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Author Topic: Bitcoin & die Steuer - FAQ  (Read 78294 times)
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September 21, 2018, 01:30:59 PM
 #1861

hey danke für den ausführlichen thread !

blicke aber leider bei einem punkt nicht ganz durch:

muss bei der steuererklärung auch angegeben sein um wie viele euro coins gekauft wurden?
hab einige coins bereits mehr als 1 jahr, aber leider nichtmehr wirkllch zugang zu dem wie sie gekauft wurden ? (ein teil auf BTC-E.com was ja nichtmehr gibt)

reicht es wenn ich nachweisen kann mithilfe der blockchain dass die coins länger als 1 jahr auf der wallet nichtmehr bewegt wurden ?

hab auch früher sachen gegen BTC verkauft. da gibts ja auch net wirklich eine "einzahlungsbestätigung", sondern nur die transaktion der coins auf meine Wallet  Huh

danke vorab!



grüße
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September 21, 2018, 03:24:47 PM
 #1862

muss bei der steuererklärung auch angegeben sein um wie viele euro coins gekauft wurden?
Jein. In der Steuererklärung selbst musst du nur angeben, was du zu versteuern hast, da haben Kaufpreise und Verkaufspreise ohnehin nicht wirklich was verloren.

hab einige coins bereits mehr als 1 jahr, aber leider nichtmehr wirkllch zugang zu dem wie sie gekauft wurden ?
Für alle Coins, die du länger als 1 Jahr hast, ohne sie zwischenzeitlich hin und her getradet zu haben, musst du zunächst einmal gar nichts angeben, weil die überhaupt nicht zu versteuern sind. Da gibt es in den Formularen nicht mal ein Feld, wo du das eintragen könntest. Wink

Zu deiner eigenen Sicherheit (im Falle einer Prüfung) wäre es aber immer sinnvoll, Belege für den Kauf zu haben. Ob da dann wirklich der Kaufpreis ausgewiesen ist, ist eigentlich wieder egal, weil sie ohnehin nicht zu versteuern sind.
Im Zweifelsfall kannst du dir diese Belege selbst schreiben, handschriftlich auf einem kleinen Stück Papier.
Ein Notizzettel, auf dem steht "habe 1 BTC am 20.05.2016 bar gekauft" ist im Zweifel immer noch besser als gar nix.

Das sind aber wirklich Fragen, die hier sehr häufig gestellt (und beantwortet) wurden. Roll Eyes

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tonygal
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September 21, 2018, 03:57:31 PM
 #1863

Ich hab jetzt aber auch mal eine Frage: Geminerte Coins müssen ja versteuert werden und dann gut (d.h. dann können sie irgendwann steuerfrei verkauft werden). D.h. worst case den Miningertrag zum Zeitwert nachversteuern. Easy.

Was wäre aber, wenn das FA auf die Idee kommt, dass mein damaliges Mining gewerblichen Umfang hatte? Das hat Auswirkungen auf die damalige Versteuerung der Mining-Erträge zum Zeitwert, schon klar, aber hätte das auch Auswirkungen auf die heutige steuerfreie Veräußerbarkeit??
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September 21, 2018, 08:30:37 PM
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 #1864

Ich hab jetzt aber auch mal eine Frage: Geminerte Coins müssen ja versteuert werden und dann gut (d.h. dann können sie irgendwann steuerfrei verkauft werden). D.h. worst case den Miningertrag zum Zeitwert nachversteuern. Easy.

Was wäre aber, wenn das FA auf die Idee kommt, dass mein damaliges Mining gewerblichen Umfang hatte? Das hat Auswirkungen auf die damalige Versteuerung der Mining-Erträge zum Zeitwert, schon klar, aber hätte das auch Auswirkungen auf die heutige steuerfreie Veräußerbarkeit??

Das Lesen des Klasse ersten Beitrags von qwk dieses Threads hätte dir deine Frage beantwortet. Entweder du machst es gewerblich mit allen Voraussetzungen dafür oder nicht, dann kommt das FA i.d.R. auch nicht auf die Idee.

