Bitcoin Forum
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Author Topic: Widerlegung des Arguments "Bitcoin ist eine Umweltkatastrophe"  (Read 856 times)
Lakai01
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May 13, 2025, 12:21:27 PM
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 #21

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Für alle diese Rechnungen bräuchte man die Zahl "Bitcoins gemint pro kWh" bzw. "Mining-Erlös pro kWh". Hier gibt es dazu einen Chart, der allerdings 2023 endet, die Zahlen schwanken zwishen ca. 8 und 59 Cent. Pi mal Daumen könnte man feststellen, dass der Strom also maximal 10 Cent kosten darf. Das sollte mit einer PV/Speicher-Kombination schon jetzt machbar sein wenn es eine größere Anlage ist, die auf lange Zeit ausgelegt ist (also ich die Gestehungskosten tatsächlich so kalkulieren kann wie oben beschrieben) und an einem guten Standort steht, z.B. Südspanien/Nordafrika oder Chile/Bolivien.

Ich muss mir das aber noch mal genau durch den Kopf gehen lassen welche Zahlen ich genau in die Miningrechner eingeben muss um da eine gescheite Schätzung anzustellen ...
Ich habe letztes Jahr, als das Mining-Thema aus "Überschussstrom" bei mir mal wieder Thema war, mit folgendem Kalkulator gerechnet: https://miningnow.com/asic-miner/bitmain-antminer-s19j-pro-100th-s/

Nimmt man hier den Antminer S19j an (100 TH/s), so ist man bei ca. 7c an Stromkosten im profitablen Bereich. Mit besserer Hardware (S21, ...) erreicht man natürlich deutlich höhere TH/s-Werte und ist auch deutlich schneller im profitablen Bereich, diese konsumieren aber auch deutlich mehr Strom und sind derzeit in der Anschaffung auch noch recht teuer.

Die laufenden Kosten drückt man mit einer PV-Anlage und Stromspeicher auch hier in Österreich/Süddeutschland sicherlich schon unter die 10c (ganz konkret sind es bei mir 8,7c über das Jahr gerechnet). Möchte man mit dem Überschuss minen, so muss man hier jedoch die Herbst- und Wintermonate ausklammern und darf sich nur auf jene Zeiten im Jahr beschränken, an denen auch Überschussstrom entsteht. Das ist hierzulande spätestens mit Ende September der Fall und geht frühestens ab Mitte März wieder, die Anlage würde also rund 6 Monate im Jahr wenig bis keinen Überschuss produzieren - wenn an der Anlage auch noch ein Haus dranhängt natürlich.
 
Auch kann man nicht davon ausgehen, dass man 100 TH/s mit einem Standard-Stromspeicher über Nacht weiterbetreiben kann, dazu sind die speicherbaren KWh noch viel zu teuer (mein 10 KW Speicher hat bspw. knapp 6k gekostet).
Das ist mMn. auch "standortunabhängig" noch nicht der Fall, die Stromspeicher sind auch in Nordafrika/Südspanien nicht günstiger, aber die Anlage ist natürlich durchaus länger nutzbar übers Jahr gerechnet, da die "Wintermonate" dort deutlich weniger schwer ins Gewicht fallen wie hierzulande.

Aber auf jeden Fall ein spannendes Thema, welches mich wieder jedes Jahr aufs Neue etwas fesselt ... bis ich dann die Zeit/den Energieaufwand durchrechne, den ich benötigen würde, um hier profitabel zu sein Wink

 
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MaxMueller
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May 13, 2025, 02:51:25 PM
 #22

~

Ich habe das mal zum Anlass genommen um einen von mir schon länger geplanten Beitrag zu verfassen.
Ich hoffe das hilft dir weiter:
https://bitcointalk.org/index.php?topic=5543288.msg65376390#msg65376390
MaxMueller
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May 14, 2025, 11:52:08 AM
 #23

Wenn man mit Mining durchschnittlich 30 cent/kWh einnehmen kann (wie es im anderen Thread anklingt) wäre es also womöglich sinnvoll.

30cent erscheint mir in der spitze schon hoch, aber im durchschnitt?! Kann ich mir nicht vorstellen (jedenfalls nicht bei Auslastungen die eine Amortisation erlauben), das bitte mal verlinken was du genau meinst.

