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Author Topic: SPD will die Einjahresfrist für Bitcoin abschaffen  (Read 3738 times)
MinoRaiola
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Today at 06:32:48 AM
Last edit: Today at 06:46:26 AM by MinoRaiola
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 #281

Ähm, nein. Zumindest dürfte eine "Deindustrialisierung" gemessen an den Gewerbesteuern nicht der Grund sein.
Und in 2025 auch nochmal leicht gestiegen

Wie schon mehrfach konstatiert wurde, es gibt nicht wirklich ein Einnahmeproblem.
Dein Link zur Quelle ist nichts Aktuelles "Gewerbesteuereinnahmen im Jahr 2024 um 0,2 % höher als im Vorjahr" und 2025 ist schon rum. Der Jobabbau und die Deindustrialisierung ist doch erst gestartet und die Folgen sollte man in den kommenden Jahren sehen. Wenn das jetzt noch ein Ritt auf der Rasierklinge ist, dann zeigt das evtl. die Statistik.

Aber ca. 124.000 Arbeitsplätze wurden 2025 in der deutschen Industrie abgebaut. In der Automobilindustrie und bei deren Zulieferern fielen ca. 50.000 Stellen weg. Für mich unvorstellbar, dass sich das nicht bemerkbar macht. Weitere Einsparungen großer Industriekonzerne und Autobauer gibt es aktuell auch schon (Personalabbau bis 2028-2029). Die Insolvenzen auf Rekordniveau und deren Gewerbesteuer werden in den kommenden Jahren fehlen. Die Statistik sollte sich bis 2029 ändern, alles andere sollte doch überraschen, oder warum denkst du, nimmt man so viele neue Schulden auf? Hohe Steuereinnahmen würden das normalerweise auffangen.

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MaxMueller
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Today at 07:07:22 AM
Last edit: Today at 07:21:47 AM by MaxMueller
 #282

Dein Link zur Quelle ist nichts Aktuelles "Gewerbesteuereinnahmen im Jahr 2024 um 0,2 % höher als im Vorjahr" und 2025 ist schon rum.

Der Link von 2025 war mit dabei: nochmal +4,4% Gewerbesteuern im Vergleich zum Vorjahr.

In meiner Wahrnehmung wird auf Basis realer Herausforderungen ein Gefühl von Deindustrialisierung domestiziert (=Übertreibung) um bestimmte politische/unternehmerische Interessen leichter durchzusetzen.

Bezogen auf die Autoindustrie würde ich das eher so sehen, dass die fetten Jahre jetzt vorbei sind und wir zum "normal" zurückkehren, also die Zahlen durchaus mit den frühen 2000er Jahren vergleichbar sind. Aber die Prozentualen Einbrüche liefern natürlich ein super argument um druck auf die Politik aufzubauen und z.b. Arbeitnehmerrechte zu schleifen.
Aber nur weil "der kleine Mann" (=die Mehrheit der Bevölkerung) probleme hat seinen Lebensunterhalt zu finanzieren oder der Standort deutschland zunehmend unattraktiv ist, ist das nicht gleichbedeutend damit, dass es den unternehmen schlecht geht oder die gewerbesteuern einbrechen.

Vielmehr geht es a.h.S. dem Solidarprinzip schlecht, weil es zunehmend mehr Wege, Anreize und Impulse gibt sich dem zu entziehen (z.b. auch durch steuerfreie Gewinne auf BTC). Aber wenn man sich bspw. den DAX anschaut dann kann da von einem crash nicht die rede sein...  Roll Eyes

Edit: die "Rekordinsolvenzen" werden ja sehr gerne bemüht, aber wenn man in die Zahlen schaut, dann lagen wir von 2006-2014 durchgehend höher als im "Rekordjahr" 2025.
Quelle
virginorange
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Today at 09:07:29 AM
Last edit: Today at 09:28:51 AM by virginorange
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 #283


Da Steuereinnahmen aus Industrie und andere Gewerbesteuern durch die Deindustrialisierung stark sinken, gibt es auch eine höhere Alkohol- und Tabaksteuer + Plastiksteuer.

