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Author Topic: 2015 - Die Zukunft des Bitcoin ?!?  (Read 19578 times)
Mr.Dux
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January 14, 2015, 09:12:58 AM
 #1

Kurz ein paar Worte zu dem derzeitigen Harakiri am weltweiten Bitcoinmarkt. Seit mehr als einem Jahr sehen wir fast nur noch fallende Kurse des Bitcoin. Man verliert dadurch mehr und mehr den Glauben an eine goldene Zukunft des Bitcoin.

Es ist natürlich sehr bitter, sein hart verdientes und in Bitcoins und andere Cryptowährungen eingesetztes Geld in so kurzer Zeit schwinden zu sehen. Aber ein Gedanke lässt mich hoffen. Das Großkapital der Welt, sprich die großen Banken und großen Spekulanten waren bisher noch gar nicht richtig beim Bitcoin dabei. Denn wenn sie es gewesen wären, hätten sie den Markt in null komma nichts leer kaufen können und selbst das wären für die nur Peanuts gewesen. Überlegt doch nur mal, wie viel Geld tagtäglich um den Globus reist, da sind Milliarden gar nichts. Die fangen erst bei mehreren Milliarden an zu rechnen.

Fakt ist, den digitalen Währungen gehört meiner Meinung nach die Zukunft. Schon allein aus dem Grund, weil die Politik und die Weltenlenker im Hintergrund das Bargeld langfristig abschaffen wollen, ob es uns gefällt oder nicht. Demnach werden wohl so einige Verschwörungstheorien in Zukunft Wirklichkeit werden, a la Bezahlchip in der Hand und es kann nur noch derjenige kaufen oder verkaufen, wer das Zeichen 666, a la Barcode bei sich trägt.

Der Bitcoin ist meiner Meinung nach schon viel zu sehr in der Wirtschaft angekommen und beworben worden, als dass man ihn jetzt wieder fallen lassen würde. Die Märkte der Cryptowährungen sind heutzutage ebenso manipuliert, wie der Ölpreis oder der weit unterbewertete Goldpreis. Ich denke, der Bitcoin wird jetzt so weit runter geprügelt, bis das Großkapital in großem Stil günstig einsteigen kann, um mittelfristig riesige Gewinne aus dem Bitcoin raus zu holen.

Aber dies ist nur meine unmaßgebliche Meinung als Laie. Der Bitcoin ist nicht tot und wird auch nicht mehr sterben, er steht erst am Anfang einer zukünftigen Entwicklung hin zum digitalen Geld, wo der Bitcoin der Global Player sein wird. Sprich, der Bitcoin ist oder wird einmal das Gold der Cryptowährungen sein.

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ZyTReX
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January 14, 2015, 01:22:05 PM
 #2

Der Kurs juckt mich jetzt überhaupt nicht  Wink
Wenn er Ende 2016 noch unter der 500 Dollar-marke bleibt, dann mache ich mir sorgen Lips sealed

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OhShei8e
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January 14, 2015, 10:14:54 PM
 #3

Es ist natürlich sehr bitter, sein hart verdientes und in Bitcoins und andere Cryptowährungen eingesetztes Geld in so kurzer Zeit schwinden zu sehen. Aber ein Gedanke lässt mich hoffen. Das Großkapital der Welt, sprich die großen Banken und großen Spekulanten waren bisher noch gar nicht richtig beim Bitcoin dabei. Denn wenn sie es gewesen wären, hätten sie den Markt in null komma nichts leer kaufen können und selbst das wären für die nur Peanuts gewesen. Überlegt doch nur mal, wie viel Geld tagtäglich um den Globus reist, da sind Milliarden gar nichts. Die fangen erst bei mehreren Milliarden an zu rechnen.

Ich glaube, jeder muss seine eigene Zukunft in dem Projekt bestimmen. Also festlegen, wo er steht.

Was den Kurs anbelangt: Da wäre ich mir - ähnlich wie Du - auch nicht so sicher, dass der jetzt immer weiter abstürzt. Viele Leute haben natürlich auch riesige Gewinne gemacht und die werden irgendwann wieder investieren. Kann jetzt schon soweit sein. Diese Leute sind letztendlich süchtig, die können nicht anders. Wenn Du einen Schnapsladen hast und bei Dir in der Nähe die anonymen Alkoholiker wohnen, musst Du Dir eigentlich keine Sorgen machen. Irgendjemand wird immer rückfällig.

