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Author Topic: Der Aktuelle Kursverlauf  (Read 5548811 times)
hv_
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April 06, 2018, 02:16:34 PM
 #74281

Schon verwunderlich wie so viele hier, einfach dieses schwarz weiß denken haben , "shitcoin" , letzten endes, kann hier niemand wissen welche Projekte in der Massenadaption ankommen.

Es lassen sich ein paar Grundlagen abklopfen, Nutzerfreundlichkeit , Sicherheit , Stabilität , Community , Team , Roadmap, welches Problem gelöst wird usw.

Aber letzten endes, ist Bitcoin nur eine Möglichkeit verschiedene Probleme zu lösen.

Ich vermute es ist schon so etwas was wie Gewohnheit , insbesondere von denen, die schon länger dabei sind , sich in ihre gemütliche Bitcoin decke ein zu rollen und die Augen zuzumachen.

Fakt ist , dass die Wahrscheinlichkeit das Bitcoin adaptiert wird etwas größer ist als von vielen anderen guten Coins . ( Community , Bekanntheit , Stabilität ist am größten)

Diese Wahrscheinlichkeit ist aber nicht so viel höher , dass darauf folgen könnte 100 % seiner Holdings in Bitcoin longterm zu halten, wer das macht , ist letzten endes der größte Gambler im Cryptobereich und schlicht weg unratzional.

Zum Kurs:

Wäre schön wenn er sich bald entscheiden würde , ob er durch die ca. 6450 $ Trendlinie bricht.





Ich dachte auch mal, Netscape sei der einzige Browser.

 Grin

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weaknesswaran
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April 06, 2018, 03:08:41 PM
 #74282

Ich stelle mich schonmal auf einen Bärenmarkt ein. Wie 2015 lauter gute News aber Kurs kennt nur eine Richtung.
hv_
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April 06, 2018, 03:24:02 PM
 #74283

Dann verstehe mal BTC + SW + LN + 2ndL...  da ist doch BCH viel leichter  Grin

Nun, Du kannst jeden Layer nacheinander abarbeiten. Noicht umsonst erwähnte ich den Begriff Bottum-Up-Ansatz.

Und jetzt versuche nur mal POS und alle seine Varianten und die entsprechenden Konsequenzen zu vestehen. Da schlackern Dir dann die Ohren.

Der Endanwender will es nicht verstehen, er will es einfach nutzen können. Oder hast Du dich gefragt wie schnell dein Benzin durch die Einspritzdüse strömt und weshalb das Relais für den Scheibenwischer eigentlich durchschaltet wenn man den Hebel betätigt?

Gut, aber jeder soll RasPi-verify... ?

Wenn tcp/ip überkomplex geworden wäre, gäb es das heute nicht mehr umd wir würden uns eines einfacheren Protokolls erfreuen. Ich bin mir sicher, es gab damals genügend Gegenkandidaten zu tcp/ip, die  aus Komplexizitäsgründen nicht mehr da sind.

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April 06, 2018, 05:07:22 PM
 #74284

Dann verstehe mal BTC + SW + LN + 2ndL...  da ist doch BCH viel leichter  Grin

Nun, Du kannst jeden Layer nacheinander abarbeiten. Noicht umsonst erwähnte ich den Begriff Bottum-Up-Ansatz.

Und jetzt versuche nur mal POS und alle seine Varianten und die entsprechenden Konsequenzen zu vestehen. Da schlackern Dir dann die Ohren.

Der Endanwender will es nicht verstehen, er will es einfach nutzen können. Oder hast Du dich gefragt wie schnell dein Benzin durch die Einspritzdüse strömt und weshalb das Relais für den Scheibenwischer eigentlich durchschaltet wenn man den Hebel betätigt?

Gut, aber jeder soll RasPi-verify... ?

Wenn tcp/ip überkomplex geworden wäre, gäb es das heute nicht mehr umd wir würden uns eines einfacheren Protokolls erfreuen. Ich bin mir sicher, es gab damals genügend Gegenkandidaten zu tcp/ip, die  aus Komplexizitäsgründen nicht mehr da sind.

Am segwit und LN ist nix kompliziert, wenn man Bitcoin versteht. Immer dieses blöde Argumente.

Übrigens das Eclair Wallet für Android funktioniert schon sehr gut und das versteht jeder Esel.
d5000
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April 06, 2018, 06:09:59 PM
 #74285

das sehe ich überhaupt nicht so, dass es egal ist wer/was/wo richtung crypto unterwegs ist, hauptsache crypto. für mich sind das alles betrüger oder vollidioten. bitcoin ist ein protokoll, es braucht keine 1600 weitere (schnellere, buntere, lol) protokolle.  es hat sich ja auch nur EIN internet etabliert und keine 1600 "internets".  das sind blutsauger. sie saugen innovation, vertrauen, kapital aus dem markt.

