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Author Topic: Der Aktuelle Kursverlauf  (Read 5361597 times)
Bullethead21
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December 13, 2018, 02:08:29 PM
 #80521

Ich setze auf garnix ausser meiner Unwissenheut bzgl. des tatsächlichen Tiefpunktes und der 1000 Tode des BTC
Was dass bedeutet darf sich jeder selbst ausmalen  Grin

Und ich setze auf garnichts ausser auf technischen Fortschritt.

Willkommen Ethereum

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December 13, 2018, 02:28:24 PM
 #80522

Ich setze auf garnix ausser meiner Unwissenheut bzgl. des tatsächlichen Tiefpunktes und der 1000 Tode des BTC
Was dass bedeutet darf sich jeder selbst ausmalen  Grin

Und ich setze auf garnichts ausser auf technischen Fortschritt.

Willkommen Ethereum

https://base58.de/opera-browser-bekommt-eingebautes-ethereum-wallet/

Darüber wurde doch schon vor einem halben Jahr berichtet alte news neu aufwärmen  Cheesy
https://www.ccn.com/htc-exodus-1-blockchain-smartphone-will-ship-with-brave-browser/
Die nutzen Bat
Laut denn 4 Musketieren aber auch nicht der Hit .
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December 13, 2018, 02:39:16 PM
 #80523

Scheint so als ob der Lesch ganze Arbeit geleistet hat , gefühlt jeder 3 Kommentar spricht sich gegen diesen irsinnigen Energievebrauch aus . Tongue

Habe die Kommentare jetzt nicht im Detail überprüft, aber warum wird der Einwand bezüglich des wahrlich exorbitanten Energieverbrauchs von POW hier beständig in sinnentleerte Kontexte gesetzt wie "schaut euch mal den Energieverbrauch der Banken an"? Der Aspekt ist heutzutage durchaus diskutabel, genauso wie Alternativen wie POS, POI or whatever.


Energieaufwand korreliert in direkterweise mit der sicherheit der blockchain.

Mehr stromverbrauch, höhere hashrate, mehr sicherheit.


Die alternativen sind keine alternativen.

Nein, das ist alles falsch.

Das weist du auch selber, das das alles falsch ist.

Die richtige Antwort wäre "verteilte Hashrate" gewesen. 1ne Miningfabrik in China ist das genaue Gegenteil davon.
Und dann zeige mal bitte die Beispiele wo Staking unsicher wäre?
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December 13, 2018, 02:56:24 PM
 #80524

Scheint so als ob der Lesch ganze Arbeit geleistet hat , gefühlt jeder 3 Kommentar spricht sich gegen diesen irsinnigen Energievebrauch aus . Tongue

Habe die Kommentare jetzt nicht im Detail überprüft, aber warum wird der Einwand bezüglich des wahrlich exorbitanten Energieverbrauchs von POW hier beständig in sinnentleerte Kontexte gesetzt wie "schaut euch mal den Energieverbrauch der Banken an"? Der Aspekt ist heutzutage durchaus diskutabel, genauso wie Alternativen wie POS, POI or whatever.


Energieaufwand korreliert in direkterweise mit der sicherheit der blockchain.

Mehr stromverbrauch, höhere hashrate, mehr sicherheit.


Die alternativen sind keine alternativen.

Nein, das ist alles falsch.

Das weist du auch selber, das das alles falsch ist.

Die richtige Antwort wäre "verteilte Hashrate" gewesen. 1ne Miningfabrik in China ist das genaue Gegenteil davon.
Und dann zeige mal bitte die Beispiele wo Staking unsicher wäre?

Ich glaube diese Diskussionen werden doch an anderer Stelle schon ewig und endlos geführt...

Ich halte die Diskussion um den Stromverbrauch auch für falsch angesetzt.
Dass der Stromverbrauch bzw. die Anzahl der Miner so aus dem Ruder lief, liegt doch nicht am Strombedarf von bitcoin (das System würde doch auch mit deutlich weniger Minern laufen, wenn ich es richtig verstanden habe), sondern an den korrupten Verhältnissen in China, wo es möglich ist günstig an Strom zu kommen, weil der Strom da nicht das kostet, was er angesichts des Umweltverbrauchs kosten müsste.
Bitcoin ist hier nur ein Indikator, dass Strom in China zu billig ist bzw. das China zu korrupt ist und NICHT der Verursacher des eigentlichen Problems.

