Solche frühzeitigen Anstiege hatten wir in den vergangenen Zyklen nicht, diese waren eher davon gekennzeichnet, langsam anzusteigen bis es dann rund um das ATH zu einer Entladung kam.
Einer meiner Argumente gegen die Zyklustheorie ist ja, dass eigentlich kaum ein Zyklus wirklich "regelgemäß" ablief. Außer dem 2011/12-2015 Zyklus, der ja der erste 4-Jahres Zyklus überhaubt war

Das fing schon im 2017-21 oder 2018-2022 (je nachdem ob man von High zu High oder Low zu Low zählt) an. Da gab es ja den recht unerwarteten "fast x5" Spike 2019 (von 3000 auf 14000), der letztendlich durch Covid abgewürgt wurde.
Der Novemberspike 2024 wurde ja massiv von zwei Dingen begünstigt: dem Erfolg der ETFs und dann Trumps Kampagne und Wahl, bei der er als erster wirklich mächtiger Politiker auch auf die Bitcoin-Anhänger setzte. So wenig ich Trump mag, um so bedeutender finde ich diese "politische Anerkennung". Das ist durchaus also wieder ein "Adoptions"-Zeichen, das m.E. die Koordinaten zu Recht nach oben verschiebt. Und die ETFs genauso. Somit ist dieser Bullrun vollständig mit "nicht-zyklischen Elementen" erklärbar.
Ich würde eher die Tatsache, dass es doch noch zu einem 2025er ATH kam, als spätes Indiz dafür sehen, dass der Zyklismus (begründet mit der Theorie der selbsterfüllenden Prophezeihung) weiterhin Attraktivität besitzt. Und das jetzige Schwächeln des Kurses um 80k auch. Gäbe es nicht die leisen Zweifel dass 2026 nicht noch mal das Low angetestet oder unterschritten wird, wären wir wohl schon wieder weiter oben bei mindestens 90k. IMO dürften sich diese Zweifel aber im Lauf des Novembers auflösen. Fällt der BTC dann weiter, dann hat es anderer Ursachen als den Zyklismus, und dann können wir den Faden hier auch wieder zumachen weil alles ganz anders kam

Ein für die Zyklisten durchaus auch "annehmbares Szenario" dürfte eine "Verallgemeinerung" des Zyklus sein: also von der komplett vorhersehbaren "Spirale" die @jahead und andere hier geteilt hatten mit Highs und Lows immer zur gleichen Zeit im 4-Jahres-Abstand, zu einer Argumentation der Art: "um das Halving herum kann sich oft ein Aufwärtstrend verfestigen, weil sich die Bitcoiner dadurch an die
digital scarcity erinnern der dann nach 1-2 Jahren an Schwung verliert." Sowas könnte sogar ich "noch" unterschreiben, solange es nicht stärkere Adoptionsindizien gibt.