicht bei Facebook. Hast du irgendwelche anderen Kontaktdaten, um der Ex-Sonderprüferin zu diesem Thema posten/mailen zu können? Kannst mir ggf. ja auch eine Personal Message schicken.

Zur aktuellen Entwicklung in Sachen "Bitcoin und Umsatzsteuer" gibts jetzt übrigens weitere Neuigkeiten: Hier im Thread ging der Tenor (einschliesslich der von mir vertretenen Auffassung) ja ganz klar dahin, dass die Sache seit dem Urteil des EuGH (Hedqvist, 2015) abschließend rechtlich entschieden ist (Befreiung von der Umsatzsteuer) und das Finanzamt in Bonn klar auf der falschen Fährte ist. Jetzt postet eine Kanzlei im Netz allerdings folgendes: "Auf Nachfrage haben wir vom Finanzamt Höxter erfahren, dass es eine aktuelle verwaltungsinterne Anweisung gibt, dass die Finanzämter flächendeckend so verfahren sollen." Das ist der Link:
https://www.spba.de/mit-bitcoins-und-co-in-der-umsatzsteuerfalle/


Wenn das stimmt, na dann gute Nacht!
 
mucke12
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February 16, 2018, 09:23:45 AM
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Ich kann hier nochmal eine Zusammenfassung aus der besagten FB-Gruppe einstellen:
https://www.facebook.com/groups/169607323789427/permalink/195165787900247/

Und nein das ist keine Werbung für die Gruppe, aber in der Grp tümmeln sich mittlerweile mehrere Steuerberater die sich intensiv mit Krypto beschäftigen:

Fazit: Keine sorgen machen, wurde nur panik verbreitet. NR. 9 sollte hierbei das entscheidende sein.


Zitat:

Ich habe, nachdem der Herr "Kollege" Quermann die Kommentare im Bitcoinmag dazu nutzt, weiter Angst zu schüren, dort selber einen umfangreichen Kommentar hinterlassen, ich bin gespannt, ob dieser veröffentlicht wird.
Hier ist er:

Guten Tag Zusammen,

mein Name ist Christian Densch, ich bin Steuerberater in Essen und leite eine Facebookgruppe mit fast 2000 Mitgliedern, die sich ausschließlich mit der Besteuerung von Kryptos beschäftigt.

Bereits vor diesem “Artikel gab es einen Post einer in Frankfurt ansässigen Rechtsanwaltskanzlei in der selben Angelegenheit. Seither beschäftige ich mich mit dieser Sache.

Als ich diesen Beitrag mit Verweis auf den Kollegen Quermann gelesen habe, ist mir fast schlecht geworden, da der Artikel den Sachverhalt völlig falsch darstellt, Herrn Quermann als Steuerberater aus dem Rheinland bezeichnet (Herr Quermann sitzt lt. Homepage in Ostwestfalen, genau in Herdecke, das ist tiefste Provinz Ostwestfalens und weit weg vom Rheinland),

Auch die Vorgehensweise im Rechtsmittel ist völlig falsch dargestellt, als Steuerberater fasst man sich da an den Kopf.

Herr Steuerberater Quermann wiill, wie auch der Anwalt, nur Panik unter den Anlegern verbreiten, in dem er wesentliche Punkte in der Sachverhaltsdarstellung weglässt und wegen der drohenden Umsatzbesteuerung Kryptoanleger rät, sich, sich zwecks Strategieentwicklung mit Ihm in Verbindung zu setzen. Er will also durch Angstmache mittels falscher und gekürzter Informationen Kunden gewinnen. Dies ist berufsrechtlich fragwürdig.

Ich stelle den Sachverhalt jetzt richtig:

1. es hat eine Prüfung durch das Finanzamt Bonn Innenstadt bei einem Gewerbetreibenden stattgefunden (damit war er Unternehmer)

2. Im Rahmen der Prüfung hat der Prüfer des Finanzamts festgestellt, mehr oder weniger durch Zufall, dass dieser Gewerbetreibende Bitcoins an einer Börse verkauft. Ich vermute, dass es ein Gewerbetreibender war, der sich mit Bitcoins bezahlen lässt und er wollte seine Bitcoins zu Euros wechsel.

