Unterstützung für Bitcoin ist sicher grundsätzlich gut, aber ich weiß nicht ob solche Unterstützung der Bitcoin-Community nich sogar einen Bärendienst erweist....

Die AFD sollte einfach nichts sagen.
Wenn sich die AFD für Bitcoin ausspricht, dann müssen sich doch alle anderen Parteien aus Prinzip gegen Bitcoin positionieren.
Viele Menschen unterliegen dem Irrtum, dass 1€ zu jedem Zeitpunkt den gleichen Wert hat und wir nur einen Teil der Erträge besteuern. In Wirklichkeit besteuern wir aber die Substanz, weil die Erträge nicht um die Inflation bereinigt werden.
Wenn wir sowieso die Substanz besteuern, wäre es logisch auch Gold und Bitcoin zu besteuern, die keine Erträge erwirtschaften.
Wenn wir sowieso die Substanz besteuern, wäre es logisch (aber wirtschaftlich schädlich) auch nicht realisierte Erträge zu besteuern.
Deswegen bräuchten wir auch ein Vermögensregister, damit niemand Gold, Kunst, Bitcoin oder eine Sauna im Keller oder eine Fußbodenheizung nutzt, um Inflation und Substanzsteuern zu umgehen.
Auf Sicht der kommenden 20 Jahre erwarte ich Steuern auf Gold und Bitcoin in Verbindung mit höheren Inflationsraten.
Das Kernproblem ist: Im Steuerrecht ist "Gewinn = Verkaufspreis - Anschaffungskosten". Wer für 100€ kauft und viele Jahre später für 150€ verkauft, der muss 50€ versteuern, selbst wenn die 150€ nun weniger Wert sind als die 100€ damals. Das Steuerrecht und die Bilanzierung unterstellen Geldwertstabilität, denn die Bilanzierung wurde in der des Goldstandards entwickelt als diese Annahme noch korrekt war. Nach dem Ende der Goldbindung hat man die Bilanzierungsregeln nicht aktualisiert.
Unter Berücksichtigung der der Inflation besteuern wir oft über 100% der Erträge, also auch ein Teil der Substanz.
Fiat ungeeignet zum sparen: Wer in Fiat / Bonds / Lebensversicherungen / teilweise auch Riester spart, der wird über die Inflation enteignet.
Aktien ist aber auch schlecht geeignet zum sparen: Offizielle gibt es 30% Körperschaftssteuer auf Ebene des Unternehmens und anschließend 26% Kapitalertragssteuer auf Ebene der Person. Inklusive Inflation ist die Körperschaftssteuer deutlich höher und die durchschnittliche US-Aktie erwirtschaftet nur noch M2-Inflation. Wer in US-Aktien spart, der macht zwar nominal gesehen Gewinn aber nach M2-Inflation ist man vor Steuern flat und nach Steuern negativ.
Weil der nominale Wertzuwachs nicht Ertrag ist sondern nur Inflationsausgleich ist, kann man direkt auch
Gold kaufen. Unternehmen erwirtschaften zwar oft Überschüsse. Diese Überschüsse landen aber beim Konsumenten, beim Mitarbeiter, beim Staat und nicht bein Aktionär. Anstatt für 1000€ Aktien zu kaufen (Mischung aus Inflationsschutz und Spende), könnte man auch 800€ Gold (Inflationsschutz) kaufen und den Rest an Digitale Gesellschaft e.V. überweisen (Spende).
Das
einzige Asset mit vorübergehend echter Rendite ist Bitcoin. Die Bitcoins Mengenbegrenzung schützt langfristig vor Inflation etwas besser als Gold mit einer niedrigen Inflation von 1.5% . Die Rendite von Bitcoin kommt aus der Adoption.