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Author Topic: Was hält Blockchain davon ab, im realen Sektor angewendet zu werden?  (Read 313 times)
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July 30, 2018, 07:25:56 AM
 #1

Unternehmen und wichtige Entscheider scheuen sich derzeit noch, Blockchaintechnologie anzunehmen. Neben Fragen der Digitalisierung sind es vor allem rechtliche Grundlagen, die derzeit noch unklar sind.
Welche Fragen müssen geklärt werden, bevor Blockchain einen Platz in der Wirtschaft finden kann?
https://base58.de/was-haelt-blockchain-davon-ab-im-realen-sektor-angewendet-zu-werden/

https://base58.de/netiquette/
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August 01, 2018, 01:29:30 AM
 #2

Unternehmen und wichtige Entscheider scheuen sich derzeit noch, Blockchaintechnologie anzunehmen. Neben Fragen der Digitalisierung sind es vor allem rechtliche Grundlagen, die derzeit noch unklar sind.
Welche Fragen müssen geklärt werden, bevor Blockchain einen Platz in der Wirtschaft finden kann?
https://base58.de/was-haelt-blockchain-davon-ab-im-realen-sektor-angewendet-zu-werden/


die rechtlichen fragen können in deutschland nicht geordnet geklärt werden, crypto wird das land ähnlich von unten in der praxis und realität gegen den willen der etablierten einnehmen wie es beim fussball vs. turnsport war.

hauptproblem ist das die etablierten meinungsführer ganz gut mit ihren schoßhunden in der zentralbank fahren, diese verlieren aber immer mehr vertrauen, gibt noch kaum banken in deutschland die gegründet werden und wenn dann von irgendwelchen ausländischen milliardären um die bevölkerung auszunehmen, welche sich durch den bafin lizensschrot korrumpiert haben, und dann geldverdienendes vieh auf dem einheimischen markt suchen,

mit dem unternehmertum in deutschland gehts erst mit crypto wieder aufwärts, löhne werden aber instabiler werden.

gruß

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August 01, 2018, 02:18:49 PM
 #3

Gefühlsmäßig arbeiten immer mehr Firmen in diese Richtung. Die rechtlichne Fragen sind meiner Meinung nach hier gar nicht das größte Problem, sondern dass Paradigmen Umstellungen einfach sehr lange dauern und viel Geld kosten.

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August 01, 2018, 03:10:25 PM
 #4

Unternehmen und wichtige Entscheider scheuen sich derzeit noch, Blockchaintechnologie anzunehmen. Neben Fragen der Digitalisierung sind es vor allem rechtliche Grundlagen, die derzeit noch unklar sind.
Welche Fragen müssen geklärt werden, bevor Blockchain einen Platz in der Wirtschaft finden kann?
https://base58.de/was-haelt-blockchain-davon-ab-im-realen-sektor-angewendet-zu-werden/
Hier gibt es einen Bericht darüber, wie Mandeln per Container von AUS nach Hamburg geschickt worden sind. Da hat sich niemand vor gescheut dafür Blockchain anzuwenden!
https://www.btc-echo.de/mandeln-statt-bitcoin-australiens-groesste-bank-cba-verwendet-blockchain/

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August 01, 2018, 03:27:54 PM
 #5

Dort gibt es leider keinen Hinweis auf die technischen und rechtlichen Details. Ohne diese Information kann man nicht bewerten, ob die Nutzung der Blockchain tatsächlich sinnvoll war oder lediglich Marketing-Bullshit  ist.

Gerade die rechtlichen Details sind spannend. Verträge helfen nicht, wenn diese nicht durchsetzbar sind. Bei Bitcoin sieht das anders aus, da (bei der Nutzung als Geld) das Vertragsergebnis die direkte Folge der Transaktion ist und keine externe Instanz zur Durchführung benötigt wird.
fronti
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August 02, 2018, 07:13:19 AM
Merited by qwk (2), trantute2 (1)
 #6

Unternehmen und wichtige Entscheider scheuen sich derzeit noch, Blockchaintechnologie anzunehmen. Neben Fragen der Digitalisierung sind es vor allem rechtliche Grundlagen, die derzeit noch unklar sind.
Welche Fragen müssen geklärt werden, bevor Blockchain einen Platz in der Wirtschaft finden kann?
https://base58.de/was-haelt-blockchain-davon-ab-im-realen-sektor-angewendet-zu-werden/
Hier gibt es einen Bericht darüber, wie Mandeln per Container von AUS nach Hamburg geschickt worden sind. Da hat sich niemand vor gescheut dafür Blockchain anzuwenden!
https://www.btc-echo.de/mandeln-statt-bitcoin-australiens-groesste-bank-cba-verwendet-blockchain/

Das geht auch mit einer normalen Datenbank alles...
- öffentlich zugreifbar kann man auch mit einer Datenbak realisieren
- Fälchungssicher, wenn es öffentlich ist ist es auch

aber hauptsache Buzzwords eingebaut und Daten auf Ethereum gespeichert..

also so ganz verstanden habe ich das nicht warum das jetzt unbedingt eine Blockchain sein musste.