Ähm, nein. Zumindest dürfte eine "Deindustrialisierung" gemessen an den Gewerbesteuern nicht der Grund sein.
 

Nutzten von mehr Steuern
Unabhängig von der Höhe der Steuern sind mehr Steuern ja immer politisch positiv. Zum einen kannst du dir Loyalität kaufen, indem du Geschenke nach Loyalität zuteilst. Zum anderen schwächst du konkurrierende Status-Hierarchien (ASTA & NGOs & Grüne/SPD & Bürgergeldler vs. Unternehmertum, hochbezahlte Spezialarbeiter, FDP, Vermieter, Sparer).

... ein Gefühl von Deindustrialisierung domestiziert (=Übertreibung) um bestimmte politische/unternehmerische Interessen leichter durchzusetzen.

Ich mache mal den Case für Deindustrialisierung. Historie + Ausblick

Weniger Produktion - trotzdem mehr Steuern
Auch wenn wir trotz rückläufiger Energie- und Industrieproduktion in Deutschland noch starke Steuereinnahmen haben ...


Quelle



... wird sich das perspektivisch denke ich ändern.


Aber ca. 124.000 Arbeitsplätze wurden 2025 in der deutschen Industrie abgebaut. In der Automobilindustrie und bei deren Zulieferern fielen ca. 50.000 Stellen weg. Für mich unvorstellbar, dass sich das nicht bemerkbar macht. Weitere Einsparungen großer Industriekonzerne und Autobauer gibt es aktuell auch schon (Personalabbau bis 2028-2029). Die Insolvenzen auf Rekordniveau und deren Gewerbesteuer werden in den kommenden Jahren fehlen. Die Statistik sollte sich bis 2029 ändern, alles andere sollte doch überraschen, oder warum denkst du, nimmt man so viele neue Schulden auf? Hohe Steuereinnahmen würden das normalerweise auffangen.

Langfristig werden Steuereinnahmen trotzt höherer Steuersätze sinken
Auch die Einkommenssteuer wird sinken, wenn die Besteuerung der Abfindungen verfrühstückt ist. Sozialabgaben sinken, Arbeitslostengeld steigt. Den schrumpfenden Kuchen kann der Staat nur vorübergehen kompensieren, in dem er sich immer größere Stücke für sich selbst herausschneidet.

Weniger Strom
Wir haben 2002-2023 19 Atomkraftwerke (22 GW, 170 TWh) bewusst dauerhaft zerstört. Kohlestrom hatten wir 2000 55 GW, 2022 lagen wir bei nur noch 38 GW, 2030 sollen wir auf 17 GW und 2038 auf 0 GW kommen. Die Verstromumg von Erdgas soll bis 2045 eingestellt werden.

Weniger Produktion
Die Strommenge und unsere Industrieproduktion wird auf Jahre stark rückläufig sein. Geplant ist Wind und Sonne in Batterien und Wasserstoff zwischenzuspeichern, sodass wir weiterhin geringe Mengen Strom wenn auch zu sehr hohen Preisen produzieren werden.

Mangelnde Wettbewerbsfähigkeit & Abschottung
Mit Freihandel sinkt damit die Industrieproduktion auf faktisch 0. Die höheren Energiekosten kannst du in Deutschland kaum über niedrigere Löhne auffangen. Nicht nur haben wir hohe Lohnnebenkosten sondern ab einer bestimmten Höhe der Energiekosten müssten die Lohne negativ sein um die hohen Energiekosten auszugleichen.
Ich denke die EU wird sich weiter abschotten (Zölle, Normen). Folge wird sein geringe Mengen sehr teurer Industriegüter innerhalb der EU und hohe Mengen günstiger Güter außerhalb der EU. Kaum Neuproduktion (Bau, Industrie) in Verbindung mit beschränkten Importen (Zölle, Regeln, mangelnde Exporteinnahmen um Importe zu bezahlen) wird zu steigenden Gebrauchtpreisen führen.
Die Staatsverschuldung (in % der Wirtschaftsleistung) wir ja nicht nur über die Neuverschuldung steigen sondern zusätzlich über die Rückläufige Wirtschaftsleistung. Die Zinsen werden weiter steigen bis die EZB ankauft und wir dadurch ordentlich Inflation bekommen.