Wenn der Kurs aber mal so richtig abschirmen und Bitcoin geschlachtet würde, so wie jetzt Litecoin, dann würde es mich auf eine gewisse Art sehr freuen. Dann käme ich mit hoher Wahrscheinlich wieder zurück. Aber im Moment ist es nicht mehr mein Projekt. Beobachten, Freunde warnen, ja, aber keines Falls noch weiter investieren. Nicht zu den jetzigen Kursen. Die Phase ist bei mir definitiv vorbei, wo ich bereit gewesen bin dreistellige Summen für einen Coin aufzurufen. Erstmal muss Blut durch die Straßen fließen. Aber diesmal nicht meines, sondern das von größeren Tieren. Und solange das nicht passiert, bleibe ich hübsch im Unterholz und warte auf den Kometen, der all die Dinos dahinrafft (oder auch nicht).

Für Leute wie Dich, die mit Herzblut investiert haben, tut es mir mehr als Leid und ich glaube ich kann es gut nachempfinden. Falls es Dich tröstet: Ich verliere zur Zeit auch Geld, weil ich noch auf Coins sitze, die ich nicht verkaufen kann, da auf keiner Börse mehr angemeldet, weil zero-trust und so. Der größte Teil meiner Coins wurde mir von Gox schlicht gestohlen und ich bin inzwischen voll im Minus (und muss trotzdem noch Steuern zahlen). Ich habe noch einen Account bei Bitcoin.de. Dort würde ich allerdings schon gar nicht verkaufen wegen all der Scammer. Allerdings kann man Bitcoin.de IMHO durchaus zum Kaufen benutzen, da die Betreiber der Plattform selbst ehrlich zu sein scheinen. Ich hatte dort 2013 testweise ein paar Coins gekauft und es hatte alles gut geklappt. Diese Coins habe ich auch noch. Natürlich in meiner eigenen Wallet und nicht auf Bitcoin.de. Denn auch diese Plattform kann jederzeit gehackt werden.

Sollte der Coin also nochmal signifikant fallen - was er bis jetzt noch nicht getan hat - dann würde ich noch mal etwas investieren. Und wenn die Großen den Coin wieder pushen, na dann können wir uns doch auch freuen, dann werden unsere Coins automatisch mehr wert, zumindest theoretisch. Praktisch werden sie einen Grund finden unsere Coins abzuwerten. Da gebe ich mich keine Illusionen hin. Wir brauchen dann wahrscheinlich irgendwann alle eine Lizenz, während semi-kriminelle Exchangebetreiber weiter schalten und waltet dürfen wie sie wollen. Würde mich bei Bitcoin inzwischen auch nicht mehr wundern. Investmentfirmen erfüllen ja die tollsten Auflagen, aber das Risiko tragen immer die Kunden und nicht zuletzt die Allgemeinheit.

IIOII
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January 14, 2015, 10:25:25 PM
 #4


Wenn der Kurs aber mal so richtig abschirmen und Bitcoin geschlachtet würde, so wie jetzt Litecoin, dann würde es mich auf eine gewisse Art sehr freuen. Dann käme ich mit hoher Wahrscheinlich wieder zurück. Aber im Moment ist es nicht mehr mein Projekt. Beobachten, Freunde warnen, ja, aber keines Falls noch weiter investieren. Nicht zu den jetzigen Kursen. Die Phase ist bei mir definitiv vorbei, wo ich bereit gewesen bin dreistellige Summen für einen Coin aufzurufen. Erstmal muss Blut durch die Straßen fließen. Aber diesmal nicht meines, sondern das von größeren Tieren. Und solange das nicht passiert, bleibe ich hübsch im Unterholz und warte auf den Kometen, der all die Dinos dahinrafft (oder auch nicht).


...meinst Du nicht, dass Deine Bereitschaft zu investieren mit weiter fallenden Kursen ebenfalls abnimmt?

Ich teile Deine Einschätzung, dass es durchaus noch erheblich weiter runter gehen kann. Etliche Leute sind zwar in Panik, insgesamt wird aber immer noch zu viel kommuniziert. Klassische Markttäler zeichnen sich durch wenig Kommunikation und Volumen aus (Depression).

Das Großkapital ist von psychologischen Effekten keineswegs ausgenommen.

OhShei8e
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January 14, 2015, 11:21:45 PM
 #5

...meinst Du nicht, dass Deine Bereitschaft zu investieren mit weiter fallenden Kursen ebenfalls abnimmt?