Die Menschheit könnte an so vielen ecken sinnvoll Energie und Ressourcen sparen - warum stellt man nun aber ausgerechnet bei bitcoin die Sinnhaftigkeit des Stromverbrauchs in Frage?
Vermutlich weil den Sinn von Bitcoin noch zu wenig Menschen verstanden haben.

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December 13, 2018, 02:56:37 PM
 #80525

Und dann zeige mal bitte die Beispiele wo Staking unsicher wäre?
Dann wiederhole ich mich einfach mal:

Erlaube die naive Frage, warum wurde bisher kein Coin jenseits von POW gehackt?
Die Frage an sich ist schon fehlgeleitet.

Dass ein System bisher nicht kompromittiert wurde, sagt nichts über die Sicherheit des Systems aus.
Der RBMK-1000 war ein Reaktortyp, der ebenfalls nie eine Kernschmelze erlebt hatte.
Bis zum 26. April 1986.

Wenn es sich nicht lohnt, ein System anzugreifen, kann das System noch so unsicher sein, es wird nicht gehackt.
Mein rostiges, klappriges Damenrad ohne Sattel kann ich wahrscheinlich mit einem Bindfaden an einen Laternenpfahl hängen, ohne dass es gestohlen wird.
Bei meinem 10.000-EUR-Carbon-Rahmen-Iron-Man-Mountain-Bike sollte ich mir vielleicht ein besseres Schloss besorgen.


Gute POS Coins (NXT z.B.) übernimmst du nicht mit einer 51% Stake-Attacke mal eben so.
Wenn eine 51%-Stake-Attacke gegen einen Coin überhaupt technisch möglich ist, so muss dieser Coin als zu 100% unsicher gelten.
Da nie bekannt sein kann, ob und wer welchen Anteil der Coins eines Systems hält, gibt es keinen Mechanismus, der verhindern würde, dass ein Angreifer 51% aufkauft, um eine Attacke durchzuführen.

Glücklicherweise gibt es (nach meinem Wissen) überhaupt keine 51%-Stake-Attacke Wink

Das Problem bei POS ist der Angriffsvektor "Nothing at Stake", der vereinfacht gesagt, dazu führt, dass jeder Teilnehmer jederzeit einen Angriff versuchen kann, ohne, dass ihm hierfür Kosten entstehen. Die Erfolgswahrscheinlichkeit ist extrem gering, aber größer Null.

Da die Sicherheit eines Systems nie (oder nur in Ausnahmefällen) als absolut angesehen werden kann, gilt prinzipiell jedes System als sicher, wenn der Aufwand für einen erfolgreichen Angriff höher ist als der potentielle Nutzen.
Wenn nun aber ein Angriff nichts kostet, der Aufwand also Null ist, und zugleich der potentielle Nutzen auch nur minimal größer als Null, muss das System als Ganzes als unsicher betrachtet werden.

Ergo sind POS-Coins im Rahmen der gängigen Definition der Sicherheit von Systemen unsicher.

"Kombi-Präparate" aus POS und POW wiederum sind stets so sicher wie der POW-Anteil.
Systeme, in denen ein Mindeststake vorausgesetzt wird, sind faktisch (schwach) zentralisiert.

Blockchain als Technologie bietet genau eines:
ein dezentrales System, welches einen gewissen Sicherheitsanspruch berechenbar zuverlässig erfüllt.
POS-Systeme erfüllen das nicht.


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December 13, 2018, 03:04:06 PM
Merited by fronti (2)
 #80526

Ich halte die Diskussion um den Stromverbrauch auch für falsch angesetzt.
Dass der Stromverbrauch bzw. die Anzahl der Miner so aus dem Ruder lief, liegt doch nicht am Strombedarf von bitcoin (das System würde doch auch mit deutlich weniger Minern laufen, wenn ich es richtig verstanden habe), sondern an den korrupten Verhältnissen in China, wo es möglich ist günstig an Strom zu kommen, weil der Strom da nicht das kostet, was er angesichts des Umweltverbrauchs kosten müsste.
Bitcoin ist hier nur ein Indikator, dass Strom in China zu billig ist bzw. das China zu korrupt ist und NICHT der Verursacher dieses Problems.
Vermutlich triffst du damit des Pudels Kern.

