Bitcoin Forum
July 16, 2019, 09:14:28 AM *
News: Latest Bitcoin Core release: 0.18.0 [Torrent] (New!)
 
   Home   Help Search Login Register More  
Pages: « 1 ... 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 [77] 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 »
  Print  
Author Topic: Bitcoin & die Steuer - FAQ  (Read 82759 times)
Kryptotaxpert
Member
**
Offline Offline

Activity: 96
Merit: 45

...Steuerberater können das!


View Profile WWW
March 25, 2018, 11:53:36 AM
Last edit: March 25, 2018, 12:04:18 PM by Kryptotaxpert
Merited by qwk (2)
 #1521

Hey, das freut mich aber, dass der DWS da was rausgebracht hat!

Was steht denn in dem 1829 zu Hard Forks drin? Wie werden diese versteuert?

Grüße!

Ich hab den Artikel nicht gelesen, da ich diese Zeitschrift nicht habe, ich schieße darum mal ins "blaue". Versteuerung des aus dem Fork neu erhaltenen Coins nach § 22 Nr. 3 EStG bei Verkauf gegen Fiat oder Tausch gegen andere Coins, Steuerfreiheit nach einem Jahr tritt in Ermangelung von Anschaffungskosten nicht ein, keine Rechtsnachfolge aus der "alten" Blockchain, da ein neues Wirtschaftsgut geschaffen wurde. Richtig?

Ich lese hier ne Seite vorher immer was von Lifo..., weil Ergebnis passt besser... ich verstehe nicht, dass es noch Leute gibt, die die Auswahl des Verbrauchsfolgeverfahrens als "Wunschkonzert" betrachten. Spätestens nach der Einfügung des Absatzes 3a zu Abschnitt 4.8.3 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses, mit dem Kryptos in der steuerlichen Behandlung konventionellen Währungen gleichgestellt werden (freut Euch, keine Umsatzsteuer), darf man auch davon ausgehen, dass der Wortlaut des § 23 EStG gilt. Da steht ausdrücklich FIFO, verstehe die Diskussion nicht.

Gruß
C. Densch - "Kryptotaxpert"
Steuerberater
1563268468
Hero Member
*
Offline Offline

Posts: 1563268468

View Profile Personal Message (Offline)

Ignore
1563268468
Reply with quote  #2

1563268468
Report to moderator
1563268468
Hero Member
*
Offline Offline

Posts: 1563268468

View Profile Personal Message (Offline)

Ignore
1563268468
Reply with quote  #2

1563268468
Report to moderator
1563268468
Hero Member
*
Offline Offline

Posts: 1563268468

View Profile Personal Message (Offline)

Ignore
1563268468
Reply with quote  #2

1563268468
Report to moderator
Advertised sites are not endorsed by the Bitcoin Forum. They may be unsafe, untrustworthy, or illegal in your jurisdiction. Advertise here.
1563268468
Hero Member
*
Offline Offline

Posts: 1563268468

View Profile Personal Message (Offline)

Ignore
1563268468
Reply with quote  #2

1563268468
Report to moderator
1563268468
Hero Member
*
Offline Offline

Posts: 1563268468

View Profile Personal Message (Offline)

Ignore
1563268468
Reply with quote  #2

1563268468
Report to moderator
Cardamoin
Newbie
*
Offline Offline

Activity: 1
Merit: 0


View Profile
March 25, 2018, 04:01:47 PM
 #1522

Hey, das freut mich aber, dass der DWS da was rausgebracht hat!

Was steht denn in dem 1829 zu Hard Forks drin? Wie werden diese versteuert?

Grüße!

Ich hab den Artikel nicht gelesen, da ich diese Zeitschrift nicht habe, ich schieße darum mal ins "blaue". Versteuerung des aus dem Fork neu erhaltenen Coins nach § 22 Nr. 3 EStG bei Verkauf gegen Fiat oder Tausch gegen andere Coins, Steuerfreiheit nach einem Jahr tritt in Ermangelung von Anschaffungskosten nicht ein, keine Rechtsnachfolge aus der "alten" Blockchain, da ein neues Wirtschaftsgut geschaffen wurde. Richtig?

Ich lese hier ne Seite vorher immer was von Lifo..., weil Ergebnis passt besser... ich verstehe nicht, dass es noch Leute gibt, die die Auswahl des Verbrauchsfolgeverfahrens als "Wunschkonzert" betrachten. Spätestens nach der Einfügung des Absatzes 3a zu Abschnitt 4.8.3 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses, mit dem Kryptos in der steuerlichen Behandlung konventionellen Währungen gleichgestellt werden (freut Euch, keine Umsatzsteuer), darf man auch davon ausgehen, dass der Wortlaut des § 23 EStG gilt. Da steht ausdrücklich FIFO, verstehe die Diskussion nicht.

Die Frage die sich mir dabei stellt, welche Coins sind bei einem Hardfork die "neuen" Coins? Was könnte hier der entscheidende Faktor sein? Ist es eine willkürliche Entscheidung die von der Masse getroffen wird, wie zB im Fall von Ethereum, wo man eigentlich argumentieren kann, dass ETC technisch gesehen die ursprüngliche und ETH die neue Chain ist?  In diesem Fall würde dann für alle, die während des Hardfork im Besitz von ETH waren, die Steuerfreiheit nach einem Jahr nicht greifen, da sie ja technisch gesehen neue Coins "erhalten" haben.
qwk
Donator
Legendary
*
Offline Offline

Activity: 2184
Merit: 2129


Shitcoin Minimalist


View Profile
March 25, 2018, 08:25:26 PM
Merited by mucke12 (1)
 #1523

v. 0.05 Vorwort geschrieben, Struktur geändert, inhaltliche Änderungen hervorgehoben:


Vorwort:
Diese FAQ soll häufig gestellte Fragen zum Thema Bitcoin und Steuern von privaten Anwendern beantworten.
Sie bezieht sich auf die steuerliche (und ggf. rechtliche) Situation in Deutschland, und ist nicht ohne weiteres übertragbar auf die Situation z.B. in Österreich oder der Schweiz.
Die FAQ ersetzt nicht die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema Steuern an sich und auch nicht den Gang zum Steuerberater, insbesondere wenn größere Summen oder gewerbliche Tätigkeiten im Bereich Bitcoin / Kryptowährungen im Spiel sind.
Grundsätzliche Fragen zum Thema Steuern, also "wie mache ich eine Steuerklärung" sind ausdrücklich nicht Gegenstand der FAQ.
Ich bin kein Steuerberater, diese FAQ soll nur Anhaltspunkte geben, wie grundsätzlich eher einfach gelagerte Fälle zu handhaben sind.

Hinweise:
Erst informieren, dann investieren: diese Grundregel für Geldanlagen sollte man auch in Steuerfragen beherzigen. Es kann einen gewaltigen Unterschied ausmachen, wenn man seine Krypto-Investments nach steuerlichen Gesichtspunkten optimiert. Gerade, weil der Verkauf von Bitcoins in vielen Fällen steuerfrei sein kann, lohnt es sich, sich vor dem Handel mit Bitcoin Gedanken über seine Anlagestrategie zu machen!

Hin und Her macht Taschen leer: auch diese Grundregel für Geldanlagen ist auf Steuern bei Bitcoin übertragbar. "Steuerfreie" Bitcoins hat nur, wer nicht ständig tradet. Viel-Trader werden fast immer alle ihre Coins voll versteuern müssen!

