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Author Topic: Bitcoin voll - was nun? Gold vs. Gold mit Hebel vs. Bitcoin  (Read 398 times)
virginorange (OP)
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February 22, 2025, 03:26:50 PM
Last edit: February 22, 2025, 06:19:01 PM by virginorange
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 #1

In diesem Artikel überlege ich mir die optimale Anlagestrategie, wenn ich
1.) genügend Liquidität habe aber
2.) aus Diversifikationsgründen keine Bitcoin mehr kaufen darf.

Ich überlege, ob ich Gold mit Hebel kaufen sollte. Gold hat eine gute Rendite, ist in Deutschland nach 12 Monaten Haltedauer steuerfrei und hat einen geringen Drawdown.



zum Hintergrund

Man sollte viel Bitcoin haben, d.h. 50-80% am Lebensgesamtvermögen.

Bitcoin-Bewertung & -Bestand -> Regelgebundene Kauf-/Verkaufsentscheidun


Aber irgendwann ist die Obergrenze voll.

Und dann kann man ins Portfolio 3 (Zeithorizont langfristig) keine Bitcoin mehr rein kaufen.


Die Bilanzierung erfolgt Liqudiditätsorientiert

1. Cash-Portfolio (Zeithorizont kurzfristig)
Guthaben aller Konten (Girokonten, Tagesgeld, Depotkonto) abzüglich notwendigem Bodensatz.
In der Praxis könnten bei einem Kontoguthaben von 1.234 € nicht 1.234€ nutzen, weil wir ja Deckung benötigen für mögliche Lastschriften bis zum nächsten Geldeingang.

2. Gold/Aktien-portfolio (Zeithorizont teilweise mittelfristig und teilweise langfristig)
Nettovermögen der Depots abzüglich Kasse (-> kommt ins Cash-Portfolio) und abzüglich illiquider Aktien (Russlandsanktionen -> illiquides Portfolio) und Bitcoin Aktien (-> Bitcoin Portfolio).
Teil der physischen Edelmetalle (einfacher Zugriff).

3. Bitcoin-Portfolio (Zeithorizont langfristig)
Bitcoin und Bitcoin Aktien.

4. illiquides Portfolio (Zeithorizont langfristig)
Immobilien, Photovoltaik Anlage, Barwert des Lanzeitkontos der Arbeit, Riesteraktien, Russische Aktien, Gold (schwieriger Zugriff), Bodensatz auf den Konten, Barwert zukünftiger Sparleistungen.


Was kommt ins Renditeportfolio, wenn wir schon zu viel Bitcoin haben?



Vor einem Jahr habe ich Gold als zweitbeste Vermögensklasse vorgeschlagen und eine Rendite von gut 6.5% p.a. nach Steuern geschätzt. Mit einer Rendite von 47% liegen wir bei Gold deutlich drüber. Bitcoin hat im gleichen Zeitraum +100% gemacht und der S&P nach Steuern ca. 15%.




Ich erwarte auch für die nächsten 10 Jahre eine bessere Wertentwicklung von Bitcoin ggü. Gold.








Allerdings hat Gold dabei wesentlich weniger Drawdown als Bitcoin



Der größte Drawdown bei Gold war in der Zeit bis zum Jahr 2000 als Zentralbanken Gold verkauft haben (jetzt kaufen sie)
und nach dem Abklingen der Staatschuldenkrise. Mehr als 30% Drawdown bei Gold würde ich (im Renditeportfolio) nicht erwarten.



Ich denke wir bleiben in den nächsten Jahren wahrscheinlich unter 20% Drawdown bei Gold.



Da Gold wenig Drawdown in Verbindung mit einer guten Rendite hat, können wir Gold hebeln.
Angenommen wir haben 100€ Eigenkapital, nehmen 300€ Kredit auf zu 6.5% Zinsen, dann hat Gold ca. so viel Drawdown, wie Bitcoin.



Die Rendite vom Gold + Kredit konnte in den letzten 4 Jahren sogar mit Bitcoin mithalten.
Dennoch ist bei Gold das Risiko durch den Kredit etwas höher, während die Rendite auf 5 Jahre deutlich niedriger ist.
Bitcoin bleibt besser, aber Gold+Kredit ist eine vielversprechende zweite Wahl, wenn man schon zu viel Bitcoin hat.
blaue Linie runter = Bitcoin entwickelt sich besser, blaue Linie hoch = Gold entwickelt sich besser



Wem ein Kredithebel von 4 zu unsicher ist, anbei die Berechnung mit einem Kredithebel von 2 (100€ Eigenkapital + 100€ Kredit).



Ergebnisse mit einem Zins von 10%




Die Wertentwicklung von Gold+Kredit kann zwar nicht ganz mit Bitcoin mithalten (außer in den letzten 4 Jahren), aber ist deutlich besser als Gold ohne Hebel.





Was hältst du von der Idee Gold mit Hebel long zu gehen MaxMueller?

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February 23, 2025, 09:13:52 AM
Last edit: February 23, 2025, 09:38:25 AM by MaxMueller
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 #2

Lustig, ich hab gestern vormittag erst überlegt die Kryptogewinne teilweise zu nutzen um mir auch endlich mal eine goldposition aufzubauen.

Nach Blick an den Chart und die für mich überraschende Performance der letzten 1-2 Jahre musste ich auch an dich denken und hab mir gedacht, dass in Assoziation mit Kelly die hohen Kurse ja eher zu einer niedrigeren Gewichtung im portfolio führen müssten?!



Aber nun zur Idee Gold mit Hebel.
Dafür spricht für mich, dass:
- Die Brics zentralbanken absehbar weiter Gold kaufen um sich vom USD zu entkoppelt
- In der EU die Überlegung zu gemeinsamen Schulden für Verteidigung sicher noch Früchte tragen werden im Hinblick auf Ausweitung der Geldmenge

Mit dem Ansatz Gold Long (Gold kaufen) + Fiat short (Kreditaufnahme) gehe ich also grundsätzlich d'accord.




Dennoch ist für mich gehebltes Gold im Portfolio (sagen wir 3xAU) eher wenig intuitiv.

In meiner Betrachtung (Portfolio exkl. Humankapital) würde eine Kreditaufnahme einen "Zufluss" bedeuten, der im grunde auf alle Assets entsprechend der jeweiligen gewichtung verteilt würde. Der Hebel würde sich dann aus Summe_Assets/(Summe_assets-Kredite) ergeben, wäre aber eher variabel und hätte auch bei der Gewichtung der assets keine Relevanz (ob 15% 1xAU oder 5%3xAu wäre ja im grunde fast das gleiche)...

Darüber hinaus müsste ich deinem Konzept folgend ja bereits alle Kredite für den Kauf von BTC aufgenommen haben, d.h. die frage wäre warum ich den Kredit für den Goldkauf erst jetzt aufnehmen kann.
Was ich mir in der aktuellen Marktsituation vorstellen könnte wäre ein überschreiten der Kellygrenze bei BTC, damit ein umschichten inkl. Immobilienkauf mit Baufinanzierung und dann eben mehr zuflüsse zu Gold als es nur der Gewichtung entsprechen würde. Aber auch dann kommt die Liquidität ja eigentlich aus den BTC-Verkäufen.

Ich frage mich also an erster stelle welche Auswirkungen der Hebel überhaupt auf die Gewichtung vom Gold im Portfolio hätte?!

 
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MinoRaiola
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February 24, 2025, 03:21:05 PM
 #3

Ihr werdet es sicherlich beobachten, ich wollte es trotzdem festhalten. In Amerika wird etwas mehr mit dem Wort Gold gespielt, spekuliert oder beeinflusst. Letztes Jahr im Dezember wurden angeblich 64 Tonnen Gold von der Schweiz in die USA geliefert. Die Bestände am New Yorker Terminmarkt sind im Januar knapp 300 Tonnen gestiegen, der höchste Wert seit start Corona. Ich wollte damit nur sagen, das Trump und Co. davor evtl. etwas stärker bewegt haben und jetzt es befeuern um weitere Investoren zu locken.

Polymarket wettet auf Prüfung von Fort Knox: Kommt es zur Prüfung durch die US-Regierung?
https://de.cointelegraph.com/news/polymarket-wettet-auf-prufung-von-fort-knox-kommt-es-zur-prufung-durch-die-us-regierung

Hier die Wette - aktuell bei einer Chance von 76%: Will DOGE audit Fort Knox before May?
https://polymarket.com/event/will-doge-audit-for-knox-before-may

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February 24, 2025, 06:07:47 PM
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 #4

Gold und hebeln passt für mich einfach nicht zusammen.

Ich tausche regelmäßig Crypto-Gewinne in Gold, kaufe mir dabei aber anonym Barren und/oder Münzen und lagere die an einem sicheren Ort. Das geht mit gehebelten Positionen nicht (korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege) und würde damit dem Einsatzzweck, für den ich Gold kaufe, komplett widersprechen: Als Krisenvorsorge wenn alle Stricke reissen sollten.

In so einem Fall muss ich physisch über mein Gold verfügen können, sonst bringt mit die Krisenvorsorge nichts. Wenn man Gold jedoch als weitere Asset-Klasse reinmischen möchte spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, man zerschießt sich aber so den für mich springenden Punkt warum man überhaupt (größere Mengen an) Gold halten sollte.

 
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February 24, 2025, 08:09:25 PM
 #5

Gold und hebeln passt für mich einfach nicht zusammen.

Ich tausche regelmäßig Crypto-Gewinne in Gold, kaufe mir dabei aber anonym Barren und/oder Münzen und lagere die an einem sicheren Ort. Das geht mit gehebelten Positionen nicht (korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege) und würde damit dem Einsatzzweck, für den ich Gold kaufe, komplett widersprechen: Als Krisenvorsorge wenn alle Stricke reissen sollten.

In so einem Fall muss ich physisch über mein Gold verfügen können, sonst bringt mit die Krisenvorsorge nichts. Wenn man Gold jedoch als weitere Asset-Klasse reinmischen möchte spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, man zerschießt sich aber so den für mich springenden Punkt warum man überhaupt (größere Mengen an) Gold halten sollte.

Naja das geht schon. Wenn du nen Konsumkredit aufnimmst und davon Gold kaufst hast du quasi Gold mit Hebel obwohl du es physisch gekauft hast.
Ginge bei BTC genauso, statt margin BTC mit Hebel könntest du auch nen Kredit aufnehmen und davon Spot BTC kaufen, die "rollover fees" dürften dabei deutlich günstiger sein....

Aber im Grunde bekommt dadurch das gesamte Portfolio einen gewissen Hebel, nicht nur einzelne assets isoliert (wobei das wahrscheinlich auch wieder ansichtssache ist)...

 
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February 25, 2025, 06:52:09 AM
 #6

Aber im Grunde bekommt dadurch das gesamte Portfolio einen gewissen Hebel, nicht nur einzelne assets isoliert (wobei das wahrscheinlich auch wieder ansichtssache ist)...
Danke für die Ausführung!
Aber ist der Hebel in dem Fall nicht so gering, dass sich der Aufwand (und ggfs. die Nebenkosten) dafür kaum lohnen? Oder rechnet man hier einen fiktiven Gewinn gegen die Inflation und die Zinsen gegen wodurch sich das unterm Strich rechnet?

Aber ja, hätte das jetzt auch so gesehen, dass man damit eigentlich das Gesamtportfolio "hebelt".

 
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February 25, 2025, 10:15:07 AM
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 #7

Aber im Grunde bekommt dadurch das gesamte Portfolio einen gewissen Hebel, nicht nur einzelne assets isoliert (wobei das wahrscheinlich auch wieder ansichtssache ist)...
Danke für die Ausführung!
Aber ist der Hebel in dem Fall nicht so gering, dass sich der Aufwand (und ggfs. die Nebenkosten) dafür kaum lohnen? Oder rechnet man hier einen fiktiven Gewinn gegen die Inflation und die Zinsen gegen wodurch sich das unterm Strich rechnet?

