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Hosp war doch auch superbärisch, oder hab ich da vor ein paar Seiten was falsch gelesen?

Ne ne, keine Sorge, ich teile euch da schon mit, was der Experte Nummer 1 zu sagen hat:

Er betont dann noch, dass er schon versteht, dass viele seiner Follower jetzt überrascht sein werden über seine Einschätzung, aber für ihn ist 1.000 Dollar nicht unrealistisch.
Dem Typen brennt so dermaßen der Helm. Er erzählt dann in jedem zweiten Video, wie krass er doch alle drei dicken Wellen geritten ist und er würde es sofort wieder machen, aber er weiß genau, dass dazu jetzt nicht die Zeit ist. Boah, also ich würd mich schämen, wenn ich den mit nem Klarnamen-Account auf Youtube abonniert hätte. Was der von sich gibt, ist schon echt Comedy pur.
Vielleicht ist die 2% Steigerung heute eine Reaktion auf Krugman? Sowas wie "endlich sagt wieder jemand, Bitcoin ist tot!"?

Das mit den mangelnden Fundamentals stimmt ja nur dann, wenn man Bitcoin als reines Spekulationsinstrument auffasst. Dass Bitcoin einfach mal eine Reihe von
Problemen des traditionellen Geldsystems löst, und daher "als Geld verwendet" eine wirklich fundamentale Innovation ist (wahrscheinlich gemeinsam mit generativer KI/LLMs die größte des 21. Jahrhunderts bisher) scheint an Leuten wie Krugman vorbeizugehen.
Selbst wenn Bitcoin irgendwann mal komplett abstürzen sollte, also selbst die härtesten Crashs der Vergangenheit übertroffen würden und ein Großteil der Miner aufgeben, könnte es aus diesem Grund immer wieder auferstehen, wenn die reale Nutzung als Geld wieder zunimmt. Es gibt ja Bitcoiner, die auf so ein Szenario sogar hoffen, damit Saylor und die ganzen Wall-Street-Spekulanten abgestraft werden ...
PS: Krugman hat auch
auf Substack was gepostet. Dort meinte er, sein Hauptgrund, warum diesmal etwas anders sei, sei die Politisierung von Bitcoin. Das eben viele 2024 Bitcoin gekauft hätten, die gedacht hätten, Trump würde Krypto groß machen. Diese seien nun enttäuscht worden.
Allerdings wäre ja gerade das (den Gedanken an sich finde ich nicht so schlecht) nicht ein fundamentaler Aspekt sondern etwas Vorübergehendes. Eher etwas typisches einer Bubble mit überzogenen Erwartungen. Und in ein paar Jahren (oder Monaten? oder sofort?) könnte dann die nächste "bullische Geschichte" über Bitcoin anrollen.
Ja aber welches Asset unterliegt denn keiner Politisierung? Das ist ein Argument, das auf jede Anlageklasse zutrifft. Der Finanzcrash 2007 war HÖCHST politisiert, die Bankenlobby hat alles, aber auch wirklich alles dafür getan bis in die höchsten Kreise, dass die Regulierung eingedämmt bleibt, damit sie weiter ihre MBS rebundlen, nochmal verticken können und am Ende auf Bad Banks auslagern können. Das ist alles Politik und hat mit gesundem Menschenverstand nichts zu tun.
Aber eine Frage stelle ich mir immer und die lässt mich auch nie los: Krugman ist Nobelpreisgewinner, d.h., dass er intellektuell nun wirklich zur Elite gehört und vor allem komplexe Zusammenhänge ausdifferenzieren und verstehen kann und vielleicht sogar Konsequenzen projizieren kann. Wenn so jemand das Fehlen der Fundamentals und des intrinsischen Werts bei Bitcoin kritisiert, weiß der das dann wirklich nicht besser oder ist er aus irgendeinem Grund einer Ideologie verpflichtet, die es ihm nicht erlaubt, ausgerechnet diese Innovation für gut und sinnstiftend zu befinden? Ich kann das nicht glauben, dass er es nicht besser weiß. Natürlich hat Bitcoin einen intrinsischen Wert und ich finde das nicht mal im Ansatz diskussionswürdig. Bill Gates gleiches Spiel, aber bei ihm spielt Berkshire Hathaway eine Rolle, verstehe ich noch.
Vor allem, wenn Milton Friedman
schon 1999 eine Welt mit einer digitalen Währung skizziert und das Thema beendet mit dem Satz, dass das sehr wichtig und hilfreich für die Menschheit wird, wie kann Krugman dann wirklich so intellektuell verdammt dünnes Zeug von sich geben? Das ist doch nicht Nobelpreisniveau. Es geht auch gar nicht darum, dass er zwangsläufig ein Fan sein muss von Bitcoin. Aber ihm ist doch wohl klar, dass man zumindest eine differenzierte Betrachtung erwarten darf von ihm und dass er keinem verklickern kann, dass er nicht einen einzigen positiven Aspekt an Bitcoin erkennt. Das ist doch lächerlich.
Ich glaube, die geben dann irgendwann sowas von sich, wenn sie so langsam in der Versenkung verschwinden und dann auf Biegen und Brechen mit einer Kontraposition mal wieder im Fernsehen landen können.