Steuerberater: es ist in vielen Fällen nicht notwendig, einen "ausgewiesenen" Krypto-Experten zu suchen.
Wer lediglich Bitcoins kauft und für die Rente aufbewahrt, wird überhaupt keinen Steuerberater brauchen.
Wer lediglich gelegentlich ein wenig Trading betreibt, wird bei jedem Feld- Wald und Wiesen-Steuerberater gut aufgehoben sein.
Im Zweifelsfall kann man diesem die FAQ als Anhaltspunkt vorlegen, um ihm die entsprechende Einordnung zu erleichtern.


Steuererklärung: für eure Steuererklärung habt ihr bis zum 31.05. Zeit.
Wenn ihr euch einen Steuerberater nehmt, verlängert sich die Frist zur Abgabe bis zum Jahresende.
Da noch immer bestimmte Fragen im Bereich Krypto-Steuer ungeklärt sind, kann es ggf. sinnvoll sein, schon aus diesem Grund einen Steuerberater zu nehmen und die Klärung dieser Fragen abzuwarten (dies gilt z.B. insbesondere für den Umgang mit dem Hardfork Bitcoin / BCash).


Steuerfalle: wenn ihr in 2017 dicke Gewinne z.B. mit Altcoin-Trading eingefahren habt, kann es sein, dass ihr hierfür über 40% Steuern zu bezahlen habt, selbst wenn ihr euch keinen einzigen Euro-Cent aufs Konto habt auszahlen lassen! Diese Steuern müsst ihr dieses Jahr bezahlen. Es kann sein, dass eure Coins, die ihr jetzt noch habt, für diese Steuern nicht mehr ausreichen. Es gibt in solchen Fällen Lösungen. Ihr werdet nicht im Schuldturm landen. Aber ihr solltet euch jetzt mit dem Thema auseinandersetzen. Wenn ihr es versäumt, zu handeln, kann es sein, dass ihr um diese Steuern nicht mehr herumkommt!

Eine Liste von Krypto-Steuerberatern findet ihr hier (die meisten dürften allerdings gut gebucht sein.)


Kann ich Verluste aus einem Jahr im nächsten Jahr geltend machen?
Ja. Innerhalb einer Einkunftsart ist ein Verlustvortrag möglich.
Auch ein Verrechnen der Verluste aus einem Jahr mit den Gewinnen aus dem Vorjahr ist möglich (s.o.).

Verlängerung der Haltefrist auf 10 Jahre
Eine Verlängerung der Haltefrist auf 10 Jahre findet weder beim Verleihen von Bitcoins gegen Zinsen noch bei Altcoins mit Zinsen / Dividenden / Gas aus PoS / Staking statt. Dies ist zumindest der Konsens der allermeisten Steuerberater.
Es besteht prinzipiell dennoch ein minimales Restrisiko, dass dies in der Rechtsprechung anders gesehen werden könnte. In diesem Fall würde sich die Haltefrist auf 10 Jahre verlängern, man könnte also Kursgewinne nicht so bald steuerfrei "mitnehmen". Insofern sollte man abwägen, ob der Gewinn, den man durch Zinsen / Dividenden macht, ausreicht, um eventuell eine höhere Steuerschuld aufgrund einer verlängerten Haltefrist zu rechtfertigen. Steht man z.B. vor der Wahl, in welche Coin man investiert, kann es aus Gründen der steuerlichen Vorsicht ratsam sein, den Coin ohne PoS zu wählen.


FIFO / LIFO
Es ist überwiegend Konsens, dass das LIFO-Verfahren für Bitcoin nicht anwendbar ist.
Ein Steuerberater kann in Einzelfällen möglicherweise LIFO „durchsetzen“.




Altcoins
Die FAQ beschäftigt sich eigentlich mit Bitcoin. Allerdings haben wir es einer Gruppe von (IMHO) Anlagebetrügern* zu verdanken, dass auch jeder "Alt-Bitcoiner" sich derzeit mit dem Besitz von einem Altcoin namens BCash (und mittlerweile auch BGold etc.) "herumplagen" muss.
*Ich betrachte es als Betrug, dass auf der Seite "bitcoin.com" ein Altcoin namens BCash als "Bitcoin" vermarktet wird. Dies stellt in meinen Augen eine vorsätzliche arglistige Täuschung von Anlegern dar.

Die Grundlagen zur Besteuerung von Bitcoin lassen sich auch auf Altcoins übertragen.
Im Detail gibt es vor allem Unterschiede, wenn diese Coins bestimmte Eigenschaften wie z.B. PoS / Staking aufweisen.
Außerdem kann es eine Rolle spielen, woher man seine Coins hat, gekauft, aus einem Airdrop oder als Fork einer Coin.


Altcoins mit POS / Dividenden / Zinsen etc.
Die Haltefrist verlängert sich möglicherweise auf 10 Jahre (s.o.)
Die Dividenden sind zum Tag des Zuflusses wertmäßig zu ermitteln und als sonstige Einkünfte zu versteuern. Damit sind die Steuern auf die Dividenden schon fällig, auch wenn die Coins selbst vielleicht erst in vielen Jahren verkauft werden.
Die Dividenden sind möglicherweise auch als Kapitalerträge mit 25% zu versteuern. Dies ist strittig.
Verlängerung der Haltefrist auf 10 Jahre
Eine Verlängerung der Haltefrist auf 10 Jahre findet weder beim Verleihen von Bitcoins gegen Zinsen noch bei Altcoins mit Zinsen / Dividenden / Gas aus PoS / Staking statt. Dies ist zumindest der Konsens der allermeisten Steuerberater.
Es besteht prinzipiell dennoch ein minimales Restrisiko, dass dies in der Rechtsprechung anders gesehen werden könnte. In diesem Fall würde sich die Haltefrist auf 10 Jahre verlängern, man könnte also Kursgewinne nicht so bald steuerfrei "mitnehmen". Insofern sollte man abwägen, ob der Gewinn, den man durch Zinsen / Dividenden macht, ausreicht, um eventuell eine höhere Steuerschuld aufgrund einer verlängerten Haltefrist zu rechtfertigen. Steht man z.B. vor der Wahl, in welche Coin man investiert, kann es aus Gründen der steuerlichen Vorsicht ratsam sein, den Coin ohne PoS zu wählen.

Irgendwie habe ich den Absatz doppelt, weil ich ihn einmal bei Bitcoins "brauche" und einmal hier bei Altcoins. Ich lass' das jetzt erstmal so, aber das muss ich überarbeiten Roll Eyes


BCash / BGold / Forks der Bitcoin Blockchain
Vermutlich ergeben sich aus dem "Entstehen" von Altcoins wie BCash auf den Private Keys deiner Bitcoins keine steuerlichen Folgen.
Weder kann man hier von einem Zufluss sprechen, noch hat man eine Schenkung erhalten, es ist nichts neues entstanden, es handelt sich nicht um Zinsen / Dividenden oder dergleichen. Entsprechend verlängert sich ziemlich sicher auch nicht die Haltefrist der Bitcoins auf zehn Jahre. Die Ähnlichkeit zu einem Aktiensplit (oder besser: Spin-Off) ist wahrscheinlich noch die beste Annäherung an das Thema.
Dennoch kann man hierzu keine abschließende Beurteilung vornehmen.