Aber ja, hätte das jetzt auch so gesehen, dass man damit eigentlich das Gesamtportfolio "hebelt".

Ja im Grunde ist das hauptsächlich Gewinn gegen Inflation. Wenn Gold langfristig seine Kaufkraft hält, die Geldmenge sich jährlich aber um 6,5% erhöht, bedeutet das ja quasi einen durchschnittlichen Kursgewinn von ~6,5% von Gold/Fiat. Sofern die Finanzierungskosten dann entsprechend niedriger sind (ich meine @virginorange hat irgendwo <4,5% geschrieben) würde sich Fiat short alleine schon aufgrund der Inflation lohnen.
Dazu kommen aber noch Gewinne durch Gold Long, weil Zentralbanken aktuell eher Gold kaufen, egal ob USA, RUS, CHN oder Türkei.

Was den Aufwand angeht kommt das halt auf jeweiligen Verhältnisse an.
Bei 40% BTC + 40% Aktien + 10% Gold + 10% Cash, könnte man bspw. per Depotkredit die 40% Aktien Beleihen um sich nochmal 20% Kredit zu holen, unkompliziert da keine Bonitätsprüfung erforderlich.
Alles in Gold gepackt erhielte man dann 40% BTC + 40% Aktien + 30% Gold + 10% Cash -20% Kredit. Ob man dann sagt man hat gold 3x gehebelt aber weiterhin nur 10% gold im portfolio oder ob man sagt das gesamte portfolio hat 1,2x Hebel und Gold ist höher gewichtet, liegt glaube im Auge des Betrachters und macht im Endeffekt keinen großen Unterschied.

Wenn man eine teilweise abbezahlte Immobilie mit eingetragener Grundschuld hat, dann kann man sich ebenfalls ohne großen Aufwand noch einen Modernisierungskredit auf Basis teurer Angebote holen, die Modernisierung dann ggf. teilweise in Eigenleistung durchführen und hat dann noch Liquidität über.

Mit abbezahlten Immobilien lässt sich auch gut spielen: angenommen man hätte in DEU eine abbezahlte vermietete Immobilie die 400k€ wert ist (von der Bank auch so eingewertet) die an das Kind vererbt werden soll. Nun könnte man die einfach an den Erben verschenken, was den Nachteil hätte, dass zukünftig die Abschreibung wegfällt. Oder aber der Erbe macht eine 100% Finanzierung, kauft die Immobilie für 400k€ und bekommt die 400k€ 6 Monate später (außerhalb des zeitlichen Zusammenhanges) geschenkt um sich von der Liquidität sein Portfolio aufzubauen.

Oder um das ganze mal auf die Spitze zu treiben: der Erblasser hat noch 400k€ im Depot rumliegen die auch noch verschenkt werden sollen, beides verschenken geht aber nicht aufgrund der Grenze beim Freibetrag. Als erstes Liquidiert der Erblasser das Depot und verschenkt die 400k€. Danach wird die Immobilie für 780k€ vollentgeltlich verkauft, inkl. Nebenkosten 800k€, davon 400k€ Baufinanzierung + 400k€ EK (die Schenkung). Zusätzlich wird aufgrund des "überteuerten" Kaufpreises ein niedrig verzinstes Verkäuferdarlehen i.H.v. 600k€ gewährt, welches die Liquidität wieder zum Erben zurückfließen lässt.
Der Erbe hat jetzt eine vermietete Immobilie die regelmäßig Steuerverluste produziert und damit auch den persönlichen Steuersatz der Einkommenssteuer drückt. Da die Verluste durch die Abschreibung aber nicht Liquiditätswirksam werden, kann trotzdem "steuerfrei" Liquidität aus der Immobilie zufließen. Darüber hinaus stehen 600k€ Liquidität für die Anteile BTC, Aktien und Gold zur Verfügung. Der Erbe hebelt sein Portfolio ganz ordentlich und fährt die hier beschriebene Strategie, der Erblasser nimmt im Grunde die Gegenposition ein, sodass sich innerhalb der Familie das Exposure ausgleicht und das Risiko gering ist. Da der Erblasser die Kreditraten jederzeit stunden kann hätte der Erbe je nach Einkommenssituation ggf. sogar noch Luft für einen Depot-/Konsumkredit.



Also ich würde schon behaupten, dass sich Aufwand und ggf. Kosten bei passender Ausgestaltung auszahlen. Wenn man jung und das Portfolio noch nicht so groß ist, ist i.d.R. das Humankapital dominant, d.h. mit einem Konsumkredit kann man schon so Hebel 2x-3x erreichen würde ich sagen. Und wenn man älter ist, dann ist zwar der Hebel kleiner, aber die Summen größer, sodass es sich trotzdem lohnen kann.

Der limitierende Faktor ist für mich hier nicht der Aufwand bzw. die Kosten, sondern die Ausgestaltung im Hinblick auf Risikotragfähigkeit und Liquiditätsmanagement. Je größer der Hebel, desto schneller rächen sich Klumpenrisiken oder nicht bedachte Liquiditätsengpässe.





 
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February 25, 2025, 10:15:59 AM
Last edit: February 25, 2025, 10:48:28 AM by virginorange
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 #8

Nach Blick an den Chart und die für mich überraschende Performance der letzten 1-2 Jahre musste ich auch an dich denken und hab mir gedacht, dass in Assoziation mit Kelly die hohen Kurse ja eher zu einer niedrigeren Gewichtung im portfolio führen müssten?!

Heute in Gold investieren, ist tatsächlich ein schlechter Zeitpunkt als noch vor ein oder zwei Jahren. Wenn ich also schon voll in Gold investiert wäre, dann müsste ich jetzt Gold verkaufen. Ich habe allerdings vor einem halben Jahr sogar noch Gold abgebaut, um dafür mehr Bitcoin zu kaufen, weil Bitcoin die höchste erwartete Rendite, die nach Steuern hat.
Mit zunehmenden Preisanstieg von Bitcoin bleibt zwar die hohe erwartete Rendite von Bitcoin bestehen, aber ich muss aus Diversifikationsgründen irgendwann die Bitcoin Allokation nicht mehr weiter aufbauen oder sogar abbauen. Und hierfür suche ich dann die zweitbeste Alternative zu Bitcoin in die investieren kann


Aber nun zur Idee Gold mit Hebel.
Dafür spricht für mich, dass:
- Die Brics zentralbanken absehbar weiter Gold kaufen um sich vom USD zu entkoppelt
- In der EU die Überlegung zu gemeinsamen Schulden für Verteidigung sicher noch Früchte tragen werden im Hinblick auf Ausweitung der Geldmenge
Mit dem Ansatz Gold Long (Gold kaufen) + Fiat short (Kreditaufnahme) gehe ich also grundsätzlich d'accord.

Der wirtschaftlichen Einschätzung sind wir, denke ich einer Meinung

bei der Gewichtung der assets keine Relevanz (ob 15% 1xAU oder 5%3xAu wäre ja im grunde fast das gleiche)...

Aber 85% andere Assets ist nicht das gleiche wie 95%. Das unterstellt die Annahme, dass wir mit Gold zusätzliche Kredite aufnehmen, die wir für Bitcoin nicht aufgenommen hätten.

... dem Einsatzzweck, für den ich Gold kaufe, komplett widersprechen: Als Krisenvorsorge wenn alle Stricke reissen sollten.

In so einem Fall muss ich physisch über mein Gold verfügen können, sonst bringt mit die Krisenvorsorge nichts. Wenn man Gold jedoch als weitere Asset-Klasse reinmischen möchte spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, man zerschießt sich aber so den für mich springenden Punkt warum man überhaupt (größere Mengen an) Gold halten sollte.

Funktoinen von Gold
o physische Krisenvorsorge (z.B. 1 Jahresgehalt)
o Liquiditäsreserve (Jobverlust)
o number-go-up Gold im Renditeportfolio.

Funktoinen von Bitcoin
o Krisenvorsorge (z.B. 10-20% des Lebensvermögens)
o number-go-up Bitcoin (z.B. weitere 30-40% des Lebensvermögens).

Das Gold im Renditeportfolio wäre XetraGold im DeGiro oder im Captrader Wertpapierportfolio. Während Bitcoin self custody wäre. Damit könnte ich für Gold ein Wertpapierkredit zu 5-5.2% Zinsen aufnehmen aber für Bitcoin nicht.

Bitcoin zu beleihen ist unpraktikabel wegen dem größeren Drawdown und wegen dem höheren Risiko seine Bitcoin während einer Insolvenz zu verlieren. Gold lässt sich allerdings beleihen.

Darüber hinaus müsste ich deinem Konzept folgend ja bereits alle Kredite für den Kauf von BTC aufgenommen haben, d.h. die frage wäre warum ich den Kredit für den Goldkauf erst jetzt aufnehmen kann.

Ziel: Erwartungswert von Nutzten von Vermögen unter Nebenbedingungen maximieren

Das Entscheidungskriterium für den Kauf von Vermögensgegenständen lautet:
kaufe beste zusätzliche erwartete Rendite pro Einheit bindender Nebenbedingung

Ich kann gar nicht alle Kredite für Bitcoin aufnehmen, die ich von Banken erhalten kann, wenn vorher schon andere Nebenbedingungen bindend werden.

Grenze Diversifikation
Wir haben zum einen die selbstgemachte Grenze, was die Diversifikation angeht (z.B. Kelly-, oder Nutzen-Grenze). Vor zwei Jahren wäre hier bei mir sehr viel Luft gewesen aber in 4 Jahren habe ich voraussichtlich keine Luft mehr.

Grenze Drawdown
Die zweite Grenze ist die Liquiditätsrechnung. Der Mindestpunkt der Planliquidität darf 2 Nettojahresgehälter nicht unterschreiten. Der Tiefpunkt der Planliquidität liegt z.B. bei der vorzeitiger Rückzahlung diverser Konsumentenkredite im Vorfeld der Prolongation der Immobilienkredite. Eine Kreditaufnahme von 1000€ mit gleichzeitigem Kauf von 1000€ Gold verschlechtert den Liquiditätsmindestpunkt um rund 300€. Ich muss nämlich rechnen, dass mein Gold/Aktien-Portfolio auch 30% unter Hochpunkt liegen kann zum Zeitpunkt eines Liquiditäsabflusses. Bei Bitcoin rechne ich mit einem Drawdown von 100%, d.h. Kreditaufnahme von 1000€, um 1000€ Bitcoin zu kaufen kostet mich eine Verschlechterung meine Planliquidität um 1000€.
Weil die Liquiditätsrechnung lange Zeit die bindende Nebenbedingung war für den Kauf von Vermögensgegenständen war das Entscheidungskritierum für den Kauf von Vermögensgegenständen: erwartete Zusatzrendite / Drawdown

Anbei ein Beispiel für den Liquiditäsplan (y-Achse in EUR, x-Achse in Zeit).
Jeden Monat haben wir Überschüsse, die wir planmäßig in Gold und Aktien anlegen. Kurz vor größeren Zahlungsabflüssen legen sparen wir Cash in Form von Tagesgeld oder Sondertilgungen bei abzulösenden Krediten.
Manchmal werden Kredite fällig, die sich nicht rollen lassen und zu größeren Zahlungsabflüssen führen.


Wenn wir mehr Liquidität benötigen können wir erst mal statt Gold zu kaufen Kredite zurückführen. Wenn wir zu viel Liquidität haben, können wir Kredite aufnehmen.

Anbei ein Liquiditätsplan mit der Annahme, dass wir mehr Monate vor Zahlungsabflüssen aufhören Gold und Aktien zu kaufen.