Aber ist halt ein Schlagwort und jeder muss da mitmachen..

If you like to give me a tip:  bc1q8ht32j5hj42us5qfptvu08ug9zeqgvxuhwznzk

"Bankraub ist eine Unternehmung von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank." Bertolt Brecht
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August 02, 2018, 11:12:15 AM
 #7

Gefühlsmäßig arbeiten immer mehr Firmen in diese Richtung. Die rechtlichne Fragen sind meiner Meinung nach hier gar nicht das größte Problem, sondern dass Paradigmen Umstellungen einfach sehr lange dauern und viel Geld kosten.

immer wenn was neues kommt, wird es nicht sofort angewendet... Erstmal schauen die meisten, wie das bei den anderen funktioniert und wenn alles super läuft, dann machen die das auch...

Es braucht nur zeit.
qwk
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August 02, 2018, 11:53:18 AM
Merited by Chefin (2)
 #8

Hier gibt es einen Bericht darüber, wie Mandeln per Container von AUS nach Hamburg geschickt worden sind. Da hat sich niemand vor gescheut dafür Blockchain anzuwenden!
https://www.btc-echo.de/mandeln-statt-bitcoin-australiens-groesste-bank-cba-verwendet-blockchain/
Das geht auch mit einer normalen Datenbank alles...
- öffentlich zugreifbar kann man auch mit einer Datenbak realisieren
- Fälchungssicher, wenn es öffentlich ist ist es auch

Eigentlich noch schlimmer: eine Blockchain ist gerade für den beschriebenen Einsatzzweck besonders schlecht geeignet.
Der smarte Container
Zu der von Scrougall angesprochenen Transparenz trug die Implementierung von IoT-Technologie einen gewichtigen Anteil bei. Die australische Tech-Firma LX Group zeichnete für die Versorgung des Projektes IoT-Hard- und Software verantwortlich. So verfügte der Container mit dem Marzipanrohstoff über insgesamt vier IoT-Geräte, die den Zustand der Ware überwachten. So konnten die beteiligten Partner zu jedem Zeitpunkt die Transportbedingungen (z.B. Temperatur und Luftfeuchtigkeit) abrufen.
Dafür sind Blockchains komplett ungeeignet.
Der Sensor mag zwar seine Daten über eine Blockchain kommunizieren, aber das macht die Daten lediglich manipulationssicher gegen nachträgliche Revisionen. Dass der eigentliche Sensor manipuliert ist, wird damit nicht nur nicht verhindert, sondern macht einen Angriff an dieser Stelle sogar wahrscheinlicher und damit die Fälschung schwerer zu entdecken.
Früher hat der chinesische Werftarbeiter einfach die Papiere gefälscht, das konnte man dann wenigstens manchmal noch erkennen Wink

Die Plattform auf Ethereum-Basis ermöglichte den Partnern ferner den Zugriff auf zollrelevante Dokumente wie Herkunftsnachweise und Frachtbriefe. Schließlich weist die CBA darauf hin, dass sie sich keineswegs auf die Ethereum-Blockchain eingeschossen hat, sondern auch anderen Plattformen gegenüber aufgeschlossen bleibt.
Auch hier kann die Blockchain lediglich die Revisionssicherheit der Papiere gewährleisten.
Der Zugriff auf die Dokumente selbst bleibt in so einem Fall immer noch externen Datenspeichern vorbehalten.
Sollten die Frachtbriefe tatsächlich öffentlich vorgehalten werden, macht das den Container lediglich zum attraktiveren Ziel für Diebe, damit dürften die Versicherungskosten gerade für hochwertige Gütertransporte erheblich steigen Roll Eyes

Alles in allem, Buzzword-Hype hin oder her, der geschilderte Anwendungsfall ist ein klares Negativbeispiel.
So kann man Blockchains nicht sinnvoll einsetzen.

Ich mag da manchmal ein bisschen arrogant sein, aber es zeigt sich immer wieder, dass irgendwelche Script-Kiddies betriebswirtschaftlich oder volkswirtschaftlich sinnvolle Szenarien für den Einsatz ihrer neuesten Spielzeuge suchen.
Das ist zum Scheitern verurteilt.

