Ich glaube nicht, dass wir allein aufgrund der Erholung einen signifikanten Preisanstieg sehen werden. Es geht mehr um Liquidität, Zinssätze und die Nachfrage nach BTC.
Ich glaube nach wie vor dass die Zinssätze (und auch die Aktienmärkte, die ja als "Barometer" für den risk-on/risk-off Ansatz gelten) eher kurzfristige und kleinere Kursbewegungen verursachen. Eine klare Korrelation sowohl positiver als auch negativer Zinssatzschwankungen mit längerfristigen Preisbewegungen ist mir nicht bekannt.
Diese Studie von 2023 besagt dass bei negativen Zinssatzänderungen Bitcoin typischerweise reagiert hat, aber bei positive (höhere Zinsen) nicht. Allerdings ist die Studie schon recht alt. Laut einer
anderen Studie gab es 2020 und 2022 Reaktionen des Bitcoinpreises auf QE-Programme und Leitzinssatzänderungen, die allerdings auch anders erklärt werden können (so kam die Einstellung eines QE-Programms im Juni 2022 einen Monat hinter dem Terra/Luna-Event, aber Bitcoin stürzte bereits vorher ab, genau während des Terra/Luna Krise, was einen Einfluss dieser Krise wahrscheinlicher macht, auch war der erste Crash Ende 2021/Anfang 2022 noch vor der ersten Fed-Leitzinsanhebung).
Die Nachfrage nach BTC kann sich ja auch aus der Quelle "Nachfrage nach Werterhaltung" ähnlich wie bei Gold ergeben, was dann zur Leitzinsentwicklung typischerweise konträr ist. Wenn man sich die
langfristige Preisentwicklung (200-Wochen-SMA) ansieht ist das schon recht attraktiv.