Depot-Hebel & Gehaltsüberschüsse
Wenn ich Gold mit Hebel ins Renditeportfolio kaufe, dann ist der Depot-Hebel eine weitere Nebenbedingung, die bei großen Beträgen bindend wird. Der maximal-Hebel im Depot ist 10 aber ein vernünftiger Hebel liegt unter 3 (mit Rehamenkredit) oder unter 2 (ohne Rahmenkredit). Ich bekomme 2000 € Gehalt, esse für 1000 € und spare 1000 € in mein Depot. Hiervon kaufe ich z.B. für 2000 EUR Gold bei einer zusätzlichen Kreditaufnahme von 1000 €.

Was ich mir in der aktuellen Marktsituation vorstellen könnte wäre ein überschreiten der Kellygrenze bei BTC, damit ein umschichten inkl. Immobilienkauf mit Baufinanzierung und dann eben mehr zuflüsse zu Gold als es nur der Gewichtung entsprechen würde. Aber auch dann kommt die Liquidität ja eigentlich aus den BTC-Verkäufen.

oder aus unerwarteter Liquidität, bei Gehaltssteigerungen über Erwartungen oder Ausgaben unter Erwartungen
oder aus erwarteter Liquidität die in Gold statt in Bitcoin fließt, weil Bitcoin über dem Kelly-Kriterium liegt
oder du verkaufst 1000€ Bitcoin und kaufst 3000€ Gold, weil du vom Drawdown beschränkt bist

Ich frage mich also an erster stelle welche Auswirkungen der Hebel überhaupt auf die Gewichtung vom Gold im Portfolio hätte?!
Durch den Hebel können wir Kredite aufnehmen, die wir aus verschiedenen Gründen s.o. bei Bitcoin nicht aufnehmen konnten. Dadurch können wir mehr Gold kaufen bis wir eine Gold-Obergrenze erreicht haben.

Sicherheit für deine Familie, dich und deine BTC, dank der fundierten Sicherheits-Tipps der KryptoArche. Wir kaufen Bitcoin zum Vermögensaufbau oder zur Krisenvorsorge. Wir kaufen Bitcoin dezentral als Schutz vor Räubern, mit guter Historie und verwahren unsere Bitcoin sicher vor Verlust, Räubern und Dieben sowie versteckt Wir nutzen sichere Passwörter, BetriebssystemeSoftware und sufen sicher. Sicher dir deinen kostenlosen Platz auf der KryptoArche! Die Zeit läuft ab! Steig ein, bevor es zu spät ist! Gemeinsam bleiben wir immer über Wasser!
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 #9

~

Da ich eben beim lesen gemerkt habe, dass ich teilweise andere Annahmen hatte und teilweise schwer folgen konnte, lass uns nochmal einen Schritt zurück gehen und das kurz abgleichen, nicht im Detail sondern nur vom Daumenwert her.

  • Zu Beginn der Sparphase hat man Null Rücklagen und beginnt mit 100% Humankapital.
  • Aus Gehaltsüberschüssen baut man sich zuerst eine Liquiditätsreserve auf und wählt dabei die Assets mit wenig Drawdown. Sagen wir mal erst Notgroschen 3 Monatsgehälter Cash (0% Drawdown), dann 18 Monatsgehälter physisches Gold (30% Drawdown -> ca. 1 Nettojahresgehalt nach Drawdown), dann 18 Monatsgehälter Aktien (50% Drawdown -> ca. 0,75 Nettojahresgehalt nach Drawdown), Summe: 2 Nettojahresgehälter
  • Nach erreichen der individuellen Planliquidität ist die Grenze Drawdown für Gehaltsüberschüsse vorerst nicht weiter relevant. Alle weiteren Gehaltsüberschüsse fließen daher vollständig in BTC bist dort die Grenze Diversifikation erreicht ist (nehmen wir mal 60% an).
  • Um BTC Käufe vorzuziehen können optional aufgrund von "zu viel Liquidität" bereits Darlehen aufgenommen werden, allerdings führen die Zins+Tilgung zu einer Erhöhung der Ausgaben und damit der benötigten Planliquidität. Ein Teil des Darlehens fließt also in Cash/Gold (physisch)/Aktien, des Rest fließt in BTC. Bei Konsumentendarlehen mit einer Laufzeit von 4 Jahren (Volltilger) und weiterhin Liquiditätspuffer von 2 Jahren hätten wir demnach >50% Cash/Gold(physisch)/Aktien und <50% BTC. Bei 5 Jahren Laufzeit käme man vielleicht auf 60% BTC, an die Kelly-Grenze BTC wird man dadurch wohl nicht stoßen.
  • Nach erreichen der Grenze Diversifikation bei BTC dürfen Gehaltsüberschüsse nicht mehr in BTC fließen, bevor nicht andere Assets im Bestand erhöht wurden. Mit einem Depotkredit (50% des Depotbestandes), ließe sich der ursprüngliche Depotwert im Bereich 1,5x-2x Hebeln, gleichzeitig müsste aber auch der Drawdown entsprechend angepasst werden: bei 1,5x -> -75% bei 2x -> -100% Drawdown. Die Kredite verringern also die Planliquidität, erhöhen aber die Diversifizierung. Bei XetraGold im Depot gilt das so nicht. Bei einem 2x Hebel würde sich zwar der angenommende Drawdown von 30% -> 60% erhöhen, aber selbst dann würde sich die Planliquidität erhöhen: 1x (1-0,3)=0,7 vs. 2x (1-0,6)=0,8. Selbst wenn nach Darlehenszinsen nur 0,7 Liquidität übrig bleiben (also genauso viel wie ohne Hebel) dann bleibt zumindest noch der vermeintlich doppelte Diversifizierungseffekt.

Demnach wäre:
XetraGold > Aktien, die zwar beide per Depotkredit hebelbar sind, aber Aktien die Planliquidität verringern was zusätzliche Rücklagen bei Cash und Gold (physisch) erfordert.
XetraGold > physisches Gold, da der Vorteil der Hebelbarkeit überwiegt, da die Rücklagen zur Krisenvorsorge in physischem Gold bereits ausreichend hoch sind.  
An der Grenze Diversifizierung könnte demnach mit 1 EUR Liquidität ca. 0,6 EUR XetraGold (-0,3 EUR Depotkredit) + 0,7 EUR BTC gekauft werden.

Ist das so grob deine Denke @virginorange? Falls ja, dann kann ich dem (innerhalb der getroffenen Annahmen) durchaus folgen. Wink

Btw: welche Gewichtung bei Gold (physisch vs. Xetra) strebst du an und woraus ergibt sie sich (wahrscheinlich Nutzenfunktion > Kelly-Grenze?!)

 
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Last edit: February 25, 2025, 02:00:11 PM by virginorange
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 #10

Da ich eben beim lesen gemerkt habe, dass ich teilweise andere Annahmen hatte und teilweise schwer folgen konnte

Ich denke das mit meinem Buchhaltungs-Excel im Hinterkopf, also habe ich das vermutlich schlecht erklärt.

  • Zu Beginn der Sparphase hat man Null Rücklagen und beginnt mit 100% Humankapital.
  • Aus Gehaltsüberschüssen baut man sich zuerst eine Liquiditätsreserve auf und wählt dabei die Assets mit wenig Drawdown. Sagen wir mal erst Notgroschen 3 Monatsgehälter Cash (0% Drawdown), dann 18 Monatsgehälter physisches Gold (30% Drawdown -> ca. 1 Nettojahresgehalt nach Drawdown), dann 18 Monatsgehälter Aktien (50% Drawdown -> ca. 0,75 Nettojahresgehalt nach Drawdown), Summe: 2 Nettojahresgehälter
  • Nach erreichen der individuellen Planliquidität ist die Grenze Drawdown für Gehaltsüberschüsse vorerst nicht weiter relevant. Alle weiteren Gehaltsüberschüsse fließen daher vollständig in BTC bist dort die Grenze Diversifikation erreicht ist (nehmen wir mal 60% an).
  • Um BTC Käufe vorzuziehen können optional aufgrund von "zu viel Liquidität" bereits Darlehen aufgenommen werden, allerdings führen die Zins+Tilgung zu einer Erhöhung der Ausgaben und damit der benötigten Planliquidität. Ein Teil des Darlehens fließt also in Cash/Gold (physisch)/Aktien, des Rest fließt in BTC. Bei Konsumentendarlehen mit einer Laufzeit von 4 Jahren (Volltilger) und weiterhin Liquiditätspuffer von 2 Jahren hätten wir demnach >50% Cash/Gold(physisch)/Aktien und <50% BTC. Bei 5 Jahren Laufzeit käme man vielleicht auf 60% BTC, an die Kelly-Grenze BTC wird man dadurch wohl nicht stoßen.
  • Nach erreichen der Grenze Diversifikation bei BTC dürfen Gehaltsüberschüsse nicht mehr in BTC fließen, bevor nicht andere Assets im Bestand erhöht wurden. Mit einem Depotkredit (50% des Depotbestandes), ließe sich der ursprüngliche Depotwert im Bereich 1,5x-2x Hebeln, gleichzeitig müsste aber auch der Drawdown entsprechend angepasst werden: bei 1,5x -> -75% bei 2x -> -100% Drawdown. Die Kredite verringern also die Planliquidität, erhöhen aber die Diversifizierung. Bei XetraGold im Depot gilt das so nicht. Bei einem 2x Hebel würde sich zwar der angenommende Drawdown von 30% -> 60% erhöhen, aber selbst dann würde sich die Planliquidität erhöhen: 1x (1-0,3)=0,7 vs. 2x (1-0,6)=0,8. Selbst wenn nach Darlehenszinsen nur 0,7 Liquidität übrig bleiben (also genauso viel wie ohne Hebel) dann bleibt zumindest noch der vermeintlich doppelte Diversifizierungseffekt.

Ich denke du hast hier schon einen sehr guten Plan zusammengestellt.

Die Konsumentenkredite würde ich lieber lang (z.B. 10 Jahre) wählen. Hier hat man eine größere Chance bei Bitcoin/Gold/Aktien nach Kreditkosten im Plus zu landen. Auch ist die monatliche Belastung geringer, was die Banken freut und dir ermöglicht dank geringerer Kreditraten mehr Assets zu kaufen.

Eine weitere Idee wäre, direkt nach der Probezeit vor dem Aufbau des Liquiditätspuffers den Konsumentenkredit zu maximieren. Angenommen nach der Probezeit haben wir ein Gehalt von 3000€ pro Monat, Sparraten von 1500€ im Monat, und ein Nettovermögen von 1500€ * 6 Monate = 9.000 EUR. Damit haben wir einen Liquiditätspuffer von 6 Monaten Cash.
Wir können uns eine Annuität von 1000€ im Monat (= 100.000 EUR Konsumentenkredit mit einer Laufzeit von 10 Jahren) leisten. Unser Liquiditäspuffer sollte bei 24*(1500€ Essen/Miete + 1000€ Annuität) = 60.000 EUR liegen. Wir kaufen daher 85.700 EUR Gold/Aktien als Liquiditätspuffer (weil 85.7k*70% = 65k) und stecken 14.300 EUR Kreditrest + 9.000 EUR Ersparnisse in Bitcoin.
Anschließend kaufen wir (bei gleichbleibenden Gold/Aktienpreisen) jeden Monat 500€ Bitcoin (Gehalt-Essen/Miete-Annuität). Wenn der Goldpreis stärker steigt als die Ausgaben für Essen/Miete, dann können wir Gold/Aktien entsprechend verkaufen und mehr als 500€ Bitcoin kaufen. Wenn der Goldpreis sinkt, dann kaufen wir weiterhin für 500€ pro Monat Bitcoin, denn der Drawdown wird vom IST-Preis berechnet sondern vom Preis am Hochpunkt.
Wenn wir Glück haben, dann liegen Gold/Aktien bereits bei Kreditaufnahme unter Hochpunkt. Wenn wir 10% unter Hochpunkt liegen, dann müssen wir nur noch 81.250 EUR Aktien/Gold (=65k/80%) kaufen.
Die frühe Kreditaufnahme füllt unsere Liquiditäskasse früher und erhöht unseren Ertrag ebenfalls.