Soo... gefunden....

Für alle diese Rechnungen bräuchte man die Zahl "Bitcoins gemint pro kWh" bzw. "Mining-Erlös pro kWh". Hier gibt es dazu einen Chart, der allerdings 2023 endet, die Zahlen schwanken zwishen ca. 8 und 59 Cent. Pi mal Daumen könnte man feststellen, dass der Strom also maximal 10 Cent kosten darf. Das sollte mit einer PV/Speicher-Kombination schon jetzt machbar sein wenn es eine größere Anlage ist, die auf lange Zeit ausgelegt ist (also ich die Gestehungskosten tatsächlich so kalkulieren kann wie oben beschrieben) und an einem guten Standort steht, z.B. Südspanien/Nordafrika oder Chile/Bolivien.

Das "Problem" bei der Grafik ist die starke Abhängigkeit der Rewards/kWh vom BTC-Kurs. Im Grunde sagt die Grafik vereinfacht, wenn man BTC im Peak verkauft und davon PV+Speicher+Mining Hardware anschafft landet man im Profit.
Da kann man auch gleich sagen, wenn man am ATH verkauft und das Geld nimmt um davon 2 Jahre einen BTC sparplan laufen zu lassen, dann landet man im Profit. Das ist zwar beides richtig, aber so leicht ist das mit dem ATH ja dann doch leider nicht zu bestimmen.

Wahrscheinlich wären Preise über $100k auch keine wirklich schlechten Ausstiegszeitpunkte für BTC um sich davon nochmal PV+Speicher nachzukaufen... Was mining Hardware angeht zeigen die Berechnungen "drüben" aber schon wie stark, das von den Annahmen abhängt. Wenn sich die hashrate statt 5% nur um 3% p.M. erhöht (oder aber um 7%) dann macht das ja schon einen enormen Unterschied, der die komplette Rechnung umkippen lässt... ebenso bei den Kostenannahmen für PV+Speicher, muss man Kompetenzen und Arbeitszeit einkaufen liegt da schnell ein Faktor 2-5x dazwischen...
d5000
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May 14, 2025, 06:10:00 PM
 #24

Klar, wenn man aber mit dem Erlös "DCAt" Wink also die Mining-Rewards ziemlich zeitnah verkauft, landet man eben letztendlich beim Durchschnitt (wenn man lange durchhält). Wenn ich mir die Grafik genauer anschaue würde ich den eher bei 25 als bei 30 Cent sehen, aber trotzdem wäre die Biomasse-Anlage, die im anderen Thread erwähnt wurde, immer noch sinnvoll (für die, die hier mitlesen: Hier ging es um das Konzept aus dem parallelen Faden über Miningkosten und EE, Miner mit einem Mix aus Sonne, Wind und Biomasse/Biogas zu betreiben plus eventuell Anbaufläche für weitere Anwendungen, was eventuell für Landwirte interessant wäre).

Es kann natürlich sein dass die Margen durch die Auswirkungen des letzten Halvings 2024 noch mal gesunken sind. Hier habe ich aktuelle Daten gefunden (die Metrik hat den Namen "Energy Adjusted Hashprice") und hier wurden in der Tat in den letzten 2-3 Jahren nur vor dem Halving Werte von über 25 ct/kWh erreicht -- und auch nur mit den effizientesten Minern (die Peaks von über 50 Cent stammen aus dem Jahr 2021). Inzwischen dümpeln die Werte eher bei 10-15 ct/kWh herum, bei alten Minern bei ca. 6-7 ct/kWh.

In dem Bereich sehen wir dann, Biogas mit 20 ct/kWh Gestehungskosten als "Speicher" fällt quasi weg (es sei denn es gibt weitere Synergieeffekte) und nur die effizientesten Anlagen mit fester Biomasse sind noch wirtschaftlich.