Quote

Ist Mining gewerblich?
Nein, nicht immer. Mining für den Eigenbedarf, also das Betreiben eines eigenen Rechners zur Herstellung von Bitcoins oder Altcoins für den eigenen Bedarf ist vermutlich nicht gewerblich.
Allerdings unterstellt das Finanzamt die Gewerblichkeit sehr schnell, wenn damit größere Einnahmen erzielt werden.
Kriterien für die Gewerblichkeit:

    Selbständig (nicht freiberuflich)
    Nachhaltig (auf Dauer ausgelegt – „auf immer und ewig geplant“)
    Gewinnerzielungsabsicht
    Außenwirkung
    Nicht sittenwidrig

Es müssen alle Kriterien erfüllt sein, um die Gewerblichkeit zu begründen.
Kann man also gut argumentieren, dass eines oder mehrere Kriterien nicht zutreffen, sollte man sich gegen die Unterstellung des Finanzamts wehren.
Es wird von manchen Steuerberatern auch auf den Unterschied abgestellt, ob Mining im Pool oder Solo betrieben wird. Ich teile diese Auffassung ausdrücklich nicht, und noch sind mir keine Fälle bekannt, in denen das Finanzamt dies überhaupt in seine Erwägungen einbezogen hat.
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tonygal
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September 21, 2018, 09:08:40 PM
 #1865

Das Lesen des Klasse ersten Beitrags von qwk dieses Threads hätte dir deine Frage beantwortet.
Naa, teilweise. qwk beschreibt, unter welchen Kriterien das FA Mining als gewerblich ansieht.
Ich frage, welche Folgen es hat, wenn das FA eine Miningaktivität nachträglich als gewerblich einstuft.
Ich sehe ein, dass das i.d.R. nicht geschehen sollte. Mich würden aber trotzdem die Folgen interessieren,
falls das jemand hier beantworten kann.
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September 22, 2018, 09:58:50 AM
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 #1866

Naa, teilweise. qwk beschreibt, unter welchen Kriterien das FA Mining als gewerblich ansieht.
Ich frage, welche Folgen es hat, wenn das FA eine Miningaktivität nachträglich als gewerblich einstuft.
Ich sehe ein, dass das i.d.R. nicht geschehen sollte. Mich würden aber trotzdem die Folgen interessieren,
falls das jemand hier beantworten kann.

Die Folge wäre, dass das für dich zuständige Finanzamt dir einen Bescheid schickt in dem
sie um Nachzahlung der Gewerbesteuer für den entsprechenden Zeitraum der Gewerbeausübung bitten.

Deswegen solltest du in diesem Fall natürlich versuchen in deinem Widerspruch klarzumachen, dass es sich
um keinen Fall des gewerblichen Mining handelt.
tonygal
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September 22, 2018, 10:31:48 AM
 #1867

Ja, das wäre ja nicht so schlimm. Mir geht es nur darum, dass sich an der nachgelagerten steuerfreien Veräußerbarkeit
nichts ändert. Diese Steuerfreiheit ist ja gegeben bei einer privaten Veräußerung. Jetzt bin ich mir nur unsicher, ob eine
nachträgliche Einstufung eines Minings in z.B. 2015 auch ein Veräußerungsgeschäft in 2018 (Annahme: es wird nicht mehr
geminert, die gewerbliche Betätigung ist also definitiv erloschen) aus der privaten Sphäre herauskatapultiert und damit die
Steuerfreiheit verhindert. Evtl. muss eine Entnahme der BTC aus dem Gewerbebetrieb versteuert werden?

Ob das realistisch ist und dass ich dann einen Steueranwalt nehme sollte, möchte ich gar nicht in den Mittelpunkt stellen.
Mir gehts nur um die theoretische Gesetzeslage.  Tongue
bct_ail
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September 23, 2018, 06:59:35 PM
 #1868

Na das wär ja noch schöner...
Quote
Völlig steuerfrei bleibt der Verkauf eines privat geminten Coin. Dies teilte das Finanzministerium auf eine Anfrage von heise online mit. Nach Auffassung der Finanzverwaltung fehlt es hier an einer Anschaffung, weshalb keinerlei Frist in Lauf gesetzt wird.
Quelle: Internetseite Steuerberatung Querman

Ja, so ist das. Aber nochmal zur Klarstellung, da es hier immer wieder gerne zu Missverständnissen kommt:
Der Coin ist bei Erhalt mit dem dann vorherschenden Kurs zu versteuern (Zuflussprinzip). Der Verkauf ist, wann er auch immer passieren möge, steuerfrei.