Mining
Die FAQ bezieht sich ausschließlich auf die Fragen von privaten Minern.
Wer gewerblich mint, sollte einen Steuerberater zu Rate ziehen, so wie wohl die meisten Gewerbetreibenden.


Ist Mining gewerblich?
Nein, nicht immer. Mining für den Eigenbedarf, also das Betreiben eines eigenen Rechners zur Herstellung von Bitcoins oder Altcoins für den eigenen Bedarf ist vermutlich nicht gewerblich.
Allerdings unterstellt das Finanzamt die Gewerblichkeit sehr schnell, wenn damit größere Einnahmen erzielt werden.
Kriterien für die Gewerblichkeit:
  • Selbständig (nicht freiberuflich)
  • Nachhaltig (auf Dauer ausgelegt – „auf immer und ewig geplant“)
  • Gewinnerzielungsabsicht
  • Außenwirkung
  • Nicht sittenwidrig
Es müssen alle Kriterien erfüllt sein, um die Gewerblichkeit zu begründen.
Kann man also gut argumentieren, dass eines oder mehrere Kriterien nicht zutreffen, sollte man sich gegen die Unterstellung des Finanzamts wehren.
Es wird von manchen Steuerberatern auch auf den Unterschied abgestellt, ob Mining im Pool oder Solo betrieben wird. Ich teile diese Auffassung ausdrücklich nicht, und noch sind mir keine Fälle bekannt, in denen das Finanzamt dies überhaupt in seine Erwägungen einbezogen hat.

Ich gebe an dieser Stelle einfach zwei Beispiele für Miner, bei denen sicher deutlich wird, wo der Unterschied liegt.
Alice kauft sich einen kleinen USB-Stick-Miner, schließt diesen an ihren Laptop an und mint ein paar Coins. Irgendwann hat sie keine Lust mehr und schmeißt den USB-Stick weg / verkauft ihn auf Ebay. Alice handelt sicher nicht gewerblich (Pool hin oder her).
Bob mietet eine alte Lagerhalle. Er lässt eine 200kW-Stromleitung verlegen. Er importiert aus Asien 100 Miner. Er stellt 5 Leute an, um die Geräte rund um die Uhr zu überwachen. Er informiert sich ständig über die aktuell profitabelsten Coins und Pools und stellt seine Miner entsprechend ein. Bob handelt sicher gewerblich (ebenfalls Pool hin oder her).
Die meisten Privatleute werden irgendwo zwischen diesen beiden Extremen liegen, aber die Frage, ob man gewerblich mint oder nicht, kann man sich oft selbst beantworten.




Umsatzsteuer / Mehrwertsteuer
Dieser Bereich der FAQ richtet sich ausnahmsweise direkt an Gewerbetreibende. Privatpersonen können diesen Teil ignorieren.

All free men, wherever they may live, can use Bitcoin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words "Ich bin ein Bitcoiner!"
bct_ail
Hero Member
*****
Offline Offline

Activity: 868
Merit: 570


View Profile
March 26, 2018, 07:15:46 AM
 #1524


Moin,

bezüglich Airdrops gibt es eine erfreuliche Nachricht aus der Fachliteratur:

Ich zitiere hier den DWS-Verlag Ausgabe Nr. 1829:

Eine Besonderheit im Bereich der Kryptowährungen sind die sogenannten Airdrops. Airdrops sind Kryptowährungen, die dergestalt entwickelt werden, dass sie automatisch in den Wallets von Nutzern entstehen, die bestimmte Kriterien erfüllen. Der jeweilige Nutzer muss seinerseits nichts dafür tun. Solange er über den privaten Schlüssel seiner Wallet verfügt, kann er die per Adirdrops entstandenen Coins nutzen.

Eine Herstellung der Coins erfolgt also - zumindest durch den Nutzer - nicht. Eine Anschaffungsvorgang kommt zumeist auch nicht in Betracht, da kein Erwerb von einem Dritten vorliegt. Die meisten per Airdrop entstandenen Coins werden nicht aus dem Rechtskreis eines Dritten auf den Nutzer übertragen. Vielmehr beginnen sie ihre "Existenz" überhaupt erst in dessen Vermögen. Daher liegt auch keine steuerpflichtige Schenkung vor.

Damit ähneln Airdrops einem Lottogewinn oder einem Zufallsfund. Mangels Erwerbsvorgangs kommt bei einer anschließenden Veräußerung eine Besteuerung nach § 23 (1) Nr. 2 EStG seinem Wortlauf nach grundsätzlich nicht in Betracht.


Wenn ich Bounties richtig verstehe, sind sie ein reward für eine Dienstleistung welcher Art auch immer.
In der Tat ist die Kategorisierung schwierig, wenn man es auf die Spitze treibt ist es sogar eine Entlohnung für eine erbrachte Leistung. Hier entstehen dann so Überlegungen ob man nicht schon unternehmerisch handelt.
Sollte man dazu in einer 2016/2017 Erklärung Angaben machen müssen würde ich so argumentieren:
Es wurde freiwillig ein einem Projekt gearbeitet und man hat dafür einen kleinen reward erhalten. Die Anschaffungskosten sind in dem Fall jedoch 0€ und bei Verkauf < 1 Jahr wäre der gesamte Erlös zu besteuern.

Grüße
Dankeschön für deine Rückmeldung.
Ich kenne den DSW-Verlag nicht.

Zu den Airdrops: Wenn das wie ein Lottogewinn oder einem Zufallsfund betrachtet wird, dann fallen also keine Steuern beim Zufluss und auch nicht beim Verkauf an?

Zu den Bounties: Es gibt diverse Bounties. Bei Übersetzungsbounties z.B. übersetzt jemand die Veröffentlichungen. Pro Übersetzung erhält man eine bestimmte Summe an Coins. Bei einer Signaturkampagne trägst du eine entsprechende Signatur. Um die Coins zu bekommen, muss du dann meistens eine bestimmte Anzahl an Posts posten.
Bounties siehst du dann also als § 23 EStG (1) 2 an, wenn ich dich richtig interpretiere?

-Amyotrophe Lateralsklerose-
Eine unheilbare Nervenkrankheit, die Erkrankte nach und nach bei vollem Bewusstsein
vollständig lähmt und überwiegend innerhalb von 2-3 Jahren unweigerlich zum Tod führt.

                                  
BTC-Spendenwallet für einen ALS-Erkrankten:
bc1qpacfmsvahxgsgr3px93dprf4hthj43wzy7wlkc
Seine Wünsche: Eine letzte Reise ans Meer und eine Baumbestattung

bct_ail
Hero Member
*****
Offline Offline

Activity: 868
Merit: 570


View Profile
March 26, 2018, 07:25:24 AM
 #1525

v. 0.05 Vorwort geschrieben, Struktur geändert, inhaltliche Änderungen hervorgehoben:

qwk, ich möchte mich hiermit für Deine Arbeit bedanken, die Du mit dieser FAQ hast. Die ganzen Seiten, Kommentare und Meinungen zusammenzufassen ist nicht mal nebenbei gemacht. Hut ab.
Vielen Dank.

-Amyotrophe Lateralsklerose-
Eine unheilbare Nervenkrankheit, die Erkrankte nach und nach bei vollem Bewusstsein
vollständig lähmt und überwiegend innerhalb von 2-3 Jahren unweigerlich zum Tod führt.