Verarmung produziert Unzufriedenheit und erfordert Repression
Der allgemeine Mangel wird zu einer stärkeren Bürokratisierung führen (Mietpreisgrenzen, Preisgrenzen für gebrauchte Maschinen, staatliche Zuteilung von Wohnraum / Computern / Autos nach Bedürftigkeit und Beziehungen zu der Person, die über die Verteilung entscheidet (eher so wie Kuba oder Argentinien).
Das führt zum Zulauf für extremistische Parteien, die eine Verzögerung der Zerstörung der Kraftwerkskapazitäten anstreben. Die demokratischen Parteien werden die Demokratie schützen durch Parteiverbote von Oppositionsparteien, Inhaftierung von Oppositionspoltikern, Kontensperrungen von desinformations-verbreitetenden freien Jornalisten. stärkere Kontrolle über das Internet usw. Populismus ist undemokratisch.

Ich hoffe, dass unsere Führung bei der Zerstörung des Kapitalstocks der Volkswirtschaft (Stromproduktion und Industrie) eine Pause einlegt.

Aber für den Fall, dass die Zerstörung voranschreitet und wir hier verarmen, ist es gut, internationale Wertgegenstände (Gold, Bitcoin besser als Gewerbehalle oder Haus in Wolfsburg), die der Staat nicht direkt sieht (selbstverwahrt nonKYC ist besser als fremdverwahrt KYC).  



Aber nur weil ... der Standort deutschland zunehmend unattraktiv ist, ist das nicht gleichbedeutend damit, dass es den unternehmen schlecht geht oder die gewerbesteuern einbrechen.

Vielmehr geht es a.h.S. dem Solidarprinzip schlecht, weil es zunehmend mehr Wege, Anreize und Impulse gibt sich dem zu entziehen (z.b. auch durch steuerfreie Gewinne auf BTC). Aber wenn man sich bspw. den DAX anschaut dann kann da von einem crash nicht die rede sein...  Roll Eyes

Der DAX läuft
- ein großer Teiil der DAX-Gewinne kommt aus dem Ausland
- viele lokale Unternehmen sind nicht im Dax
- nach M2-Inflation ist der Dax negativ (S&P war leicht postiv und Nasdaq war klar positiv)

Ein schlechter Standort wird mittelfristig auf die Gewerbesteuer wirken. Was ein Unternehmen an Energiekosten mehr Zahlt, dass kann es nicht mehr an Steuern zahlen. Und die Gewinne werden jetzt schon fast vollständig über Steuern abgeschöpft (1. Gewinne werden besteuert, Verluste werden vorgetragen und ggf. nie verrechnet // 2. ein Teil des Gewinns ist gar kein Gewinn sondern Inflationsausgleich).

Sicherheit für deine Familie, dich und deine BTC, dank der fundierten Sicherheits-Tipps der KryptoArche. Wir kaufen Bitcoin zum Vermögensaufbau oder zur Krisenvorsorge. Wir kaufen Bitcoin dezentral als Schutz vor Räubern, mit guter Historie und verwahren unsere Bitcoin sicher vor Verlust, Räubern und Dieben sowie versteckt Wir nutzen sichere Passwörter, BetriebssystemeSoftware und sufen sicher. Sicher dir deinen kostenlosen Platz auf der KryptoArche! Die Zeit läuft ab! Steig ein, bevor es zu spät ist! Gemeinsam bleiben wir immer über Wasser!
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 #284

Quote
Weniger Strom
Wir haben 2002-2023 19 Atomkraftwerke (22 GW, 170 TWh) bewusst dauerhaft zerstört. Kohlestrom hatten wir 2000 55 GW, 2022 lagen wir bei nur noch 38 GW, 2030 sollen wir auf 17 GW und 2038 auf 0 GW kommen. Die Verstromumg von Erdgas soll bis 2045 eingestellt werden.