Man kann das Thema "Energieverbrauch von Bitcoin" auch mal aus einer rein volkswirtschaftlichen Perspektive sehen:
Miner werden stets dort betrieben, wo Strom am billigsten ist.
Die "invisible hand of the market" sorgt stets dafür, dass Strom dort am billigsten ist, wo ein Angebotsüberhang besteht.
Somit lässt sich beweisen, dass Bitcoin-Miner mittel- bis langfristig stets nur den Angebotsüberhang in Stromnetzen nutzen werden.

Ist also der Markt nicht durch z.B. politische Maßnahmen an seinem bestimmungsgemäßen Gebrauch gehindert, erzeugt Mining in erster Näherung keine Nachfrage nach Strom.

Lediglich für den Fall, dass auf einem Markt überhaupt keine Überkapazitäten mehr existieren, wäre zu erwarten, dass die Nachfrage der Miner nach Strom für den Aufbau neuer Kapazitäten sorgt. Ein Strommarkt, auf dem keine Überkapazitäten existieren, ist zumindest mir nicht bekannt.

Ergo: Mining verbraucht volkswirtschaftlich gesehen keinen Strom. q.e.d.

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December 13, 2018, 03:08:33 PM
Last edit: December 13, 2018, 03:22:44 PM by lordoliver
 #80527

...
"Kombi-Präparate" aus POS und POW wiederum sind stets so sicher wie der POW-Anteil.
...

Kannst du mir bitte erklären, welchen Unterschied es macht, ob man nun soviel Geld braucht, um die Hälfte der Coins zu kaufen oder soviel Geld wie die Hälfte der Hashpower?
Normalerweise ist die prozentuale Hashpower ja umso teurer, je teurer die Coin. Sollte sich das dann nicht im gleichen Bereich bewegen?

Der Unterschied ist doch nur, dass du die Hashpower (bei kleineren Coins) problemlos kaufen kannst um sie dann von heute auf morgen komplett einzusetzen, bei der Hälfte der Coins wirst du den Preis hochtreiben, so dass dir vielleicht das Geld ausgeht.
Somit wäre doch POS sogar sicherer...
Ich habe 2014 mal 20% einer Witzcoin gekauft und kam da schnell an meine Grenzen obwohl ich sie zum Anfangspreis theoretisch problemlos komplett kaufen hätte können...
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December 13, 2018, 03:28:53 PM
 #80528

Kannst du mir bitte erklären, welchen unterschied es macht, ob man nun soviel Geld braucht, um die Hälfte der Coins zu kaufen oder soviel Geld wie die Hälfte der Hashpower?
Lies nochmal: es braucht keine 51% in POS.
Der Angriffsvektor heißt: "nothing at stake".
Man braucht also keine (bzw. nur eine einzige) Coins.
POS-Coins versuchen das i.d.R. mit einem Mindest-Stake zu verhindern, damit wird das System dann (schwach) zentralisiert.

Zweitens:
In POW wird die Energie für den Angriff "verbraucht".
In POS wird der Stake nicht verbraucht.
Damit sind die Kosten für einen Angriff in POW berechenbar als die "Stromkosten" für den Betrieb der 51% für die notwendige Zeit.
(eine Beispielrechnung, wie so was aussieht, findest du hier: Liste volkstümlicher Bitcoin Irrtümer - FAQ)
In POS sind die Kosten also auch bei 51% genau Null, denn die dafür eingesetzten Coins werden nicht verbraucht.

