Da sieht man was nur die Sorge oder Spekulation auf einen Verkauf auslöst. Ein tatsächlicher Verkauf würde bestimmt dafür sorgen, dass wir wieder Kurse um die 50k herum wieder sehen. Ich bezweifle aber das sie verkaufen werden, denn mit sinkenden Kursen haben sie weniger Freude.
Naja, es ging ja um 411 Bitcoins. Viel weniger als die Tausenden Coins MSTR normalerweise in ein paar Wochen kauft.
Psychologisch könnte es trotzdem zu einem Dump führen. Ich habe mal in einem ähnlichen Fall 2024 - da ging es um die MtGox Coins und den "Bitcoinschatz" des LKA Sachsen (war das richtig?), also zwei potenzielle Verkäufe, die Angst am Markt ausgelöst haben - mir die genauen Kursbewegungen angeschaut, die in der gleichen Woche zu einem Dump um ca. 15% führten (damals war es so im 50-65k Bereich). Siehe
hier wenn es jemand interessiert.
Der Dump des LKA (waren ein paar Zehntausend, ich glaube ca. 30k) geschah zu einem anderen Zeitpunkt als die größten Verkäufe, und es wurden im stärksten Dump +100.000 Coins mehr "verkauft" als "gekauft". Von den Goxcoins waren zwar schon ein paar ausgezahlt worden, aber noch nicht zu Börsen bewegt.
Falls das zu kompliziert ist: Es handelte sich bei diesem Dump um eine reine Panikreaktion mit Liquidationen gehebelter Positionen, die Coins selbst, die den Dump ausgelöst hatten, waren noch gar nicht an irgendwelche Börsen transferiert gewesen.

Das Fazit ist also: Die Coins die von einem einzigen Akteur verkauft werden machen kaum was aus, es ist die Psychologie, die zählt, weil eine massive Panik ein viel größeres Ungleichgewicht am Markt auslöst. Selbst wenn MSTR massiv (also Zehntausende) Coins verkaufen würde, würde das im Tagesvolumen kaum auffallen, wenn es nicht gleichzeitig zu einem Panik-Dump käme ...
Das entwertet imo auch die Theorie, dass MSTR den Kurs bei eigenen Käufen signifikant "stützt" und dass er jetzt viel tiefer wäre wenn der edle Ritter Sellor nicht gekauft hätte

.
Naja, ich würde mal sagen, dass das schon einen relativ merkbaren Effekt hat, wenn ein Akteur rund 850.000 Bitcoin vom Markt nimmt. In verschiedenster Hinsicht, aber ab nem gewissen Level schürt das vermutlich eine gewisse psychologische Sicherheit, weil der Nachbar von nebenan sich dann vermutlich eher in seiner Kaufentscheidung bestärkt sieht, denn "Strategy - solche Experten - würden sich ja nie selbst ans Messer liefern". Das gilt jetzt erstmal nur für die Gesamtzahl.
Dass wöchentliche oder allgemein regelmäßige Käufe den Kurs wirklich stützen, das würde ich auch mal bezweifeln, also jetzt rein finanziell betrachtet. Und ich glaube übrigens, dass ein Einkauf weniger positiven Effekt auf den Markt hat als ein Verkauf negativen Effekt auf den Markt hat. Da sehe ich von der psychologischen Wirkung her eher asymmetrisches Potenzial.
Aber jetzt nochmal zu der Summe der bewegten Bitcoin: die ist wirklich vernachlässigter und wenn da mal jemand konkret drüber nachdenkt, dann ist das ja gar nichts, 411 Bitcoin sind weniger als 0,002% und allein das Detail würde mich jetzt nicht denken lassen, dass da große Pläne für Abverkäufe vorliegen.
Eine These könnte auch sein, dass Saylor grundsätzlich wissen will, wie die Elastizität der Marktteilnehmer in Bezug auf Strategy's Handlungen ist. Wenn er 411 Bitcoin bewegt und feststellt, dass nur bei Feststellung der Markt 2% nachgibt (sofern sich das auch glaubhaft in Verbindung bringen lässt), dann dürfte das schon ein Warnsignal sein, dass es nicht besonders klug wäre, demnächst dann irgendwann 14,000 Bitcoin zu bewegen Richtung Börse.
Ich bin grundsätzlich ziemlich sicher, dass Strategy die Marktreaktion vorab erstmal testen würde mit kleineren Beträgen, um dann entsprechend auch mögliche Handlungsweisen abzuleiten und für die Zukunft im Hinterkopf zu behalten. Dass die mal ein Szenario testen müssen für einen Abverkauf, das glaube ich schon.