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tyz
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October 09, 2018, 10:26:17 PM
Merited by qwk (1), 1miau (1)
 #1869

Ich hatte kürzlich ein interessantes Gespräch mit einem Steuerexperten bei einem Krypto-Treffen. Wir hatten verschiedene Punkte hinsichtlich Kryptos u. Steuern diskutiert. Insgesamt lag er da auf Höhe der aktuell geltenden Meinungen und wie hier auch regelmäßig dargestellt.

Bei dem Punkt der Airdrops und Bounties unterschied sich seine Meinung aber. Er ist der Auffassung, dass diese nicht mit dem Wert zum Zeitpunkt des Zuflusses versteuert werden müssen, sondern erst wenn diese in Fiat umgetauscht werden. Auch wenn dies erst nach Jahren des Erhalts passieren sollte. Gibt es innerhalb des Steuerrechts derartige Unsicherheiten zu dieser Sachlage, dass diese Sichtweise realistisch sein könnte?


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October 10, 2018, 06:36:33 AM
 #1870

Ich hatte kürzlich ein interessantes Gespräch mit einem Steuerexperten bei einem Krypto-Treffen. Wir hatten verschiedene Punkte hinsichtlich Kryptos u. Steuern diskutiert. Insgesamt lag er da auf Höhe der aktuell geltenden Meinungen und wie hier auch regelmäßig dargestellt.

Bei dem Punkt der Airdrops und Bounties unterschied sich seine Meinung aber. Er ist der Auffassung, dass diese nicht mit dem Wert zum Zeitpunkt des Zuflusses versteuert werden müssen, sondern erst wenn diese in Fiat umgetauscht werden. Auch wenn dies erst nach Jahren des Erhalts passieren sollte. Gibt es innerhalb des Steuerrechts derartige Unsicherheiten zu dieser Sachlage, dass diese Sichtweise realistisch sein könnte?

das wäre natürlich optimal und noch besser wenn die steuer darauf bei haltezeit über ein jahr entfällt.
insgesamt ist das thema airdrop und bounty für mich (zumindest in österreich) noch der absolute graubereich.
da es zum teitpunkt vom zulauf keinen tatsächlichen wert gibt wäre es einfach besser... aber gesetze müssen ja nicht zwingend gut sein um zu gelten Grin

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October 10, 2018, 07:49:06 AM
 #1871

Ich hatte kürzlich ein interessantes Gespräch mit einem Steuerexperten bei einem Krypto-Treffen. Wir hatten verschiedene Punkte hinsichtlich Kryptos u. Steuern diskutiert. Insgesamt lag er da auf Höhe der aktuell geltenden Meinungen und wie hier auch regelmäßig dargestellt.

Bei dem Punkt der Airdrops und Bounties unterschied sich seine Meinung aber. Er ist der Auffassung, dass diese nicht mit dem Wert zum Zeitpunkt des Zuflusses versteuert werden müssen, sondern erst wenn diese in Fiat umgetauscht werden. Auch wenn dies erst nach Jahren des Erhalts passieren sollte. Gibt es innerhalb des Steuerrechts derartige Unsicherheiten zu dieser Sachlage, dass diese Sichtweise realistisch sein könnte?

das wäre natürlich optimal und noch besser wenn die steuer darauf bei haltezeit über ein jahr entfällt.
insgesamt ist das thema airdrop und bounty für mich (zumindest in österreich) noch der absolute graubereich.
da es zum teitpunkt vom zulauf keinen tatsächlichen wert gibt wäre es einfach besser... aber gesetze müssen ja nicht zwingend gut sein um zu gelten Grin

Ich sehe das sehr ähnlich, da ich Bountys als eine Bezahlung für eine erbrachte Leistung ist, ist mmn sobald die Bounty in FIAT getauscht wird als Einkommen zu versteuern. Und da greift meines Wissens nach nicht die Haltezeit, weil es (du hast ja nichts gekauft) nicht unter Spekulation fällt (Haltefrist).

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October 10, 2018, 08:27:40 AM
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 #1872

Ich hatte kürzlich ein interessantes Gespräch mit einem Steuerexperten bei einem Krypto-Treffen. Wir hatten verschiedene Punkte hinsichtlich Kryptos u. Steuern diskutiert. Insgesamt lag er da auf Höhe der aktuell geltenden Meinungen und wie hier auch regelmäßig dargestellt.