Weniger Produktion
Die Strommenge und unsere Industrieproduktion wird auf Jahre stark rückläufig sein. Geplant ist Wind und Sonne in Batterien und Wasserstoff zwischenzuspeichern, sodass wir weiterhin geringe Mengen Strom wenn auch zu sehr hohen Preisen produzieren werden.

Du solltest diese Aussage mal mit Fakten belegen.
Dann würdest du dein Aussage Umformulieren.

Und mit dem Thema hat es auch wenig zu tun.

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MinoRaiola
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Today at 01:25:30 PM
 #285

Edit: die "Rekordinsolvenzen" werden ja sehr gerne bemüht, aber wenn man in die Zahlen schaut, dann lagen wir von 2006-2014 durchgehend höher als im "Rekordjahr" 2025.
Quelle
Interessante Zahlen. In der Zeit (oder der Timeline) gab es eine heftige Finanzkrise und dies waren die Folgen. Eine wunderbare Folge ist BTC  Grin

Die Krise jetzt ist dann evtl. noch nicht auf dem Höhepunkt der Gefühle/Zahlen, aber das Jahr 2026 hat noch ein paar Monate und vielleicht werden diese dafür sorgen, dass die Zahlen aus 2006-2014 übertroffen werden und es tatsächlich ein Jahr der Rekordinsolvenzen wird. Hochrechnungen hab ich nicht recherchiert, vielleicht hast du dafür noch ein paar Zahlen parat?

Ich hoffe, dass unsere Führung bei der Zerstörung des Kapitalstocks der Volkswirtschaft (Stromproduktion und Industrie) eine Pause einlegt.

Aber für den Fall, dass die Zerstörung voranschreitet und wir hier verarmen, ist es gut, internationale Wertgegenstände (Gold, Bitcoin besser als Gewerbehalle oder Haus in Wolfsburg), die der Staat nicht direkt sieht (selbstverwahrt nonKYC ist besser als fremdverwahrt KYC).  

Danke für die ausführliche Einschätzung. Aktuell ist es evtl. eine Phase der Strategiekrise, oder was auch immer. Die Haltefrist wird wohl fallen, umso weniger Steuereinnahmen und umso höhere Schulden.

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MaxMueller
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Today at 02:13:46 PM
 #286

Interessante Zahlen. In der Zeit (oder der Timeline) gab es eine heftige Finanzkrise und dies waren die Folgen. Eine wunderbare Folge ist BTC  Grin

Die Finanzkrise war erst 2008, insofern war das keine Ursache für die hohen Insolvenzzahlen ab 2006.
Andererseits sind heuer bei den aktuellen Insolvenzen auch "Nachholeffekte von Corona" dabei, sprich Unternehmen die zu Coronazeiten mit Staatshilfen gerettet wurden, mangels Konkurrenzfähigkeit jetzt aber dann doch pleite machen.

Will auch die Situation nicht beschönigen, aber für mich ist das eine "normale Krise" bzw. ein Strukturwandel.
Sehe das auch an den Unternehmern aus meinem Kontaktkreis, da hat kaum einer Bock auf Produktion, die orientieren sich alle eher auf digitale produkte. Und wenn physische produkte dann werden die physischen Anteile outgesourced, Produktion nach china und logistik an externe dienstleister (quasi wie dropshipping).

Ich hab mich eher am Wording Deindustrialisierung gestört, weil ich damit eher sowas wie den Morgenthau-Plan (-100%) oder dessen sinngemäße Umsetzung mit dem ostdeutschen Beitritt 1989/90 (ca. -80%) verbinde. Von solchen Größenordnung sind wir zum Glück weit entfernt, weshalb die Niedergangserzählung für mich persönlich nicht trägt.

Wenn man aber daran glaubt und den Niedergang kritisiert, dann müsste man eigentlich auch Maßnahmen wie die Abschaffung der Haltefrist oder mehr Regulierung bei BTC unterstützen, weil es ja dann die Rolle des Staates wäre die "starken Schultern" und deren Kapital im System zu halten.
Damit sind wir dann hoffentlich zurück beim Thema angekommen... Wink
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