95% der 1600 Coins schon. Aber nicht 100%. Ein paar konkurrierende Protokolle wären imho schon gut, weil kein Protokoll perfekt ist. Der Grund, warum ich nicht nur auf Bitcoin setze, liegt darin, dass das Bitcoin-Protokoll meiner Meinung nach einige Nachteile hat, wie z.B. den Energieverbrauch. Es könnte Lösungen innerhalb des Protokolls geben (beim Energieverbrauch z.B. Solar-Mining), aber andere konkurrierende Lösungen (PoS, PoC) finde ich ebenfalls interessant, Ich finde es vollkommen legitim, dass man diese ausprobiert, aber auch in sie investieren kann und im Erfolgsfall belohnt wird.

Diesen premined Company-Coins dagegen kann ich nicht viel abgewinnen. Es gibt nur eine ganz kleine Zahl der premined Coins, die ich unterstützen würde, darunter Eth, Bitshares und Ardor - weil sie technische Experimente beinhalten, die ich persönlich interessant und unterstützenswert finde. Vielleicht kommen diese nach ausgiebigem Testen auch irgendwann ins Bitcoin-Protokoll zurück.

Natürlich bleibt Bitcoin eine viel größere Innovation als ETH oder gar EOS (siehe meine Diskussion mit Rent_a_Ray), aber es gibt interessante Dinge, die sich nicht damit realisieren lassen. Beispielsweise den Pegging-Mechanismus von Bitshares und Maker.

Quote
und noch weniger stimme ich dir zu, dass diese zersplitterung in viele protokolle etwas mit grösserer dezentralität zu tun hat. EIN dezentrales protokoll ist schon dezentral, es wird nicht dezentraler, wenn sich 1000 ponzis dran hängen.
Du siehtst das meiner Meinung nach etwas arg schwarz-weiß. Ein dezentrales Protokoll kann z.B. einen fatalen Fehler beinhalten - wenn es ein Ausweichprotokoll gibt, um so besser. Ich brauche auch nicht viele Protokolle. Ein paar gute reichen Wink

mezzomix
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April 06, 2018, 06:39:38 PM
 #74286

Du siehtst das meiner Meinung nach etwas arg schwarz-weiß. Ein dezentrales Protokoll kann z.B. einen fatalen Fehler beinhalten - wenn es ein Ausweichprotokoll gibt, um so besser. Ich brauche auch nicht viele Protokolle. Ein paar gute reichen Wink

Das gilt für Protokolle, aber nicht für Geld. Denn Bitcoin ist eben nicht nur das Protokoll, sondern gleichzeitig auch ein Geldsystem. Nebenbei wäre ein alternatives Protokoll zur Absicherung  wünschenswert, aber damit tut man sich auch an anderer Stelle schwer. Schaut euch nur mal das - 20 Jahre alte - IPv6 an. Beim Geld sieht die Sache dagegen, ähnlich wie bei den Sprachen, anders aus. Es ist kein Vorteil, mit anderen nicht handeln zu können oder sich nicht verständigen zu können. Ein freies(!) Geldsystem hat hier durchaus Vorteile. Diese würden von vielen parallelen Geldsystemen zunichte gemacht, selbst wenn diese dezentral und frei wären (was für die meisten Altcoins sowieso nicht gilt).
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April 06, 2018, 09:35:06 PM
Merited by fronti (1)
 #74287

Das gilt für Protokolle, aber nicht für Geld. Denn Bitcoin ist eben nicht nur das Protokoll, sondern gleichzeitig auch ein Geldsystem.
Ich denke, du beziehst dich hier auf die Knappheit der Einheiten (Begrenzung auf 21 Mio.). Das würde darauf hinauslaufen, dass die Early Adopters eine extreme, oligopolistische Machtfülle auf sich vereinigen würden. Keine gute Voraussetzung für ein Geldsystem. (Ja, ja, jetzt wird wieder gleich das Totschagargument "Neiddebatte!!" kommen)

Im Übrigen ist die Knappheit auch bei mehreren konkurrierenden Kryptogeldsystemen gegeben, da es keinen Markt für unbegrenzt viele Coins gibt, genauso wie es keinen Markt für unbegrenzt viele Weltwährungen gibt. Bitcoin darf gern der "Dollar des Kryptouniversums" sein, aber ich hätte daneben noch gern einen Yuan und einen Euro, z.B.. Wink

Quote
Beim Geld sieht die Sache dagegen, ähnlich wie bei den Sprachen, anders aus. Es ist kein Vorteil, mit anderen nicht handeln zu können oder sich nicht verständigen zu können. Ein freies(!) Geldsystem hat hier durchaus Vorteile. Diese würden von vielen parallelen Geldsystemen zunichte gemacht, selbst wenn diese dezentral und frei wären (was für die meisten Altcoins sowieso nicht gilt).