Ein valider Einwand. Das kann man im vorhinein nie sagen wie ich inzwischen für mich selbst festgestellt habe. Es kommt darauf an. Aber: Durch den Blockreward, wo sehr viele Coins schon in den ersten Jahren emittiert wurden, haben wir eine extrem ungleiche Verteilung, was zu geringen Handelsvolumen und einer geringen Markttiefe führt. Wenige haben fast alles und zu viele von uns sitzen bloß auf ihren Coins. Inflation sorgt für Investition. Ich könnte mir daher sehr gut vorstellen, dass wir noch durch ein tiefes Tal durchmüssen, damit sich der Coin besser verteilen kann und Coins auch wieder ausgegeben werden. Ein Totalabsturz könnte eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg sein. Vielleicht brauchen wir sogar mehre dieser Abstürze in den nächsten Jahren. Das sich der Coin über die Jahre durch fortgesetzte Kriminalität besser verteilt, wie manche meinen, daran glaube ich nicht, nicht zuletzt weil die negativen Nebenwirkungen natürlich immens wären. Ich denke, irgendwann würde der Staat massiv intervenieren und wer wollte es ihm verübeln?  

Ich teile Deine Einschätzung, dass es durchaus noch erheblich weiter runter gehen kann. Etliche Leute sind zwar in Panik, insgesamt wird aber immer noch zu viel kommuniziert. Klassische Markttäler zeichnen sich durch wenig Kommunikation und Volumen aus (Depression).

Genau das ist auch meine Beobachtung. Wir sind jetzt in der Phase des Zweckpessimismus. Erste geben vielleicht schon auf, wenn der Kurs aber an der gar nicht mal so alten Neckline stoppt, ist alles wieder in Butter. Der Kurs muss nicht sinken, denn es braucht vergleichsweise wenig Kapital um ihn zu pushen. Allerdings damit auch vergleichsweise wenig Leute, was weiterhin für wenig Stabilität sorgen wird.

qwk
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January 15, 2015, 11:08:19 AM
 #6

Ich habe mal ein bisschen zu tief in meine Glaskugel geschaut und folgendes gesehen:

2015 - Frühjahr:
- Winklevoss ETF geht an den Start -> Private Equity steigt ein
- Kurs > $300

2015 - Sommer:
- MtGox Insolvenzverwalter erklärt einen Ausschüttungsplan -> Anleger schöpfen Hoffnung, steigen wieder in BTC ein
- Kurs > $500

2015 - Herbst:
- Paypal kauft coinbase für $400 Mio.
- Kurs > $1000

2015 - Winter:
- kurze Blasenbildung
- Kurs > $5000

2016 - Frühjahr:
- Flashcrash
- Kurs < $2000

2016 - Sommer:
- Google kauft blockchain.info für $600 Mio.
- Amazon kauft bitpay für $1,2 Mrd.
- Kurs > $10000

2016 - Herbst:
- IPO's und Firmenaufkäufe auf breiter Front
- Facebook kauft Mycelium für $400 Mio.
- Institutionelle Investoren steigen zögerlich in den Markt ein
- Kurs > $50000

 Wink

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fronti
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January 15, 2015, 11:32:32 AM
 #7

Ich habe mal ein bisschen zu tief in meine Glaskugel geschaut und folgendes gesehen:

Rot- oder Weisswein? Smiley


If you like to give me a tip:  bc1q8ht32j5hj42us5qfptvu08ug9zeqgvxuhwznzk

"Bankraub ist eine Unternehmung von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank." Bertolt Brecht
qwk
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January 15, 2015, 11:56:35 AM
 #8

Ich habe mal ein bisschen zu tief in meine Glaskugel geschaut und folgendes gesehen:
Rot- oder Weisswein? Smiley

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dewdeded
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January 15, 2015, 02:31:35 PM
 #9

- Winklevoss ETF geht an den Start -> Private Equity steigt ein
- Paypal kauft coinbase für $400 Mio.
- Google kauft blockchain.info für $600 Mio.
- Amazon kauft bitpay für $1,2 Mrd.
- Facebook kauft Mycelium für $400 Mio.
- Institutionelle Investoren steigen zögerlich in den Markt ein
Das ist abscheulich. Das ist ein Worst-Case-Szenario. Damit wären alle Ideale aus dem Crypto-Anarchismus und ursprünglichen Überzeugungen, aus den Crypto Currency erwachsen ist, verraten.
Alle relevanten Infrastruktur-Organisationen an menschenfeindliche, amerikanische Radikal-Kapitalisten zu verkaufen lehne ich ab. Das ist doch lächerlich, da könnten wir ja gleich mit FIAT, Paypal & Co. weitermachen ...
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January 15, 2015, 02:34:46 PM
 #10

