Ja, der aktiven Nodes, wobei das für einen Softfork unerheblich ist (inzwischen sind es fast 3%). Der Softfork muss ja meines Wissens nach von den Minern 95 Prozent aller Blöcke eines bestimmten Zeitraums unterstützt werden.
Ocean Mining dürfte wohl irgendwann dafür "stimmen", noch signalisieren sie diesen Softfork aber laut
Bitcoinportal.com nicht. Mit einer Handvoll der letzten 300 Blocks wäre das natürlich weit davon entfernt, irgendwie relevant zu sein.
Dass einige Bitcoinmedien hier einfach den Namen eines unoffiziellen BIPs übernehmen, ohne zu verifizieren, dass es überhaupt ein "echtes" BIP ist, spricht nicht gerade für diese Medien. Aber für die ist sicher Drama & Aufmerksamkeit immer gut. Wir werden also sicher noch die Meldung lesen, dass "10%" jetzt "BIP-110 ready" sind. Denn die, die Knots laufen lassen, tun das ja inzwischen aus "politischen" Gründen und haben auch oft mehrere Nodes per VPS gespawnt (dazu wurde jedenfalls in dieser Bubble aufgerufen).
Der Marktanteil von Knots scheint derzeit
sogar zu sinken, von rund 18% auf 14%. Grund ist, dass die Nodezahl ansteigt, während die von Knots stagniert oder kaum wächst. Bitcoin Core 30 alleine hat trotz des Wallet-Migration-Bugs (der viele vom Update zurückgehalten haben dürfte) inzwischen schon signifikant mehr Nodes als Knots.
Also alles im allen sehe ich, dass dieser "Softfork" geringere Aussichten hat, akzeptiert zu werden, als 2017 Bitcoin Unlimited. Und Unlimited war ein Hardfork!
Wurde Luke-Jr in Bezug auf Bitcoin Core nicht ziemlich kaltgestellt inzwischen?
Ich meine auch, dass er keine "offizielle" Funktion mehr im Core-Projekt hat. Nach diesem Move dürfte es sowieso aus sein.
Ich habe mir die Diskussionen der Mailingliste am Anfang durchgelesen, bin aber nicht mehr auf dem neuesten Stand. Jedenfalls wurde auf alle Argumente durch die Core-Entwickler imo gut eingegangen. Bei der anderen Seite sah das nicht so aus. Es wurde ja auch als Kompromiss von der Core-Seite die datacarriersize-Funktion beibehalten, nur eben der Defaultwert für OP_RETURN geändert.
Es gäbe durchaus Ideen, wie man zumindest den UTXO-Spam durch Mechanismen wie Bitcoin Stamps wesentlich teurer machen könnte, etwa durch eine Anhebung des Dust-Limits. Allerdings ist dann die Gefahr groß, dass wieder einige Miner ausscheren und die Block Propagation sich wieder verlangsamt, weil der Compact-Block-Mechanismus wieder ineffizienter wird. Man könnte das Dust Limit auch per Consensus (also als Protokoll-Regel statt als "Policy") anheben, nur: auf welchen Wert, ohne die Zahlungsfunktion von Bitcoin leidet? Ich hatte mal die Idee eingebracht, ein Dust Limit für alle bis auf den letzten Output einer Transaktion auf mehrere tausend sats anzuheben, so immer ein beliebig großer Change-Output bleibt. Die Diskussion mit einem Knots-Anhänger darüber ist aber versandet und ich bin mir auch nicht so sicher ob die generelle Dust-Limit-Idee nicht doch schwere Nebenwirkungen haben könnte (auf der Dev-Mailingliste traue ich mich [noch] nicht zu posten, bin da zusehr Laie, auch wenn da auch einige posten die eher wenig Ahnung haben).