Wie gesagt, ich bevorzuge nicht viele Geldsysteme, sondern einige, vielleicht 10 größere und daneben kleinere mit Nischenanwendungen (z.B. In-Game-Currencies) und Nicht-Währungs-Finanzprodukten, z.B. Flugmeilen, Aktien usw..
Handeln kann man auch bei mehreren Geldsystemen trotzdem sehr einfach. Wir haben ja inzwischen die ersten massentauglichen Atomic-Swap-Protokolle wie BarterDEX, und dazu kommt dann noch Lightning. Von zentralisierten Anbietern ganz abgesehen, die auch wohl nicht so schnell aussterben werden, da sie tendenziell für nicht-Techies einfacher zu bedienen sind (Beispiel Shapeshift).

Dass mehrere Blockchains mehr Kapazität haben als eine, kommt dazu.

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April 07, 2018, 04:20:09 PM
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 #74288

Das gilt für Protokolle, aber nicht für Geld. Denn Bitcoin ist eben nicht nur das Protokoll, sondern gleichzeitig auch ein Geldsystem.
Ich denke, du beziehst dich hier auf die Knappheit der Einheiten (Begrenzung auf 21 Mio.). Das würde darauf hinauslaufen, dass die Early Adopters eine extreme, oligopolistische Machtfülle auf sich vereinigen würden. Keine gute Voraussetzung für ein Geldsystem. (Ja, ja, jetzt wird wieder gleich das Totschagargument "Neiddebatte!!" kommen)

Wieso sollte Ungleichverteilung ein Problem für ein Geldsystem sein? Ich glaube, es spielt überhaupt keine Rolle, ob Du ein neues Geldsystem mit oder ohne Gleichverteilung startest, am Ende steht immer eine Ungleichverteilung.

Das liegt ganz einfach daran, dass die meisten Menschen mit Geld nicht richtig umgehen können bzw. unfähig sind ihre Konsumwünsche so zu zügeln, dass es zu einem realen Vermögensaufbau kommt. Das Kapital sammelt sich dann automatisch im Laufe der Zeit bei einer Minderheit, die sparsamer und produktiver ist.

Das ist absolut gerecht und nicht zu beanstanden, denn jeder hat ja die Möglichkeit, sich anders zu verhalten.

Im Übrigen ist die Knappheit auch bei mehreren konkurrierenden Kryptogeldsystemen gegeben, da es keinen Markt für unbegrenzt viele Coins gibt, genauso wie es keinen Markt für unbegrenzt viele Weltwährungen gibt. Bitcoin darf gern der "Dollar des Kryptouniversums" sein, aber ich hätte daneben noch gern einen Yuan und einen Euro, z.B.. Wink

Wozu bitte sollte man mehrere gleichartige Kryptowährungen brauchen? Bloß weil es historisch gesehen national unterschiedliche Fiat-Währungen gegeben hat?

Eine sinnvolle Grundlage für alternative Währungen besteht denke ich nur dann, wenn sie eine wirklich andere Funktionalität besitzen und eine deutlich andere Markdynamik haben.

Nicht falsch verstehen: Ich bin ganz klar für einen freien Währungswettbewerb (ob Krypto, Edelmetalle oder getrocknete Tomaten ist ja egal). Aber irgendwelche Bitcoin-Klone braucht kein Mensch. Die werden sich langfristig auch nicht durchsetzen.

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April 07, 2018, 05:17:00 PM
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 #74289

...Wieso sollte Ungleichverteilung ein Problem für ein Geldsystem sein? Ich glaube, es spielt überhaupt keine Rolle, ob Du ein neues Geldsystem mit oder ohne Gleichverteilung startest, am Ende steht immer eine Ungleichverteilung.

Das liegt ganz einfach daran, dass die meisten Menschen mit Geld nicht richtig umgehen können bzw. unfähig sind ihre Konsumwünsche so zu zügeln, dass es zu einem realen Vermögensaufbau kommt. Das Kapital sammelt sich dann automatisch im Laufe der Zeit bei einer Minderheit, die sparsamer und produktiver ist.

Das ist absolut gerecht und nicht zu beanstanden, denn jeder hat ja die Möglichkeit, sich anders zu verhalten...