Ich würde erst Xetra-Gold kaufen und später physisches Gold. Die Spanne zwischen Ankauf- und Verkaufspreis ist bei physischen Gold deutlich höher. Die die persönliche Krise (Arbeitslosigkeit) kannst du XetraGold günstiger verkaufen. Für die Gesellschaftskrise hast du ja schon Bitcoin. Vielleicht kannst du auch dein Gold 50% physisch und 50% XetraGold aufteilen. Physisches Gold ist aber wenig liquide. Außerdem musst du deine Adresse beim Verkauf offen legen.

XetraGold > Aktien, die zwar beide per Depotkredit hebelbar sind, aber Aktien die Planliquidität verringern was zusätzliche Rücklagen bei Cash und Gold (physisch) erfordert.

XetraGold > Aktien, wegen der besseren erwarteten Nachsteuerrendite von XetraGold. Aktien und Gold haben historisch einen Drawdown von ca. 50% alleine und in Mischung aufgrund der Diversifikation von ca. 25% (und mit Sicherheitspuffer von 30%). Der Zweck von Aktien (wobei ich hier für das Liquiditätsportfolio Value-Aktien bevorzugen würde) ist den Drawdown von Gold zu verringern.

XetraGold > physisches Gold, da der Vorteil der Hebelbarkeit überwiegt, da die Rücklagen zur Krisenvorsorge in physischem Gold bereits ausreichend hoch sind.  
XetraGold gibt dir Hebel und Liquidität. Physisches Gold gibt dir Krisenschutz für gesellschaftliche Krisen.

An der Grenze Diversifizierung könnte demnach mit 1 EUR Liquidität ca. 0,6 EUR XetraGold (-0,3 EUR Depotkredit) + 0,7 EUR BTC gekauft werden.
Szenario 1: Ich habe nun statt geplant 1500€ nur 1499€ ausgegeben und daher 1€ mehr gespart als erwartetet. Wir haben uns entschieden maximal 70% unseres Lebensvermögens in Bitcoin zu stecken. Diese Grenze haben wir bereits erricht. Also kaufe ich 0,7 EUR Bitcoin, für 0,6 EUR XetraGold und nehme 0,3 EUR Depotkredit auf.

Szenario 2: Irgenwann haben wir so viel Gold, dass wir auch Aktien kaufen müssen, sonst würde der Drawdown von historisch 25% zu stark ansteigen (auf ca. 50% bei 100% Goldanteil), dann würde ich 0,3 EUR XetraGold und 0,3 EUR Aktien kaufen.

Szenario 3: Wenn der Zufluss von 1€ durch Alterung entsteht (1500€ Überschuss pro Monat = 1€ pro halbe Stunde), dann wird dieser Zufluss an Liquidität kompensiert durch ein geringeres Humankapital von rund 1€. Hier würden wir bei erreichter Bitcoin-Grenze Gold i.H.v. 2€ kaufen mit einem Kredit i.H.v. 1€.

Szenario 4: Du hast nur 20% Bitcoin und wenig Liquidität. Wenn der Liquiditätstiefpunkt nicht heute ist, sondern aufgrund fälliger Kredite z.B. 2029, dann kann ein dauerhafter Zufluss von 1€ (Gehaltserhöhung, Kindergelderhöhung, Dividende vom Dividendenaristokraten) einen Effekt von heute mehr als 10 EUR haben. Die zukünftig erwarteten Zuflüsse steigern das Liquiditäsminimum im Jahre 2029, sodass du heute z.B. 20€ Gold verkaufen kannst du dafür 20€ Bitcoin kaufen kannst.  

Ist das so grob deine Denke @virginorange? Falls ja, dann kann ich dem (innerhalb der getroffenen Annahmen) durchaus folgen. Wink

Ich konnte dir gut folgen, du konntest aus meinem Wirr-war noch was vernünftiges basteln.  Grin
Wenn ich etwas genauer erläutern sollte, dann gerne nachfragen.

Btw: welche Gewichtung bei Gold (physisch vs. Xetra) strebst du an und woraus ergibt sie sich (wahrscheinlich Nutzenfunktion > Kelly-Grenze?!)

Gold-Maximum
Das ist eine sehr gute Frage, die ich noch gar nicht beantworten kann.

Meine Gold-Allokation liegt aktuell bei kleiner 5% und der Hebel im Depot ist auch sehr gering bei ca. 5%. Also stellt sich die Frage noch nicht. Die Goldstrategie entwickle ich gerade noch insbesondere mit dem wertvollen Feedback aus diesem Forum. Ich muss selbst noch meine Bitcoin-Obergrenze festlegen  Grin.

Aus dem Bauch heraus würde ich sagen 10% in einem Gehebelten Gold/Aktienprodukt und 20% insgesamt an Gold wären auf jeden Fall möglich.


@MaxMueller
Was hältst du von folgenden Bitcoin-Obergrenzen

Topf Hodl-forever:
o Kauf bei Trend + kleiner 300 Tagen
o unbegrenzter Zeithorizont
o Berechnungsmethode: Kelly-10Jahre (= ca. 50% Lebensvermögen)

Topf trade-cyclepeak:
o Kauf bei Trend + kleiner 300 Tagen
o Verkauf sukzessive ab Trend +300 Tage
o Kelly-4Jahre = ca. 65% Lebensvermögen (15% extra)

Topf trade-bargin:
o Kauf zu bei 0.3 unter Trend
o Verkauf zu Trend
o Berechnungsmethode: Verkauf zu Trend
o Berechnungsmethode:  Kelly-2Jahre* = ca. 80% Lebensvermögen (15% extra)

*Hier müsste ich nochmal ausrechnen welcher Zeithorizont realistisch ist.

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February 25, 2025, 04:00:17 PM
Merited by 1miau (2), virginorange (2)
 #11

Prinzip verstanden und soweit von der Grundidee her auch plausibel für mich.
 
Eine weitere Idee wäre, direkt nach der Probezeit vor dem Aufbau des Liquiditätspuffers den Konsumentenkredit zu maximieren. Angenommen nach der Probezeit haben wir ein Gehalt von 3000€ pro Monat, Sparraten von 1500€ im Monat, und ein Nettovermögen von 1500€ * 6 Monate = 9.000 EUR. Damit haben wir einen Liquiditätspuffer von 6 Monaten Cash.
Wir können uns eine Annuität von 1000€ im Monat (= 100.000 EUR Konsumentenkredit mit einer Laufzeit von 10 Jahren) leisten.

Eine Detailstufe tiefer würde ich nochmal die Annahmen kurz validieren.... Bei 100k Darlehen als Volltilger über 10 Jahre mit einer Rate von 1000€ komme ich auf 3,8% effektiven Jahreszins. Ist das ein Daumenwert aus dem Bauch heraus oder ein aktueller Wert von dir? Bei letzterem würde mich interessieren wo es das gibt.... (Bisher waren Konsumkredite immer "böse" für mich und ich hab mich da nie informiert, aber der Zins scheint mir eher in der Region Modernisierungsdarlehen mit vorhandener Grundschuld, sprich zu niedrig)

Thema Depotkredit für XetraGold / Aktien / ETF würde mich auch interessieren ob du da schon eigene Erfahrungen gemacht hast bzw. bei welchem Anbieter du ggf. bist. Ich kenne Depotkredite bislang nur von Scalable Capital bzw. der Baader Bank, über die das Gerd Kommer Weltportfolio in Kooperation mit Scalable Capital läuft. Hier Aktien und XetraGold unter einen Hut zu bringen und als einen Block zu betrachten (was im Hinblick auf den gemeinsamen Drawdown ja Sinn macht) finde ich plausibel. Auswahlkriterium für den passenden Anbieter wäre dann im Grunde die Möglichkeit des Depotkredites und die Einwertung des Depotbestandes als Sicherheit (möglichst hohe Bewertung = hoher Kreditrahmen).





Aus dem Bauch heraus würde ich sagen 10% in einem Gehebelten Gold/Aktienprodukt und 20% insgesamt an Gold wären auf jeden Fall möglich.

10% XetraGold + 10% physisches Gold erscheint mir angesichts deiner Bitcoinquote fast ein wenig hoch. Ich vermute mal, da kommen dann nur noch max 10% Aktien/ETFs und das selbst genutzte Eigenheim bleibt außen vor?!



@MaxMueller
Was hältst du von folgenden Bitcoin-Obergrenzen

Topf Hodl-forever:
o Kauf bei Trend + kleiner 300 Tagen
o unbegrenzter Zeithorizont
o Berechnungsmethode: Kelly-10Jahre (= ca. 50% Lebensvermögen)

Topf trade-cyclepeak:
o Kauf bei Trend + kleiner 300 Tagen
o Verkauf sukzessive ab Trend +300 Tage
o Kelly-4Jahre = ca. 65% Lebensvermögen (15% extra)

Topf trade-bargin:
o Kauf zu bei 0.3 unter Trend
o Verkauf zu Trend
o Berechnungsmethode: Verkauf zu Trend
o Berechnungsmethode:  Kelly-2Jahre* = ca. 80% Lebensvermögen (15% extra)

*Hier müsste ich nochmal ausrechnen welcher Zeithorizont realistisch ist.


Die Unterteilung in mehrere Töpfe bzw. Kelly-Zeiträume scheint mir wie gesagt unplausibel. Im Endeffekt würde wäre dein BTC-Exposure im Bärenmarkt bei 80% und falls BTC dann scheitert sind halt 80% weg und nicht nur 50% (hodl) oder 65% (zyklustrading). Insofern sehe ich da einen logischen Bruch.

Andererseits finde ich das Kellykriterium fürs Rebalancing sehr spannend, weil es direkt mit dem Trend-Preis zusammenhängt. Steigt bei Kelly-4J der Kurs auf Trend+1000 Tage dann bricht die BTC Allokation dramatisch ein, was den Verkauf im Bullen aufgrund der Kursgewinne noch verstärkt. Als Handelswerkzeug ist das also schon spannend um einerseits die maximale Allokation zu bestimmen und andererseits gleich noch eine Regel fürs Rebalancing zu haben.
Ich würde aber bei einem Kellyzeitraum bleiben. Ein monatliches / quartalsweises Kelly-4J würde ja vermutlich auch schon dazu führen, dass du im Bären auf ca. 50-65% aufstockst und dann in der Erholung allein aufgrund der Kursgewinne bei Trend bzw. Trend+300 Tage schon ordentlich was verkaufen kannst um das Gleichgewicht wieder herzustellen.



Spannend für den Faden hier wäre aber noch, wie man die Gewichtung von Gold evidenzbasiert herleiten kann. Wahrscheinlich noch am ehesten über die Volatilität bzw. volatilitätsgewichtete Renditeerwartung. Aber diese Betrachtung müsste ja dann eigentlich auch den Hebel ausspucken, aus meiner Sicht aber wie gesagt eher ein Hebel aufs Gesamtportfolio als Ergebnis als und kein Hebel auf Gold als eine Eingangsvariable.