                                  
BTC-Spendenwallet für einen ALS-Erkrankten:
bc1qpacfmsvahxgsgr3px93dprf4hthj43wzy7wlkc
Seine Wünsche: Eine letzte Reise ans Meer und eine Baumbestattung

robertNACO
Jr. Member
*
Offline Offline

Activity: 44
Merit: 29


View Profile WWW
March 26, 2018, 07:29:12 AM
Last edit: March 26, 2018, 08:08:34 AM by robertNACO
 #1526


Moin,

bezüglich Airdrops gibt es eine erfreuliche Nachricht aus der Fachliteratur:

Ich zitiere hier den DWS-Verlag Ausgabe Nr. 1829:

Eine Besonderheit im Bereich der Kryptowährungen sind die sogenannten Airdrops. Airdrops sind Kryptowährungen, die dergestalt entwickelt werden, dass sie automatisch in den Wallets von Nutzern entstehen, die bestimmte Kriterien erfüllen. Der jeweilige Nutzer muss seinerseits nichts dafür tun. Solange er über den privaten Schlüssel seiner Wallet verfügt, kann er die per Adirdrops entstandenen Coins nutzen.

Eine Herstellung der Coins erfolgt also - zumindest durch den Nutzer - nicht. Eine Anschaffungsvorgang kommt zumeist auch nicht in Betracht, da kein Erwerb von einem Dritten vorliegt. Die meisten per Airdrop entstandenen Coins werden nicht aus dem Rechtskreis eines Dritten auf den Nutzer übertragen. Vielmehr beginnen sie ihre "Existenz" überhaupt erst in dessen Vermögen. Daher liegt auch keine steuerpflichtige Schenkung vor.

Damit ähneln Airdrops einem Lottogewinn oder einem Zufallsfund. Mangels Erwerbsvorgangs kommt bei einer anschließenden Veräußerung eine Besteuerung nach § 23 (1) Nr. 2 EStG seinem Wortlauf nach grundsätzlich nicht in Betracht.


Wenn ich Bounties richtig verstehe, sind sie ein reward für eine Dienstleistung welcher Art auch immer.
In der Tat ist die Kategorisierung schwierig, wenn man es auf die Spitze treibt ist es sogar eine Entlohnung für eine erbrachte Leistung. Hier entstehen dann so Überlegungen ob man nicht schon unternehmerisch handelt.
Sollte man dazu in einer 2016/2017 Erklärung Angaben machen müssen würde ich so argumentieren:
Es wurde freiwillig ein einem Projekt gearbeitet und man hat dafür einen kleinen reward erhalten. Die Anschaffungskosten sind in dem Fall jedoch 0€ und bei Verkauf < 1 Jahr wäre der gesamte Erlös zu besteuern.

Grüße
Dankeschön für deine Rückmeldung.
Ich kenne den DSW-Verlag nicht.

Zu den Airdrops: Wenn das wie ein Lottogewinn oder einem Zufallsfund betrachtet wird, dann fallen also keine Steuern beim Zufluss und auch nicht beim Verkauf an?

Zu den Bounties: Es gibt diverse Bounties. Bei Übersetzungsbounties z.B. übersetzt jemand die Veröffentlichungen. Pro Übersetzung erhält man eine bestimmte Summe an Coins. Bei einer Signaturkampagne trägst du eine entsprechende Signatur. Um die Coins zu bekommen, muss du dann meistens eine bestimmte Anzahl an Posts posten.
Bounties siehst du dann also als § 23 EStG (1) 2 an, wenn ich dich richtig interpretiere?

Genau Lottogewinne sind keiner Einkunftsart zugeordnet und somit fallen keine Steuern an.

Bounties würde ich bisher § 23 EStG (1) 2 zuordnen.

@Jeff Jefferson bzgl. Hard Forks folgt

schreibt mir auch gern bei Telegram @RobertNACO - Channel t.me/kryptoversteuerung - Krypto Steuer FAQ http://bit.ly/kryptoversteuerung
robertNACO
Jr. Member
*
Offline Offline

Activity: 44
Merit: 29


View Profile WWW
March 26, 2018, 08:07:52 AM
Merited by qwk (2)
 #1527

Hey, das freut mich aber, dass der DWS da was rausgebracht hat!

Was steht denn in dem 1829 zu Hard Forks drin? Wie werden diese versteuert?

Grüße!

Moin Jeff, bei den Hardforks ist das leider noch etwas schwammig:

Erhalt von Kryptowährungen im Rahmen einer Hard Fork
In der Vergangenheit fanden bereits mehrere sogenannte Hard Forks statt, in deren Zuge die Besitzer von Bitcoins und Ether jeweils eine weitere Währung erhalten haben. So erhielten Bitcoin-Besitzer im Zuge mehrerer Hard Forks neben ihren Bitcoins zusätzlich Bitcoin Cash und Bitcoin Gold. Besitzer von Ether erhielten Im Rahmen der Hard Fork zusätzlich die Währung Ether Classic. Weitere Hard Forks sind zu erwarten.
Eine Hard Fork stellt eine Teilung der zugrundeliegenden Blockchain dar. Hintergrund einer solchen Hard Fork waren bislang unterschiedliche Meinungen der Nutzer und Entwickler der Blockchain, die zu einer Spaltung und Fortführung der Blockchain auf zwei unterschiedlichen Blockchains führte. Bis zum Zeitpunkt der Hard Fork sind und bleiben die beiden Ketten jedoch identisch. Auch die Adressen, auf denen die Kryptowährungen der Nutzer lagen, sind bis dahin identisch. Die Besitzer der Kryptowährungen erhielten daher mit der Durchführung der Fork automatisch die gleiche Anzahl der neuen Kryptowährung, so dass sie nach der Fork die Kryptowährunqen beider fortgeführten Blockchains hielten. Die steuerliche Behandlung des Erhalts und des späteren Verkaufs der neuen Kryptowährung ist nach wie vor umstritten.
Aufgrund der identischen Historie in der zugrundeliegenden Blockchain bis zur Fork, wird zwischen den jeweiligen Ausgangs-Kryptowährungen und der neuen Kryptowährung im Zeitpunkt der Hard Fork Nämlichkeit angenommen. Für die Annahme einer Nämlichkeit spricht, dass bis zur Hard Fork ein Wirtschaftsgut vorliegt, das lediglich aufgrund der Teilung der Blockchain auf zwei unterschiedlich fortgeführten ,,Armen” der Grund Blockchain einer unterschiedlichen Marktgängigkeit unterliegt. Ein wesentlicher technischer Unterschied in Bezug auf die Kryptowährung liegt nicht vor. Bei Annahme dieser Nämlichkeit dürfte hinsichtlich der neuen Kryptowährung eine Besteuerung erst mit Zeitpunkt des späteren Verkaufs gem. § 23 Abs. i Nr. 2 EStG In Betracht kommen, wobei der Anschaffungszeitpunkt der neuen Kryptowährung mit dem Erwerb der Ausgangs-Kryptowährung zusammenfällt. Nach anderer Auffassung erfüllt sowohl der Erhalt als auch der Verkauf der neuen Kryptowährung keinen Besteuerungstatbestand des Einkommensteuergesetzes, so dass beide Vorgänge nicht steuerbar sind. Dafür spreche, dass mangels Funktionsgleichheit keine wirtschaftliche Identität vorliegt. So werde der Bitcoin Cash beispielsweise bislang nicht als alternatives Zahlungsmittel verwendet. Zudem bestehe aufgrund der erheblichen Wertdifferenzen keine Gleichwertigkeit der beiden Kryptowährungen. Sie seien auch nicht gleichartig, da sie aufgrund der im Rahmen der Abspaltung vollzogenen Änderungen nicht miteinander kompatibel sind. Da die steuerliche Behandlung des Erhalts und des späteren Verkauf der im Rahmen einer Hard Fork erhaltenen Kryptowährung noch nicht geklärt ist, empfiehlt sich eine Abstimmung mit dem jeweiligen Finanzamt. Dies gilt dem Vorsichtsprinzip folgend insbesondere dann, wenn die Veräußerung der im Rahmen einer Hard Fork erhaltenen Kryptowährung vor Ablauf eines Jahres nach der Fork erfolgen soll. Zudem sind bei zukünftigen Hard Forks stets die technischen Abläufe und die technische Ausgestaltung der neuen Kryptowährung genau zu beleuchten, um auf dieser Grundlage die steuerlichen Auswirkungen dieser Fork prüfen zu können.