3. Der parlamentarische Staatssekretär Dr. Michal Meister hat in einem Schreiben aus 2014 seinem Kollegen Ostermann mitgeteilt, dass die Bundesregierung die Ansicht vertritt, dasss der Handel mit Bitcoins der Umsatzsteuer unterliegt und nicht befreit ist.

4. der EuGH ist 2015 mit dem Hedquist Urteil Herrn Dr. Meister in die “Parade” gefahren und hat entschieden, dass der Handel mit Bitcoins steuerfrei ist. Dies dürfte Herrn Dr. Meister nicht gefallen haben, wer trifft schon gerne eine Aussage, die kurz darauf vom EuGH kassiert wird.

5. Das Bundesfinanzministerium hat sich trotz des Hedquist Urteils nicht weiter zur Umsatzbesteuerung geäussert und das Hedquist Urteil bislang nicht anerkannt (so sah es das FA Bonn), also waren sie verpflichtet, diesen Zufallsfund der Umsatzsteuer zu unterwerfen.
Glücklich dürften sie darüber nicht gewesen sein, da dem Finanzamt auch klar war, dass dieses Urteil umzusetzen ist, allerdings müssen sie sich nach den Vorgaben des Dienstherren richten, das geht leider nicht anders.

6. das Finanzamt hat dem Steuerpflichtigen vermutlich die Empfehlung ausgesprochen, gegen den Umsatzsteuerbescheid Einspruch einzulegen und ihm in Aussicht gestellt, die Aussetzung der Vollziehung zu gewähren, also keine Zahlungen von ihm einzufordern, bis die Rechtsauffassung eindeutig ist (der EuGH müsste dazu seine Ansicht revidieren (Dies wird nicht passieren, dass Urteil wurde in einigen EU Mitgliedsstaaten bereits offiziell anerkannt)

7. Ich nehme an, das Finanzamt wollte diesen Vorgang “im Stillen” regeln, also verhindern, dass Panik wegen einer Sache aufkommt, die sich in absehbarer zeit in Wohlgefallen auflösen wird. dank solcher Trittbrettfahrer, wie dem kollegen Quermann und dem Anwalt, und natürlich dem Steuerpflichtigen, der das ja irgendwie öffentlich gemacht haben wird, vielleicht mangels rrfahrung war ihm nicht bewusst, was er damit lostritt, finden wir jetzt solche artikel mit Fehlinformationen, Fakenews sozusagen.

8. man wollte mir zwar keine genaue Auskunft wegen des Steuergeheimnisses geben, aber nach mehr als 20 Jahren Berufserfahrung, hat man ein Gespür für Zwischentöne. Ich vermute, dass Herr “Kollege” Quermann nicht, bzw. zumindes nicht zum Zeitpunkt der Prüfung des Betriebs, der Vertreter des Steuerpflichtigen ist/war, er stellt es nur so dar, bzw. lässt es so darstellen.

9. Leider hatte das Finanzamt keine Kenntnis von der Bundes-Drucksache 19/370 vom 5.1.2018, die eine Fragestunde der Abgeordneten am 29.12.2017 veröffentlicht. Dort antwortet Herr Dr. Meister einer Abgeordneten der Grünen auf die Frage zur Umsatzbesteuerung, dass der Handel mit Bitcoins in Anwendung des EuGH Urteilsm steuerfrei ist.

Damit hat das Bundesfinanzministerium seine Meinung revidiert und das EuGH Urteil anerkannt.

Fazit:

Es wird keine Umsatzbesteuerung bei Kryptowährungen geben (ich gehe schwer davon aus, dass Coins hinsichtlich der Umsatzsteuer alle gleich behandelt werden).

Mittels wissentlich unvollständiger Darstellung des Sachverhalts und vorsätzlich eingebauter falscher Informationen wird in der Kryptogemeinde Panik verbreitet und ein Herr “Kollege” Quermann wie auch ein Anwalt wollen dies zur Mandatsgewinnung nutzen (Wer einen Steuerberater braucht, der Panik verbreitet und nicht sachlich informiert…)

Der Mmsatzsteuerbescheid dürfte in Kürze geändert werden, ich habe das Finanzamt Bonn Innenstadt über die veröffentlichte Aussage des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Michael Meister bereits gestern informiert.

Mit besten Grüssen
Dipl.-Kfm. Christian Densch “Kryptotaxpert”
Steuerberater
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