 
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February 25, 2025, 04:56:21 PM
 #12

Eine Detailstufe tiefer würde ich nochmal die Annahmen kurz validieren.... Bei 100k Darlehen als Volltilger über 10 Jahre mit einer Rate von 1000€ komme ich auf 3,8% effektiven Jahreszins. Ist das ein Daumenwert aus dem Bauch heraus oder ein aktueller Wert von dir? Bei letzterem würde mich interessieren wo es das gibt.... (Bisher waren Konsumkredite immer "böse" für mich und ich hab mich da nie informiert, aber der Zins scheint mir eher in der Region Modernisierungsdarlehen mit vorhandener Grundschuld, sprich zu niedrig)

realistische Kreditkonditionen Konsumentenkredit
Mit aktuellen Kreditkonditionen komme ich bei einer Rate von 1000€ pro Monat Volltilger auf 97k Darlehnssumme, Modernisierungskredit nicht Grundschuldbesichert. Der Effektivzins liegt bei 4,48% mit einer Anfangstilgung von knapp 8%. Das sind tatsächlich aktuell gehandelte Kreditzinsen ohne Ausschreibung über einen Kreditvermittler, Fillialbank, Kunde mit mehreren bereits bestehenden Konsumentenkrediten.

Thema Depotkredit für XetraGold / Aktien / ETF würde mich auch interessieren ob du da schon eigene Erfahrungen gemacht hast bzw. bei welchem Anbieter du ggf. bist. Ich kenne Depotkredite bislang nur von Scalable Capital bzw. der Baader Bank, über die das Gerd Kommer Weltportfolio in Kooperation mit Scalable Capital läuft. Hier Aktien und XetraGold unter einen Hut zu bringen und als einen Block zu betrachten (was im Hinblick auf den gemeinsamen Drawdown ja Sinn macht) finde ich plausibel. Auswahlkriterium für den passenden Anbieter wäre dann im Grunde die Möglichkeit des Depotkredites und die Einwertung des Depotbestandes als Sicherheit (möglichst hohe Bewertung = hoher Kreditrahmen).

realistische Kreditkonditionen Depot
Captrader 5.2%, Degiro (mit Zuteilung) 5%, Interactive Brokers 3.7-4.2%
Captrader (Reseller von Interactive Brokers) hat aber bessere Margen als Degiro, d.h. du kannst höhere Hebel fahren. Auch die ganze Plattform ist viel professioneller.
Interactive Brokers lohnt sich mit einem größeren Depotvolumen, was bei mir noch nicht gegeben ist. (ToDo: ist das noch so?)

10% XetraGold + 10% physisches Gold erscheint mir angesichts deiner Bitcoinquote fast ein wenig hoch. Ich vermute mal, da kommen dann nur noch max 10% Aktien/ETFs und das selbst genutzte Eigenheim bleibt außen vor?!

Was sind 100%?
Die %-Angaben beziehen sich auf das Nettovermögen ohne Schulden. Das Bruttovermögen ist dann z.B. 140% vom Nettovermögen. Plus ich bewerte Immobilien mit einem Liegenschaftszins von 3.5% (anstatt 1% am Markt, weil 3.5% fair wären angesichts des aktuellen Zinsniveaus und meiner Dauerhalteabsicht) und die Instandhaltungskosten mit 20€ statt 8-12€ pro Quadratmeter und Jahr (neue Immobilien sind teurer, weil die Technik teurer ist und häufiger ausfällt, das übersieht der Gutachterausschuss meiner Meinung nach). Die Bank macht die Kreditvergabe allerdings nach Marktwerten, sodass die Beleihung der Immobilien in meiner privaten Bilanz über 100% ist.



Die Unterteilung in mehrere Töpfe bzw. Kelly-Zeiträume scheint mir wie gesagt unplausibel. Im Endeffekt würde wäre dein BTC-Exposure im Bärenmarkt bei 80% und falls BTC dann scheitert sind halt 80% weg und nicht nur 50% (hodl) oder 65% (zyklustrading). Insofern sehe ich da einen logischen Bruch.

Andererseits finde ich das Kellykriterium fürs Rebalancing sehr spannend, weil es direkt mit dem Trend-Preis zusammenhängt. Steigt bei Kelly-4J der Kurs auf Trend+1000 Tage dann bricht die BTC Allokation dramatisch ein, was den Verkauf im Bullen aufgrund der Kursgewinne noch verstärkt. Als Handelswerkzeug ist das also schon spannend um einerseits die maximale Allokation zu bestimmen und andererseits gleich noch eine Regel fürs Rebalancing zu haben.
Ich würde aber bei einem Kellyzeitraum bleiben. Ein monatliches / quartalsweises Kelly-4J würde ja vermutlich auch schon dazu führen, dass du im Bären auf ca. 50-65% aufstockst und dann in der Erholung allein aufgrund der Kursgewinne bei Trend bzw. Trend+300 Tage schon ordentlich was verkaufen kannst um das Gleichgewicht wieder herzustellen.

Der Vorteil vom einem Kelly-Kriterium wäre auch operativ. Sonst sucht man sich ja nach Laune sein Kriterium aus.

Bevor ich deine Antwort gelesen habe, hatte ich bereits ein kurzes Kelly-Kriterium berechnet:



Strategie: Wenn wir Bitcoin bei 0,3 unter Trend kaufen, dann dauert es durchschnittlich 218 Tage zum Trend zurückzukehren.
Die Streuung ist hier aber groß. Wenn ich Pech habe kaufe zu Trend -0,3 und muss 2-3 Jahre warten bis wir zu Trend zurückkehren. Diese Streuung möchte ich negativ berücksichtigen, deswegen gewichte ich alle historischen Fälle, wo es länger als ein Jahr dauert zum Trend zurückzukehren, mit dem 4-fachen Gewicht. Damit erhöht sich der gewichtete Durchschnitt auf 404 Tage.

Lindy & Kelly
Lindy-Überlebenswahrscheinlichkeit bei 217 Tagen = aktuell 96.4%
Lindy-Überlebenswahrscheinlichkeit bei 404 Tagen = aktuell 93.4%
Kelly-Allokation bei 217 Tagen = aktuell 90.4%
Kelly-Allokation bei 404 Tagen = aktuell 81,2%

Immer dann wenn Bitcoin scheitert, wird der Bitcoinpreis zuvor unter Trend gewesen sein.
Wenn wir also schon unter 0,3 Trend sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin scheitert ggü. Lindy-Kriterium erhöht. Gefühlt doppelt* so hoch. Ich passe deswegen die Lindy-Überlebenswahrscheinlichkeit an

Lindy angepasst & Kelly
Angepasste Lindy-Überlebenswahrscheinlichkeit = (Lindy-Überlebenswahrscheinlichkeit)^2
Angepasste Lindy-Überlebenswahrscheinlichkeit bei 217 Tagen = aktuell 92,9%
Angepasste Lindy-Überlebenswahrscheinlichkeit bei 404 Tagen = aktuell 87,2%
Kelly-Allokation bei 217 Tagen = aktuell 85,6%
Kelly-Allokation bei 404 Tagen = aktuell 72,2%

* Wenn man erwartet, der Bitcoin eine Ausfallwahrschienlichkeit von 10% über einen bestimmten Zeitraum hat.
Aber alle Ausfälle finden statt, wenn Bitcoin unter Trend ist und keine Ausfälle finden statt, wenn Bitcoin über Trend ist, dann wäre die Ausfallwahrscheinlichkeit unter Trend rund 20% und über Trend 0%. So extrem wird es nicht sein, aber die Ausfallwahrscheinlichkeit bedingt wir liegen 0,3 unter Trend ist sicherlich höher als die unbedingte Ausfallwahrscheinlichkeit gemäß Lindy-Kriterium.
Der Bitcoinpreis ist 57% der Zeit unter Trend und 42,9% der Zeit sogar mindestens 0,3 niedriger als Trend. Wenn wir zu streng annehmen würden alle Ausfälle über den Prognosehorizont finden statt bei einem Bitcoinpries von Trend - 0.3 und keine Ausfälle finden statt bei einem Preis von mehr als -0.3 dann wäre die bedingte Ausfallwahrscheinlichkeit 1/43% = 2,3x erhöht ggü. Lindy. Keine Ausfälle über Trend -0,3 zu erwarten ist zu streng. Mehr als eine Verdopplung der Ausfallwahrscheinlichkeit ist nicht erforderlich.


Die absolute Untergrenze für die Handelsregel (Kaufe zu Trend -0.3, Verkaufe zu Trend) ist eine Bitcoin Allokation von 72,2%
(hier sind wir bei der Überlebenswahrscheinlichkeit ziemlich streng und auch bei den Tagen Haltedauer). Wahrscheinlich liegt das Optimum zwischen 72,2% und 85,5%, gerundet 75%-80%, oder als Einzelgrenze 82,5%.


Wenn Bitcoin scheitert, hätte man natürlich 82.5% verloren. Das ist vermutlich nicht Nutzten-maximierend. Also müssen wir wohl auf 75% begrenzen.



Spannend für den Faden hier wäre aber noch, wie man die Gewichtung von Gold evidenzbasiert herleiten kann. Wahrscheinlich noch am ehesten über die Volatilität bzw. volatilitätsgewichtete Renditeerwartung. Aber diese Betrachtung müsste ja dann eigentlich auch den Hebel ausspucken, aus meiner Sicht aber wie gesagt eher ein Hebel aufs Gesamtportfolio als Ergebnis als und kein Hebel auf Gold als eine Eingangsvariable.

Da muss ich mir noch Gedanken machen.

Sicherheit für deine Familie, dich und deine BTC, dank der fundierten Sicherheits-Tipps der KryptoArche. Wir kaufen Bitcoin zum Vermögensaufbau oder zur Krisenvorsorge. Wir kaufen Bitcoin dezentral als Schutz vor Räubern, mit guter Historie und verwahren unsere Bitcoin sicher vor Verlust, Räubern und Dieben sowie versteckt Wir nutzen sichere Passwörter, BetriebssystemeSoftware und sufen sicher. Sicher dir deinen kostenlosen Platz auf der KryptoArche! Die Zeit läuft ab! Steig ein, bevor es zu spät ist! Gemeinsam bleiben wir immer über Wasser!
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February 25, 2025, 07:47:20 PM
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 #13

realistische Kreditkonditionen Konsumentenkredit
[..]

Ja, die 4,48% eff. Zins kommen mir gleich viel realistischer vor. Spannend, dass 3,8% -> 4,48% bei der Darlehenssumme nur 3.000 EUR Unterschied macht (100k -> 97k).

realistische Kreditkonditionen Depot
[..]

Die Baader-Bank liegt beim Geldmarktsatz 3-Monats-Euribor +3%, aktuell also rund 5,5%.
Zu Interactive Brokers hab ich diese Staffelung gefunden, allerdings sind das ja dann schon sehr große Depotvolumen die wohl eher niemals für Normalsterbliche zu erreichen sind.

Was sind 100%?
Die %-Angaben beziehen sich auf das Nettovermögen ohne Schulden. Das Bruttovermögen ist dann z.B. 140% vom Nettovermögen.

Ganz wichtiger Punkt, den ich bisher nicht so verstanden hatte. Also die 50%/65%/80% bei BTC wären dann nach folgendem (exemplarischen) Schema:
65% BTC, 20% Aktien, 10% XetraGold, 10% Gold (physisch), 35% Immobilie, -40% Baufinanzierung

Lindy & Kelly

An der Stelle hab ich eben gemerkt dass ich die letzten Tage Kelly & Lindy verwechselt habe. Werd mir das morgen nochmal anschauen, aber heute bin ich schon zu "durch".

 
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February 26, 2025, 07:53:57 AM
 #14

Zu Interactive Brokers hab ich diese Staffelung gefunden, allerdings sind das ja dann schon sehr große Depotvolumen die wohl eher niemals für Normalsterbliche zu erreichen sind.