Auch bei Solar mit Speicher bewegen wir uns dann tatsächlich hart an der Rentabilitätsgrenze. Aber mein Ausgangspunkt in der Diskussion war ja, dass dies womöglich heute noch kein interessanter Ansatz ist, aber bei weiterem Preisverfall bei PV/Speicher/ev. auch Wind in wenigen Jahren, und zuerst in Gebieten wie Spanien/Nordafrika, ein blühendes Geschäftsmodell werden könnte und wir dann eine Explosion an EE-Mining erleben die uns nahe an die 100% Erneuerbaren bringt. Der Preisverfall bei Speichern betrug ja 2023-25 ca. 20% pro Jahr, siehe z.B. hier.

MaxMueller
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May 14, 2025, 09:00:11 PM
 #25

Klar, wenn man aber mit dem Erlös "DCAt" Wink also die Mining-Rewards ziemlich zeitnah verkauft, landet man eben letztendlich beim Durchschnitt (wenn man lange durchhält). Wenn ich mir die Grafik genauer anschaue würde ich den eher bei 25 als bei 30 Cent sehen, ...

Wenn ich das richtig verstehe, dann ist das ein Trugschluss. Die Grafik zeigt:
rewards/kWh = BTC-Preis [$/BTC] x rewards [BTC/TH] : Effizienz [J/TH]
Dabei ist die Effizienz J/TH aber die niedrigste am markt verfügbare, sprich wenn bitmain jedes Jahr einen neuen Miner mit effizienteren Asic Chips rausbringt müsste man sich den kaufen um im durchschnitt die 25-30 cent zu sehen. Da hat sich der alte Miner (der ja erst 1 Jahr läuft) aber noch lange nicht amortisiert. Lange durchhalten ist also nicht.
Ich finde diese Anschauung bissl praxisfern. 
d5000
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Decentralization Maximalist


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May 15, 2025, 03:09:08 AM
 #26

Ja, da gebe ich dir Recht. Selbst wenn das Geschäftsmodell also lautet, mit relativ neuer Hardware zu minen, würde man natürlich nie den Durchschnitt der höchsten Linie erreichen.

Da ist die neue Grafik von Hashrate Index allerdings wesentlich aussagekräftiger, da dort die Linien die Werte für "Generationen" der Miner darstellen. Man sieht bei längeren Zeiträumen schön, wie die einzelnen Generationen immer unprofitabler werden:



Quelle: https://data.hashrateindex.com/asic-index-data/energy-denominated-revenue

Und dann kann man eben doch wieder den Durchschnitt berechnen, nur eben mit der Linie einer einzelnen Farbe. Der Wert weicht natürlich um so weiter nach unten ab, je länger du mit einer Generation minst. Ich komme da rein nach Augenschein bei jemandem, der ab 2020 bis heute mit der damals neuesten Generation (25-38 J/TH, also u.a. der originale S19) gemint hat (hellblaue Linie) trotzdem noch auf einen durchschnittlichen Wert nahe 20 ct/kWh. Ich hätte mir das eher schlimmer (unvorteilhafter) vorgestellt.

MaxMueller
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May 15, 2025, 06:39:37 AM
 #27

Ich komme da rein nach Augenschein bei jemandem, der ab 2020 bis heute mit der damals neuesten Generation (25-38 J/TH, also u.a. der originale S19) gemint hat (hellblaue Linie) trotzdem noch auf einen durchschnittlichen Wert nahe 20 ct/kWh. Ich hätte mir das eher schlimmer (unvorteilhafter) vorgestellt.

Das stimmt schon, ist aber aus hiesiger Sicht trotzdem nur die halbe Wahrheit. Das Gesamtbild ergibt sich immer aus Effizienz UND Anschaffungskosten.
Dass die neuesten Miner ihre Stärken bei der Effizienz haben ist zwar richtig, aber der Fokus darauf alleine ist dann eben trotzdem verkürzt.