Liebe Script-Kiddies, sehr geehrte Informatiker, arbeitet weiter an eurer Technologie, überlasst das Finden von Anwendungszwecken aber bitte den Leuten, die etwas davon verstehen. Cool

Yeah, well... I'm gonna go build my own blockchain, with blackjack and hookers. In fact, forget the blockchain!
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August 02, 2018, 12:25:43 PM
 #9

Eigentlich noch schlimmer: eine Blockchain ist gerade für den beschriebenen Einsatzzweck besonders schlecht geeignet.
Der smarte Container
Zu der von Scrougall angesprochenen Transparenz trug die Implementierung von IoT-Technologie einen gewichtigen Anteil bei. Die australische Tech-Firma LX Group zeichnete für die Versorgung des Projektes IoT-Hard- und Software verantwortlich. So verfügte der Container mit dem Marzipanrohstoff über insgesamt vier IoT-Geräte, die den Zustand der Ware überwachten. So konnten die beteiligten Partner zu jedem Zeitpunkt die Transportbedingungen (z.B. Temperatur und Luftfeuchtigkeit) abrufen.
Dafür sind Blockchains komplett ungeeignet.
Der Sensor mag zwar seine Daten über eine Blockchain kommunizieren, aber das macht die Daten lediglich manipulationssicher gegen nachträgliche Revisionen. Dass der eigentliche Sensor manipuliert ist, wird damit nicht nur nicht verhindert, sondern macht einen Angriff an dieser Stelle sogar wahrscheinlicher und damit die Fälschung schwerer zu entdecken.
Früher hat der chinesische Werftarbeiter einfach die Papiere gefälscht, das konnte man dann wenigstens manchmal noch erkennen Wink

Die Plattform auf Ethereum-Basis ermöglichte den Partnern ferner den Zugriff auf zollrelevante Dokumente wie Herkunftsnachweise und Frachtbriefe. Schließlich weist die CBA darauf hin, dass sie sich keineswegs auf die Ethereum-Blockchain eingeschossen hat, sondern auch anderen Plattformen gegenüber aufgeschlossen bleibt.
Auch hier kann die Blockchain lediglich die Revisionssicherheit der Papiere gewährleisten.
Der Zugriff auf die Dokumente selbst bleibt in so einem Fall immer noch externen Datenspeichern vorbehalten.
Sollten die Frachtbriefe tatsächlich öffentlich vorgehalten werden,

Sehe ich teilweise anders.
Ich stimme dir zu, dass die Daten nicht öffentlich sein sollten, sondern nur für die am Prozess beteiltigten einsehbar sind.
Der Vorteil bei diesen Transport mit Sensoren und Smart Contracts zu arbeiten, sehe ich aber als immens an. Wie ist es aktuell? Der Versender legt einen (validierten) Datenlogger ins Paket rein. Nach 3 Wochen erhält der Empfänger das Paket, stöpselt den Logger an seinen USB-Anschluss und erhält einen Bericht als pdf/A. Dort sieht er, dass nach 20 Std die Temperatur für 7,5 Std ausserhalb des Ranges war. Die Produkte darf/kann er nicht mehr verwenden, muss neue ordern und der Verursacher der Temperaturabweichung in Regress genomen werden. Das ist ein enormer Zeit- und Kostenaufwand.
Wenn nun die Temperaturabweichung sofort an die Prozessbeteiligten übermittelt wird, kann über eine zuvor definierten Smart Contract automatisch z.B. Strafzahlungen sowie eine Neuversendung der Ware ausgelöst werden.

Das ein Sensor manipuliert ist, muss vorher durch Validierung, Kalibrierung, technsiche Maßnahmen etc. ausgeschlossen werden. Vertrauen muss aber auch hier weiterhin zwischen den Prozessbeteiligten herschen. Wer bescheißen will, wird bescheißen.

btw. An so einem System arbeitet Modum im Bereich des Versendens von Pharmazeutischen Produkten zusammen mit Novartis und der schweizerrischen Post.

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 #10


Der Vorteil bei diesen Transport mit Sensoren und Smart Contracts zu arbeiten, sehe ich aber als immens an. Wie ist es aktuell? Der Versender legt einen (validierten) Datenlogger ins Paket rein. Nach 3 Wochen erhält der Empfänger das Paket, stöpselt den Logger an seinen USB-Anschluss und erhält einen Bericht als pdf/A. Dort sieht er, dass nach 20 Std die Temperatur für 7,5 Std ausserhalb des Ranges war. Die Produkte darf/kann er nicht mehr verwenden, muss neue ordern und der Verursacher der Temperaturabweichung in Regress genomen werden. Das ist ein enormer Zeit- und Kostenaufwand.
Wenn nun die Temperaturabweichung sofort an die Prozessbeteiligten übermittelt wird, kann über eine zuvor definierten Smart Contract automatisch z.B. Strafzahlungen sowie eine Neuversendung der Ware ausgelöst werden.


wennd er sensor etwas auf die Blockchain schreiben soll, kann er doch auch direkt automatisch eine Nachricht die die Beteiligten senden dass die Ware nicht mehr in Ordning ist. Ich sehe da noch nicht den Zweck (evtl ausser dem automatischen Strafzahlungen) einer Blockchain..

