~
Womit sich für mich die Frage stellt: wenn die Zyklustheorie irgendwann nicht mehr funktioniert, könnte es dann in Bärenmärkten weniger Support von Käufern geben, die an den Zyklus glauben? Oder ist es umgekehrt: Bullenmärkte dauern länger, weil man nicht mehr versucht das Zyklus-Top "mitzunehmen"? Vielleicht beides? Wird dadurch Bitcoin mehr oder weniger volatil?
IMO könnte es stark davon abhängen, ob der Zyklus im Bärenmarkt oder im Bullenmarkt bricht. Wenn der nächste Bulle also länger dauert als der Zyklus vorhersagt, wäre das insgesamt für das Sentiment bullischer als wenn Bitcoin bis 2029 ein neues ATH verfehlt und damit dem Muster von Ethereum folgt.
Aber "echte Adoption" würde sowieso alles wieder auf den Kopf stellen, das hat viel mehr Potential als solche spekulative Theorien

Vielleicht beides? Wird dadurch Bitcoin mehr oder weniger volatil?
Also ganz theoretisch weniger volatil, wenn wir das jetzt mal etwas isoliert betrachten. Man kann nie wissen, was für Effekte irgendwann nochmal hinzukommen, von denen wir jetzt noch nichts wissen, aber wenn der Glaube an ganz bestimmte Zeitpunkte für Spitzeneffekte abnimmt, dann dürfte sich die Volatilität damit insgesamt eher glätten. Nur das klingt schon wieder fast zu rational, um dann auch wirklich wahr zu sein. Allerdings hat die Zyklus-Theorie ja auch eine gewisse, schwer zu glaubende Rationalität. Man hat diese relativ exakten Zeitpunkte vor Augen und dann ist es auch noch wirklich so, dass alle ATH und alle ATL sich wiederholen, als wäre das irgendwo fest programmiert. Scheint mir so dermaßen gewöhnlich, dass es schon wieder ungewöhnlich ist
Aber wie gesagt, wenn sich dieses Stichtagsmomentum etwas auflöst, dann kann ja nur die logische Konsequenz sein, dass man weniger Kauf- und weniger Verkauf-Volumen zu den jeweiligen Zeitpunkten hat, weil sich das Volumen eher gleichmäßiger über das Jahr reallokiert. Ich glaube allerdings, dass sich diese Zeitpunkte nicht vollends ausschleichen werden in den nächsten Jahren, weil am Ende des Tages dann doch wieder die Psychologie am Start ist und sich Investoren jedenfalls in Teilen auch ein paar % nicht entgehen lassen wollen, wenn sie denn der Herde folgen. Aber ich glaube, dass das auch erklärt, warum es weniger volatil sein dürfte. Mal angenommen das Kauf- und Verkaufvolumen ist (einfach jetzt als Beispiel) 100 Milliarden insgesamt um die historischen ATL und ATH Zeitpunkte und insgesamt 80 Milliarden entfallen auf die Zeiträume ziemlich exakt um diese Extrema, und das breitet sich jetzt aus übers Jahr nach und nach und es entfallen irgendwann nur noch 50 Milliarden, dann irgendwann 30 Milliarden auf diese Zeiträume, dann wäre das immer noch ein signifikanter Anteil am Gesamtvolumen, aber eben deutlich weniger als noch zu den extremen Zeiten, wenn vor allem der Blockreward auch noch höher war.