Als das Ganze 2021 in Österreich eingeführt wurde gab es damals die Aussage eines Spitzenpolitikers, dass man (also die Politik) das eigentlich gar nicht möchte, dass die Bevölkerung weitere Sparformen ausserhalb des klassischen Bankensystems (also Spareinlagen, Aktien, ...) nutzt. Als einer der Hauptgründe wurde damals die Sicherheit genannt, weil Crypto zu wenig anwenderfreundlich ist und viele User so um ihr Geld gebracht werden können.
Die Regierung hätte durchaus viele Möglichkeiten das Anlegen in Bitcoin und co. noch attraktiver zu gestaltet - oder weniger unattraktiv - der Wille muss halt auch da sein.
Ich halte es für absolut sinnvoll, den Handel mit Kryptowährungen sicherer gegen Betrug und einfacher in der Nutzung zu machen. Ich glaube aber nicht, dass dies rechtfertigt, ihn für Menschen, die langfristig in Kryptowährungen, insbesondere Bitcoin, investieren wollen, weniger attraktiv zu machen. Die Motive von Langzeithaltern und kurzfristigen Händlern sind recht unterschiedlich.
Wenn man Menschen helfen will, Verluste zu vermeiden, sollte man sie über die Risiken aufklären, statt bestimmte Anlageformen indirekt unattraktiver zu machen. Zumindest die Abschaffung der Haltefrist sollte einen überzeugenden, faktenbasierten Grund haben. Das wäre mir wichtig.