d5000 (OP)
Legendary

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Merit: 10767
Decentralization Maximalist
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June 08, 2026, 10:10:15 PM Merited by MaxMueller (2) |
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Viel wird ja derzeit mal wieder über den 4-Jahres-Zyklus [1] gesprochen. Weil der Dump der letzten Wochen da so schön reinpasst.
Ich habe ja mehrmals geschrieben, dass ich zumindest an einen mathematisch vorbestimmten Zyklus nicht glaube, weil die Miner inzwischen nur noch einen geringen Prozentsatz des Angebots ausmachen.
Wie könnte es aber sein, dass die Zyklen 2013-17, 2017-21 und mit Abstrichen 2021-25 so schön regelmäßig aussehen? Also etwa immer 3 Jahre Bulle + 1 Jahr Bärenmarkt mit markanten Peaks und Lows beide Ende oder Anfang eines Jahres?
Mein Annahme dazu ist folgende (ich gebe das mal für die Übersichtlichkeit in Stichpunkten wieder):
1 - Bitcoin ist derzeit schon "knapp", d.h. grundsätzlich gibt es mehr Nachfrage als Angebot. Wir sind in einer Adoptionsphase. Deshalb ist die Normalbewegung aufwärts. 2 - Innerhalb dieser Aufwärtsbewegung gibt es Ungleichgewichte, die zu einer Erhöhung der Nachfrage durch starke FOMO-Phasen und eine temporäre Abschwächung infolge starker Gewinnmitnahmen entstehen. 3 - Die Aufwärtsbewegung selbst schwächt sich langsam ab durch einen Sättigungseffekt und sich erhöhende Liquidität. 4 - Die FOMO-Übertreibung ist die Hauptursache für den Bärenmarkt, weil es einfach zu attraktiv ist, danach Gewinne mitzunehmen. Dazu kommen Panikphasen, Liquidationen, eventuell Firmenpleiten etc., die die Abwärtsbewegung verstärken.
Bis daher ist das ganze auch mit dem traditionellen Zyklus kompatibel. Jetzt aber beginnen wir abzuweichen:
5 - Die FOMO-Übertreibung entsteht durch gesteigerte Aufmerksamkeit auf Bitcoin. 6 - Diese Aufmerksamkeit entsteht aus einem längeren Bullenmarkt. Man könnte sagen: Nach 1-2 Jahren Aufwärtsbewegung versucht jeder, auf den Zug aufzuspringen. Wie entsteht nun dieser längere Bullenmarkt? Nun erstmal aus Punkt 1, aber dann ist auch das Sentiment relevant. 7 - Das Halving ist relevant, weil es Bitcoiner an das mathematisch begrenzte Angebot erinnert. Es kann also das Sentiment aufhellen und damit die bullische Grundstimmung verstärken oder einen Umschwung herbeiführen. 2016 beispielsweise war Bitcoin in der Öffentlichkeit nahezu tot nach der MtGox-Pleite. Die Vorfreude auf das Halving ließ den Preis wieder steigen. 8 - Es gibt aber auch andere Katalysatoren für einen verstärkten Bullenmarkt. Diese traten tatsächlich rein zufällig in den letzten Jahren so auf, dass sie in das 4-Jahres-Muster passen: - 2016/2017: Ethereum und die erste große ICO-Welle. Für ETH musste man damals oft noch vorher Bitcoin kaufen, oder man wurde nach einer Enttäuschung im ETH-Universum (TheDAO!) "geläutert" und kaufte auch Bitcoin. - 2017: Bitcoin-Futures (hier gab es also mindestens 2 starke Gründe für die FOMO-Phase) - 2020: Elon Musks Interesse an Bitcoin. - Mitte 2021: Legal Tender in El Salvador (konnte sogar die negativen News des China-Miningbanns "umdrehen" und zu einem neuen ATH führen) - 2023/24: Die absehbare Genehmigung der ETFs in den USA. - 2024: Donald Trumps Ankündigung der strategischen Reserve und generell einer kryptofreundlichen Politik.
9 - Dass der Bärenmarkt immer ca. 1 Jahr lang dauert hängt auch mit der Aufmerksamkeit zusammen. Das "Trauma" des initialen Dump des Bärenmarkts muss langsam vergessen werden, dann können langsam wieder erste Ideen zum Kauf neuer BTC enstehen.
Meine Annahme ist hier: Jedes dieser Großereignisse wäre selbst dann zu einem Selbstläufer geworden dass eine FOMO-Phase ausgelöst hätte, wenn es komplett außerhalb des "4-Jahres-Fahrplans" aufgetreten wäre. Wir hätten also auch andere Zykluslängen sehen können.
Ebenso zufällig trat kein einziges dieser Großereignisse mitten in einem Bärenmarkt auf.
Was haltet ihr von diesem Zyklusmodell? Gibt es für euch Ereignisse, die nicht reinpassen?
[1] Die traditionelle Zyklustheorie, falls nicht bekannt, sagt aus, dass allein das verminderte Angebot der Miner (also die verminderte Geldmengeninflation) nach einem Halving das Ungleichgewicht für den verstärkten Bullenmarkt generiert.
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