Danke für die Triggerwarnung

Ich finde den Thread und deine Gedanken sehr spannend. Vieles davon könnte tatsächlich zumindest kurzfristig Panik auslösen.
Eine Kombination aus mehreren deiner sechs Punkte wäre richtig bitter.
Allerdings denke ich auch, dass die Community (nennen wir es einmal so) mittlerweile zu groß ist – und nicht jeder verfolgt aktiv Nachrichten – um durch ein einzelnes Ereignis in extreme Tiefen zu stürzen.
Ein Strategy Abverkauf hätte natürlich ordentlichen Impact, ebenso wenn Satoshi seine BTC bewegt oder sogar verkauft.
Ein Scheitern der US-Reserve sehe ich aktuell jedoch nicht mehr als so relevant –> ein Zucken ja, aber keinen Absturz.
Ich finde es zwar unangenehm, darüber nachzudenken, aber auf der anderen Seite würden sich dadurch auch neue Möglichkeiten ergeben.
Wie du schon sagst, könnte das durchaus neue bzw. alte Leute zurückbringen oder bestehende, aktive Bitcoiner stärken und zu Nachkäufen motivieren. Zu dieser Gruppe würde ich auf jeden Fall gehören

Was man bei dem Szenario, das @d5000 da zeichnet, auch nicht vergessen darf, ist, dass wohl kaum jemand - auch kein Liquidator im Beispiel Saylor - den Markt mit einem einzigen, fetten Rutsch an Bitcoin fluten würde.
Die Firesale-Problematik in 2008 ging auf ein fundamental anderes Problem zurück, das im Grunde eine Kombination aus komplett giftigen Zuständen war.
1. Liquiditätskrise, weil Banken sich gegenseitig nichts mehr leihen wollten
2. Liquiditätskrise führt zu Verkaufsdruck von "Vermögenswerten" - "Firesales - koste / bringe es, was es wolle, wir müssen verkaufen, und zwar JETZT", denn
3. und jetzt wird's interessant, hier nochmal ne Grafik:

Hier seht ihr eine Grafik für ein Sale - Repackage - Resale - Rebundling of Repacked Assets - Sale - etc... Manche der MBS haben über 42 Stationen zurückgelegt und der Prozess zum Reverse-Engineering durch dtv-systems (Wallstreet-Experte) war nach Jahren nicht ansatzweise vollständig und die Banken wussten gar nicht mehr (kaum Nachverfolgbarkeit - Blockchain hätte das gelöst), wem jetzt wirklich was gehört hat. Also wollten sie so schnell wie möglich abstoßen, dadurch sind die MBS-Assets Richtung null gerauscht, dadurch sind die Balance-Sheets komplett gecrasht, und dadurch sind die ursprünglichen Liquiditätsengpässe noch weiter explodiert, und zwar nahezu im ganzen Sektor, bis auf ein paar Banken, die sich an der MBS-Spekulation nicht auf gefährdendem Level beteiligt haben.
Diese Round-Robin-Problematik, in der Banken zusammenhängen auf eine Weise, die sie dann selbst nicht mehr dokumentarisch nachvollziehen können bspw., ist heute so auch nicht mehr in dem Umfang möglich. Damals konnte man noch Papiere schreddern und das ist auch passiert.
Ein solches Szenario ist für Bitcoin nicht denkbar. Die MBS-Assets hatten irgendwann tatsächlich keinen Wert mehr (bzw. relativ keinen Wert mehr). Wenn Strategy pleite geht, dann hat ein Insolvenzverwalter auch bestimmte Aufgaben zu erfüllen, unter anderem mit einer gewissen Weitsicht die Liquidation vorzunehmen. Diese Weitsicht gab und konnte es auch nicht geben in der Finanzkrise, weil sich jeder am wichtigsten sein musste und handeln musste, so schnell es damals nur ging.
Ginge Strategy also nun pleite, dann weiß der Markt trotzdem, dass Bitcoin nicht nichts wert ist. Da kann nicht irgendein Kartenhaus umfallen, dass dann jedem zum Verkauf bringt. Und der Kaufdruck würde irgendwann kommen. Dass damals keiner auf die Idee kam, im ganz großen Stil die MBS aufzukaufen, ist nachvollziehbar
Eine Frage wäre also bei den gezeichneten Szenarien:
Warum sollte irgendwer von den großen Spielern alles auf einen Rutsch liquidieren?