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August 03, 2018, 04:44:01 AM
 #11

Ich war vor kurzem mit einem Startup Inkubator in Kontakt. Er meinte, als Startup bekommst du dzt Kohle nur so nachgeschmissen wenn du "irgendwas mit Blockchain" machst. Das Wort zieht Investoren an wie Fliegen sprichwörtlich von ... na ihr wisst schon ... angezogen werden.

Ich habe mir das seiner Meinung nach beste Blockchain-Projekt seines Inkubators zeigen lassen. Die Idee ist wirklich gut, braucht jedoch definitiv keine Blockchain sondern verwendet diese zur zentralisierten (!!) Datenspeicherung. Die Jungs haben also eine DB durch die Blockchain ersetzt, mehr nicht.

Dass ist mMn. auch dzt eines der größten Probleme: Die Blockchain wird inflationär verwendet, meist in vollkommen ungeeigneten Szenarien wo einfach eine DB wesentlich performanter wäre.

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August 03, 2018, 05:45:46 AM
Merited by Chris601 (1)
 #12


Sehe ich teilweise anders.
Ich stimme dir zu, dass die Daten nicht öffentlich sein sollten, sondern nur für die am Prozess beteiltigten einsehbar sind.
Der Vorteil bei diesen Transport mit Sensoren und Smart Contracts zu arbeiten, sehe ich aber als immens an. Wie ist es aktuell? Der Versender legt einen (validierten) Datenlogger ins Paket rein. Nach 3 Wochen erhält der Empfänger das Paket, stöpselt den Logger an seinen USB-Anschluss und erhält einen Bericht als pdf/A. Dort sieht er, dass nach 20 Std die Temperatur für 7,5 Std ausserhalb des Ranges war. Die Produkte darf/kann er nicht mehr verwenden, muss neue ordern und der Verursacher der Temperaturabweichung in Regress genomen werden. Das ist ein enormer Zeit- und Kostenaufwand.
Wenn nun die Temperaturabweichung sofort an die Prozessbeteiligten übermittelt wird, kann über eine zuvor definierten Smart Contract automatisch z.B. Strafzahlungen sowie eine Neuversendung der Ware ausgelöst werden.

Das ein Sensor manipuliert ist, muss vorher durch Validierung, Kalibrierung, technsiche Maßnahmen etc. ausgeschlossen werden. Vertrauen muss aber auch hier weiterhin zwischen den Prozessbeteiligten herschen. Wer bescheißen will, wird bescheißen.

btw. An so einem System arbeitet Modum im Bereich des Versendens von Pharmazeutischen Produkten zusammen mit Novartis und der schweizerrischen Post.

An der Stelle wo du von validierten Datenlooger sprichst hast du das Vertrauen in einen Vorgang einfach nur von einem Menschen auf einen andere übertragen. Statt dem Lieferanten zu trauen, das er dir einen korrekt arbeitenden Temperatursensor reinlegt, vertraust du jetzt einem Validator. Und egal ob der von dir oder von jemanden anderen bezahlt wird, er bleibt manipulierbar, wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing.

Blockchain kann nur dann Vorteile bringen, wenn Daten zu einem bestimmten Zeitpunkt nachweislich unmanipuliert sind und man diesen Datensatz dann in der Blockchain fälschungssicher hinterlegt. Aber nahezu nie im industriellen Umfeld wird man diesen Zustand des "sicher unmanipuliert" haben. Ich jedenfalls weis keinen Zeitpunkt an dem Daten sei es von unseren Zulieferern oder unsere eigenen an unser Kunden SICHER Manipulationsfrei sind. Sie sind manipulationsfrei, aber es ist schwer bis garnicht beweisbar.

Je mehr man sich drauf versteift Dinge mit der Blockchain abbilden zu wollen, die nicht funktionieren, desdo weniger wird man Erfolg haben diese Technologie in Firmen einzuführen. Auch wenn immer gerne das Argument kommt, das Entscheidungsträger in Firmen zu Dumm sind um aus dem Bus zu kucken, muss man sich doch eines vor Augen halten: die sind erfolgreiche Firmenleiter und man selbst ist erfolgloser Arbeitssklave der es zu was bringen will. Firmenchefs und Manager können ziemlich gut abschätzen, welche Technik zu ihren Abläufen passt. ITler können das eben nicht.

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August 03, 2018, 06:33:18 AM
 #13

Dass ist mMn. auch dzt eines der größten Probleme: Die Blockchain wird inflationär verwendet, meist in vollkommen ungeeigneten Szenarien wo einfach eine DB wesentlich performanter wäre.