Bei dem Punkt der Airdrops und Bounties unterschied sich seine Meinung aber. Er ist der Auffassung, dass diese nicht mit dem Wert zum Zeitpunkt des Zuflusses versteuert werden müssen, sondern erst wenn diese in Fiat umgetauscht werden. Auch wenn dies erst nach Jahren des Erhalts passieren sollte. Gibt es innerhalb des Steuerrechts derartige Unsicherheiten zu dieser Sachlage, dass diese Sichtweise realistisch sein könnte?

das wäre natürlich optimal und noch besser wenn die steuer darauf bei haltezeit über ein jahr entfällt.

mole, tyz schreibt nicht, dass die steuer bei AD und Bountys bei haltezeit über ein jahr entfällt!

tyz, Unsicherheit besteht bei nahezu der gesamten Versteuerung von Kryptos. Solange der Gesetzgeber keine klaren Handlungsanweisungen gibt, leben wir hier mit einem Risiko.
Da aber schon einige ihre Steuerbescheide zurückerhalten haben und sich bei AD und Bounty auf §22 EStG bezogen haben, scheint hier das FA auf gleicher Sichtweise zu sein.
Je mehr FA diesem Folgen und je mehr Wasser den Rhein runterfließt, desto eher werden sich die Sichtweisen der FA und Steuerberater in den entsprechenden Gesetzen und Handlungsanweisungen widerspieglen.


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October 10, 2018, 09:38:16 AM
 #1873

Ich hatte kürzlich ein interessantes Gespräch mit einem Steuerexperten bei einem Krypto-Treffen. Wir hatten verschiedene Punkte hinsichtlich Kryptos u. Steuern diskutiert. Insgesamt lag er da auf Höhe der aktuell geltenden Meinungen und wie hier auch regelmäßig dargestellt.

Bei dem Punkt der Airdrops und Bounties unterschied sich seine Meinung aber. Er ist der Auffassung, dass diese nicht mit dem Wert zum Zeitpunkt des Zuflusses versteuert werden müssen, sondern erst wenn diese in Fiat umgetauscht werden. Auch wenn dies erst nach Jahren des Erhalts passieren sollte. Gibt es innerhalb des Steuerrechts derartige Unsicherheiten zu dieser Sachlage, dass diese Sichtweise realistisch sein könnte?

das wäre natürlich optimal und noch besser wenn die steuer darauf bei haltezeit über ein jahr entfällt.

mole, tyz schreibt nicht, dass die steuer bei AD und Bountys bei haltezeit über ein jahr entfällt!

tyz, Unsicherheit besteht bei nahezu der gesamten Versteuerung von Kryptos. Solange der Gesetzgeber keine klaren Handlungsanweisungen gibt, leben wir hier mit einem Risiko.
Da aber schon einige ihre Steuerbescheide zurückerhalten haben und sich bei AD und Bounty auf §22 EStG bezogen haben, scheint hier das FA auf gleicher Sichtweise zu sein.
Je mehr FA diesem Folgen und je mehr Wasser den Rhein runterfließt, desto eher werden sich die Sichtweisen der FA und Steuerberater in den entsprechenden Gesetzen und Handlungsanweisungen widerspieglen.

habe ich auch nicht behauptet. habe nur den satz fertig forumuliert und kurz davon geträumt diese aussage so irgendwann fixiert im gesetz zu finden Grin

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October 10, 2018, 10:42:37 AM
 #1874

Ich hatte kürzlich ein interessantes Gespräch mit einem Steuerexperten bei einem Krypto-Treffen. Wir hatten verschiedene Punkte hinsichtlich Kryptos u. Steuern diskutiert. Insgesamt lag er da auf Höhe der aktuell geltenden Meinungen und wie hier auch regelmäßig dargestellt.

Bei dem Punkt der Airdrops und Bounties unterschied sich seine Meinung aber. Er ist der Auffassung, dass diese nicht mit dem Wert zum Zeitpunkt des Zuflusses versteuert werden müssen, sondern erst wenn diese in Fiat umgetauscht werden. Auch wenn dies erst nach Jahren des Erhalts passieren sollte. Gibt es innerhalb des Steuerrechts derartige Unsicherheiten zu dieser Sachlage, dass diese Sichtweise realistisch sein könnte?

das wäre natürlich optimal und noch besser wenn die steuer darauf bei haltezeit über ein jahr entfällt.

mole, tyz schreibt nicht, dass die steuer bei AD und Bountys bei haltezeit über ein jahr entfällt!

