Ja, das ist aktuell die effektivste Maßnahme, die du selbst ergreifen kannst.
Warum das Verschieben schützt
Das Problem bei Quantencomputern ist der Shor-Algorithmus, der den öffentlichen Schlüssel (Public Key) nutzen kann, um den privaten Schlüssel (Private Key) zu berechnen.
Der Clou: Bei Bitcoin ist der Public Key normalerweise gehasht (maskiert). Er wird erst in dem Moment im Netzwerk sichtbar, in dem du eine Transaktion sendest.
Unbenutzte Adressen: Solange deine Coins auf einer Adresse liegen, von der noch nie gesendet wurde, kennt das Netzwerk nur den Hash. Ein QC kann einen Hash (noch) nicht effizient zurückrechnen.
Der Schutz: Wenn du deine Coins auf eine frische Adresse schiebst und dort liegen lässt, „sieht“ ein QC nur den Hash und hat keinen Angriffspunkt auf den Public Key.
Wichtig ist die neue Adresse für langfristige Lagerung nicht mehr benutzten. Sobald du von einer Adresse sendest, ist der Public Key für immer in der Blockchain verewigt. Ein extrem schneller QC könnte theoretisch in der Zeit zwischen deiner Absendung und der Bestätigung im Block zuschlagen (das „Melt-in-the-Middle“-Szenario).
Letztendlich sind dann die Entwickler gefragt etwas zu implementieren, das es sicherer wird.
Ja ok, ich glaube, soweit hatte ich das auch ungefähr verstanden, aber was ich immer noch besorgniserregend finde, ist, dass man den Fortschritt der nächsten Jahre nicht kennt und so schreibst du es auch, wenn du sagst, ein QC kann einen Hash "noch" nicht effizient zurückrechnen. Also wird diese Lösung irgendwann auch hinfällig sein, aber man wäre vielleicht erstmal vor einem eventuellen Überraschungsangriff geschützt. Nur wenn dann andere einem Angriff zum Opfer fallen und das publik wird, stürzt dann nicht alles in sich zusammen? Unterm Strich wäre es doch ein systemisches Versagen, weil das Netzwerk faktisch zum Erliegen kommt, da keiner mehr eine Transaktion machen dürfte, um nicht auch sichtbar zu werden.
Sehe ich da was falsch?