Aktuelles Beispiel:

Beispiele:
2. S21 XP Hydro:
Aktuell glaube ich das nonplusultra in Sachen Effizienz mit ~11 J/T aber auch Anschaffungskosten von ~$30/TH. Dabei entsprechen 11 J = 11 Ws etwa 2,2kWh pro Monat und TH. Bei $0,01 / kWh Stromkosten ergäbe sich eine Lebensdauer von 74,4 Monaten: 0,95^74,4 = 0,022 = 2,2 x 0,01. Bei $0,03 wären es 53 Monate, bei $0,05 nur 43 Monate.  
Eine Uptime von 100% unterstellt erhielte man:
Integral (0.95^x - 0.01) von 0..75 = 18,33 * 2.500 sats = ~$45/TH
Integral (0.95^x - 0.03) von 0..53 = 16,62 * 2.500 sats = ~$42/TH
Integral (0,95^x - 0.05) von 0..43 = 15,20 * 2.500 sats = ~$38/TH
Das ergibt notwendige Auslastungen von ~66% bei $0,01/kWh, ~72% bei $0,03/kWh oder ~79% bei $0,05/kWh um überhaupt einen ROI zu erreichen. Da brauchen wir über erneuerbare nicht reden.

Nehmen wir mal den besten Fall an, also Strompreis 1cent und Gesamterlös ~$45/TH. Die Anschaffungskosten auf der Bitmain Homepage sind mit $30,7 angegeben, abzgl. Couponrabatt zzgl. Versand + Zoll wohl um die ~$35/TH.
Über die Lebensdauer von 75M würde je 1TH bei 11J/TH also 11x75x30x24/1000=594kWh verbraucht werden.
Daraus ergäbe sich ein Erlös je kWh von 7,6cent/kWh, wovon aber schon 5,9cent/kWh für den Miner abzuziehen wären.

Wenn 7,6cent/kWh im historischen Mittel zu wenig sind, müsste man ggf. nur +4% p.M. Hashratewachstum annehmen?!

Dabei entsprechen 11 J = 11 Ws etwa 2,2kWh pro Monat und TH. Bei $0,01 / kWh Stromkosten ergäbe sich eine Lebensdauer von 93,5 Monaten: 0,96^93,5 = 0,022 = 2,2 x 0,01.
Eine Uptime von 100% unterstellt erhielte man:
Integral (0.96^x - 0.01) von 0..93,5 = 23,02 * 2.500 sats = ~$58/TH
Über die Lebensdauer von 93,5M würde je 1TH bei 11J/TH also 11x93,5x30x24/1000=740kWh verbraucht werden.
Daraus ergäbe sich ein Erlös je kWh von (auch nur?) 7,8cent/kWh, wovon aufgrund der Längeren Laufzeit aber nur noch schon 4,7cent/kWh für den Miner abzuziehen wären.

Dann berechnen wir eben nicht den Ertrag/kWh im durchschnitt, sondern nur im ersten monat:
2500 sats $2,5 / 7,92 kWh = 31,6cent /kWh
So wollen wir es doch sehen oder?!

Naja, wenn ich das richtig verstehe, dann steigert eine kurze Lebenszeit die durchschnittlichen Erträge /kWh, verringert aber gleichzeitig die Gesamterträge und damit die Wirtschaftlichkeit?!

Finde die Betrachtung irgendwie komisch. Kann mir nur vorstellen, dass aufgrund von Wartung, Instandhaltung, etc. die Miner tatsächlich schon deutlich früher aus der Nutzung genommen werden und dadurch die rewards / kWh steigen. Oder aber es wird nur bis zur Amortisation gerechnet?! Ich kann es nicht ganz nachvollziehen, aber da der Anteil für Mininghardware in den Beispielen mit langer Laufzeit ja schon bei 60-80% Kostenanteil lag dürfte sich die Gesamtbetrachtung dadurch nicht unbedingt verbessern....  Roll Eyes
cygan (OP)
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June 17, 2025, 05:46:01 PM
 #28

heute wurde durch den Bitcoin bundesverband und dem dazugehörigen esg-ausschuss ein neues arbeitspapier mit der überschrift: 'Bitcoin Implikationen & Chancen für Unternehmen und Investoren unter Betrachtung von ESG' veröffentlicht
auf den knapp 80-seitigen katalog wird analysiert, wie Bitcoin im kontext von nachhaltigkeitszielen eingesetzt werden kann. hier wird unter anderem auf folgende punkte eingegangen:

  • esg-gamechanger bei richtiger anwendung
  • csrd-compliance lösungen
  • konkrete ese cases: netzstabilisierung, transparente lieferketten, nachhaltige energiekonzepte
  • positiver klimabeitrag bei erneuerbaren energien möglich

weitere infos sowie den dl-link für die pdf-datei findet ihr unter dem folgenden link: https://bitcoin-bundesverband.de/bitcoin-als-nachhaltigkeitstool/