schreibt mir auch gern bei Telegram @RobertNACO - Channel t.me/kryptoversteuerung - Krypto Steuer FAQ http://bit.ly/kryptoversteuerung
Jeff Jefferson
Sr. Member
****
Offline Offline

Activity: 307
Merit: 252


View Profile
March 26, 2018, 08:20:16 AM
 #1528

Hey, das freut mich aber, dass der DWS da was rausgebracht hat!

Was steht denn in dem 1829 zu Hard Forks drin? Wie werden diese versteuert?

Grüße!

Moin Jeff, bei den Hardforks ist das leider noch etwas schwammig:

Erhalt von Kryptowährungen im Rahmen einer Hard Fork
In der Vergangenheit fanden bereits mehrere sogenannte Hard Forks statt, in deren Zuge die Besitzer von Bitcoins und Ether jeweils eine weitere Währung erhalten haben. So erhielten Bitcoin-Besitzer im Zuge mehrerer Hard Forks neben ihren Bitcoins zusätzlich Bitcoin Cash und Bitcoin Gold. Besitzer von Ether erhielten Im Rahmen der Hard Fork zusätzlich die Währung Ether Classic. Weitere Hard Forks sind zu erwarten.
Eine Hard Fork stellt eine Teilung der zugrundeliegenden Blockchain dar. Hintergrund einer solchen Hard Fork waren bislang unterschiedliche Meinungen der Nutzer und Entwickler der Blockchain, die zu einer Spaltung und Fortführung der Blockchain auf zwei unterschiedlichen Blockchains führte. Bis zum Zeitpunkt der Hard Fork sind und bleiben die beiden Ketten jedoch identisch. Auch die Adressen, auf denen die Kryptowährungen der Nutzer lagen, sind bis dahin identisch. Die Besitzer der Kryptowährungen erhielten daher mit der Durchführung der Fork automatisch die gleiche Anzahl der neuen Kryptowährung, so dass sie nach der Fork die Kryptowährunqen beider fortgeführten Blockchains hielten. Die steuerliche Behandlung des Erhalts und des späteren Verkaufs der neuen Kryptowährung ist nach wie vor umstritten.
Aufgrund der identischen Historie in der zugrundeliegenden Blockchain bis zur Fork, wird zwischen den jeweiligen Ausgangs-Kryptowährungen und der neuen Kryptowährung im Zeitpunkt der Hard Fork Nämlichkeit angenommen. Für die Annahme einer Nämlichkeit spricht, dass bis zur Hard Fork ein Wirtschaftsgut vorliegt, das lediglich aufgrund der Teilung der Blockchain auf zwei unterschiedlich fortgeführten ,,Armen” der Grund Blockchain einer unterschiedlichen Marktgängigkeit unterliegt. Ein wesentlicher technischer Unterschied in Bezug auf die Kryptowährung liegt nicht vor. Bei Annahme dieser Nämlichkeit dürfte hinsichtlich der neuen Kryptowährung eine Besteuerung erst mit Zeitpunkt des späteren Verkaufs gem. § 23 Abs. i Nr. 2 EStG In Betracht kommen, wobei der Anschaffungszeitpunkt der neuen Kryptowährung mit dem Erwerb der Ausgangs-Kryptowährung zusammenfällt. Nach anderer Auffassung erfüllt sowohl der Erhalt als auch der Verkauf der neuen Kryptowährung keinen Besteuerungstatbestand des Einkommensteuergesetzes, so dass beide Vorgänge nicht steuerbar sind. Dafür spreche, dass mangels Funktionsgleichheit keine wirtschaftliche Identität vorliegt. So werde der Bitcoin Cash beispielsweise bislang nicht als alternatives Zahlungsmittel verwendet. Zudem bestehe aufgrund der erheblichen Wertdifferenzen keine Gleichwertigkeit der beiden Kryptowährungen. Sie seien auch nicht gleichartig, da sie aufgrund der im Rahmen der Abspaltung vollzogenen Änderungen nicht miteinander kompatibel sind. Da die steuerliche Behandlung des Erhalts und des späteren Verkauf der im Rahmen einer Hard Fork erhaltenen Kryptowährung noch nicht geklärt ist, empfiehlt sich eine Abstimmung mit dem jeweiligen Finanzamt. Dies gilt dem Vorsichtsprinzip folgend insbesondere dann, wenn die Veräußerung der im Rahmen einer Hard Fork erhaltenen Kryptowährung vor Ablauf eines Jahres nach der Fork erfolgen soll. Zudem sind bei zukünftigen Hard Forks stets die technischen Abläufe und die technische Ausgestaltung der neuen Kryptowährung genau zu beleuchten, um auf dieser Grundlage die steuerlichen Auswirkungen dieser Fork prüfen zu können.



Das klingt doch super. Steht da indirekt drin, dass man die ganzen hard fork coins nach einem Jahr holden steuerfrei veräußern kann, oder? Also wenn man btc schon vor dem 01. August 2017 hielt, kann man die am 02. August 2018 steuerfrei verkaufen, wenn nicht bewegt?

Danke
robertNACO
Jr. Member
*
Offline Offline

Activity: 44
Merit: 29


View Profile WWW
March 26, 2018, 08:27:40 AM
 #1529

danke für die rückmeldung, was mir nur schwer einleuchtet ist dass mein eigener Aufwand nicht anrechnungsfähig ist und wenn ich jemanden für die "gleiche" Leistung bezahle dies absetzten kann...für mich als Laien wirkt dies nicht wirklich gerecht;) 

Moin,
ein normaler Einzelunternehmer kann seine eigene Leistung nicht in Betriebsausgaben umwandeln. Du könntest in einer GmbH als Geschäftsführer angestellt sein, dann wären dein Gehalt die Kosten.

Gruß

schreibt mir auch gern bei Telegram @RobertNACO - Channel t.me/kryptoversteuerung - Krypto Steuer FAQ http://bit.ly/kryptoversteuerung
Seen9
Newbie
*
Offline Offline

Activity: 2
Merit: 0


View Profile
March 26, 2018, 10:02:16 AM
 #1530

Hallo zusammen,

erstmal ein großes Danke für diesen thread und die Arbeit die einige hier reingesteckt haben.

