Wer die Systeme kontrolliert, die Transaktionen signieren dürfen, kann Milliarden bewegen, ohne jemals einen Private Key direkt in die Hände zu bekommen. "Not your keys, not your coins" stimmt also in solchen Fällen, wo solche Systeme im Einsatz sind, nicht mehr (unbedingt).
Ich denke, die Aussage stimmt immer noch, aber „Keys haben“ reicht nicht mehr, es kommt auch darauf an, wer signieren kann. Im Zwischenbericht für Binance war es ein DevOps-Laptop, für Bybit 2025 war es eine Entwicklermaschine des Wallet-Dienstleisters, die gehackt wurde und bei der die Signierer nur manipulierte Transaktionsdaten angezeigt bekamen. Wie im Ledger-Fall gibt es kein Krypto-Problem, sondern die Umgebung wird angegriffen.
Aber auch für uns als Selbstverwahrer ist die Schlussfolgerung keine andere als die
Sauberes Setup, Zieladresse immer am Gerät verifizieren, bei großen Beträgen sogar Multisig mit mehreren unabhängigen Geräten (damit der Angreifer mehrere Maschinen hacken müsste).