Das ist praktisch immer so. Bisher scheint Bitcoin der einzige sinnvolle reale Anwendungsfall für die Blockchain zu sein.

Da eine erfolgreiche Massnahme im Kampf gegen Bitcoin die Relativierung ist, wurde und wird der Blockchain Hype durch die Medien getrieben. Dies fordert nun diverse Opfer. Das sind sozusagen Kollateralschäden.

Immerhin kann können vernünftige Menschen aktuell sehr leicht Bullshit aussortieren - alles was ausser Bitcoin Blockchain verwendet ist keinen zweiten Gedanken wert.  Grin

Der Preis dafür ist allerdings, dass eine echte neue Anwendung für die Blockchain es sehr schwer haben wwürde. Wobei Bitcoin auch nicht 2009 auf "den Markt" geworfen wurde und im nächsten Monat von allen genutzt wurde. Generell werden gute Entwicklungen sowieso nicht so schnell übernommen und genutzt. Daher ist eine solche Entwicklungsgeschwindigkeit (Monate statt viele Jahre/Jahrzente) ebenfalls ein eindeutiges Zeichen für Bullshit.
qwk
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August 09, 2018, 12:28:43 PM
 #14

Ich stimme dir zu, dass die Daten nicht öffentlich sein sollten, sondern nur für die am Prozess beteiltigten einsehbar sind.
Der Vorteil bei diesen Transport mit Sensoren und Smart Contracts zu arbeiten, sehe ich aber als immens an. Wie ist es aktuell? Der Versender legt einen (validierten) Datenlogger ins Paket rein. Nach 3 Wochen erhält der Empfänger das Paket, stöpselt den Logger an seinen USB-Anschluss und erhält einen Bericht als pdf/A. Dort sieht er, dass nach 20 Std die Temperatur für 7,5 Std ausserhalb des Ranges war. Die Produkte darf/kann er nicht mehr verwenden, muss neue ordern und der Verursacher der Temperaturabweichung in Regress genomen werden. Das ist ein enormer Zeit- und Kostenaufwand.
Dein Argument für die Blockchain in dem Szenario ist also, dass es kostengünstiger sein könnte, wenn der Datenlogger in einer Art Smart Contract eine mögliche Strafzahlung oder ähnliches gleich selbst ausführt?

Tatsächlich ist das in den meisten Fällen das Hauptargument für Smart Contracts.
Es ist nur leider häufig falsch.

Damit ein Smart Contract in der Lage ist, eine Zahlung auszuführen, muss das "Geld" für eventuelle Zahlungen für die gesamte Dauer der Abwicklung des Vertrags im Smart Contract gebunden bleiben. Dies führt zu erheblichen Opportunitätskosten, die in vielen Fällen die Kosteneinsparungen im "klassischen" Zahlungsverkehr übersteigen dürften.

Man stelle sich einen Smart Contract vor, der einen Monat läuft (so lange dauert so ein Containerversand von China nach Europa schon mal).
Der Wert, der abgesichert sein soll, also der Warenwert im Container, beträgt 100.000 EUR.

Damit der Smart Contract in der Lage ist, sämtlichen Zahlungsverkehr in Bezug auf diesen Transport abzuwickeln, müssen also 100.000 EUR für die Dauer von 30 Tagen gebunden sein. Wir lassen hier mal zusätzliche Kosten für Wechselkursrisiken der Kryptowährung etc. außen vor.

Die Opportunitätskosten der Kapitalbindung von 100.000 EUR für 30 Tage entsprechen in erster Näherung den Zinsen, die man für diese Summe im relevanten Zeitraum erzielen könnte.
Da ich auf die Schnelle keinen weltweiten Durchschnittzinssatz googeln konnte, nehme ich hierfür näherungsweise das Wachstum des weltweiten BIP, das liegt irgendwo zwischen 3$ und 4%, sagen wir also 3%. *

Damit ergibt sich also eine potentielle Verzinsung von 3% auf deine 100.000 EUR für 30 Tage.
Nach meiner Rechnung sind das ziemlich genau 250 EUR.
Der Smart Contract "kostet" in so einem Fall also 250 EUR. **

Man sieht also, dass Smart Contracts gerade bei höheren Summen und längeren Laufzeiten erhebliche Kosten verursachen.
Ob das jetzt tatsächlich kostengünstiger ist als der "traditionelle" Weg mit Verträgen, Garantien, Bürgschaften, Prüfungen etc., sei mal dahingestellt, das muss man sicherlich im Einzelfall prüfen.
Für den genannten Einsatzzweck jedenfalls kommt mir das eher "teuer" vor, aber ich muss zugeben, dass ich keine Ahnung habe, wieviel die Warenkontrolle etc. bei so einer Schiffsladung in der Realität kostet.


