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Ja, die primäre Datenquelle ist eine ungekürzte
Full node mit der aktuellsten Bitcoin Core Version 30.2 und von der bezieht der Fulcrum-Electrum-Server seine Daten. Die lokale Instanz vom mempool.space spricht dann mit dem Fulcrum-Server und holt sich die Daten von dem ab.
Die meisten Electrum-Server, aber nicht alle, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, brauchen eine ungekürzte
Full node. Aus dem Gedächtnis kann ich jetzt aber auch nicht spontan sagen, welche es nicht brauchen. Sowas wie Personal Electrum Server, was nicht sonderlich performant ist und auch nicht wirklich weiterentwickelt wird. Also uninteressant für mich, daher im Nebel des Vergessens steckengeblieben.
Oder gibt es da Umwege, dass du dir bspw. nur die letzten xyz-Datenstände ziehst und historische Daten trotzdem über einen anderen Electrum-Server erhältst?
Ich wüsste nicht, so etwas je gesehen zu haben. In der Regel hängt ein Electrum-Server an einer
non-pruned full node, wenn ich hier mal die englische Bezeichnung einwerfen darf.
Ich kann dir auch nicht im Detail sagen, ob ein Electrum-Server bei bestimmten Abfragen sich immer noch Detaildaten von der Voll-Node holen muss. Mein Bauchgefühl und Logik sagen: ja. Schließlich sind die Indices des Electrum-Servers in der Regel deutlich kleiner als die Blockchain und die Daten letzterer lassen sich nicht so ohne weiteres signifikant eindampfen.
Auf welcher Hardware hast du das Ganze laufen?
Ich hatte das auch schon mal auf einem Raspberry Pi 4B mit 8GiB RAM zu laufen, aber das ist vom RAM her schon ganz schön eng und eher problematisch, wenn Fulcrum auch fluffig große Adresshistorien liefern soll.
Aktuell läuft das in einer Virtualbox VM auf einem älteren Dell Business-Laptop, dem ich 32GiB RAM und eine 4TB NVMe SSD spendiert habe, als das noch bezahlbar war. Dort läuft Linux Mint, darin Virtualbox, in der VM, der 24GiB RAM und 2TiB virtueller Massenspeicher zugewiesen sind, läuft Umbrel und darin in Docker Containern Bitcoin Core, Fulcrum, Mempool.space, BitcoinExplorer und noch ein paar weitere Container.
Der Laptop ist zugeklappt, damit der Bildschirm nicht unnötig an der Steckdose nuckelt und zieht so im Schnitt 12 Watt, vielleicht minimal mehr, gemessen mit einem recht genauen Leistungsmessgerät am Netzteil des Laptops. Das läuft dann 24/7/365 bei mir, weil ich als undogmatischer Nerd-Bitcoiner es "normal" finde, mindestens eine Voll-Node im Netz zu haben.
Da mir wie gesagt die Privatsphäre (meiner Wallets) am Herzen liegt, betreibe ich auch einen persönlichen Electrum-Server, den ich vollständig selbst unter Kontrolle habe.