Leider verstehe ich nach wie vor nicht, wann ich Gefahr laufe, dass meine Privaten Veräußerungsgeschäfte vom FA als gewerblich eingestuft werden.
Ich habe 2016 BTC gekauft, diese zum Großteil in 2017 verkauft und entsprechend steuerpflichtige Gewinne realisiert. Ergänzend habe ich 4-5 mal Altcoins erworben, teils steuerpflichtig, teils erst nachdem die BTC länger als 1 Jahr bei mir lagen. Insgesamt kamen so ca. 40-45 Trades im Jahr zu Stande.

Mein Steuerberater meint nun, dass der Ankauf der Altcoins den Bestand des "Erwerbs zum Zwecke des späteren Verkaufs mit Gewinn" erfüllt, die Wahrscheinlichkeit als gewerblich eingestuft zu werden also doch recht hoch ist.

Hat jemand Erfahrung zu diesem Thema? Ich denke die Anzahl meiner An-/Verkäufe ist im Verhältnis zu vielen anderen doch recht gering...oder spielt das keine Rolle in der Bewertung des FA?

DANKE!
Skerberus
Hero Member
*****
Offline Offline

Activity: 683
Merit: 553


View Profile
March 26, 2018, 10:17:25 AM
 #1531

Hallo zusammen,

erstmal ein großes Danke für diesen thread und die Arbeit die einige hier reingesteckt haben.

Leider verstehe ich nach wie vor nicht, wann ich Gefahr laufe, dass meine Privaten Veräußerungsgeschäfte vom FA als gewerblich eingestuft werden.
Ich habe 2016 BTC gekauft, diese zum Großteil in 2017 verkauft und entsprechend steuerpflichtige Gewinne realisiert. Ergänzend habe ich 4-5 mal Altcoins erworben, teils steuerpflichtig, teils erst nachdem die BTC länger als 1 Jahr bei mir lagen. Insgesamt kamen so ca. 40-45 Trades im Jahr zu Stande.

Mein Steuerberater meint nun, dass der Ankauf der Altcoins den Bestand des "Erwerbs zum Zwecke des späteren Verkaufs mit Gewinn" erfüllt, die Wahrscheinlichkeit als gewerblich eingestuft zu werden also doch recht hoch ist.

Hat jemand Erfahrung zu diesem Thema? Ich denke die Anzahl meiner An-/Verkäufe ist im Verhältnis zu vielen anderen doch recht gering...oder spielt das keine Rolle in der Bewertung des FA?

DANKE!

Das ist Blödsinn! Dann wären alle gewerblich unterwegs. Einige profesionelle Steuerberater schreiben, dass bei Hochfrequenz-Daytrading die Gefahr besteht (mehrere 1000 täglich) gewerblich zu werden und andere schreiben, dass die Gefahr gar nicht besteht.

In der Fragerunde am Ende sagt der Experte hier, dass dem nie so ist: https://youtu.be/AHenDteM4sE
zidane
Hero Member
*****
Offline Offline

Activity: 966
Merit: 517


View Profile
March 26, 2018, 10:20:51 AM
 #1532

Hallo zusammen,

erstmal ein großes Danke für diesen thread und die Arbeit die einige hier reingesteckt haben.

Leider verstehe ich nach wie vor nicht, wann ich Gefahr laufe, dass meine Privaten Veräußerungsgeschäfte vom FA als gewerblich eingestuft werden.
Ich habe 2016 BTC gekauft, diese zum Großteil in 2017 verkauft und entsprechend steuerpflichtige Gewinne realisiert. Ergänzend habe ich 4-5 mal Altcoins erworben, teils steuerpflichtig, teils erst nachdem die BTC länger als 1 Jahr bei mir lagen. Insgesamt kamen so ca. 40-45 Trades im Jahr zu Stande.

Mein Steuerberater meint nun, dass der Ankauf der Altcoins den Bestand des "Erwerbs zum Zwecke des späteren Verkaufs mit Gewinn" erfüllt, die Wahrscheinlichkeit als gewerblich eingestuft zu werden also doch recht hoch ist.

Hat jemand Erfahrung zu diesem Thema? Ich denke die Anzahl meiner An-/Verkäufe ist im Verhältnis zu vielen anderen doch recht gering...oder spielt das keine Rolle in der Bewertung des FA?

DANKE!

Zur Not vor Gericht ziehen, dann hätten wir endlich mal ein Musterfall
robertNACO
Jr. Member
*
Offline Offline

Activity: 44
Merit: 29


View Profile WWW
March 26, 2018, 10:32:22 AM
 #1533

Hallo zusammen,

erstmal ein großes Danke für diesen thread und die Arbeit die einige hier reingesteckt haben.

Leider verstehe ich nach wie vor nicht, wann ich Gefahr laufe, dass meine Privaten Veräußerungsgeschäfte vom FA als gewerblich eingestuft werden.
Ich habe 2016 BTC gekauft, diese zum Großteil in 2017 verkauft und entsprechend steuerpflichtige Gewinne realisiert. Ergänzend habe ich 4-5 mal Altcoins erworben, teils steuerpflichtig, teils erst nachdem die BTC länger als 1 Jahr bei mir lagen. Insgesamt kamen so ca. 40-45 Trades im Jahr zu Stande.

Mein Steuerberater meint nun, dass der Ankauf der Altcoins den Bestand des "Erwerbs zum Zwecke des späteren Verkaufs mit Gewinn" erfüllt, die Wahrscheinlichkeit als gewerblich eingestuft zu werden also doch recht hoch ist.

Hat jemand Erfahrung zu diesem Thema? Ich denke die Anzahl meiner An-/Verkäufe ist im Verhältnis zu vielen anderen doch recht gering...oder spielt das keine Rolle in der Bewertung des FA?

DANKE!

Moin, die Begründung rein auf die Altcoins ist in sich schon falsch. Denn beim Ankauf des BTC hat man deselben Grundgedanken.
Wir haben schon mehrere Erklärungen mit 1000 und mehr trades abgegeben ohne Beanstandung.
Rechtlich ist es aber noch eine Grauzone da es noch nicht genau definiert ist. Die Bafin hat mal erähnt das 20 trades im Monat schon ausreichen könnten ...
Deine Angst ist schon berechtigt und sie als Blödsinn abzutun halte ich für fahrlässig, niemand weiß was noch kommen wird. Zumal im Rahmen des G20 auch schon die Überlegung einiger EU Staaten kam das Krypro keine Währung sondern Vermögenswerte sind. Ergo da ist noch nichts in Stein gemeißelt.

Gruß

schreibt mir auch gern bei Telegram @RobertNACO - Channel t.me/kryptoversteuerung - Krypto Steuer FAQ http://bit.ly/kryptoversteuerung
qwk
Donator
Legendary
*
Offline Offline

Activity: 2184
Merit: 2129


Shitcoin Minimalist


View Profile
March 26, 2018, 10:33:06 AM
 #1534

Leider verstehe ich nach wie vor nicht, wann ich Gefahr laufe, dass meine Privaten Veräußerungsgeschäfte vom FA als gewerblich eingestuft werden.
Ich habe 2016 BTC gekauft, diese zum Großteil in 2017 verkauft und entsprechend steuerpflichtige Gewinne realisiert. Ergänzend habe ich 4-5 mal Altcoins erworben, teils steuerpflichtig, teils erst nachdem die BTC länger als 1 Jahr bei mir lagen. Insgesamt kamen so ca. 40-45 Trades im Jahr zu Stande.