Ich selbst bin nicht bei IB sondern bei Captrader, allerdings sollte ich in den kommenden 1-2 Jahren bei IB ein Depot eröffnen. Der Zins von 4.2% bei IB liegt 0,8% unter Degiro. Dafür liegt die Depotgebühr unter 100k bei 120€ pro Jahr. 120€/0,8% = 15k. Wir sparen 15k, nehmen 15k Kredit auf und kaufen 30k Gold. 15k ist auch für Normalsterbliche machbar.

Irgendwann sind wir dann bei 100k und die Depotgebühr fällt weg und ab 90k Kredit gehen die Zinsen runter.  



Ganz wichtiger Punkt, den ich bisher nicht so verstanden hatte. Also die 50%/65%/80% bei BTC wären dann nach folgendem (exemplarischen) Schema:
65% BTC, 20% Aktien, 10% XetraGold, 10% Gold (physisch), 35% Immobilie, -40% Baufinanzierung

genau

100% sind das Nettolebensvermögen = 130% Vermögen - 30% Schulen = 0% Cash, 4% liquides Gold, 4% liquide Aktien, 60% Rendite-Portfolio, 62% illiquides Portfolio, -30% Schulden.

Ich habe mich allerdings für eine Aggregation nach Zweck entschieden:
o Cash = alle Girokonten + alle Tagesgeldkonten - [auf den Konten benötigter Bodensatz]*
*Damit Lastschriften zuverlässig eingezogen werden können ohne Verwaltungsaufwand müssen Konten eine Mindestliquidität haben (z.B. 1000€), die nicht angelegt werden kann.

o liquides Gold = XetraGold + ein Teil vom physischen Gold
o liquide Aktien = Aktien in Depots ohne russische Aktien (Grund illiquide) und ohne MSTR (muss ins Rendite-Portfolio)
o Liquidität = Cash + (liquides Gold + liquide Aktien)*(1 - 30.2% + aktueller Drawdown)

o Rendite-Portfolio = Bitcoin + MSTR + gehebelt Gold

o illiquides Portfolio = Immobilien (z.B. 35%) + Humankapital (z.B. 20%) + Langzeitkonto Job (z.B. 2%) + Riester (z.B. 1%) + russische Aktien (z.B. 0.1%) + illiquides Gold (z.B. 4%) + illiquide Working Capital Kasse (z.B. 1%) + geleistete Kautionen

o Bank-Schulden = grundpfandrechtlich besicherte Schulen + Modernisierungs/Konsumentenkredite + Rahmenkredit + Depotkredite
o andere Schulden = erhaltene Kautionen + intra-familiäre Verbindlichkeiten

Gold kann als Xetra-Gold in der Liquiditätsreserve liegen oder als illiquide Goldmünze aus dem Jahr 2010 wo man den Anschaffungsbeleg leider verloren hat im illiquiden Portfolio oder als Teil der Gold-Hebelstrategie im Rendite-Portfolio.

Ein EUR auf dem EUR-Konto kann als Bodensatz für Lastschriften im illiquiden Portfolio sein, bei Überschreitung des Bodensatzes in der Kasse, oder bei einen negativen Kontosaldo als Bankkredit.

Wenn ich auf meine Bilanz schaue, dann habe ich Töpfe mit Funktionen, die zusammengefasst sind anhand der Kriterien (i) Liquidität und (ii) Rendite vs. Drawdown. Die Liquiditätstöpfe der Bilanz dienen dann u.a. als Eingabe für die Liquiditäsrechnung. Der Rendite-Topf (aktuell noch ohne Gold) dient als Eingabe für die Diversifikations-Rechnungen und die Ertragserwartungsrechnung.

Cash-Topf
+ kein Drawdown, voll Liquiditäswirksam anrechenbar
- kostet mich 6.5% pro Jahr

Aktien/Gold-Liquidität
o 30% Drawdown, überwiegend Liquiditäswirksam anrechenbar
o kostenlos

Rendite-Topf
- darf 100% Drawdown haben
+ soll maximale Rendite erwirtschaften

illiquider Topf
- wenig Rendite
- trotzdem nicht liquide, aber teilweise andere nützliche Eigenschaften

An der Stelle hab ich eben gemerkt dass ich die letzten Tage Kelly & Lindy verwechselt habe.

Lindy: Überlebenswahrscheinlichkeit = f(Alter)
Kelly: Positionsgröße =f(Überlebenswahrscheinlichkeit, Überrendite)

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February 26, 2025, 10:38:35 AM
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 #15

Irgendwann sind wir dann bei 100k und die Depotgebühr fällt weg und ab 90k Kredit gehen die Zinsen runter.  

Kleine Anmerkung dazu: für die 90k Kredit bleiben die Zinsen bei 4,2% nur der darüber hinaus gehende Betrag wird dann mir 3,7% verzinst. Das gleiche bei der nächsten Stufe bei 900k. Um in Summe auf 3,7% zu kommen müsste man also 1.080.000 EUR Kredit haben. Aber das nur als Randbemerkung.



@MaxMueller
Was hältst du von folgenden Bitcoin-Obergrenzen

Topf Hodl-forever:
o Kauf bei Trend + kleiner 300 Tagen
o unbegrenzter Zeithorizont
o Berechnungsmethode: Kelly-10Jahre (= ca. 50% Lebensvermögen)

Topf trade-cyclepeak:
o Kauf bei Trend + kleiner 300 Tagen
o Verkauf sukzessive ab Trend +300 Tage
o Kelly-4Jahre = ca. 65% Lebensvermögen (15% extra)

Topf trade-bargin:
o Kauf zu bei 0.3 unter Trend
o Verkauf zu Trend
o Berechnungsmethode: Verkauf zu Trend
o Berechnungsmethode:  Kelly-2Jahre* = ca. 80% Lebensvermögen (15% extra)

*Hier müsste ich nochmal ausrechnen welcher Zeithorizont realistisch ist.


100% sind das Nettolebensvermögen = 130% Vermögen - 30% Schulen = 0% Cash, 4% liquides Gold, 4% liquide Aktien, 60% Rendite-Portfolio, 62% illiquides Portfolio, -30% Schulden.

Bei BTC Preis 0.3 unter Trend springt deine Kelly-Quote gem. den 3 Töpfen oben von ~65% auf 80%. Entsprechend dem dargestellten Gesamtportfolio kann eine Erhöhung der BTC-Quote schnell nur über neue Schulden erfolgen oder durch langsames Umschichten über die Zeit aus dem illiquiden Portfolio (Humankapital). Gegen ein langsames umschichten quasi per Sparplan in BTC gäbe es wohl nichts einzuwenden, aber ich sehe nicht, dass man dadurch innerhalb von maximal 2-3 Jahren 15% seines Nettolebensvermögens zusammen bekommt. Außerdem hätte man dann wohl die überwiegende Zeit große Abweichungen von der Zielallokation, was das Monitoring und ggf. andere Finanzentscheidungen verkompliziert. Ein schnelles Rebalancing auf 80% per Schuldenaufnahme wirft die Frage auf wie man mit weiterem Kursverfall umgeht. Gibt es bei 0.4 und 0.5 und 0.6 unter Trend erneutes Rebalancing um die Quote ~80% zu halten? Wäre das über Schulden Überhaupt machbar? Und was wenn BTC dann tatsächlich scheitert? Mir persönlich wäre die Quote zu hoch und zu viel Klumpenrisiko, egal wie hoch die erwartete Rendite ist...



Cash-Topf
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Aktien/Gold-Liquidität
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Rendite-Topf
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+ soll maximale Rendite erwirtschaften

illiquider Topf
- wenig Rendite
- trotzdem nicht liquide, aber teilweise andere nützliche Eigenschaften

Soweit verstanden. Aus meiner Sicht können wir bei der Liquiditätsbetrachtung die Anforderungen ein Stück weit aus den "Krisenszenarien" ableiten. Ich würde das daher mal wie folgt umsortieren:

Cash-Topf: 6-12 Monatsgehälter Finanzpuffer für kurzfristige (auch größere) Schwankungen z.B. Autokauf
Liquiditäts-Topf (persönliche Krisen): nochmal 18-24 Monatsgehälter in liquide Aktien/Gold als Reserve für Jobverlust, Unfall, etc.
Liquiditäts-Topf (gesellschaftliche Krisen): 6-12 Monatsgehälter Gold (physisch) + Hodl BTC, falls man das Land dauerhaft verlassen muss
Rendite-Portfolio: liquide Aktien/Gold gehebelt + BTC (Zyklustrading?)
Illiquides-Portfolio: im wesentlichen Altersvorsorge (z.B. selbstgenutztes Haus am See, lastenfrei + Bildung/Gesundheitsvorsorge (Humankapital) für einen glücklichen Lebensabend in Frieden und Wohlstand)

Wenn du damit konform gehst hätte ich noch zwei Anpassungen über deren Sinnhaftigkeit wir gerne diskutieren können.
1. Aufnahme von vermieteten Immobilien in den Liquiditäts-Topf (persönliche Krisen): finanzierte und teilweise abbezahlte Immobilien eignen sich a.h.S. am besten um Anpassungen im Liquiditätsbedarf vorzunehmen. Sowohl als Quelle/Senke für kurzfristige Liquidität (Modernisierungskredit/Sondertilgung) als auch für mittelfristige Liquidität (Anpassung der Tilgung nach oben/unten). Das Preisschild für die Flexibilität wäre aber wahrscheinlich eine eher "niedrige" Beleihung (40-60%) und eine "hohe" (Sonder-)Tilgung (~4%). Dann aber hätte man einen entsprechend größeren "Puffer" um Einnahmen/Ausgaben z.B. aus dem BTC-Zyklustrading zu glätten.

2. die liquiden Aktien/Gold des Liquiditäts- bzw. Rendite-Topfes können a.h.S. durchaus beim selben Anbieter im selben Depot liegen. Letztlich könnten Sie dann zusammen den Spielraum für einen Depotkredit vergrößern, wobei die Gewichtung der Töpfe zueinander den maximalen Hebel ergibt (50% Liquidität mit 1x + 50% Rendite mit 3x ergibt maximal zulässigen Hebel von 2x). Für das Thema Depotkredit dürfte das also einen deutlich positiven Einfluss haben. Ich bin mir allerdings aufgrund der Fremdverwahrung unschlüssig ob es bei der Größenordnung ggf. nicht schon Sinn machen würde auf mehrere Anbieter zu streuen.

 
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Last edit: March 07, 2025, 04:06:14 PM by virginorange
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 #16

Kleine Anmerkung dazu: für die 90k Kredit bleiben die Zinsen bei 4,2% nur der darüber hinaus gehende Betrag wird dann mir 3,7% verzinst.

Die Zinsen liegen bei 4.2% mit der Aussicht irgendwann (bei über 90k Kredit) mit zusätzlichem Kredit auf 3.7% zu kommen. Beides ist locker unter M2-Wachstum.

Bei BTC Preis 0.3 unter Trend springt deine Kelly-Quote gem. den 3 Töpfen oben von ~65% auf 80%.

mehrere Grenzen - dich stoppt die erste Grenze
Man bleibt beschränkt durch die Nutztengrenze (75%-Bitcoinanteil gemessen zum maximalen Bitcionpreis). Die kurzfristige Liquidität (Cash) und die langfristige Liquidität (minimum Drawdown).

Entsprechend dem dargestellten Gesamtportfolio kann eine Erhöhung der BTC-Quote schnell nur über neue Schulden erfolgen oder ...

Schulden lösen die kurzfristige Liquiditätsgrenze. +1 EUR Schulden = +1 EUR Bitcoinkäufe

Die Schulden müssen aber wieder zurückbezahlt werden, bevor ich die Immobilienkredite rollen kann. Diese Rückzahlung erfolgt durch Verkäufe von Aktien & Gold zum angenommenen maximalen Drawdown von 30%. +1 EUR Schulden = -1 EUR minimum-Liquiditätspunkt im Jahr 202X. Die Aufnahme von Schulden ist nur möglich, wenn ich genügend Aktien und Gold habe, die ich in der Liquiditätskasse zu viel habe.