tyz, Unsicherheit besteht bei nahezu der gesamten Versteuerung von Kryptos. Solange der Gesetzgeber keine klaren Handlungsanweisungen gibt, leben wir hier mit einem Risiko.
Da aber schon einige ihre Steuerbescheide zurückerhalten haben und sich bei AD und Bounty auf §22 EStG bezogen haben, scheint hier das FA auf gleicher Sichtweise zu sein.
Je mehr FA diesem Folgen und je mehr Wasser den Rhein runterfließt, desto eher werden sich die Sichtweisen der FA und Steuerberater in den entsprechenden Gesetzen und Handlungsanweisungen widerspieglen.

habe ich auch nicht behauptet. habe nur den satz fertig forumuliert und kurz davon geträumt diese aussage so irgendwann fixiert im gesetz zu finden Grin

Ah, okay. So hast du das gemeint. Ein "ich Träume Smiley" gibt es hier ja leider nicht  Wink

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October 10, 2018, 11:20:52 AM
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 #1875

Hallo Zusammen,

ich nehme an, tyz spricht von meinem kurzen Webinar beim Crypto Club?

Die Besteuerung bei Airdrops/Bounties (und sicherlich auch bei Hardforks) ist tatsächlich ein recht kompliziertes Thema, da hier durchaus sehr unterschiedliche Betrachtungsweisen verfolgt werden können.

Es gibt Stimmen, die sehen sie als "Lotteriegewinn", dem kann ich allerdings nicht wirklich folgen, dann gibt es die Auffassung, den Coin zum Kurswert bei Erhalt zu besteuern, der nachfolgend mögliche Kursgewinn wären dann steuerlich nicht relevante Vermögenszuwächse im privaten Bereich, oder eben die von mir vertretene Auffassung, den Airdrop unabhängig von Haltefristen bei Veräußerung gegen FIAT oder natürlich auch Tausch gegen andere Kryptos in voller Höhe zu versteuern.

Wenn man es systematisch betrachtet, bestehen bei ADs/Bounties im Wesentlichen zwei steuerlich zu beachtende Faktoren:

1. Um sie zu bekommen, muss man irgendwas "tun", also entweder bereits Coins besitzen oder an irgendwelchen Aktionen teilnehmen, alos liken oder irgendwas, damit ist das hema Lotteriegewinn eigentlich schon durch, das irgendjemand einen Airdrop bekommt ohne in irgendeiner Form eine Beteiligung zu haben ist wohl ausgeschlossen.

2. Der Airdrop fließt ohne Anschaffungsvorgang zu, es gibt keine Anschaffungskosten.

Um in den Genuss der Steuerfreiheit nach einem Jahr hodln zu kommen, also in § 23 EStG, benötigt man Anschaffungskosten, da diese nicht gegeben sind, sind wir auch nicht in § 23 EStG. Es bleibt also schlichtweg nur die Auffangvorschrift aus § 22 Nr. 3 EStG und hier findet sich keine Aussage zu Spekulationsfristen.

Für § 22 EStG spricht auch, dass es sich um gelegentliche Einkünfte handelt, was auf diese Art wohl auch zutrifft.

Gegen die Versteuerung bei Zufluss und späteren steuerfreien Vermögenszuwachs spricht m.E. insbesondere der Umstand, dass es im Privatvermögen keine "Bewertungsvorschriften" wie im betrieblichen Bereich gibt (dafür gibt es im Betrieblichen allerdings auch keine steuerfreien Vermögenszuwächse).

Es würde nun die steuerliche Logik durchbrechen, im Zuflusszeitpunkt den Kurswert zu besteuern.

In manchen Beiträgen kann mann allerdings auch davon lesen, dass eine  den § 20 (Kapitalvermögen) betreffende analoge Anwendung greiufen könnte, dies halte ich für unzureffend, Kryptos werden eben nicht nach § 20 besteuerert, damit kann man sich da auch nichts analoges zu raussuchen.

Somit komme ich schlichtweg zu dem Schluss, dass eine Versteuerung zum Verkaufszeitpunkt, unabhängig von der Haltefrist, erfolgt.


Wenn man diese Betrachtung nun konsequent verfolgt, kann man allerdings auch etwas gutes darin finden.

Damit besteht nämlich die Möglichkeit, die Airdrops nach Erhalt zu veräußern und, sofern ein Potential darin gesehen wird, diese wieder zurück zu kaufen.