Anmerkungen:
* Zinsen und Wirtschaftswachstum sind langfristig gekoppelt, Schwankungen sind überwiegend temporär, es gibt allerdings eine Divergenz, die sich aus Inflationsraten ergibt, diese ist aber im Rahmen dieser Abschätzung vernachlässigbar.
** In der Realität dürften die tatsächlich Kosten erheblich höher liegen, wir haben ja das Durchschnitts-BIP genommen und Wechselkursrisiken etc. außer Acht gelassen.

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August 13, 2018, 12:48:27 PM
 #15

qwk, das war mir noch nicht bekannt, dass das "Geld" im Vertrag fest hinterlegt werden muss. Das ist natürlich zunächst mal nachteilig. Allerdings könnte z.B. eine Art Ausfallversicherung das Zahlungsrisiko übernehmen.

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August 13, 2018, 02:03:02 PM
 #16

Ich stimme dir zu, dass die Daten nicht öffentlich sein sollten, sondern nur für die am Prozess beteiltigten einsehbar sind.
Der Vorteil bei diesen Transport mit Sensoren und Smart Contracts zu arbeiten, sehe ich aber als immens an. Wie ist es aktuell? Der Versender legt einen (validierten) Datenlogger ins Paket rein. Nach 3 Wochen erhält der Empfänger das Paket, stöpselt den Logger an seinen USB-Anschluss und erhält einen Bericht als pdf/A. Dort sieht er, dass nach 20 Std die Temperatur für 7,5 Std ausserhalb des Ranges war. Die Produkte darf/kann er nicht mehr verwenden, muss neue ordern und der Verursacher der Temperaturabweichung in Regress genomen werden. Das ist ein enormer Zeit- und Kostenaufwand.
Dein Argument für die Blockchain in dem Szenario ist also, dass es kostengünstiger sein könnte, wenn der Datenlogger in einer Art Smart Contract eine mögliche Strafzahlung oder ähnliches gleich selbst ausführt?

Tatsächlich ist das in den meisten Fällen das Hauptargument für Smart Contracts.
Es ist nur leider häufig falsch.

Damit ein Smart Contract in der Lage ist, eine Zahlung auszuführen, muss das "Geld" für eventuelle Zahlungen für die gesamte Dauer der Abwicklung des Vertrags im Smart Contract gebunden bleiben. Dies führt zu erheblichen Opportunitätskosten, die in vielen Fällen die Kosteneinsparungen im "klassischen" Zahlungsverkehr übersteigen dürften.

Man stelle sich einen Smart Contract vor, der einen Monat läuft (so lange dauert so ein Containerversand von China nach Europa schon mal).
Der Wert, der abgesichert sein soll, also der Warenwert im Container, beträgt 100.000 EUR.

Damit der Smart Contract in der Lage ist, sämtlichen Zahlungsverkehr in Bezug auf diesen Transport abzuwickeln, müssen also 100.000 EUR für die Dauer von 30 Tagen gebunden sein. Wir lassen hier mal zusätzliche Kosten für Wechselkursrisiken der Kryptowährung etc. außen vor.

Die Opportunitätskosten der Kapitalbindung von 100.000 EUR für 30 Tage entsprechen in erster Näherung den Zinsen, die man für diese Summe im relevanten Zeitraum erzielen könnte.
Da ich auf die Schnelle keinen weltweiten Durchschnittzinssatz googeln konnte, nehme ich hierfür näherungsweise das Wachstum des weltweiten BIP, das liegt irgendwo zwischen 3$ und 4%, sagen wir also 3%. *

Damit ergibt sich also eine potentielle Verzinsung von 3% auf deine 100.000 EUR für 30 Tage.
Nach meiner Rechnung sind das ziemlich genau 250 EUR.
Der Smart Contract "kostet" in so einem Fall also 250 EUR. **

Man sieht also, dass Smart Contracts gerade bei höheren Summen und längeren Laufzeiten erhebliche Kosten verursachen.
Ob das jetzt tatsächlich kostengünstiger ist als der "traditionelle" Weg mit Verträgen, Garantien, Bürgschaften, Prüfungen etc., sei mal dahingestellt, das muss man sicherlich im Einzelfall prüfen.
Für den genannten Einsatzzweck jedenfalls kommt mir das eher "teuer" vor, aber ich muss zugeben, dass ich keine Ahnung habe, wieviel die Warenkontrolle etc. bei so einer Schiffsladung in der Realität kostet.


Anmerkungen:
* Zinsen und Wirtschaftswachstum sind langfristig gekoppelt, Schwankungen sind überwiegend temporär, es gibt allerdings eine Divergenz, die sich aus Inflationsraten ergibt, diese ist aber im Rahmen dieser Abschätzung vernachlässigbar.
** In der Realität dürften die tatsächlich Kosten erheblich höher liegen, wir haben ja das Durchschnitts-BIP genommen und Wechselkursrisiken etc. außer Acht gelassen.