Wohlgemerkt: das sind Kosten innerhalb des Systems, natürlich können durch Effekte außerhalb (Kursänderung etc.) auch bei POS Kosten entstehen, diese sind aber für die Sicherheit des Systems an sich nicht berechenbar. Das wird jetzt der eine oder andere als Begründung hernehmen, dass POS ja doch sicher ist, aber das ist Augenwischerei. Die Frage bei einer Technologie sollte stets sein, ob diese in sich selbst, als geschlossenes System, als sicher betrachtet werden kann. Diese Frage muss man für POS mit einem klaren Nein beantworten.

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December 13, 2018, 03:36:02 PM
 #80529

Proof of work wurde auch gemacht um das Verteilungsproblem zu lösen.

Ein Miner mit laufenden Kosten verkauft eher Coins als ein Staker der nur minimale Kosten hat.


Nun, da ist etwas dran. Das Argument löst sich aber in Luft auf am Ende der Verteilung. Ab dann macht also POW exakt Null Sinn. Einer Umstellung stände dann gar nichts mehr im Wege.
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December 13, 2018, 04:03:10 PM
 #80530

Kannst du mir bitte erklären, welchen unterschied es macht, ob man nun soviel Geld braucht, um die Hälfte der Coins zu kaufen oder soviel Geld wie die Hälfte der Hashpower?
Lies nochmal: es braucht keine 51% in POS.
Der Angriffsvektor heißt: "nothing at stake".
Man braucht also keine (bzw. nur eine einzige) Coins.
POS-Coins versuchen das i.d.R. mit einem Mindest-Stake zu verhindern, damit wird das System dann (schwach) zentralisiert.

Zweitens:
In POW wird die Energie für den Angriff "verbraucht".
In POS wird der Stake nicht verbraucht.
Damit sind die Kosten für einen Angriff in POW berechenbar als die "Stromkosten" für den Betrieb der 51% für die notwendige Zeit.
(eine Beispielrechnung, wie so was aussieht, findest du hier: Liste volkstümlicher Bitcoin Irrtümer - FAQ)
In POS sind die Kosten also auch bei 51% genau Null, denn die dafür eingesetzten Coins werden nicht verbraucht.

Wohlgemerkt: das sind Kosten innerhalb des Systems, natürlich können durch Effekte außerhalb (Kursänderung etc.) auch bei POS Kosten entstehen, diese sind aber für die Sicherheit des Systems an sich nicht berechenbar. Das wird jetzt der eine oder andere als Begründung hernehmen, dass POS ja doch sicher ist, aber das ist Augenwischerei. Die Frage bei einer Technologie sollte stets sein, ob diese in sich selbst, als geschlossenes System, als sicher betrachtet werden kann. Diese Frage muss man für POS mit einem klaren Nein beantworten.


Um es noch zu ergänzen, im PoS verliert der angreifer sein stake (nicht die coins) wenn die attacke fehl schlägt.

Bei PoW verliert der angreifer zusätzlich neben dem strom noch die block rewards.



criptix
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December 13, 2018, 04:07:16 PM
 #80531

Scheint so als ob der Lesch ganze Arbeit geleistet hat , gefühlt jeder 3 Kommentar spricht sich gegen diesen irsinnigen Energievebrauch aus . Tongue

Habe die Kommentare jetzt nicht im Detail überprüft, aber warum wird der Einwand bezüglich des wahrlich exorbitanten Energieverbrauchs von POW hier beständig in sinnentleerte Kontexte gesetzt wie "schaut euch mal den Energieverbrauch der Banken an"? Der Aspekt ist heutzutage durchaus diskutabel, genauso wie Alternativen wie POS, POI or whatever.


Energieaufwand korreliert in direkterweise mit der sicherheit der blockchain.

Mehr stromverbrauch, höhere hashrate, mehr sicherheit.


Die alternativen sind keine alternativen.

Nein, das ist alles falsch.

Das weist du auch selber, das das alles falsch ist.

Die richtige Antwort wäre "verteilte Hashrate" gewesen. 1ne Miningfabrik in China ist das genaue Gegenteil davon.
Und dann zeige mal bitte die Beispiele wo Staking unsicher wäre?

Es ist richtig.

Eine miningfarm wäre das äquivalente beispiel zu jemanden der 51+% aller coins im PoS hält.

Aber dies ist nicht der fall bei Bitcoin.