Mein Steuerberater meint nun, dass der Ankauf der Altcoins den Bestand des "Erwerbs zum Zwecke des späteren Verkaufs mit Gewinn" erfüllt, die Wahrscheinlichkeit als gewerblich eingestuft zu werden also doch recht hoch ist.

Hat jemand Erfahrung zu diesem Thema? Ich denke die Anzahl meiner An-/Verkäufe ist im Verhältnis zu vielen anderen doch recht gering...oder spielt das keine Rolle in der Bewertung des FA?
Dein Steuerberater irrt.

Immer unter der Voraussetzung, dass keine anderen Umstände gegeben sind, die eine Gewerblichkeit begründen könnten, ist das bloße Traden an Bitcoin- und Altcoin-Börsen im Rahmen der eigenen privaten Vermögensverwaltung nicht gewerblich.
"Im Rahmen der eigenen privaten Vermögensverwaltung" heißt hier: mit deinem eigenen Geld, um dein eigenes Geld zu vermehren. Auch das Geld von deiner Frau fällt da noch mit rein. Das Geld vom Schwager eventuell schon nicht mehr, aber das ist grenzwertig.

Begründung: auch "normale" Daytrader standen vor ein paar Jahren vor dem Problem, dass die Finanzämter teilweise auf die Gewerblichkeit abgezielt haben. Dies wurde von den Gerichten eigentlich unisono verneint (es gab grenzwertige Fälle, bei diesen war aber AFAIK immer "Fremdkapital" im Spiel).

All free men, wherever they may live, can use Bitcoin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words "Ich bin ein Bitcoiner!"
zidane
Hero Member
*****
Offline Offline

Activity: 966
Merit: 517


View Profile
March 26, 2018, 11:22:40 AM
 #1535

Leider verstehe ich nach wie vor nicht, wann ich Gefahr laufe, dass meine Privaten Veräußerungsgeschäfte vom FA als gewerblich eingestuft werden.
Ich habe 2016 BTC gekauft, diese zum Großteil in 2017 verkauft und entsprechend steuerpflichtige Gewinne realisiert. Ergänzend habe ich 4-5 mal Altcoins erworben, teils steuerpflichtig, teils erst nachdem die BTC länger als 1 Jahr bei mir lagen. Insgesamt kamen so ca. 40-45 Trades im Jahr zu Stande.

Mein Steuerberater meint nun, dass der Ankauf der Altcoins den Bestand des "Erwerbs zum Zwecke des späteren Verkaufs mit Gewinn" erfüllt, die Wahrscheinlichkeit als gewerblich eingestuft zu werden also doch recht hoch ist.

Hat jemand Erfahrung zu diesem Thema? Ich denke die Anzahl meiner An-/Verkäufe ist im Verhältnis zu vielen anderen doch recht gering...oder spielt das keine Rolle in der Bewertung des FA?
Dein Steuerberater irrt.

Immer unter der Voraussetzung, dass keine anderen Umstände gegeben sind, die eine Gewerblichkeit begründen könnten, ist das bloße Traden an Bitcoin- und Altcoin-Börsen im Rahmen der eigenen privaten Vermögensverwaltung nicht gewerblich.
"Im Rahmen der eigenen privaten Vermögensverwaltung" heißt hier: mit deinem eigenen Geld, um dein eigenes Geld zu vermehren. Auch das Geld von deiner Frau fällt da noch mit rein. Das Geld vom Schwager eventuell schon nicht mehr, aber das ist grenzwertig.

Begründung: auch "normale" Daytrader standen vor ein paar Jahren vor dem Problem, dass die Finanzämter teilweise auf die Gewerblichkeit abgezielt haben. Dies wurde von den Gerichten eigentlich unisono verneint (es gab grenzwertige Fälle, bei diesen war aber AFAIK immer "Fremdkapital" im Spiel).

Ist nicht immer Fremdkapital im Spiel wenn man den verschuldeten Euro eintauscht  Grin Grin Grin Grin Grin Grin Grin Grin ?
BitcoinArsenal
Hero Member
*****
Offline Offline

Activity: 924
Merit: 556


View Profile
March 26, 2018, 09:11:12 PM
 #1536

Kurze Frage zu folgender Aussage im OP:

Quote
Steuererklärung: für eure Steuererklärung habt ihr bis zum 31.05. Zeit.
Wenn ihr euch einen Steuerberater nehmt, verlängert sich die Frist zur Abgabe bis zum Jahresende.

Ist es nicht so, dass das nur für diejenigen gilt die eine Steuererklärung abgegen müssen bzw. vom Finanzamt aufgefordert werden eine abzugeben? Falls man freiwillig eine abgeben kann, dann kann ich mir doch auch ohne Steuerberater bis Ende 2017 oder sogar darüber hinaus zeit lassen, oder?
robertNACO
Jr. Member
*
Offline Offline

Activity: 44
Merit: 29


View Profile WWW
March 27, 2018, 06:24:08 AM
Merited by qwk (2), BitcoinArsenal (1)
 #1537

Kurze Frage zu folgender Aussage im OP:

Quote
Steuererklärung: für eure Steuererklärung habt ihr bis zum 31.05. Zeit.
Wenn ihr euch einen Steuerberater nehmt, verlängert sich die Frist zur Abgabe bis zum Jahresende.

Ist es nicht so, dass das nur für diejenigen gilt die eine Steuererklärung abgegen müssen bzw. vom Finanzamt aufgefordert werden eine abzugeben? Falls man freiwillig eine abgeben kann, dann kann ich mir doch auch ohne Steuerberater bis Ende 2017 oder sogar darüber hinaus zeit lassen, oder?

Moin,

du hast Recht. Wenn du nicht zu Abgabe verpflichtet bist (z.B. durch Steuerklasse III/IV mit deiner Frau, oder doppelter Arbeitnehmer, oder andere Einkünfte außer §19 hast) dann kann man in der Regel 4 Jahre rückwirkend seine Steuererklärung abgeben, in Ausnahmen auch länger. Wenn du jedoch Gewinne aus §23 hast die über 600€ sind und innerhalb der Jahresfrist sind, bist du zur Abgabe verpflichtet.

Gruß


PS: Der OP ist hier auch etwas ungenau, vielleicht kann der angepasst werden:

Bis zum 31. Mai des Folgejahres. Hat man einen Steuerberater ist dies mit Fristverlängerung bis zum 31. Dezember des Folgejahres möglich. Ab dem Veranlagungsjahr 2018 gibt es jeweils zusätzliche 2 Monate. (Juli 2019 oder Februar 2020)

Bezüglich des Verlustvortrag hätte ich auch eine Anmerkung:

Verluste lassen sich beliebig nach vorne und 1 Jahr nach hinten vor- bzw. rücktragen.

schreibt mir auch gern bei Telegram @RobertNACO - Channel t.me/kryptoversteuerung - Krypto Steuer FAQ http://bit.ly/kryptoversteuerung
robertNACO
Jr. Member
*
Offline Offline

Activity: 44
Merit: 29


View Profile WWW
March 27, 2018, 08:45:59 AM
Merited by qwk (2)
 #1538

Moin,

ein User sprach mich auf folgenden Teil des FAQs an:

Steuern auf Coins aus Mining
Die geminten Coins sind am Tag der Erzeugung als Einnahmen aus sonstigen Leistungen zu besteuern.


