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Author Topic: Meine(?) Geldtheorie  (Read 776 times)
Sukrim
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May 24, 2013, 11:48:30 AM
 #1

In den letzten paar Tagen habe ich mir mal so einige Gedanken zum Thema Ripple vs. Bitcoin und Geld an sich gemacht.
Es würde mich freuen, wenn sich das mal ein paar Wirtschaftler durchschauen könnten und mir verraten, ob diese Theorie schon existiert (vermutlich ja...) und wenn ja, welcher die entspricht, damit ich mich da besser einlesen kann.

Wie ich Geld vs. Handelsware verstehe:

"Ideales Geld" hat genau 0 Eigenwert aber hohen Nutzen als Geld verwendet zu werden. Es kann nirgendwo für irgendwas eingetauscht werden nur weil es existiert, es berechtigt zu absolut gar nichts. Dadurch, dass es aber nützlich ist, wird es als "generelles Tauschmittel" verwendet. Wenn eine Kuh 2,13 Ziegen wert ist, wird man sich im Tauschhandel schwer tun mit der Zeit die Ziegenteile zu lagern. Hier kommt Geld als "Mittelsmann" ins Spiel - dadurch ist die Kuh z.B. 2,13 Geldeinheiten wert und die Ziege 1 Geldeinheit.
Problematisch ist es eben, wie man dann den Wert dieser an sich wertlosen Geldeinheit ermittelt, meiner Meinung nach funktioniert das am Besten am offenen Markt.

Eine Sache muss man jedoch bedenken: Ohne Markt ist das Geld auch nichts wert (im Fall von Euroscheinen hat man eventuell einen Heizwert, im Fall von BTC hat man nur einen Datenbankeintrag im Internet). Außerdem kann das Geld zwar zu 100% besessen werden (Bargeld/private Key in der wallet) aber nur gegen anderes wertloses Geld getauscht werden. Um zu handeln (handeln ist etwas anderes als tauschen), muss man mit etwas arbeiten, das möglichst VIEL Eigenwert hat.

Den höchstmöglichen Eigenwert (nach der Sache an sich) haben Schuldversprechen (IOUs aka. "I owe you"s) - die sind bis zu 100% mit etwas gedeckt, das aber nicht einfach austauschbar ist. Ein IOU auf eine Kuh kann man also nicht einfach so auf ein IOU auf 2,13 Ziegen auswechseln. Zusätzlich hat man bei ihnen einen Unsicherheitsfaktor dabei, den man zwar mit verschiedenen Methoden senken kann (z.B. mit dem Spieltheorieansatz von NashX: "Ich zahle lieber 100 BTC für etwas, das ich haben will, als dass ich riskiere dass 200 meiner BTC zerstört werden") aber nie ganz eliminieren wird können (Menschen sind nun mal sterblich, was z.B. viele Programmierer zu übersehen scheinen).

Am offenen Markt werden nun sowohl Schuldversprechen gegen Geld aufgewogen (abhängig davon, wie andere Schuldversprechen gegen das gleiche Geld bewertet werden) als auch Schuldversprechen gegen Schuldversprechen (wobei man dann implizit das Geld rauslässt aber dennoch auf "monetäre Fairness" achtet - z.B. "meine 100€ CPU gegen deine 2 50€ HDDs"). Dadurch bekommt das Geld seinen Wert - Staatsgeld eben aufgrund von Inflation und Unklarheiten bei der Schöpfung einen ungenaueren, aufgrund von Verbreitung und Vertrauen aber wieder einen höheren Wert, Bitcoin wegen 100%iger Klarheit bei Schöpfung und Inflation einen genaueren, aufgrund von geringer Verbreitung und Unsicherheit ob man das auch morgen noch offen handeln kann einen niedrigeren Wert. Der Grund wieso Bitcoin stärker schwankt als Staatsgeld ist die Unsicherheit in der Verwendung, der Grund wieso Staatsgeld immer noch schwankt ist die Unsicherheit in der Schöpfung/Lenkung/Deckung.

Dadurch dass Schuldversprechen nun immer eine gewisse Unschärfe haben, wird auch der Wert ("Nutzwert"? "Tauschwert"?) des Geldes nie 100% genau bestimmt werden können, daher wird auch immer ein Markt existieren müssen, um diesen Wert aktuell zu bestimmen. Wüsste man nämlich 100% über Schuldversprechen bescheid, bräuchte man den Markt nach kurzer Zeit nicht mehr, da man dann einfach direkt handeln könnte. Man bräuchte dann auch kein Geld mehr bzw. könnte es als Schuldversprechen "on-the-fly" erzeugen, so wie man es z.B. jetzt schon bei Kleinbeträgen unter Freunden macht ("die nächste Runde zahle ich").

Da der (mMn.) Idealzustand einer geldlosen Gesellschaft nur erreicht werden kann, indem Schuldversprechen zu Schuldgarantien werden bzw. sofort und jederzeit allerorten einlösbar gemacht werden, braucht man also entweder Teleporter oder zumindest eine Technologie die dem automatisierten 3D Druck nahe käme, die beliebige Materie erzeugen kann. Unter dem Gesichtspunkt wird auch klar, wieso z.B. in StarTrek kein Geld verwendet wird - es ist nicht nötig.

Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg und ich werde das wohl auch nicht erleben (schade eigentlich...) - doch zumindest über eventuelle Ursprünge und weitere Ausführungen dieser Theorie würde ich mich schon noch gerne informieren, daher eben dieser Thread mit Bitte um Input.

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candoo
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Sukrim
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May 24, 2013, 12:11:37 PM
 #3

Nein, eher als Ingenieur oder noch besser Millioneur... Wink

Falls du den Text oder Abwandlungen davon irgendwo auf Blogs oder so verwenden willst, nur zu. Wäre nur fein, falls du mich (gerne under dem Pseudonym "Sukrim") als Autor erwähnst.
Irgendwie kommt mir das Ganze aber nicht sehr druckreif vor, ist ja auch eher geschrieben um Input zu erhalten.

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Sukrim
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May 24, 2013, 07:16:06 PM
 #4

Wie dem auch sei, ich habe Deine Frage nicht ganz verstanden?!
Vermutlich bin ich mit meinen Gedanken zu weit vorrausgeeilt.

Meine Frage lautet:
Wo in etwa in den gängigen Wirtschafts- und Geldtheorien ist die von mir dargelegte Sichtweise einzuordnen?
Ich bin mir sicher, sowas in der Richtung existiert schon längst als publizierte Theorie, als nicht-BWL/VWL Absolvent habe ich aber nicht mal eine grobe Idee nach was ich da eigentlich auf Google und Wikipedia suchen sollte.

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klaus
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May 25, 2013, 10:21:37 AM
 #5

Vermutlich bin ich mit meinen Gedanken zu weit vorrausgeeilt.

Überhaupt nicht. Ich habe mich erst seit Bitcoin 2011 mit Geld per se beschäftigt.
Mein Einstieg damals waren die Youtube Videos von Goldschmied Fabian, das hilft da es von vorne anfängt.

Das Thema ist aber unendlich interessant da Geld ja praktisch eine Religion ist. Viele beten es an usw, denken es wäre das wichtigste.

Meine Frage lautet:
Wo in etwa in den gängigen Wirtschafts- und Geldtheorien ist die von mir dargelegte Sichtweise einzuordnen?
Ich bin mir sicher, sowas in der Richtung existiert schon längst als publizierte Theorie, als nicht-BWL/VWL Absolvent habe ich aber nicht mal eine grobe Idee nach was ich da eigentlich auf Google und Wikipedia suchen sollte.

Vielleicht bei Amazon nach einschlägigen Werken suchen, bringt evtl. mehr als google/wikipedia.
Vor Amazon habe ich im Buchladen immer einen sehr belesenen Fachverkäufer angesprochen, die kennen sich überraschend breit mit allen Themen aus. Bringt oft neue Ideen nach was man suchen kann.
Weiß aber nicht ob es solche Leute heute noch gibt ...

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klaus
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May 25, 2013, 10:27:55 AM
 #6


... oder Du fragst mal einen Bankmitarbeiter Deiner Bank.
Irgendwas müssen die doch in Ihrer Lehre lernen was mit den Basics zu tun hat.

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Sukrim
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May 25, 2013, 01:05:49 PM
 #7

Naja, klingt für mich so wie einen Automechaniker mit einer Frage zu Metallurgie zu löchern...  Wink
Ich werde eh mal bei Gelegenheit ein paar Professoren oder Studenten fragen, ich dachte nur, dass es hier vielleicht auch Leute gibt die sich mit Geldtheorie auskennen und beschäftigen.

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herzmeister
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May 27, 2013, 10:40:21 PM
 #8

Größtenteils meine Meinung, Geld ist nur Information, das ist alles. Wer hat was zu den Bedürfnissen einer Gesellschaft beigetragen, was die- oder denjenigen berechtigt, äquivalente Leistung aus dieser Gesellschaft zu einem zukünftigen Zeitpunkt abzurufen.

Das Problem mit Geld war und ist immer die Implementierung. Wie kann man diese Information speichern, wer hat die Kontrolle darüber, wie kann man sie frei von Nebeneffekten halten? Zirkulierende IOUs benötigen Vertrauensnetzwerke, Commodities wie Goldstücke oder Bitcoins unterliegen externen Effekten wie Wertschwankungen. Es ist technisch einfach noch nicht gelöst, das perfekte monetäre System zu schaffen, und wird es wohl auch nie werden, bevor wir die Star-Trek-Replikatoren haben.

Im übrigen ist selbst in so einer Überflussgesellschaft nicht gesagt, dass dann Geld abgeschafft wird, denn dieser Überfluss ist nur materiell; es gibt auch Dienstleistungen, und eine Ressource wird immer knapp bleiben, und das ist unsere Zeit.

Welchen Aspekt meinst du genau, wo du genauer nachforschen willst? Ich hab leider oft den Eindruck, die verschiedenen ökonomischen Schulen sind recht verbohrt und wollen oft nicht recht über den Tellerrand hinausschaun. Meist wird halt nur Goldstandard o.ä. vs Geldmengensteuerung diskutiert. Dann gibt's noch vereinzelt die Arbeiten über Komplementärwährungen, vielleicht findest du ja was vom Bernard Lietaer oder sowas (etwa The Future Of Money), wobei ich bei seinen Sachen auch nicht mit allem übereinstimme. Bietet aber auch gute Abrisse von den vorherrschenden Strömungen und kann als Ausgangspunkt für weitere Recherchen dienen.

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