Mining ist offen für jeden und wird solange betrieben wie es wirtschaftlich rentabel ist (siehe mining farmen außerhalb von china - selbst wenn man davon ausgeht das alle chinesischen pools inklusive hardware von einer person kontroliert wird sind wir erst bei ca. 45%).



lordoliver
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December 13, 2018, 04:17:45 PM
 #80532

Kannst du mir bitte erklären, welchen unterschied es macht, ob man nun soviel Geld braucht, um die Hälfte der Coins zu kaufen oder soviel Geld wie die Hälfte der Hashpower?
Lies nochmal: es braucht keine 51% in POS.
Der Angriffsvektor heißt: "nothing at stake".
Man braucht also keine (bzw. nur eine einzige) Coins.
POS-Coins versuchen das i.d.R. mit einem Mindest-Stake zu verhindern, damit wird das System dann (schwach) zentralisiert.

Zweitens:
In POW wird die Energie für den Angriff "verbraucht".
In POS wird der Stake nicht verbraucht.
Damit sind die Kosten für einen Angriff in POW berechenbar als die "Stromkosten" für den Betrieb der 51% für die notwendige Zeit.
(eine Beispielrechnung, wie so was aussieht, findest du hier: Liste volkstümlicher Bitcoin Irrtümer - FAQ)
In POS sind die Kosten also auch bei 51% genau Null, denn die dafür eingesetzten Coins werden nicht verbraucht.

Wohlgemerkt: das sind Kosten innerhalb des Systems, natürlich können durch Effekte außerhalb (Kursänderung etc.) auch bei POS Kosten entstehen, diese sind aber für die Sicherheit des Systems an sich nicht berechenbar. Das wird jetzt der eine oder andere als Begründung hernehmen, dass POS ja doch sicher ist, aber das ist Augenwischerei. Die Frage bei einer Technologie sollte stets sein, ob diese in sich selbst, als geschlossenes System, als sicher betrachtet werden kann. Diese Frage muss man für POS mit einem klaren Nein beantworten.

Du siehst den Stromverbrauch als Sicherheit an und nicht die Kosten für die Anschaffung? Check ich nicht...
So lang dauert der Angriff doch nicht als dass das im Vergleich zu Material/Coins eine Rolle spielen würde, oder?
Und auch wenn ich das Material/Coins wieder verkaufen kann. Wir wissen doch, dass das definitiv viel billiger sein muss/wird, vor allem, wenn jemand anders von den Hack mitbekommt... dann sinken sowohl Coins als auch Hardwarepreise.
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December 13, 2018, 04:25:03 PM
 #80533

Um es noch zu ergänzen, im PoS verliert der angreifer sein stake (nicht die coins) wenn die attacke fehl schlägt.
Nein.
Ich glaube, die Missverständnisse bei POS rühren daher, dass die wenigsten wirklich verstehen, was "nothing at stake" eigentlich ist, bzw. wie es funktioniert.
Ich versuche mal, das einfach zu erklären:

1. Proof of Work / POW
Das POWCoin-Netzwerk besteht aus genau 100 Rechnern zu jeweils 1 GH/s, hat also insgesamt 100 GH/S.
Bob betreibt eine Farm mit 66 dieser Rechnern, er stellt also 2/3 der Gesamtrechenleistung.
Bob gibt einen POWCoin aus.
Er will sich nun an einem Doublespend versuchen.
Er könnte eine 51%-Attacke fahren, die Kosten hierfür beschreibe ich in Liste volkstümlicher Bitcoin Irrtümer - FAQ.

Er kann aber auch versuchen, nur einen seiner Computer an einer neuen Chain rechnen zu lassen, in der der Doublespend vorkommt.
Mit ein bisschen Glück (naja, sehr sehr sehr viel Glück) findet dieser eine Rechner ja zufällig 100 Blöcke innerhalb von 1 Stunde oder so.

Die Kosten für diesen Angriff (der eine Erfolgswahrscheinlichkeit von nahezu Null hat), sind 1% der Rechenleistung des Netzwerks in POWCoin.
Die Kosten entstehen, weil der Rechner, den Bob für den Angriff verwendet, nicht gleichzeitig auch an der "ehrlichen" Kette mitrechnen kann.

