Ein Szenario was ich im Gegensatz zu vielen anderen nicht sehen möchte. Mir ist es lieber Bitcoin bleibt so wie er bislang war und gilt als „make me rich“ Asset. Sicher wäre eine noch breitere Akzeptanz wie jetzt auch toll aber das sehe ich leider nicht als so großen Kurstreiber. Was die USA angeht befürchte ich, dass wir deren Peak an Bitcoinunterstützung schon hinter uns haben und in Zukunft nur mehr wenig kommen wird.
Die Sache ist halt dass das "make me rich" bei allen Assets nur in der Anfangsphase funktioniert, also dass du eine kleine Summe investierst und davon tatsächlich später reich wirst. Das ist einfach die Prämie für das Totalverlust-Risiko, wie bei Altcoins und Pennystocks auch.
Inzwischen ist der Bitcoin etabliert, er wäre eines der größten Unternehmen der Welt, und es gibt eigentlich nicht mehr den riesigen Kurstreiber der noch einmal zu einer Explosion führen könnte. Es gibt ein paar mögliche positive Black Swans, aber die halte ich für eher wenig wahrscheinlich, wie du auch schon in Bezug auf die USA (imo richtig) vermutest. Die "legal tender"-Welle ist auch wieder abgebbt.
Trotzdem, für eine globale Währung zum "soliden" Sparen und für internationale Transaktionen wäre Bitcoin weiter (wahrscheinlich deutlich) unterbewertet. Also irgendwas zwischen Gold-Konkurrenz und US-Dollar. Aber dazu ist er zu volatil. Das sehe ich derzeit als das Dilemma an, vor dem Bitcoin steht.
Und daher meine ich weiterhin: Wäre der Bottom bei knapp unter 60k schon erreicht, dann wäre das ein Fortschritt auf dem Weg zum "soliden" Spar-Asset und es könnte tatsächlich eine Euphorie entstehen, dass es diesmal klappt mit der Gold-Konkurrenz. Und das könnte uns schnell über das alte ATH schubsen und von 250k oder mehr träumen lassen.
Gehen aber die 70-80% Bärenmärkte weiter droht eine Stagnation wie bei Ethereum. Man muss diese Verluste ja immer wieder aufholen. 2023 waren dafür die ETFs notwendig, sonst hätte es länger gedauert. Kann noch gut für Trader sein, aber Hodler können wohl allerhöchstens die Inflation ausgleichen, oder es kommt gar zu einem langen Bärenmarkt (>5 Jahre) und wir sind wieder froh über niedrige fünfstellige Werte ...
Ja. Das hatte man eigentlich vor Jahren ganz anders erwartet. Überall oder vielmehr vielerorts bezahlen mit Bitcoin wurde erwartet.
Lightning sollte groß rauskommen . Was man so alles gelesen hatte. Leider ist nicht viel übrig davon.
Ein Global Player wie Amazon oder Alibaba wäre der absolute Kursbeflügler.
Ich sehe seit einigen Jahren wieder mehr Akzeptanz, wenn auch klar die ganz Großen noch auf sich warten lassen.
Lightning krankt eben wahrscheinlich daran, dass es 2017/18 als eierlegende Wollmilchsau beschrieben wurde. Man hatte ja damals sogar vor, das als Standard-Zahlungsoption in Bitcoin Core zu etablieren. Dabei ist es als "Prepaidkarte" die man bewusst für kleinere Beträge nimmt viel praktischer weil es das Problem der "Aufladung" hat. Ark dagegen könnte sich eher als "eigenständige" Option etablieren, wenn man dort auch einen "Provider" braucht, dem man aber nicht vertrauen muss.