Wenn jeder einzelne Bitcoiner nur entscheiden kann ob er die Theorie des 4-Jahres-Zyklus berücksichtigt oder nicht, wird es immer eine Quote geben die es tut, aber (fast?) niemanden der das Gegenteil tut. In summe hat es einen realen Einfluss im Sinne des 4-J.-Z. egal ob das argument mit dem Bitcoin-Halving valide ist oder nicht.
Ja, ich sehe das durchaus auch so. Ich sehe das aber innerhalb von "Tradingstrategien", d.h. es hat den selben Stellenwert wie die Auswirkungen von Tradern, die herkömmliche Methoden der Charttechnik (z.B. Elliott-Wellen, Fibonacci, Donchian Channels ...) nutzen.
In der Liste des OP könnte man einen weiteren Punkt, vielleicht hinter den News, einfügen:
"Vergangenheitsbezogene Tradingstrategien, zu denen das Spekulieren auf den Fortbestand eines halvingbasierten 4-Jahres-Zyklus, aber auch Methoden der traditionellen Charttechnik stehen, führen ebenfalls zu Schwankungen im Trend. Sie können durchaus der konkrete Auslöser für eine Trendwende sein, wenn ihnen genug Trader folgen (selbsterfüllende Prophezeihung)."
Hinter den Beispielen stehen Menschen mit wirtschaftlichen Interessen, ich würde mal behaupten, dass auch die sich schon am zyklus orientiert haben könnten, wenn auch nur mit der erkenntnis, dass sich dann die schafe einfacher führen lassen...
Der Gedanke kam mir auch schon beim Verfassen des OP, wollte den nur nicht noch länger machen

Die Zyklusorientierung würde ich nämlich nicht bei allen genannten Ereignissen als gegeben ansehen. Schauen wir sie mal an:
- ICO-Welle: Das ergibt sich eher aus der Entwicklungsgeschichte von Ethereum. Einen Bezug zum Bitcoin-Zyklus würde ich hier fast komplett ausschließen.
- Futures / ETFs: Die Einreichung der Anträge für die Genehmigung war sicherlich dem positiven Sentiment geschuldet (nicht unbedingt dem Zyklus an sich, der 2017 sowieso noch nicht wirklich bekannt war), der Zeitpunkt der Entscheidung der US-Behörden dagegen sehe ich eher durch die Auflagen (also das Hin und Her zwischen Behörden und Antragsstellern) an.
- Elon Musk: Das ist für mich der stärkste Kandidat für eine tatsächlich zyklusgetriebene menschliche Entscheidung. Musk hat sicherlich bedacht, dass die Stimmung gerade nach dem Aufschwung nach dem Covid-Crash optimistisch war und das Halving 2020 spielte wohl auch eine Rolle, wenn auch wohl andere Faktoren zu bedenken sind (pandemiegetriebener Anfang des NFT- und Meme-Marktes, der auch Doge dann mit nach oben nahm).
- Bukele/El Salvador: Hier glaube ich eher, dass zwar der steigende Bitcoinmarkt eine Rolle spielte. Dass aber Bukele gerade am vom 4-Jahres-Zyklus vorhergesehenen Top (2. Jahreshälfte 2021) dieses Gesetz durchbrachte und damit die ersten Bitcoins komplett überteuert einkaufte, ist imo ein Hinweis darauf, dass er nicht den Zyklus als Grundlage nahm, sondern eher die langfristige bullische Tendenz an sich. Diesem Projekt hat der Zyklus eher geschadet. Wobei man sicherlich auch etwas "Momentum" brauchte, um den Gesetzesentwurf durchzubringen.
Also ich sehe da durchaus eher den Zufall am Werk, mit Ausnahme wie gesagt von Elon Musk.