Warum verkaufe ich dann nicht Aktien und Gold statt Schulden aufzunehmen? Normalerweise werde ich hier lieber Aktien verkaufen anstatt Schulden aufzunehmen. Ausnahme: Die Aktien sind X00% im Plus und ich muss sehr viel Kapitalertragssteuer zahlen. Wenn der Ertrag aus der gestundeten Kapitalertragssteuer höher ist als der Zinsaufwand, dann nehme ich mehr Kredite auf statt Aktien zu verkaufen.

I.d.R. ist der Mindestliquiditätspunkt zum Rollen der Immobilienkredite die Nebenbedingung die mich hindert mehr Bitcoin zu kaufen.

Außerdem hätte man dann wohl die überwiegende Zeit große Abweichungen von der Zielallokation, was das Monitoring und ggf. andere Finanzentscheidungen verkompliziert.

Deine Allokation könnte über Jahre unter Kelly liegen. Aber du siehst, an welcher Nebenbedingung das liegt.

Sagen wir mal du hast 20% Bitcoin vom Lebensvermögen aber Kelly begrenzt dich auf 66%. Die bindende Nebenbedingung ist die Liquidität im Jahre 202X. Bei einer unerwarteten Gehaltserhöhung, stiegt die Liquidität zum Mindestpunkt im Jahre 202X an und du kannst heute schon 10.000 EUR Bitcoin kaufen bei einer Gehaltserhöhung von 200€ im Monat.

Das Excel soll dir immer sagen "Was ist zu tun?" und "Welche Nebenbedigungen binden dich aktuell und was müsste sich ändern, damit die jeweilige Bedingung dich nicht mehr bindet".

Ein schnelles Rebalancing auf 80% per Schuldenaufnahme wirft die Frage auf wie man mit weiterem Kursverfall umgeht. Gibt es bei 0.4 und 0.5 und 0.6 unter Trend erneutes Rebalancing um die Quote ~80% zu halten?

Wenn ich maximal 75% Bitcoin meines Lebensvermögens haben möchte (Nutzten-Grenze), darf ich keine Bitcoin mehr kaufen, sobald ich 75% investiert habe.

Beispiel:
o Lebensvermögen = 100€
o Bitcoin = 75€
o Rest = 25€
o Nutzten-Grenze-Bitcoin = 75%

Szenario 1: Bitcoin sinkt um 66% auf 25€. Die Bitcoinquote sinkt auf 25€ von 50€ = 50%. Weitere Käufe von Bitcoin sind nicht erlaubt, weil wir sonst mehr als 75% unseres Lebensvermögens in Bitcoin stecken würden.

Szenario 2: Rest steigt von 25€ auf 45€. Bitcoin bleibt bei 75€ unverändert. Nun können wir 75% des Zugewinns von 20€ (=45€-25€) zusätzlich in Bitcoin stecken.

Wir rechnen daher immer mit der Bitcoinquote zum maximalen Bitcoinpreis.

Ich schätzte meine optimale Bitcoin-Quote liegt zwischen 66% und 75%. Kelly ist für alle gleich, aber die Nutzenmaximierung ist für jede Person unterschiedlich, evtl. ist sogar 0% optimal. Wenn du Amish bist und auf dich ein Bauerhof inklusive einer hübschen jungen Frau wartet, dann ist es evtl. besser Landwirtschaft ohne Traktoren zu betreiben als von deiner Gemeinschaft verstoßen zu werden. Amish sind natürlich ein extremes Beispiel, aber eine hohe Bitcoin-Allokation kann deine Beziehungen belasten. Frisch im Job und frisch in der Ehe, wurde mir ca. 80k EUR Abfindung angeboten. Das war damals ein vielfaches meins Vermögens oder Nettojahreslohns. Es ist aber absolut akzeptabel als Berufsanfänger 10k statt 90k auf dem Konto zu haben, aber ein Mann der kurz nach der Hochzeit arbeitslos wird, ist potentiell belastend.



für jede Not ein Top mit Geld

Cash-Topf: 6-12 Monatsgehälter Finanzpuffer für kurzfristige (auch größere) Schwankungen z.B. Autokauf
Liquiditäts-Topf (persönliche Krisen): nochmal 18-24 Monatsgehälter in liquide Aktien/Gold als Reserve für Jobverlust, Unfall, etc.
Liquiditäts-Topf (gesellschaftliche Krisen): 6-12 Monatsgehälter Gold (physisch) + Hodl BTC, falls man das Land dauerhaft verlassen muss
Rendite-Portfolio: liquide Aktien/Gold gehebelt + BTC (Zyklustrading?)
Illiquides-Portfolio: im wesentlichen Altersvorsorge (z.B. selbstgenutztes Haus am See, lastenfrei + Bildung/Gesundheitsvorsorge (Humankapital) für einen glücklichen Lebensabend in Frieden und Wohlstand)

Gute Idee:
1: welche Probleme möchte ich Lösen
2: Topf auf Problemlösung zuschneiden.

Probleme:
o persönliche Krisen
o gesellschaftliche Krisen
o Rendite erwirtschaften
o illiquides Portfolio (z.B. Wohnen für die eigenen Familie)

Töpfe Problemen zuordnen:
o Bitcoin-Top deckt (i) gesellschaftliche Krisen und (ii) Rendite erwirtschaften
o Xetra Gold deckt (i) persönliche Krisen
o Gold physisch deckt  (i) gesellschaftliche Krisen und (ii) persönliche Krisen (Monat 13 bis 24)

"falls man das Land dauerhaft verlassen muss"

Da müsste der Plan stehen, bevor man den Topf designed.

Hilfe die Russen kommen -
Szenario: Die Ukrainer sind alle. Wir schicken jetzt Deutsche an die Ostfront. Leider hat die Bundeswehr kein Material mehr und Training aus Zeitgründen gibt's auch nicht. EU-Regierung ist zuversichtlich, dass die Russland-Sanktionen bald wirken und den Russen die Munition ausgeht bevor Europa die Menschen ausgehen. Familienvater mit Familie möchte den Krieg im Ausland überwintern.

Wo gehen wir hin?
Das Land sollte neutral und günstig sein. Idealerweise auch Job-Chancen geben.

VAE nehmen jeden, der Geld hat. Vermutlich habe ich hier nicht genügend Geld.
Auf den Philippinen kannst du für 70k USD Aktien des Landes kaufen und bekommst damit ein Familienvisum unbegrenzt. Anschließend versuchst du einen Remote-Job in den USA zu bekommen.

Hier sollte man schon mal ein Bankkonto oder ein Gold-Konto in Singapur oder den VAE für 12 Monatsausgaben haben. Man müsste auch gewährleisten seinen Seed nicht zu verlieren. Aus Sicherheitsgründen habe ich den Seed nicht im Kopf oder im Haus. Reisepass sollte noch über 5 Jahre gültig sein.

Immobilien(kredite) ein illiquider Speicher für Liquidität

1. Aufnahme von vermieteten Immobilien in den Liquiditäts-Topf (persönliche Krisen): finanzierte und teilweise abbezahlte Immobilien eignen sich a.h.S. am besten um Anpassungen im Liquiditätsbedarf vorzunehmen. Sowohl als Quelle/Senke für kurzfristige Liquidität (Modernisierungskredit/Sondertilgung) als auch für mittelfristige Liquidität (Anpassung der Tilgung nach oben/unten). Das Preisschild für die Flexibilität wäre aber wahrscheinlich eine eher "niedrige" Beleihung (40-60%) und eine "hohe" (Sonder-)Tilgung (~4%). Dann aber hätte man einen entsprechend größeren "Puffer" um Einnahmen/Ausgaben z.B. aus dem BTC-Zyklustrading zu glätten.

Dauer bis Liquidität auf dem Girokonto:
o Dispo / Rahmenkreidt (sofort)
o Depotkredit (1-3 Tage)
o Konsumentenkredit (1-3 Wochen)
o Immobilienkredit (3-8 Wochen)

Immobilienkredite aufzunehmen ist nicht besonders liquide. Die Atmung erfolgt über Xetra-Gold und Aktien. Hier ist die Liquidität höher.

Die Immobilien sind nach Möglichkeit maximal (z.B. 80%) beliehen. Nicht benötigte Mittel fließen in Gold. Damit sind wir liquider und erwirtschaften die Marge zwischen Kreditzins und Anlagezins.

Dennoch könnte man ggf. den Rahmenkredit auf die Liquidität anrechnen sowie ungenutzte Dispo-Kredite. Das habe ich aber aktuell nicht gemacht. Sollte ich das tun?

Den Rahmenkredit kann man nutzten für ein kaputtes Auto aber nicht für Arbeitslosigkeit (die Bank mehrt das fehldende Gehalt und kündigt ggf. den Kredit) und auch nicht die Rolle der Immobilienkredite 202X (hier soll meine Bilanz schön aussehen, hier darf nicht aus jeder Ecke ein weitere Kredit rauspurzeln).

Broker für unser Hebel-Gold

2. die liquiden Aktien/Gold des Liquiditäts- bzw. Rendite-Topfes können a.h.S. durchaus beim selben Anbieter im selben Depot liegen. Letztlich könnten Sie dann zusammen den Spielraum für einen Depotkredit vergrößern, wobei die Gewichtung der Töpfe zueinander den maximalen Hebel ergibt (50% Liquidität mit 1x + 50% Rendite mit 3x ergibt maximal zulässigen Hebel von 2x). Für das Thema Depotkredit dürfte das also einen deutlich positiven Einfluss haben. Ich bin mir allerdings aufgrund der Fremdverwahrung unschlüssig ob es bei der Größenordnung ggf. nicht schon Sinn machen würde auf mehrere Anbieter zu streuen.

Eine Insolvenz der Brokers führt nicht zu einem Verlust der Depotwerte, aber die Auszahlung würde sich vermutlich von 3 Tagen auf mehrere Monate verzögern (Liquiditsthema). Auch bist du von den Margin-Bedingungen des Brokers abhängig (Marginthema). Zwei Depots sollte man daher mindestens haben.



ToDos:
1. Eine Strategie für den Gold-Leverage ans Laufen bekommen. (wichtig, etwas dringed)
2. Einen Plan entwickeln für ein plötzliches Auswandern (sehr wichtig, aber nicht dringend)
3. Neudefinition der Töpfe (mittlerer Mehrwert, Abhängig vom Auswanderungs-Szenario)

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Last edit: March 19, 2025, 10:47:41 AM by virginorange
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 #17

Goldrenditestrategie mit Hebel: Risiken und Management

In diesem Artikel untersuchen wir die Gold-Rendite-Strategie d.h. Gold+Depotkredit im Renditeportfolio. Wir analysieren die Risiken, insbesondere Margin-Calls, und wie man diese durch Portfolioanpassungen und zusätzlichen Kredit managen kann. Ziel ist es, das Portfolio so zu gestalten, dass es auch in Stressszenarien stabil bleibt.

Einführung
- Im Renditeportfolio streben wir eine maximale Rendite ohne Totalverlust an.
- Geringe Liquidität und vorübergehender Drawdown sind wir bereit zu akzeptieren.
- Gold+Hebel dient als Alternative zu Bitcoin, wenn wir schon zu viel Bitcoin gekauft haben.  