- Winklevoss ETF geht an den Start -> Private Equity steigt ein
- Paypal kauft coinbase für $400 Mio.
- Google kauft blockchain.info für $600 Mio.
- Amazon kauft bitpay für $1,2 Mrd.
- Facebook kauft Mycelium für $400 Mio.
- Institutionelle Investoren steigen zögerlich in den Markt ein
Das ist abscheulich. Das ist ein Worst-Case-Szenario. Damit wären alle Ideale aus dem Crypto-Anarchismus und ursprünglichen Überzeugungen, aus den Crypto Currency erwachsen ist, verraten.
Alle relevanten Infrastruktur-Organisationen an menschenfeindliche, amerikanische Radikal-Kapitalisten zu verkaufen lehne ich ab. Das ist doch lächerlich, da könnten wir ja gleich mit FIAT, Paypal & Co. weitermachen ...
Wie hattest du dir das vorgestellt?
Wir nehmen uns alle an den Händen und singen Kumbaya? Roll Eyes

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January 15, 2015, 03:17:15 PM
 #11

Ich achte Dich sehr, als Person, als HQ Poster und als Funktionsträger (Bundesverband), aber hier stimme ich Dir nicht zu.
Ich bleibe bei meiner Position, dass das keine gute Entwicklung wäre. Also wenn Du mich da umstimmen willst, müsstest Du schon breiter und weit ausführlicher argumentieren, warum das wie beschrieben vorteilhaft sein sollte.
Wie aktuell dargestellt, würde ich Bitcoin dann nicht mehr unterstützen.

Meiner absoluten Überzeugung nach wäre ein Szenario ala:

a) die Wallets (Mycelium, Electrum & Multibit) bleiben I) unabhängig und II) werden nicht von Unternehmen geführt sondern von Non-Profit-Foundations (analog Open Source, bspw. The Document Foundation, The Linux Foundation, Free Software Foundation)

b) die Payment-Provider (Coinbase & Bitpay) werden von unabhängigen, europäischen Investoren gekauft, die I) keinen Einfluss auf Geschäftsbetrieb nehmen und II) durch Ihr Investment/Handeln einen Verkauf an US-gesteuerte Radikal-Kapitalisten dauerhaft verhindern

c) andere wesentliche Infrastruktur-Anbieter (z.B. blockchain.info, aber auch Coindesk) sollten unabhängig bleiben (keine Komplett-Übernahme, keine Einzel-Investoren die Einfluss nehmen)

viel besser.


Wie gesagt, kommt es wie Du es beschreibt, ziehen sich Leute zurück (wie ich), denen die Ideale noch etwas bedeuten.
qwk
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January 15, 2015, 03:38:48 PM
 #12

Ich bleibe bei meiner Position, dass das keine gute Entwicklung wäre. Also wenn Du mich da umstimmen willst, müsstest Du schon breiter und weit ausführlicher argumentieren, warum das wie beschrieben vorteilhaft sein sollte.
Ich habe zu keinem Zeitpunkt auch nur angedeutet, dass das in irgendeiner Weise "vorteilhaft" wäre.
Es wird einfach so kommen. Ohne, dass du, ich, oder sonst jemand etwas dagegen tun könnte.

Unternehmen werden gegründet, um Profit zu machen (von wenigen Ausnahmen abgesehen).
Die genannten Unternehmen sind heute schon teilweise in den Händen von Venture Capital Gebern, die das auch nicht aus Nächstenliebe machen, die wollen irgendwann einen Return auf ihr Investment sehen. Und den erhalten sie eben beim Ausverkauf an einen größeren Hai im Becken.
Die Gründer der Unternehmen werden auch irgendwann schwach werden, wenn man mit ausreichend großen Geldbündeln vor ihrer Nase wedelt.
Und warum sollten sie auch nicht? Verkaufen sie nicht, bewirkt das lediglich, dass es ein anderer tut, der ihn dann dank schier unendlicher finanzieller Ressourcen platt machen kann.

Die Kombinationen von Unternehmen (also bspw. Paypal und coinbase) habe ich nicht einmal zufällig gewählt, das sind eigtl. die "perfect matches" füreinander (Ausnahme: amazon + bitpay, da ist mir nur nix besseres eingefallen).