Das ist sowas von kleingeistig! Diese These mag vielleicht für einen kleinen Ausschnitt an Menschen (unter Laborbedingungen) stimmen, die gleiche Startbedingungen hatten. Nach Möglichkeit gleicher Gesundheitszustand, gleiche Intelligenz, Körperstärke und Kondition; es darf keine unvorhergesehenen familiären Tragödien oder körperliche und seelische Erkrankungen geben... Und nur dann wäre durchaus möglich, dass "realer Vermögensaufbau" etwas mit Disziplin und Einstellung zu tun hat!
Und schon überhaupt völlig verblendet ist es, diese These auf die real existierenden Verhältnisse auf dem Globus anzuwenden!
- Ein Schuldgeldsystem, welches über Dekaden in aller Raffinesse erschaffen wurde, um die Macht und den Besitz in den Händen Weniger zu konzentrieren.
- ganze Regionen der Erde, die von stärkeren Industrienationen ausgebeutet und vergewaltigt werden.
diese Liste könnte man unendlich ausweiten...
Erzähl` doch mal dem Fischer von São Tomé, dem die riesige europäische Fischfangflotte seine Lebensgrundlage geraubt hat, dass er mit der richtigen Einstellung und gezügelten Konsumwünschen auch nicht arm sein müsste!

Mag ja nun also sein, dass man (du) sich, irgendwo in seinem Dorf in Oberbayern sitzend, seine Nachbarn anschaut und denkt: "Tja, ganz schön blöd, wie verschwenderisch der Seppl ist! Da ist es nur gerecht, dass ich am Ende des Tages mehr auf der hohen Kante habe! Schließlich kaufe ich mir nur alle zehn Jahre einen neuen Mercedes..."


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April 07, 2018, 06:08:18 PM
Last edit: April 07, 2018, 06:23:57 PM by doc12
 #74290

...Wieso sollte Ungleichverteilung ein Problem für ein Geldsystem sein? Ich glaube, es spielt überhaupt keine Rolle, ob Du ein neues Geldsystem mit oder ohne Gleichverteilung startest, am Ende steht immer eine Ungleichverteilung.

Das liegt ganz einfach daran, dass die meisten Menschen mit Geld nicht richtig umgehen können bzw. unfähig sind ihre Konsumwünsche so zu zügeln, dass es zu einem realen Vermögensaufbau kommt. Das Kapital sammelt sich dann automatisch im Laufe der Zeit bei einer Minderheit, die sparsamer und produktiver ist.

Das ist absolut gerecht und nicht zu beanstanden, denn jeder hat ja die Möglichkeit, sich anders zu verhalten...

Das ist sowas von kleingeistig! Diese These mag vielleicht für einen kleinen Ausschnitt an Menschen (unter Laborbedingungen) stimmen, die gleiche Startbedingungen hatten. Nach Möglichkeit gleicher Gesundheitszustand, gleiche Intelligenz, Körperstärke und Kondition; es darf keine unvorhergesehenen familiären Tragödien oder körperliche und seelische Erkrankungen geben... Und nur dann wäre durchaus möglich, dass "realer Vermögensaufbau" etwas mit Disziplin und Einstellung zu tun hat!
Und schon überhaupt völlig verblendet ist es, diese These auf die real existierenden Verhältnisse auf dem Globus anzuwenden!
- Ein Schuldgeldsystem, welches über Dekaden in aller Raffinesse erschaffen wurde, um die Macht und den Besitz in den Händen Weniger zu konzentrieren.
- ganze Regionen der Erde, die von stärkeren Industrienationen ausgebeutet und vergewaltigt werden.
diese Liste könnte man unendlich ausweiten...
Erzähl` doch mal dem Fischer von São Tomé, dem die riesige europäische Fischfangflotte seine Lebensgrundlage geraubt hat, dass er mit der richtigen Einstellung und gezügelten Konsumwünschen auch nicht arm sein müsste!

Mag ja nun also sein, dass man (du) sich, irgendwo in seinem Dorf in Oberbayern sitzend, seine Nachbarn anschaut und denkt: "Tja, ganz schön blöd, wie verschwenderisch der Seppl ist! Da ist es nur gerecht, dass ich am Ende des Tages mehr auf der hohen Kante habe! Schließlich kaufe ich mir nur alle zehn Jahre einen neuen Mercedes..."



Ich bin einer Ähnlichen Meinung wie er.  Natürlich gibt es persönliche Katastrophen, die die Vermögensbildung unmöglich machen. Aber alles in allem bin ich mir ziemlich sicher, wenn man allen Menschen gleich viel geben würde, hatten man in einige Jahrzehnten annähernd das Gefälle wie jetzt. Die Gründe dafür sind sicher sehr facettenreich und du hast mit deinen Agumenten auch größtenteils Recht, nur ändert das nichts an der Natur des Menschen.