2. Proof of Stake / POS
Das POSCoin-Netzwerk besteht aus 100 Stakes zu je einem Prozent der Gesamtcoins.
Bob hat nur einen dieser Stakes.
Bob gibt einen POSCoin aus.
Er will den Doublespend versuchen.
Er kann nun einen Angriff versuchen, indem er eine neue Chain erzeugt, in der der Doublespend "drin ist".
Diese neue Chain erzeugt er "nebenher", er publiziert sie also nicht, solange dieser Angriff nicht erfolgreich ist.
Da keine Rechenleistung notwendig ist (bzw. nur minimal, natürlich muss er die Blöcke selbst zusammenstellen etc.), kann er zugleich aber auch mit seinem Stake ganz normal an der ehrlichen Kette teilnehmen und seine Rewards kassieren.

Nur für den (sehr sehr sehr unwahrscheinlichen) Fall, dass er es schafft, nebenher auf seinem Computer eine längere Chain zu erzeugen als das Gesamtnetzwerk, publiziert er natürlich überhaupt diese neue Kette.

Die Kosten für den Angriff sind Null. Er verliert seinen Stake nicht, er erhält weiterhin die Coins aus der "ehrlichen" Teilnahme.
Aber für den (sehr sehr sehr unwahrscheinlichen) Fall, dass er Glück hat und zufällig eine längere Kette produziert, hat er erfolgreich einen Doublespend durchgeführt.


Der Angriff selbst ist (innerhalb des Netzwerkes) nicht erkennbar.
Das gilt sowohl für POW als auch für POW.
Das ist die Grundlage von Blockchain-Technologie.
Das Netzwerk geht davon aus, dass die längere Kette richtig ist.
Will man also solche Doublespends mit einer längeren Kette "bestrafen", muss das immer mit einem Mechanismus außerhalb des Netzwerks selbst geschehen.
Damit ist aber das Prinzip Blockchain ad absurdum geführt, insofern kann das nicht als Argument herhalten, dass eine Blockchain ja trotzdem "sicher" sei, weil ja irgendjemand darüber "wacht".

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December 13, 2018, 04:29:35 PM
 #80534

Der Angriff selbst ist (innerhalb des Netzwerkes) nicht erkennbar.

Das stimmt aber so nicht. Es wird doch vom nächsten Block nochmals geprüft... daher warten doch alle auf zig Bestätigungen.
Dass Bob so oft hintereinander gewinnt ist ja quasi unmöglich.
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December 13, 2018, 04:30:56 PM
 #80535

Du siehst den Stromverbrauch als Sicherheit an und nicht die Kosten für die Anschaffung? Check ich nicht...
So lang dauert der Angriff doch nicht als dass das im Vergleich zu Material/Coins eine Rolle spielen würde, oder?
Natürlich sind die Kosten für die ganzen Miner vielleicht deutlich höher als die reinen Stromkosten für einen einzelnen Angriff, aber die Miner sind danach halt nicht "verbraucht", sie bleiben weiterhin Vermögen des Angreifers.

Für die Frage der Sicherheit des Netzwerks spielen die Hardwarekosten oder auch Kosten für den Stake zumindest nur eine untergeordnete Rolle.
Rechnerisch müsste man die Opportunitätskosten des Angriffs über die Zeit rechnen, aber auch das sind dann (vermutlich) eher kleine Summen.
Dabei käme es u.a. auf die "Lebensdauer" der Hardware an.
Beim Stake sind diese Kosten zumindest innerhalb des Netzwerks wiederum Null (die Kosten entstehen, wenn überhaupt, durch Kursverschiebungen an externen Börsen o.ä.) und sind somit für die Betrachtung des Netzwerks als solchem irrelevant (darauf bin ich ja bereits kurz eingegangen).