Alles richtig, Du hast nur eine Sache übersehen, den Faktor Mensch.
Bei der Distribute gab es einen Vortrag einer Allianz-Tochter, die genau diese Risiken des Transportes abdeckt.
Und genau da wäre die Blockchain laut deren Ansicht ideal, um den Kostenfaktor Mensch auszuschalten.
Ein großes Schiff kann bis zu 500 Mio EUR Warenwert transportieren. Wenn das zerschellt und die Sensoren melden den Schaden, kann er schnell reguliert werden, ohne große weitere Kosten für Gutachten etc.
Da fallen die paar Euro für den smart contract nicht ins Gewicht, zumal die Allianz sicher über genügend Liqui-Reserven verfügen sollte ;-).

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August 13, 2018, 02:34:13 PM
 #17

Alles richtig, Du hast nur eine Sache übersehen, den Faktor Mensch.
Nein, den habe ich eindeutig erwähnt. Cool

Bei der Distribute gab es einen Vortrag einer Allianz-Tochter, die genau diese Risiken des Transportes abdeckt.
Und genau da wäre die Blockchain laut deren Ansicht ideal, um den Kostenfaktor Mensch auszuschalten.
Das ist auch prinzipiell richtig.
Genau das können Blockchains: den Faktor Mensch (genauer: das Vertrauen, das auf menschlichem Zutun beruht) eliminieren und durch Netzwerkkonsens ersetzen.
Aber dafür braucht es gewisse Voraussetzungen, die gegeben sein müssen.

Ein großes Schiff kann bis zu 500 Mio EUR Warenwert transportieren. Wenn das zerschellt und die Sensoren melden den Schaden, kann er schnell reguliert werden, ohne große weitere Kosten für Gutachten etc.
Wenn der Schaden "extern" reguliert werden soll, ist die Blockchain vollständig nutzlos.
Geht es also um eine bloße "Schadensmeldung", die dann wieder von Menschen als Anlass genommen wird, den Schaden z.B. über eine Versicherung auszugleichen, reicht ein einfacher Sensor mit WLAN oder dergleichen.

Da fallen die paar Euro für den smart contract nicht ins Gewicht, zumal die Allianz sicher über genügend Liqui-Reserven verfügen sollte ;-).
Da irrt sich die Allianz-Tochter. Big time. Shocked

Damit die Blockchain überhaupt einen Nutzen haben kann, der über die einfache "Meldung" des Schadens hinausgeht, muss sie über die Möglichkeit verfügen, den Schaden selbst direkt zu regulieren, in einem Smart Contract.
Dazu muss der Smart Contract selbst direkt vom Sensor auf dem Schiff "gesteuert" werden, ohne äußeres Zutun.
Sinnvoll ist das also dann, und wirklich ausschließlich dann, wenn der Private Key, mit dem der Smart Contract dazu gebracht werden kann, im Schadensfall eine Zahlung auszulösen, in der alleinigen Verfügungsgewalt des Sensors selbst ist.

D.h. der Sensor muss zwingend über die weltweit einzige Kopie des Private Keys verfügen.
Geht das Schiff unter, geht auch der Private Key unter.

Wer nun erwidert, "dann hinterlegen wir eben eine Kopie des Private Keys irgendwo", hat wieder das Prinzip "Smart Contract" nicht verstanden, schon ist der Faktor "Mensch, bzw. Vertrauen in ebendiesen" nur wieder an eine andere Stelle verschoben worden.

Natürlich kann man den Smart Contract auch anweisen, dass Geld nach einer festgesetzten Zeitspanne einfach wieder freizugeben, aber das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass ein einfaches Blockieren des Signals des Sensors den Smart Contract nichtig macht.

Sollten solche Smart Contract Sensoren in der Schifffahrt tatsächlich Einzug halten, postuliere ich jetzt schonmal, dass sich auch früher oder später das Bergen von Schiffswracks wegen der enthaltenen Sensoren lohnt, schließlich wäre das die einzige Möglichkeit, wieder an das Geld zu kommen. Cool


TL;DR: damit Smart Contracts sinnvoll eingesetzt werden können, müssen sie die alleinige Verfügungsgewalt über das in ihnen gespeicherte Geld haben. Smart Contracts können keinen Einsatz finden, um Menschen Anweisungen zu erteilen, das hebelt ihre gesamte Funktionalität in vollem Umfang aus.

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August 13, 2018, 02:52:23 PM
 #18

Wenn ich so darüber nachdenke, kommt es mir so vor, als würde in vielen Fällen unter dem heutigen Buzzword "Blockchain" in vielen Fällen eigentlich stinknormale, uralte Public-Private-Key Infrastruktur verkauft. Roll Eyes
Anders kann ich mir nicht erklären, warum an sich intelligente und gebildete Menschen bei einer Versicherung auf 70er-/80er-Jahre-Technologie so scharf sind.