Und das Schuldgeldsystem ist scheiße, aber davor war es für den Großteil der Leute nicht besser, im Gegenteil. Wahrscheinlich war das vormögen noch nie so "gut" verteilt wie in den letzten 70 Jahren, auch wenn das verrückt klingt.
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April 07, 2018, 06:33:28 PM
 #74291

Wieso sollte Ungleichverteilung ein Problem für ein Geldsystem sein? Ich glaube, es spielt überhaupt keine Rolle, ob Du ein neues Geldsystem mit oder ohne Gleichverteilung startest, am Ende steht immer eine Ungleichverteilung.
Das mag ja sein - ich habe ja auch nichts gegen etwas Ungleichheit. Aber eine extreme Ungleichverteilung, die eine Gruppe zur Folge hätte, die man durchaus als einen neuen Adel bezeichnen könnte, ist auch nicht gut. Zumal sich darunter Leute wie dieser Popescu befinden, die weder wirklich etwas geleistet haben noch mit ihrem Geld besonders zum Wohl der Menschheit beitragen werden  Roll Eyes  (Klar, Kim Jong Un ist auch böse und schwerreich, aber M.P. dürfte ihn bei einer BItcoin-Weltwährung mit 1 Mio $/BTC deutlich übertreffen)

Dass Early Adopter einer bahnbrechenden neuen Technologie "reich" sind oder werden kann man nicht verhindern und ist auch (im begrenzten Maße) OK. Aber innerhalb eines monopolartigen Geldsystems, zu welchem jede Alternative verpönt sein soll - wie ja Bitcoin-Maximalisten fordern - wäre das absolut nicht mehr gesund für die Wirtschaft. Es würden sich konservativ-statische und eventuell ausbeuterische Strukturen herausbilden, wie es im Feudalismus der Fall war.

Das ist absolut gerecht und nicht zu beanstanden, denn jeder hat ja die Möglichkeit, sich anders zu verhalten.
Ist OT, aber doch einen Kommentar dazu: Den kursiven Teil halte ich für einen Trugschluss. Denk mal drüber nach, wo das "Geld" und der "Wohlstand" generell der "Reichen" herkommt. Oder: Könnten alle Menschen "reich" sein? (Geht imho rein theoretisch, aber dafür müsste sich einiges ändern.)

Wozu bitte sollte man mehrere gleichartige Kryptowährungen brauchen?
Wo habe ich von "gleichartigen" gesprochen? Am besten wäre es, wenn die großen Kryptowährungen gut unterscheidbar wären und unterschiedliche Ansätze verfolgen würden. Gerade da sehe ich die Legitimität von Altcoins wie Eth, Ardor, EOS, Burst usw.

Das mit Euro, Dollar, Yuan usw. war nur ein bildhafter Vergleich - und auch diese Fiat-Währungen unterscheiden sich schon in ihrer Funktionsweise deutlich voneinander.

NIZZAONE
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April 07, 2018, 07:00:45 PM
 #74292

...wenn man allen Menschen gleich viel geben würde, hatten man in einige Jahrzehnten annähernd das Gefälle wie jetzt...

wenn du den Reichtum der Welt natürlich wieder in die gleiche Gußform schüttest, bzw. wenn du nun jedem gleich viel gibst, jedoch die Strukturen, Mitbestimmungsmöglichkeiten, Machtzentren und Ressourcenverteilung gleich bleiben... Dann ja! d'ac­cord! Am Ende gewinnt immer die Bank!
"Jeder ist seines Glückes Schmied..." und "hätte, hätte Blockchainkette..." sind mir da einfach zu billig!

Zumindest die Erkenntnis hat ja schonmal was

...das Schuldgeldsystem ist scheiße, aber davor war es für den Großteil der Leute nicht besser, im Gegenteil....

es ist im Prinzip, wie es immer war! König, Adel, Kaufleute (10%) vs. der Pöbel (90%) - Superreiche, Politiker, Banker (10%) vs. wir (90%) - und der Reichtum ist mind. reziprok hierzu verteilt...
Ich empfinde es daher irgendwie als wenigstens arrogant, aus einer vermeintlichen Position des Wohlstandes heraus, zu behaupten, dass die armen Penner, Krüppel, Afrikaner und sonstwelche Menschen, die fressen was ich wegwerfe, das definitiv selbst verschuldet haben! (mangels Konsumzügelung etc.)

Quote from: Johann Wolfgang von Goethe
Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein.