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December 13, 2018, 04:32:10 PM
 #80536

Der Angriff selbst ist (innerhalb des Netzwerkes) nicht erkennbar.
Das stimmt aber so nicht. Es wird doch vom nächsten Block nochmals geprüft... daher warten doch alle auf zig Bestätigungen.
Dass Bob so oft hintereinander gewinnt ist ja quasi unmöglich.
Doch, das stimmt sogar zu 100%.
Wenn das für deine Coin nicht stimmt, so ist es keine Blockchain Wink

Die Reorganisation bei Auftreten einer längeren Chain ist der Konsensmechanismus, ohne den eine Blockchain überhaupt nicht funktioniert.

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December 13, 2018, 04:35:55 PM
 #80537

Dass Bob so oft hintereinander gewinnt ist ja quasi unmöglich.
Ja.
Die Wahrscheinlichkeit, z.B. mit einem einzelnen USB-Miner zufällig 2 Blöcke innerhalb von weniger als 20 Minuten zu minen, ist so winzig, dass sie für alle realistischen Betrachtungen als "unmöglich" angesehen werden darf.
Sie ist nur eben leider nicht Null.
Aber immerhin kostet mich der Betrieb des Miners halt auch ein bisschen Strom.
Bei POS kostet es mich nix.
Ich kann mir heute einen alten Avalon aufstellen und darauf hoffen, mit dem einfach mal 10 Blöcke hintereinander innerhalb von 90 Minuten zu minen.
Das kann passieren, und wenn es passiert, habe ich die längere Chain.

Bei Blockchain gilt: wer den Längsten hat, hat Recht! Cool

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December 13, 2018, 04:39:24 PM
 #80538

Dass Bob so oft hintereinander gewinnt ist ja quasi unmöglich.
Ja.
Die Wahrscheinlichkeit, z.B. mit einem einzelnen USB-Miner zufällig 2 Blöcke innerhalb von weniger als 20 Minuten zu minen, ist so winzig, dass sie für alle realistischen Betrachtungen als "unmöglich" angesehen werden darf.
Sie ist nur eben leider nicht Null.
Aber immerhin kostet mich der Betrieb des Miners halt auch ein bisschen Strom.
Bei POS kostet es mich nix.
Ich kann mir heute einen alten Avalon aufstellen und darauf hoffen, mit dem einfach mal 10 Blöcke hintereinander innerhalb von 90 Minuten zu minen.
Das kann passieren, und wenn es passiert, habe ich die längere Chain.

Bei Blockchain gilt: wer den Längsten hat, hat Recht! Cool
Und was ist mit den Full-Nodes die die Blöcke validieren? Wird die Chain - auch wenn  länger - nicht vom Netzwerk isoliert, da falsch?

"Die Tulpenzwiebel-Spekulationen sind in einer Art Fieber zustande gekommen, also im Zustand der Unzurechnungsfähigkeit. Bei Spielsucht ist aber nicht der Staat zuständig, sondern der Arzt." (Niederländisches Parlament 1637)
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December 13, 2018, 04:44:00 PM
 #80539

Und was ist mit den Full-Nodes die die Blöcke validieren? Wird die Chain - auch wenn  länger - nicht vom Netzwerk isoliert, da falsch?
Nein.
Blockchain Basics 101 Roll Eyes
Jeder Full-Node muss die längste Kette akzeptieren, ansonsten verstößt er gegen das Protokoll.

Die längste Kette ist die richtige Kette.

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notorious shrimp!


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December 13, 2018, 04:45:53 PM
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Und was ist mit den Full-Nodes die die Blöcke validieren? Wird die Chain - auch wenn  länger - nicht vom Netzwerk isoliert, da falsch?
Nein.
Blockchain Basics 101 Roll Eyes
Jeder Full-Node muss die längste Kette akzeptieren, ansonsten verstößt er gegen das Protokoll.

Die längste Kette ist die richtige Kette.

Wo lässt sich das eigentlich nachlesen?

btw: nettes video zum thema 51%
https://www.youtube.com/watch?v=ncPyMUfNyVM

"Die Tulpenzwiebel-Spekulationen sind in einer Art Fieber zustande gekommen, also im Zustand der Unzurechnungsfähigkeit. Bei Spielsucht ist aber nicht der Staat zuständig, sondern der Arzt." (Niederländisches Parlament 1637)
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