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August 13, 2018, 05:28:57 PM
 #19

Alles richtig, Du hast nur eine Sache übersehen, den Faktor Mensch.
Nein, den habe ich eindeutig erwähnt. Cool

Bei der Distribute gab es einen Vortrag einer Allianz-Tochter, die genau diese Risiken des Transportes abdeckt.
Und genau da wäre die Blockchain laut deren Ansicht ideal, um den Kostenfaktor Mensch auszuschalten.
Das ist auch prinzipiell richtig.
Genau das können Blockchains: den Faktor Mensch (genauer: das Vertrauen, das auf menschlichem Zutun beruht) eliminieren und durch Netzwerkkonsens ersetzen.
Aber dafür braucht es gewisse Voraussetzungen, die gegeben sein müssen.

Ein großes Schiff kann bis zu 500 Mio EUR Warenwert transportieren. Wenn das zerschellt und die Sensoren melden den Schaden, kann er schnell reguliert werden, ohne große weitere Kosten für Gutachten etc.
Wenn der Schaden "extern" reguliert werden soll, ist die Blockchain vollständig nutzlos.
Geht es also um eine bloße "Schadensmeldung", die dann wieder von Menschen als Anlass genommen wird, den Schaden z.B. über eine Versicherung auszugleichen, reicht ein einfacher Sensor mit WLAN oder dergleichen.

Da fallen die paar Euro für den smart contract nicht ins Gewicht, zumal die Allianz sicher über genügend Liqui-Reserven verfügen sollte ;-).
Da irrt sich die Allianz-Tochter. Big time. Shocked

Damit die Blockchain überhaupt einen Nutzen haben kann, der über die einfache "Meldung" des Schadens hinausgeht, muss sie über die Möglichkeit verfügen, den Schaden selbst direkt zu regulieren, in einem Smart Contract.
Dazu muss der Smart Contract selbst direkt vom Sensor auf dem Schiff "gesteuert" werden, ohne äußeres Zutun.
Sinnvoll ist das also dann, und wirklich ausschließlich dann, wenn der Private Key, mit dem der Smart Contract dazu gebracht werden kann, im Schadensfall eine Zahlung auszulösen, in der alleinigen Verfügungsgewalt des Sensors selbst ist.

D.h. der Sensor muss zwingend über die weltweit einzige Kopie des Private Keys verfügen.
Geht das Schiff unter, geht auch der Private Key unter.

Wer nun erwidert, "dann hinterlegen wir eben eine Kopie des Private Keys irgendwo", hat wieder das Prinzip "Smart Contract" nicht verstanden, schon ist der Faktor "Mensch, bzw. Vertrauen in ebendiesen" nur wieder an eine andere Stelle verschoben worden.

Natürlich kann man den Smart Contract auch anweisen, dass Geld nach einer festgesetzten Zeitspanne einfach wieder freizugeben, aber das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass ein einfaches Blockieren des Signals des Sensors den Smart Contract nichtig macht.

Sollten solche Smart Contract Sensoren in der Schifffahrt tatsächlich Einzug halten, postuliere ich jetzt schonmal, dass sich auch früher oder später das Bergen von Schiffswracks wegen der enthaltenen Sensoren lohnt, schließlich wäre das die einzige Möglichkeit, wieder an das Geld zu kommen. Cool


TL;DR: damit Smart Contracts sinnvoll eingesetzt werden können, müssen sie die alleinige Verfügungsgewalt über das in ihnen gespeicherte Geld haben. Smart Contracts können keinen Einsatz finden, um Menschen Anweisungen zu erteilen, das hebelt ihre gesamte Funktionalität in vollem Umfang aus.
Ich verstehe nicht so recht, warum der smart contract private key unbedingt auf dem Schiff sein muss, oder hab ich etwas übersehen?

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August 13, 2018, 05:31:32 PM
 #20

Wenn ich so darüber nachdenke, kommt es mir so vor, als würde in vielen Fällen unter dem heutigen Buzzword "Blockchain" in vielen Fällen eigentlich stinknormale, uralte Public-Private-Key Infrastruktur verkauft. Roll Eyes
Anders kann ich mir nicht erklären, warum an sich intelligente und gebildete Menschen bei einer Versicherung auf 70er-/80er-Jahre-Technologie so scharf sind.

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Wenn ich das richtig verstanden habe, ist der Verwaltungsaufwand um die Verträge drumherum sehr hoch, nicht nur im Schadensfall.
Das will man per smart contract und Blockchain lösen.

P.S. Mir fiel vorhin der Name der Tochter der Allianz nicht ein, es war jemand von der Allianz Esa.

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