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busta
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April 07, 2018, 07:11:42 PM
 #74293

Gibt es eigentlich noch bitcoiner hier oder haben die letzten ausgecashed und übrig sind die Shitcoin-propheten mit ihren üblichen "Argumenten"?

Hat ether oder EOS oder <Shitcoin deiner wahl> keine Diskussionsplattform? Da könnt ihr euch dann herrlich mit gleichgesinnten darüber unterhalten wie scheisse, teuer, veraltet und unnötig der Coin mit der größten Entwicklungsarbeit im Blockchainsektor ist.

Ja, hier. Bitcoiner & Altcoiner seit 2013 der sein Portfolio stetig aufgebaut hat aber sich auch nicht ärgert wenn alles zum Anfang zurückkehrt.
Es gibt temporäre Übertreibungen im Markt allerdings sehe ich Bitcoins & Co immer noch als Nerd-Spielwiese an und solange bleibe ich engagiert. Sollten Cryptos Massenkompatibel werden sehen wir ganz andere Werte als heute. Wir haben im Crypto Bereich vielleicht gerade die erste Adaptionswelle wie damals bei den Koffergroßen Mobiltelephonen erreicht. Klobig, schwer, schlechte Verbindungen, unhandlich aber doch nützlich und interessant. Viele Anbieter werden sich nicht durchsetzten und ein paar werden neue Innovationswellen auslösen bis sie nicht mehr wegzudenken sind im Alltag.

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April 07, 2018, 08:05:01 PM
Merited by Lincoln6Echo (1)
 #74294

Mal zurück zum Kurs Wink

Ich habe das Gefühl, das Sentiment dreht wieder etwas. Grund könnte die zweimalige Bestätigung der $6500-Region sein, ohne dass das vorige $6000-Low ernsthaft von den Bären gefährdet werden könnte. Bei $7500 könnte sich demnach ein Double Bottom und damit ein Kaufsignal einstellen.

Allerdings wird auch diese Rally ein temporäres Phänomen bleiben und der Bärenmarkt danach höchstwahrscheinlich weitergehen, aber insgesamt weniger volatil sein. Immerhin flacht die Abnahme des Interesses am Suchbegriff "Bitcoin" bei Google Trends inzwischen deutlich ab, d.h. Bitcoin erreicht wieder einen "neuen Normalbereich". Ich kann mir daher gut vorstellen, dass es noch ein paar Wochen bis Monate dauern wird, bis die $6000 endgültig fallen.

Vielleicht liege ich aber auch falsch und zidane hat recht und Bitcoin ist tot Grin

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April 07, 2018, 08:54:50 PM
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 #74295

Vielleicht liege ich aber auch falsch und zidane hat recht und Bitcoin ist tot Grin

ich weiss nur, dass John McAfee seinen dick behalten möchte!  Grin

https://bircoin.top/

deshalb knacken wir das ATH in Q4 2018.

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April 07, 2018, 09:10:31 PM
Merited by Greshamsches Geld (1)
 #74296

...Wieso sollte Ungleichverteilung ein Problem für ein Geldsystem sein? Ich glaube, es spielt überhaupt keine Rolle, ob Du ein neues Geldsystem mit oder ohne Gleichverteilung startest, am Ende steht immer eine Ungleichverteilung.

Das liegt ganz einfach daran, dass die meisten Menschen mit Geld nicht richtig umgehen können bzw. unfähig sind ihre Konsumwünsche so zu zügeln, dass es zu einem realen Vermögensaufbau kommt. Das Kapital sammelt sich dann automatisch im Laufe der Zeit bei einer Minderheit, die sparsamer und produktiver ist.

Das ist absolut gerecht und nicht zu beanstanden, denn jeder hat ja die Möglichkeit, sich anders zu verhalten...

Das ist sowas von kleingeistig! Diese These mag vielleicht für einen kleinen Ausschnitt an Menschen (unter Laborbedingungen) stimmen, die gleiche Startbedingungen hatten. Nach Möglichkeit gleicher Gesundheitszustand, gleiche Intelligenz, Körperstärke und Kondition; es darf keine unvorhergesehenen familiären Tragödien oder körperliche und seelische Erkrankungen geben... Und nur dann wäre durchaus möglich, dass "realer Vermögensaufbau" etwas mit Disziplin und Einstellung zu tun hat!
Und schon überhaupt völlig verblendet ist es, diese These auf die real existierenden Verhältnisse auf dem Globus anzuwenden!
- Ein Schuldgeldsystem, welches über Dekaden in aller Raffinesse erschaffen wurde, um die Macht und den Besitz in den Händen Weniger zu konzentrieren.
- ganze Regionen der Erde, die von stärkeren Industrienationen ausgebeutet und vergewaltigt werden.
diese Liste könnte man unendlich ausweiten...
Erzähl` doch mal dem Fischer von São Tomé, dem die riesige europäische Fischfangflotte seine Lebensgrundlage geraubt hat, dass er mit der richtigen Einstellung und gezügelten Konsumwünschen auch nicht arm sein müsste!