Wie dargestellt, würde ich Bitcoin dann nicht mehr unterstützen.
Bitcoin Honeybadger don't care Cool


Meiner absoluten Überzeugung nach wäre ein Szenario ala:
[ idealistische Wunschvorstellungen ]
Überzeugungen sind dazu da, über den Haufen geworfen zu werden, wenn sich die Informationslage ändert.
Absolutismen bringen dich nicht weiter.


Wie gesagt, kommt es wie Du es beschreibt, ziehen sich Leute zurück (wie ich), denen die Ideale noch etwas bedeuten
Bitcoin Honeybadger don't care...

Wir hatten das doch alles schonmal.
"Mit dem Internet" wird alles demokratischer, die Mächtigen werden ihre Macht verlieren, die Medienmogule werden unwichtig, wenn jeder seine eigene Webseite hat, die bösen, großen Handelskonzerne verlieren den Wettkampf mit abertausenden kleiner Onlineshops, etc. Wo stehen wir heute?

Google. Facebook. Amazon.

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klaus
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January 15, 2015, 04:04:02 PM
 #13


qwk hat eigentlich schon alles gesagt was es dazu zu sagen gibt. Stimme ihm absolut zu.

Bitcoin ist Bitcoin und sie ist deshalb so erfolgreich weil sie so ist wie sie ist.
Sie verspricht hohe Volatilität, fördert die Gier, hat geringe bis keine Einstiegshürden und und und.
Und sie hat vor allem keine hehren Ziele. Wenn man Geld liebt kann man auch Bitcoin anbeten.

Trotzdem sind mir faire-schöne Welt Menschen wie dewdeded / seeder sympatisch weil sie es so gut meinen.
Sie werden bei Bitcoin eben vor den Kopf gestoßen weil sie mit der falschen Erwartungshaltung kamen und irgendwann merken was los ist.

 

bitmessage:BM-2D9c1oAbkVo96zDhTZ2jV6RXzQ9VG3A6f1​
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dewdeded
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January 15, 2015, 04:50:58 PM
 #14

qwk, bei aller, aller Liebe:

Infrastruktur in einem gemeinsamgenutzten Netzwerk in Händen einzelner Marktteilnehmern ist einfach volkswirtschaftlich nicht ideal und nicht wünschenswert.
Solche Machtkonzentrationen auf (so wichtigen) Märkten haben einfach negative Auswirkungen. (ua. wettbewerbsschädlich, weil verursacht Marktversagen, führt zu: volkswirtschaftlich ineffizientem Ressourceneinsatz sowie zu unerwünschten Verteilungswirkungen)

Beispiel aus Deinem Szenario: (zweit-)größter Payment-Provider (Coinbase) in Hand des größtes E-Commerclers (Amazon)


Das ist und bleibt nicht wünschenswert! (meine Meinung nach, heh)
qwk
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January 15, 2015, 04:53:16 PM
 #15

Infrastruktur in einem gemeinsamgenutzten Netzwerk in Händen einzelner Marktteilnehmern ist einfach volkswirtschaftlich nicht ideal und nicht wünschenswert.
Da stimme ich dir zu.
Es gibt nur leider lediglich einen einzigen erprobten, bewährten Weg, das zu verhindern: Regulierung.
Willst du die?

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lassdas
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January 16, 2015, 02:46:16 AM
 #16

Meiner absoluten Überzeugung nach wäre ein Szenario ala:

a) die Wallets (Mycelium, Electrum & Multibit) bleiben I) unabhängig und II) werden nicht von Unternehmen geführt sondern von Non-Profit-Foundations (analog Open Source, bspw. The Document Foundation, The Linux Foundation, Free Software Foundation)

b) die Payment-Provider (Coinbase & Bitpay) werden von unabhängigen, europäischen Investoren gekauft, die I) keinen Einfluss auf Geschäftsbetrieb nehmen und II) durch Ihr Investment/Handeln einen Verkauf an US-gesteuerte Radikal-Kapitalisten dauerhaft verhindern

c) andere wesentliche Infrastruktur-Anbieter (z.B. blockchain.info, aber auch Coindesk) sollten unabhängig bleiben (keine Komplett-Übernahme, keine Einzel-Investoren die Einfluss nehmen)

viel besser.

Mag ja sein, daß das besser, oder wünschenswerter wäre,
ich halte das dennoch für eine ziemlich utopische Vorstellung.