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February 20, 2026, 07:23:33 AM
Merited by MaxMueller (1)
 #29

möchte diesen Thread wieder aufgreifen, da es einen neuen bericht gibt, der sich mit diesem thema befasst...
in dem folgenden bericht, der vor einigen tagen von Paradigm veröffentlicht wurde, werden die vorteile des Bitcoin-minings für das stromnetz verteidigt
es wird erwähnt, dass Bitcoin-mining als flexible nachfrage fungiert und die leistung reduziert, wenn die Preise steigen. außerdem werden in texas zb dadurch stromausfälle verhindert und einige netzkosten reduziert

den vollständigen bericht könnt ihr unter diesem link lesen: https://www.paradigm.xyz/2026/02/clarifying-misconceptions-about-bitcoin-mining

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February 20, 2026, 08:49:13 AM
 #30

Ich fände es hier auch spannend mal die Fälle Venezuela oder Iran zu diskutieren, da schheint es ja auch sehr ausgeprägte mining-aktivitäten zu geben um mit Öl->BTC ggf. sanktionen zu umgehen...
Vielleicht auch Russland? Wäre als sanktionierter Energiexporteur ja zumindest plausibel....

Ist da zufällig mal wer über zahlen gestolpert?
cygan (OP)
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March 11, 2026, 09:30:31 AM
Merited by MaxMueller (1)
 #31

✂️
Ist da zufällig mal wer über zahlen gestolpert?

ich leider nicht, konnte dazu nichts finden

aber was ich gefunden habe, ist folgender artikel, der gestern vom Bitcoin bundesverband veröffentlicht wurde. in dem besagten artikel, geht es darum den leuten klarzumachen, dass das mining keine 'stromverschwendung' ist und/oder nicht nur rechenleistung bedeutet: https://bitcoin-bundesverband.de/bitcoin-mining-als-energieloesung/  

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March 12, 2026, 01:03:08 PM
Merited by cygan (3)
 #32

Der Artikel ist gut und natürlich pro bitcoin (was will man von einem Bundesverband bitcoin auch anderes erwarten).
Ich denke aber, dass der Artikel zu sehr Wohlfühlartikel und zu wenig Markttauglichkeit adressiert.

Power-to-Heat wird uns im Zuge der Energiewende noch öfter beschäftigen, aber Miner können da a.h.S. aktuell nicht mit Großwärmepumpen oder einfachen Heizstäben für Privathaushalte konkurrieren. Das Mining in diesem Kontext ist in meinen Augen mehr Liebhaberei und Selbstbetrug (und ich weiß wovon ich rede, weil mir das bei meinen experimenten ja genauso geht)

  • Überschüsse gibt es definitionsgemäß nicht besonders häufig. Bei 5-30% Auslastung im Jahr ist jeder modern Miner aufgrund der Anschaffungskosten unrentabel, bleiben also höchstens die älteren Modelle, die nicht mehr so viel einbringen.
  • Den zusätzlichen Erträgen (BTC) stehen zusätzliche Kosten für Administration und Reparatur der Miner, bzw. allgemein höhere Kosten durch höhere Komplexität gegenüber. Und die Wärme die ich eigentlich raus bekommen will ist vermutlich auch nicht auf dem Temperaturniveau das ich gerne hätte (weil sonst die asics auf max temps und damit super ineffizient laufen).
  • Also wirtschaftlich sinnvoll ist das mit den aktuellen asics nicht. Vielleicht werden ja mal neue hochtemperatur-asics entwickelt, die diesen sektor adressieren, oder asics werden insgesamt günstiger, sodass sich das segment mehr lohnt? Aber aktuell dürfte das weder für die EEG-Betreiber noch für die Miner wirkliche Margen bringen.



Thema Mining hab ich übrigens noch das hier gefunden.
Quote
Hashrate by country:
USA - 38%
China - 21%
Kasakhstan - 13%
Canada - 7%
Russia - 5%
[..]

Sind jetzt auch nicht unbedingt die Länder die ich mit einem grünen Strommix assoziieren würde...  Roll Eyes 
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