Dann wäre man wieder im § 23 und könnte den Vermögenszuwachs nach einem Jahr steuerfrei realisieren.

Schöne Restwoche!

Christian Densch


Gruß
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October 10, 2018, 11:32:05 AM
Merited by qwk (1)
 #1876

das irgendjemand einen Airdrop bekommt ohne in irgendeiner Form eine Beteiligung zu haben ist wohl ausgeschlossen.

ist zwar eher die ausnahme aber doch sowas gibt es auch. zwar wirklich selten aber ist nicht auszuschließen.
z.B. wurden damals 7,77 VIN an alle möglichen adressen versendet die irgendwo zu finden waren.

Somit komme ich schlichtweg zu dem Schluss, dass eine Versteuerung zum Verkaufszeitpunkt, unabhängig von der Haltefrist, erfolgt.

damit könnte ich leben. mMn. ist es nur wichtig dass hier endlich 100%ig fixe regeln die dann für alle gelten aufgestellt werden.
aktuell gibt es in diesem bereich so viele unklarheiten und auslegungssachen dass man es sich fast hinrechnen kann wie man möchte Smiley

@bct_ail
da hast du recht... es fehlen eig. noch viel mehr smileys die man immer wieder brauchen könnte Grin

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October 10, 2018, 11:44:31 AM
Merited by qwk (1)
 #1877

Nun, dann hat man immerhin eine Adresse gehabt Wink, sich also in irgendeiner Form am Kryptomarkt beteiligt.

Wir werden hier sicher keine "abschließende" Regelung treffen können, dies ist Sache des Gesetzgebers, im Rahmen eines Telefonats mit dem für sonstige Einkünfte zuständigen Mitarbeiters bei der OFD Münster, hielt dieser eine solche Besteuerung am zutreffensten.

Es geht ja im Rahmen einer Steuererklärung oft nicht darum, einen "Sachverhalt" so zurecht zu drehen, dass er einem am besten passt, dass wird ja oft dann wieder zerschossen, sondern mit Umständen zu arbeiten, die einem nutzen können.

Gruß
C. Densch - "Kryptotaxpert"
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October 10, 2018, 11:52:06 AM
 #1878

Somit komme ich schlichtweg zu dem Schluss, dass eine Versteuerung zum Verkaufszeitpunkt, unabhängig von der Haltefrist, erfolgt.

Verstehe ich dich richtig, dass du aufgrund fehlender Vorschriften/Paragaphen zu dieser Ansicht kommst? Dann würde ich ja eher argumentieren, da es keine Paragraphen dazu gibt, gibt es auch keine Versteuerung....ätschibätsch, liebes FA  Grin

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October 10, 2018, 12:17:37 PM
 #1879

Du verstehst es falsch, die Versteuerung nach § 22 Nr. 3 EStG dürfte tatsächlich greifen und die ist unabhängig von einer Haltefrist.

Gruß
C. Densch - "Kryptotaxpert"
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October 10, 2018, 02:35:19 PM
Merited by qwk (2)
 #1880

Herr Densch, danke für die ausführliche Erläuterung!

ich nehme an, tyz spricht von meinem kurzen Webinar beim Crypto Club?

Ich kenne das Seminar nicht. Tatsächlich hatte ich kürzlich auf einem Meetup im Rhein/Main-Gebiet eine Diskussion mit einem Steuerexperten. Im Rahmen dessen kam diese Ansicht von ihm hoch. Ob er unabhängig von Ihnen zu der gleichen Auffassung kam oder ob er vielleicht sogar ihr Webinar sah, kann ich nicht sagen.

Ich persönlich habe meine Steuererklärung bereits abgegeben und in dieser wurde nach dem Zeitpunkt des Zuflusses versteuert. Ich finde aber diese Vorgehensweise für den Betroffenen sehr riskant, da das Bounty zum Zeitpunkt der Erhalts 1000 Euro wert sein könnte und zum tatsächlichen Veräußerungszeitpunkt nur noch 10€, mit einem dementsprechend hohen tatsächlichen Verlust durch die Steuerzahlung zum Wert des Zuflusszeitpunkts. Darum wäre die Besteuerung zum Zeitpunkt der Veräußerung das wesentlich risikofreiere und meines Erachtens auch realitätsnähere Vorgehen.

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.L I V E C O I N . N E T.
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