Jetzt müsste Crypto wie auch die Euros bei den Banken noch bis 100k pro Bank/ Exchange abgesichert sein. Das trifft bei Crypto nicht zu. Warum denn nicht

Alle Regierungen wollen regulieren. Dann sollten die das Einlagengesetz auch mit Crypto verankern.
Könnte man grundsätzlich annehmen, ja ... sieht im Detail leider aber etwas anders aus:
Wenn du bspw. 100k € auf ein (Spar-)konto einzahlst, passiert rechtlich Folgendes:
- Die Bank wird zur Schuldnerin und schuldet dir 50.000 €.
- Die Bank darf das Geld im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit jedoch verwenden, muss aber ihre Verpflichtungen erfüllen und dir das Geld bspw. auszahlen, wenn du das wieder haben möchtest.
- Wird diese insolvent, so schützt dich die gesetzliche Einlagensicherung bis zu 100.000 € (übrigens pro Person und pro Bank).
Die Einlagensicherung wird ua. dadurch finanziert, dass alle operierenden Banken in so genannte Einlagensicherungsfonds einzahlen müssen. Diese werden in so einem Fall dann verwendet um die Kunden zu schützen.
Bei Bitcoin sieht die Sache jedoch anders aus, dort verwahrt eine Börse deine Coins beziehungsweise verwaltet "nur" deinen Zugang dazu. Wie die Ansprüche im Insolvenzfall aussehen, hängt von der rechtlichen Verwahrungsstruktur ab. Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) stellt bspw. ausdrücklich klar, dass Crypto-Assets nicht durch die Einlagensicherung gedeckt sind. MiCar hat hier jedoch einen Schritt nach vorne gemacht und verlangt ja bspw. von den Börsen, dass diese die Coins ihrer Kunden vom eigenen Bestand getrennt aufbewahren, somit ist auch die Chance deutlich höher, im Insolvenzfall die Coins wiederzubekommen. Bei einem Hack sieht die Sache aber trotzdem anders aus, da hilft auch die MiCar-Verordnung nichts.
Man müsste also auch für Cryptos so einen Fond aufsetzen in welchen dann bspw. alle Börsen einzahlen müssen um überhaupt in der EU operieren zu dürfen.