Ich glaube und freue mich darauf, dass das
Hegota-Update nochmal einen deutlichen Paradigmenwechsel bei ETH hervorrufen wird. Das offchain auslagern in Layer-2-Netzwerke bietet ungeahnte Möglichkeiten, sich und das ganze Ökosystem "Ethereum" weiterzuentwickeln. Was man auf jedenfall jetzt schon sagen kann ist, dass das Ganze dadurch SEHR viel günstiger, schneller und skalierbarer wird UND es bietet besser geschützte Privatsphäre!

Hätte ich damals doch nur auf meinen Bruder gehört und mich am ICO direkt beteiligt...

Apropos, hier - das dürfte der Artikel sein... ...
Vitalik Buterin:
Ethereum wird bald keine Blockchain mehr seinAm Anfang war der Block. Und das bei Ethereum bereits vor über elf Jahren. Viele Hard und Soft Forks später hat sich das Netzwerk inzwischen so sehr vom klassischen Verständnis einer Blockchain entfernt, dass Vitalik Buterin von Ethereum nun als einer zukünftig "qualitativ anderen Art von System" redet. Mit dem anstehenden Upgrade Hegota soll sich also endlich die Vorherbestimmung zum Weltcomputer erfüllen: Eine Abwicklungsschicht zwischen analoger und digitaler Welt. Ethereum selbst würde dabei gewissermaßen immer weiter in den Hintergrund rücken. Doch wenn die Technologie wirklich so weit wäre, dass sie mit der Realität verschmilzt: Wäre das nicht irgendwie auch das Ende von Ethereum?
"Der kryptografische Weltcomputer"Bereits seit 2015 kursiert im Ethereum-Space das Konzept eines "World Computer". Auf dem Grundgerüst der Blockchain-Technologie sollte eine global verteilte, dezentral Rechenmaschine entstehen, offen und permissionless, ausgelegt für eine schier endlose Anzahl an Smart-Contract-Anwendungen. Damals klang das alles noch nach einem kühnen Unterfangen, heute scheint das Netzwerk diesem ehrgeizigen Ziel so nah wie nie zuvor.
So sieht es jedenfalls Vitalik Buterin. Mit dem für 2027 geplanten Upgrade Hegota sei die Blockchain nur wenige Schritte vom Weltcomputer entfernt. In einem Essay spricht Buterin sogar von der möglicherweise "letzten normalen Fork" – also "mit Funktionen und Technologien, die jemandem aus dem Jahr 2015 noch bekannt vorkommen würden".
https://twitter.com/VitalikButerin/status/2104160561374343176In der Roadmap markiere Hegota einen weiteren Wendepunkt. Perspektivisch konzentriere sich die Entwicklung anschließend darauf, Teile ihrer heutigen Architektur schrittweise auszulagern. Das ermögliche "wesentlich mehr günstige, skalierbare und private Hochsicherheits-Berechnung, als mit der Technologie der vorherigen Ära allein möglich gewesen wäre". Statt Berechnungen selbst auszuführen, soll die Blockchain zunehmend dazu dienen, Ergebnisse abzusichern. Das verändert die Rolle des Netzwerks grundlegend.
"Dies ist der 'kryptografische Weltcomputer': eine Verschiebung von Ethereum als reinem Ledger, auf den man wahllos Berechnungen und Daten werfen kann, die dann ausgeführt werden, hin zu einer Architektur, die Blockchains mit kryptografischer Privatsphäre und Verifikation sowie leistungsfähigen dezentralen Offchain-Komponenten kombiniert", so Buterin.
Verliert Ethereum seine Identität?
Ob man von Ethereum künftig noch als Blockchain oder als einem "kryptografischen Weltcomputer" spricht, ist mehr als nur Wortklauberei. Nicht nur technisch hat sich das Netzwerk seit seinen Anfängen stark gewandelt. Ethereum ist heute weniger ein einzelnes Projekt als vielmehr ein ganzes Ökosystem, die Summe seiner Teile. Dabei könnte es ein schmaler Grat sein zwischen sinnvoller Arbeitsteilung und einem Ethereum, das zu viele seiner Aufgaben ausgelagert hat.
Das gibt zumindest Ethereum-Entwickler Barnabé Monnot zu bedenken. "Die Kombinierbarkeit ist die Superkraft von Blockchains", schreibt er auf X. "Gerade der Zustand von Ethereum – und damit die dort gebündelte Liquidität und der offene Zugang dazu – trägt entscheidend zu den enormen Netzwerkeffekten des Netzwerks bei". Anwendungen sollten daher nicht auf externe Anbieter angewiesen sein.
https://twitter.com/barnabemonnot/status/2104260847975707013Krypto-Anwalt und MetaLeX-Mitgründer Gabriel Shapiro stellt dagegen den Mehrwert solcher Systeme grundsätzlich infrage. "Die Frage ist, wie groß die Nachfrage nach nachweisbasierten Systemen im Vergleich zu vertrauensbasierten Systemen ist", so Shapiro auf X. "PayPal sollte in Echtzeit nachweisen, dass es mein Geld tatsächlich hat“ – das scheint weder den PayPal-Kunden noch PayPal selbst noch den Aufsichtsbehörden von PayPal besonders am Herzen zu liegen. Sie verlassen sich eher auf den guten Ruf und das Rechtssystem als auf Nachweise".
https://twitter.com/lex_node/status/2104222550842589598Solche Feinheiten werden sich dann zeigen müssen. Auch, ob und in welchem Maße sich die technischen Entwicklungen womöglich auf die ETH-Kursentwicklung niederschlagen werden. Mit dem Wachstum der Layer-2s sind schon heute Kapitalverschiebungen sichtbar. Andererseits könnte sich die Nachfrage nach Ether mit Ethereum als "Weltcomputer" auch deutlich verstärken. Elf Jahre nach dem ersten Block ist Ethereum dem Weltcomputer so nah wie nie. Ob die Welt darauf gewartet hat, bleibt abzuwarten.