Mag ja nun also sein, dass man (du) sich, irgendwo in seinem Dorf in Oberbayern sitzend, seine Nachbarn anschaut und denkt: "Tja, ganz schön blöd, wie verschwenderisch der Seppl ist! Da ist es nur gerecht, dass ich am Ende des Tages mehr auf der hohen Kante habe! Schließlich kaufe ich mir nur alle zehn Jahre einen neuen Mercedes..."

[Propagandabild]

Dein emotional aufgewühlter linksideologischer Beitrag enthält leider kein wirklich durchdachtes Argument gegen die von mir vertretene These. Der Status Quo ist eben gerade das Resultat der Unfähigkeit der meisten Menschen, Geld und Macht langfristig zu sichern.

Wenn Du alle Fischer von São Tomé zu Millionären machst, was glaubst Du, würde passieren? Wären alle auch nach 10 Jahren noch reich? Mit Sicherheit nicht!

Die Annahme, dass die Gleichverteilung von Kapital und Ressourcen ein dauerhaft gleiches Equilibirium zwischen Individuen erschafft, ist naives, völlig verkürztes Denken. Darauf fußt ja die sozialistische Ideologie. Sie ist zwar wohlmeinend, aber letztendlich fehlgeleitet, wirkungslos und diktatorisch gegen die Freiheit des Einzelnen (sein Glück selbst zu finden) gerichtet.


Dass Early Adopter einer bahnbrechenden neuen Technologie "reich" sind oder werden kann man nicht verhindern und ist auch (im begrenzten Maße) OK. Aber innerhalb eines monopolartigen Geldsystems, zu welchem jede Alternative verpönt sein soll - wie ja Bitcoin-Maximalisten fordern - wäre das absolut nicht mehr gesund für die Wirtschaft. Es würden sich konservativ-statische und eventuell ausbeuterische Strukturen herausbilden, wie es im Feudalismus der Fall war.

Du vermischst in Deinem Argument zwei unterschiedliche Währungsmonopole:
1. ein staatliches Monopol einer zwangsweise auferlegten inflationären Fiat-Währung
2. ein natürliches herausgebildetes Monopol einer deflationären Währung des freien Marktes

Nur das erstere fördert feudalistische Strukturen, indem es alle zur Akzeptanz einer inflationären Währung zwingt, aber nur den Wohlhabenderen einen (unter Berücksichtigung der Investitionskosten) wirksamen Zugang zum Schutz vor Geldentwertung offen lässt.
Deflationär wirkende Krypto-Währungen benachteiligen Ärmere hinsichtlich des Vermögensschutzes hingegen nicht.
 
Das ist absolut gerecht und nicht zu beanstanden, denn jeder hat ja die Möglichkeit, sich anders zu verhalten.
Ist OT, aber doch einen Kommentar dazu: Den kursiven Teil halte ich für einen Trugschluss. Denk mal drüber nach, wo das "Geld" und der "Wohlstand" generell der "Reichen" herkommt. Oder: Könnten alle Menschen "reich" sein? (Geht imho rein theoretisch, aber dafür müsste sich einiges ändern.)

Es geht ja gar nicht darum, dass alle gleichzeitig "reich" sein können. Es geht darum, dass jeder einzelne theoretisch die Chance hat, sich klüger zu verhalten als seine Mitmenschen und dadurch "reich" werden kann.

Und eine gewisse Chance, selbst etwas an seinem Schicksal zum Positiven zu verändern, die besteht immer: Wer hätte gedacht, dass die Idee von Satoshi, die mit Null Kapital begonnen hat jetzt mit Milliarden an Fiat bewertet wird?

Wozu bitte sollte man mehrere gleichartige Kryptowährungen brauchen?
Wo habe ich von "gleichartigen" gesprochen? Am besten wäre es, wenn die großen Kryptowährungen gut unterscheidbar wären und unterschiedliche Ansätze verfolgen würden. Gerade da sehe ich die Legitimität von Altcoins wie Eth, Ardor, EOS, Burst usw.

Das mit Euro, Dollar, Yuan usw. war nur ein bildhafter Vergleich - und auch diese Fiat-Währungen unterscheiden sich schon in ihrer Funktionsweise deutlich voneinander.