Und ob PayPal, Amazon, Google, Facebook und Konsorten jetzt eigene Wallets/Payment-Provider/andere wesentliche Infrastruktur entwickeln und anbieten und damit dann die Kleinen "plattmachen", oder ob sie einfach gleich die Kleinen aufkaufen, ist auch egal.
Sollte sich Bitcoin (in seiner Gesamtheit) in Zukunft positiv entwickeln und tatsächlich Mainstream werden, wird das eine, oder das andere passieren,
welches von beiden macht da nicht wirklich nen Unterschied.
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January 16, 2015, 05:10:42 AM
 #17

Es gibt nur leider lediglich einen einzigen erprobten, bewährten Weg, das zu verhindern: Regulierung.
Willst du die?
Ich möchte keine Regulierung. Ich wünsch mir einfach diese beschriebene positive Entwicklung. Kann ja auch einmal etwas aus volkswirtschaftlich und ideeler Sicht positiv verlaufen. Wink Nur einmal. Wink




Mag ja sein, daß das besser, oder wünschenswerter wäre,

welches von beiden macht da nicht wirklich nen Unterschied.
Hier hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Weil die beiden Aussagen sind ja offensichtlich widersprüchlich.
Entweder mein Szenario ist wünschenswert & besser oder es macht keinen Unterschied.
(Beides gleichzeitig geht nicht, obvious.)





Ich will jetzt hier in keine Riesen-Diskussion einsteigen, aber von einem Punkt rück ich auch nicht ab. Meiner Ansicht nach, ist es sehr, sehr negativ, wenn die Wallets kommerziell entwickelt und monetarisiert werden. Multibit läuft ja mittlweile auch in die Richtung.
Kommerzielle Enduser-Software hätte Satoshi explizit in seinem Whitepaper verbieten sollen.

Ich denk da immer sofort daran, ganz einfaches Beispiel:
"große Miner-Company kauft sich so einen Wallet-Anbieter, manipuliert dann & übervorteilt sich"
(Fees, Relaying fremder & eigener Blocks, Relaying von TX, ...).
Das ist auch kein schlüssiges Argument, wenn ihr jetzt schreibt: "Ja, die Clients sind aber Open Source". Die Gefahren bestehen aber trotzdem, muss man jetzt nicht weit ausführen, kann sich eigentlich jeder denken.
(manipulierte Binaries, zukünftige Komponenten die nicht mehr OS sind, ...)
lassdas
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January 16, 2015, 05:28:35 AM
 #18

Da hast Du mich wohl falsch verstanden.

Ich meinte mit welches von beiden nich die Unterschiedlichen Aussagen,
sondern die beiden von mir skizzierten Szenarien im Falle einer positiven Bitcoin-Entwicklung.
Entweder entwickeln PayPal, Google und Co ihre eigenen Services, in dem Fall hätten "die Kleinen" (Mycelium, BitPay, blockchain.info,...) kaum eine Chance,
oder "die Kleinen" werden einfach gleich aufgekauft, dann müssen "die Großen" nichtmal was eigenes entwickeln.

welches von beiden macht da nicht wirklich nen Unterschied.
FreeBit
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January 16, 2015, 08:10:13 AM
 #19

- Winklevoss ETF geht an den Start -> Private Equity steigt ein
- Paypal kauft coinbase für $400 Mio.
- Google kauft blockchain.info für $600 Mio.
- Amazon kauft bitpay für $1,2 Mrd.
- Facebook kauft Mycelium für $400 Mio.
- Institutionelle Investoren steigen zögerlich in den Markt ein
Das ist abscheulich. Das ist ein Worst-Case-Szenario. Damit wären alle Ideale aus dem Crypto-Anarchismus und ursprünglichen Überzeugungen, aus den Crypto Currency erwachsen ist, verraten.
Alle relevanten Infrastruktur-Organisationen an menschenfeindliche, amerikanische Radikal-Kapitalisten zu verkaufen lehne ich ab. Das ist doch lächerlich, da könnten wir ja gleich mit FIAT, Paypal & Co. weitermachen ...


Einspruch:

Die genannten Unternehmen arbeiten sehr eng mit dem Staat zusammen. Es sind Finanz-Faschisten.

Radikal-Kapitalisten würden sich aus tiefster Überzeugung davor ekeln, mit dem Staat zu kooperieren und eher die Geschäftstätigkeit einstellen oder offshore gehen.
dewdeded
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January 16, 2015, 12:37:26 PM
 #20

Ein ganz wunderbarer Einwurf und von absoluter Wahrheit. Von ganzem Herzem danke ich Dir dafür, FreeBit.
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