Hierzu ein Auszug aus der Fachliteratur:

Soweit das direkte Mining (sog. Solo-Mining) noch im privaten Bereich durchgeführt wird, kommt eine Steuerbarkeit der geschürften Kryptowährung (sog. Blockreward) nicht in Betracht. Beim Mining entsteht die Kryptowährung direkt im Vermögen des Miners augrund dessen Interaktion mit der Blockchain. Sie wird also nicht von einem Dritten angeschafft, sondern selber hergestellt. Der bloße private Vermögenszuwachs ist kein steuerbarer Vorgang. Aber auch die spätere Veräußerung der Kryptowährung ist nicht steuerbar. Denn die Herstellung ist keine Anschaffung i.S.d. § 23 (1) Nr. 2 EStG. Die private Veräußerung selbst hergestellter Wirtschaftsgüter ist steuerlich unbeachtlich.
Neben der Blockreward erhält der erfolgreiche Miner die in dem Block gesammelten Transaktionsgebühren. Da diese Gebühren von den an der Transaktion beteiligten Personen für das Mining gewährt werden, unterfallen sie nach einem Teil der Literatur dem Anwendungsbereich des § 22 Nr. 3 EStG. (Richter/Augel, FR 2017, 937 (946); Pinkernell, Ubg 2016, 19 (23))
Aufgrund der Besonderheit, dass es sich beim Mining um eine Art Wettbewerb handelt und nur der Gewinner die Kryptowährung nebst Transaktionsgebühren erhält, ist die Steuerbarkeit insgesamt fraglich.


Warnhinweis: Dies gilt nicht für das gewerbliche Mining. Der Übergang ist fließend!

schreibt mir auch gern bei Telegram @RobertNACO - Channel t.me/kryptoversteuerung - Krypto Steuer FAQ http://bit.ly/kryptoversteuerung
bct_ail
Hero Member
*****
Offline Offline

Activity: 868
Merit: 570


View Profile
March 27, 2018, 09:53:14 AM
 #1539

Denn die Herstellung ist keine Anschaffung i.S.d. § 23 (1) Nr. 2 EStG.
Wie ist der Begriff "Anschaffung" im EStG definiert?

-Amyotrophe Lateralsklerose-
Eine unheilbare Nervenkrankheit, die Erkrankte nach und nach bei vollem Bewusstsein
vollständig lähmt und überwiegend innerhalb von 2-3 Jahren unweigerlich zum Tod führt.

                                  
BTC-Spendenwallet für einen ALS-Erkrankten:
bc1qpacfmsvahxgsgr3px93dprf4hthj43wzy7wlkc
Seine Wünsche: Eine letzte Reise ans Meer und eine Baumbestattung

qwk
Donator
Legendary
*
Offline Offline

Activity: 2184
Merit: 2129


Shitcoin Minimalist


View Profile
March 27, 2018, 09:54:11 AM
 #1540

Soweit das direkte Mining (sog. Solo-Mining) noch im privaten Bereich durchgeführt wird, kommt eine Steuerbarkeit der geschürften Kryptowährung (sog. Blockreward) nicht in Betracht. Beim Mining entsteht die Kryptowährung direkt im Vermögen des Miners augrund dessen Interaktion mit der Blockchain. Sie wird also nicht von einem Dritten angeschafft, sondern selber hergestellt. Der bloße private Vermögenszuwachs ist kein steuerbarer Vorgang. Aber auch die spätere Veräußerung der Kryptowährung ist nicht steuerbar. Denn die Herstellung ist keine Anschaffung i.S.d. § 23 (1) Nr. 2 EStG. Die private Veräußerung selbst hergestellter Wirtschaftsgüter ist steuerlich unbeachtlich.
Hm, beim fett gedruckten Teil bin ich ein wenig skeptisch, ob das hier anwendbar sein kann.
Entweder stelle ich Bitcoins zur Veräußerung her, dann kann ich mich eigentlich nicht mehr darauf berufen, sie zum bloßen Eigenbedarf gemint zu haben; das dürfte auf die meisten (auch privaten) Miner zutreffen.
Erneut möchte ich übrigens darauf hinweisen, dass ich nicht die Ansicht teile, dass es steuerlich einen Unterschied darstellen soll, ob Solo- oder Pool-Mining betrieben wird (schon in Ermangelung einer eindeutigen Abgrenzung). Wink

Neben der Blockreward erhält der erfolgreiche Miner die in dem Block gesammelten Transaktionsgebühren. Da diese Gebühren von den an der Transaktion beteiligten Personen für das Mining gewährt werden, unterfallen sie nach einem Teil der Literatur dem Anwendungsbereich des § 22 Nr. 3 EStG. (Richter/Augel, FR 2017, 937 (946); Pinkernell, Ubg 2016, 19 (23))
Dazu ist vermutlich die umsatzsteuerliche Sichtweise des BMF zu berücksichtigen, dies dürfte sich zumindest in diesem Aspekt auf die einkommensteuerliche Sichtweise anwenden lassen (sofern das in dem Zusammenhang überhaupt eine Rolle spielt). Dem widerspricht allerdings wieder der Hausjurist von bitcointalk Grin
Ich sehe die Behauptung des BMF:
Quote from: BMF
Die sog. Transaktionsgebühr, welche die Miner von anderen Nutzern des Systems erhalten können, wird freiwillig gezahlt und steht in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit den Leistungen der Miner.
positiv für die Steuerpflichtigen, aber bin anderer Auffassung.
Die Transaktion wird gezahlt, weil der Überweisende eine Dienstleistung (TX in einer bestimmten Zeit) haben will, wirklich freiwillig ist diese Zahlung nicht. Auch auf den identifizierbaren Leistungsempfänger kommt es nicht an, da das BMF hier auf die Rewards und nicht auf TX abstellt.

Aber mal zusammengefasst die "positive" Sichtweise für private Miner:
Keine Steuern, weder auf Erzeugung noch auf Veräußerung von Bitcoins.
Aber eventuell Steuern auf die erhaltenen Transaktionsgebühren:
- am Tag der Erzeugung als Einnahmen aus sonstigen Leistungen § 22 Nr. 3 EStG, Freigrenze 256 EUR im Jahr
- am Tag der Veräußerung Kursgewinn? Keine Steuerfreiheit, weil keine Anschaffung?

Aufgrund der Besonderheit, dass es sich beim Mining um eine Art Wettbewerb handelt und nur der Gewinner die Kryptowährung nebst Transaktionsgebühren erhält, ist die Steuerbarkeit insgesamt fraglich.
Hm, dem kann ich jetzt nicht ganz folgen, trifft in dem Fall aber mit Sicherheit tatsächlich nur für den Solo-Miner zu.
Der Pool-Miner hat das Problem schonmal ausdrücklich nicht.
Da ich insgesamt aber die Einteilung Solo / Pool ablehne, würde ich das schon aus dem Grund verneinen Cool

All free men, wherever they may live, can use Bitcoin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words "Ich bin ein Bitcoiner!"
Pages: « 1 ... 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 [77] 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 »
  Print  
 
Jump to:  

Sponsored by , a Bitcoin-accepting VPN.
Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.19 | SMF © 2006-2009, Simple Machines Valid XHTML 1.0! Valid CSS!