Ja, für mich sind die Fiat-Währungen halt alle irgendwie gleich. Der eine inflationiert halt was mehr als der andere... Cheesy

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April 07, 2018, 10:17:16 PM
 #74297

Vielleicht liege ich aber auch falsch und zidane hat recht und Bitcoin ist tot Grin

ich weiss nur, dass John McAfee seinen dick behalten möchte!  Grin

https://bircoin.top/

deshalb knacken wir das ATH in Q4 2018.

haha das ist ja eine super Seite! Tongue

Ich glaube trotzdem nicht, dass er die Wette gewinnt.
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April 07, 2018, 10:56:51 PM
 #74298

@flora_digitalis:
ist ja logisch, dass ich mit meiner linksgrünversifften Gutmenschen-Weltanschauung, deine Legende vom Glück des Einzelnen nicht hören mag...
Immerhin: mit deinem [Propagandabild] hast du mich doch noch zum Schmunzeln gebracht. Touché

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April 07, 2018, 11:46:07 PM
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 #74299

Aber innerhalb eines monopolartigen Geldsystems, zu welchem jede Alternative verpönt sein soll - wie ja Bitcoin-Maximalisten fordern - wäre das absolut nicht mehr gesund für die Wirtschaft. Es würden sich konservativ-statische und eventuell ausbeuterische Strukturen herausbilden, wie es im Feudalismus der Fall war.
Du vermischst in Deinem Argument zwei unterschiedliche Währungsmonopole:
1. ein staatliches Monopol einer zwangsweise auferlegten inflationären Fiat-Währung
2. ein natürliches herausgebildetes Monopol einer deflationären Währung des freien Marktes
Eigentlich meine ich eine dritte Art von Monopol: ein durch dominante Medien-Konglomerate der wohlhabenden Schicht (Bitcoin-Early Adopter) gefördertes Quasi-Monopol. Das ist weder natürlich noch staatlich, sondern ich würde es "oligarchisch" nennen.
"Natürlich" wäre imho eher ein System mit wenigen (teilweise konkurrierenden, teilweise komplementären) großen und vielen kleinen Währungen. Quasi so wie heute, nur halt (hoffentlich) größer. Warum? Weil das Investieren und "dafür belohnt werden" eben ein natürlicher marktwirtschaftlicher Vorgang ist und durch Kryptowährungen so einfach gemacht wird wie nie zuvor. Es gibt immer - zumindest bei einer hinreichend guten technischen oder soziologisch/ökonomischen Idee - einen Anreiz, einen Altcoin zu kreieren und auch zu unterstützen. Ein Netzwerk aufzubauen ist ja dank Cross-Chain-Trading und Akteuren wie Shapeshift oder Coinpayments nicht schwer, weshalb keinem Coin - auch nicht Bitcoin - ein statischer, "ewiger" Netzwerkeffekt, der alle anderen übertrifft, gelingen wird.

Deswegen wird ein Bitcoin-Monopol (sagen wir mal: mit mehr als 60-70% Dominanz) nur über medialen Druck funktionieren, der natürlich von den Early Adoptern - dem Adel sozusagen Wink - ausgehen wird.
 
Es geht ja gar nicht darum, dass alle gleichzeitig "reich" sein können. Es geht darum, dass jeder einzelne theoretisch die Chance hat, sich klüger zu verhalten als seine Mitmenschen und dadurch "reich" werden kann.
Nein, denn die Chance, "reich" zu werden, hängt immer davon ab, dass es auch "Dümmere" gibt, von denen man Wohlstand abschöpfen kann. Und wenn sich wirklich jeder sozusagen selbst optimiert, gibt es dennoch welche, die einfach Pech haben, d.h. es lohnt sich nicht für alle das Optimieren anzustreben, nur für die klügeren/talentierteren.

Quote
Und eine gewisse Chance, selbst etwas an seinem Schicksal zum Positiven zu verändern, die besteht immer: Wer hätte gedacht, dass die Idee von Satoshi, die mit Null Kapital begonnen hat jetzt mit Milliarden an Fiat bewertet wird?
Gerade das ist doch ein gutes Beispiel, das die Chance eines wirklichen "Treffers" verschwindend gering ist. Beispiel: Tim Berners-Lee z.B. ist zwar nicht arm, aber seine Erfindung des WWW - noch mal deutlich folgenreicher als die von Satoshi - hat ihm weniger Geld eingebracht als Bitcoin Satoshi (wenn der überhaupt noch lebt).

fsm247
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April 08, 2018, 09:54:05 AM
 #74300

@flora_digitalis:
ist ja logisch, dass ich mit meiner linksgrünversifften Gutmenschen-Weltanschauung, deine Legende vom Glück des Einzelnen nicht hören mag...

Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.
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