Risiken des Hebels
- Kredit ist durch Wertpapiere abgesichert; Wertverlust oder Erhöhung der Margin-Anforderungen kann zu Margin-Calls führen.
- In einer Krise könnte das Portfolio liquidiert werden, um den Kredit zu tilgen.

kurzfristiger Wertverlust in der Historie




Risikomanagement
- Portfolio kurzfristig muss stabil sein, bis neues Kapital aus dem Rahmenkredit nachgeschossen werden kann (2-4 Tage).
- Portfolio langfristig muss stabil sein, d.h. inklusive nachgeschossenem Kapital den maximal erwarteten Drawdown aushalten.
- Analyse des Drawdowns in Abhängigkeit von Gold- und Aktienanteilen.  
- Berücksichtigung von erhöhten Margin-Anforderungen durch den Broker.  



Unter den hier getroffenen Annahmen sagt Excel "Hebel für Gold-Rendite-Portfolio finden": "kaufe rund 6000 EUR Gold" (6553€). Ich berücksichtige hierfür wie viel Hebel (hier: 2) ich rechnerisch haben möchte. Und was mit meiner Portfolio-Margin im Stress passiert.

Szenarioanalyse  
- Kurzfristiger Margin-Stress (4 Tage) und langfristiger Margin-Stress (max. historischer Drawdown +5 %).  
- Annahme einer Margin-Anforderung von 60 % statt 22 %.  
- Aktuelles Portfolio überlebt Stressszenarien mit Margin-Überschüssen von 10.737 (kurzfristig) und 22.579 € (langfristig).  
- Bei zusätzlichem Goldkauf von 6.000€ sinken die Margin-Puffer auf 7.748 (kurzfristig) und 18.403 € (langfristig).



- Für einen Hebel von 3x schlägt das Excel-Tool vor, rund 20.000 € Kredit (21.458 €) zusätzlich aufzunehmen, um Gold zu kaufen.
- Bei zusätzlichem Goldkauf von 20.000€ sinken die Margin-Puffer auf 729 (kurzfristig) und 8.576 € (langfristig).

Bestimmung des Hebels  
- der errechnete Kredit-Hebel in EUR hat zwei Bedingungen:  
  - Nicht mehr als 3x Gold im Verhältnis zum Eigenkapital.  
  - Sicherstellung, dass selbst verschäfte Margin-Regeln auch im Stressfall eingehalten werden.  



Höhere Goldrendite durch Kredithebel

Ich habe mir nochmal die erwartete Rendite bei Gold angesehen:
Wie stark und wie lange noch steigt der Goldpreis an?

Auf Sicht der nächsten Jahre können wir eine Goldpreis Entwicklung von 11 % erwarten. Aber wir müssen uns schon bewusst sein, dass diese Phase auch irgendwann zu Ende ist und wir sehr langfristig nur eine Goldpreisentwicklung von 4 % pro Jahr erwarten können. Angesichts der wirtschaftlichen & politischen Lage sowie der nicht besonders hohen Bewertung von Gold erwarte ich Goldpreisanstiege von ca. 11% pro Jahr in den kommen 5 Jahren.


Kredithebel bring 7% Marge
Für Gold erwarten wir in den kommenden Jahren 11 % jährliches Preiswachstum. Broker Interactive Browers bietet EUR-Kredite für 4% Zinsen jährlich. Das ergibt eine Mage von 11% minus 4% = 7% auf den Depotkredit.

2X Hebel = 18 % Rendite
Wenn wir in unserem Depot einen zweifachen Hebel verwenden und pro 1000 € Eigenkapital weitere 1000 € Kredit aufnehmen, dann können wir für 2000 € Gold kaufen. Wir verdienen in diesem Falll 11 % auf unser Eigenkapital plus 7 % auf unser Fremdkapital und haben eine Eigenkapitalrendite von 18 %. Bei einem 3x-Hebel steigt unsere Rendite sogar auf 25 % pro Jahr. Dieser Rendite ist netto nach Steuern, weil Verkäufe von Gold im deutschen Steuerrecht nach einem Jahr steuerfrei sind.

Fazit: durch ein Kredithebel im Depot können wir unsere Rendite auf unser Eigenkapital steigern, solange der aktuell positive Trend beim Goldpreis andauert.


Berechnung des Hebels
Der Hebel von 2X ist immer bezogen auf den historischen maximalen Goldpreis und nicht auf den aktuellen Goldpreis. Grund: Pfadabhängigkeit / Volatilitätszerfall / Volatility Decay soll verhindert werden.

Dauer der Strategie
Die Goldhebel-Strategie können wir nicht ewig fortführen, weil die Rendite von Gold langfristig nur circa 4 % ist und dann wir dann über den Kreditzins hinaus nichts verdienen würden. Ich würde die Strategie deswegen von Anfang an auf einen begrenzten Zeitraum zum Beispiel 5-10 Jahre auslegen. Zusätzlich würde ich die Strategie beenden, wenn Gold zu teuer wird ihn Vergleich zu anderen Vermögensklassen. Wir streben an mit dieser Strategie für eine begrenzte Anzahl von 5 bis 10 Jahren überdurchschnittliche Gold Renditen mitzunehmen.

Strategie Erfolgswahrscheinlichkeit
Wir haben seit 2001 ein starken Anstieg der Goldpreise von über 10 % pro Jahr. Dass dieser Trend fünf weitere Jahre fort besteht, ist nach Lindy-Kriterium 81 % wahrscheinlich.

Strategie - Ertrag Im Erfolgsfall
Fünf Jahre mit einer Rendite von durchschnittlich 18 % pro Jahr = 1,18^5 = 2,29. Aus 100€ werden 229€.
Eine Alternative Anlage würde sich zu 6.5% pro Jahr verzinsen bzw. 37% nach 5 Jahren.

Strategie - Ertrag im Fall des Scheiterns
Drawdown von 25% von Gold führt inklusive Hebel zu 50% Drawdown plus es sind Kreditzinsen zu zahlen. Insgesamt erwarte ich einen Verlust von 66%. Aus 100€ werden 33€.

Das Kelly-Kriterium empfiehlt eine Gold-Hebel-Allokation von rund 50%.

Nutzen der Gold-Hebel-Strategie:
Aber die Gold-Hebel-Strategie lässt sich auch noch umsetzten, wenn man schon zu viel Bitcoin hat und Gold hat eine geringe Korrelation zu Bitcoin.

Risiken der Gold-Hebel-Strategie:
Die Gold-Hebel-Strategie ist operativ aufwändiger als Bitcoin zu halten (Verwaltung der Kredithöhe, Nachschusspflicht) und hat weniger Rendite 18% statt 40% pro Jahr. Außerdem ist die Gold-Hebel-Strategie angewiesen auf die Liquiditätskasse. Bei einem Liquiditätsabfluss schrumpft die Liquiditätskasse, was den maximal möglichen Hebel im Depot für die Gold-Hebel-Strategie senkt.

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March 19, 2025, 08:25:10 PM
 #18

Wenn du was ergänzt mach gerne einen neuen Post, dann sieht man besser was dazu gekommen ist.
Ich lese neugierig mit und warte schon bis du in die Umsetzung kommst und davon berichtest. Wink



Das Kelly-Kriterium empfiehlt eine Gold-Hebel-Allokation von rund 50%.

Ist das wieder bezogen auf das Lebensvermögen? Das erscheint mir nämlich recht hoch weil das ja dann bei 2-3x Hebel noch 50-100% Kredit bezogen auf das Lebensvermögen implizieren würde? Oder hab ich da was missverstanden?



Auch wenn ich da (im Vgl. zu Xetra) tendenziell nur Nachteile sehe, hast du ggf. PaxGold mal näher betrachtet (ich nämlich noch nicht)?

 
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March 20, 2025, 09:20:45 AM
 #19


Ist das wieder bezogen auf das Lebensvermögen? Das erscheint mir nämlich recht hoch weil das ja dann bei 2-3x Hebel noch 50-100% Kredit bezogen auf das Lebensvermögen implizieren würde? Oder hab ich da was missverstanden?


Kelly ist hier nicht die bindende Nebenbedingung.

Du benötigst ja ein Haus zum wohnen (illiquides Portfolio), hast deine zukünftigen Ersparnisse (implizites illiquides Vermögen), du hast deine Liquiditätsreserve und im Rendite-Portfolio zusätzlich 66% Bitcoin. Da bleibt nicht mehr viel Platz (unter 10%) für gehebelt Gold.

Bei Kelly statt 50% auch 1% herauskommen können. Und dann wäre Kelly bindend (d.h. wir haben 10% Platz, dürften aber gemäß Kelly nur 1% Gold kaufen).

Fazit: Wenn keine Bitcoin mehr kaufen dürfen (weil wir schon 66% unseres Lebensvermögens in Bitcoin gesteckt haben) und unsere Liquidität ausreichend ist, dann wird gehebelt Gold gekauft.

Der Hebel kann auch nur anfangs bei einer geringen Gold-Rendite-Allokation 2-3x betragen, weil wir später Margin-Limitert sind (Grund: weniger Diversifiziertes Depot &



Auch wenn ich da (im Vgl. zu Xetra) tendenziell nur Nachteile sehe, hast du ggf. PaxGold mal näher betrachtet (ich nämlich noch nicht)?


Kontrahentenrisiko
- PAXG: Gold liegt in London, gehalten von einem US-Unternehmen, das Tokens auf der ETH-Blockchain begibt, die sich gegen Gold eintauschen lassen.
- Xetra-Gold: Gold liegt in Frankfurt, gehalten von Clearstream (deutsch) wovon Wertpapiere im Interactive Brokers (Irland) Depot liegen.
-- Xetra-Gold ist ein deutsches Kontrahentenrisiko wärhend PAXG ein US/UK-Risiko ist

Kredite
Die Fiat-short-Position auf der Blockchain teuer (oft über 10%). Hebeln müssen wir daher in der normalen Banken/Broker-Welt, d.h. XetraGold lässt sich hebeln aber PAXG nicht.

Zensur
Wer 50k EUR über sein Girokonto laufen lässt, da fragt die Bank direkt nach. Du verkaufst 1 Bitcoin (Börse fragt nach Mittelherkunft) du zahlst die 70k EUR aus (Girokonto-Bank fragt nach Mittelherkunft) und du zahlst das Geld auf deinem Depot ein (Broker fragt nach Mittelherkunft). Das ist organisatorisch aufwendig und verzögert die Umsetzung (Verkaufe BTC, Kaufe Gold).

Wenn Bitcoin weiter steigt, dann steigt der Bitcoinanteil im Vermögen von 33% auf 80%. Ich muss Bitcoin auf 66% abbauen. Für 5% könnte ich z.B. PAXG kaufen und für weiter 5% Monero. Damit habe ich eine Rebalancierungsmöglichkeit am Banksystem vorbei.

Sollte man mal zu Wohlstand kommen, den man nicht unmittelbar verbrauchen kann, könnte man 5% PAXG, 5% XetraGold, 5% Gold in der Schweiz und 5% Gold in Singapur oder VAE haben.

Sicherheit für deine Familie, dich und deine BTC, dank der fundierten Sicherheits-Tipps der KryptoArche. Wir kaufen Bitcoin zum Vermögensaufbau oder zur Krisenvorsorge. Wir kaufen Bitcoin dezentral als Schutz vor Räubern, mit guter Historie und verwahren unsere Bitcoin sicher vor Verlust, Räubern und Dieben sowie versteckt Wir nutzen sichere Passwörter, BetriebssystemeSoftware und sufen sicher. Sicher dir deinen kostenlosen Platz auf der KryptoArche! Die Zeit läuft ab! Steig ein, bevor es zu spät ist! Gemeinsam bleiben wir immer über Wasser!
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March 20, 2025, 12:14:12 PM
 #20

Kelly ist hier nicht die bindende Nebenbedingung.

Ok, verstanden. Aber wenn Kelly eh so hoch ist, dass es wohl nie bindend würde, dann kann man es doch auch weglassen?

 
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