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Author Topic: Der Aktuelle Kursverlauf  (Read 5446572 times)
qwk
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October 04, 2019, 03:21:26 PM
 #87061

Ein interessanter, wenn auch natürlich nicht perfekter, Ansatz ist die Realized Market Cap von coinmetrics.io: hier wird für jeden UTXO der Preis des Tages genommen, an dem er das letzte Mal bewegt wurde. Für "Guthaben-basierte" (UTXO-lose) Coins wie ETH kann dies nicht direkt kalkuliert werden, man kann allerdings UTXOs simulieren, aber die Werte werden auf Coinmetrics (zumindest auf der Gratisversion) leider nicht angegeben.
[...]
"Realized Dominance": 87,4%

Das hat mich jetzt selbst überrascht. Demnach wäre die Realized Cap Dominance sogar niedriger als die Market Cap Dominance.
Diese "Realized Market Cap" kann nicht (besonders gut) funktionieren.
1. HODLer.
2. Miner.
3. Cold-Wallets von Börsen.
4. Mixer.
...
Nummer 1-3 reduzieren eine erhebliche Anzahl an Coins auf willkürliche, veraltete Kurse.
Nummer 4 "hebt" eine unbekannt große Anzahl an Coins willkürlich auf aktuelle Kurse.

Ehrlich gesagt ist das Kaffeesatzleserei. Wink

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October 04, 2019, 04:11:35 PM
 #87062

...
Die Frage ist immer, was man messen will. Für mich gilt in dem Fall: Ein Index sollte positive Werte aufweisen, wenn die Gesamtsituation für den Coin positiv ist, und umgekehrt. Was ist nun eine "positive Gesamtsituation für den Coin"? Ich glaube, ganz wertfrei und objektiv kann man da nicht rangehen.

Die "Realized Market Cap" bevorzugt natürlich - im Kontext langfristig steigender Kurse - Coins, die primär nicht nur zum Hodlen genutzt werden, sondern häufig bewegt werden. Ich denke, das ist durchaus nachvollziehbar, denn ein hoher Hodleranteil bedeutet zwar, dass wenig verkauft wird, aber auch, dass das Angebot über längere Zeit "verknappt" ist und bei einer eintretenden Panik wahrscheinlich der Absturz extremer sein könnte. So etwas habe ich etwa früher bei NXT beobachtet. Ich sehe zwar Hodling nicht generall als negativ an, aber ein zu hoher Hodleranteil wäre aus diesem Grund nicht gesund, weshalb ich diesen Punkt nicht als Minuspunkt für die Realized Market Cap ansehe.

Zu den anderen Punkten: "Schlechte Altcoins" oder Shitcoins zeichnen sich gerade dadurch aus, dass entweder ein hoher Premine-Anteil sehr lange von den Initiatoren gehodlt wird, oder/und ein großer Teil eben auf Cold-Wallets von Börsen liegt, was zur Auswirkung hat, dass diese Börsen sehr zentral für die Stabilität des Ökosystems werden (und z.B. ein Hack sehr negative Auswirkungen hat). Daher würde ich für beide Punkte eher negativ für die Gesamtsituation sehen.

Mixing sehe ich dagegen als Beweis für eine Nutzung des Coins und daher für eine Kennzahl, die sich auf den Index positiv auswirken sollte, was es im Fall der RMC auch tut.

Den perfekten Index für BTC und Kryptowährungen gibt es wahrscheinlich nicht. Wer den aktuellen Preis immer für das Relevanteste hält, für den ist die "normale" Market Cap natürlich aussagekräftiger (das geht wieder in Richtung Markteffizienzhypothese). Aber die Realized Market Cap halte ich für einen relativ interessanten Versuch, da die reale Nutzung und die Angebot/Nachfragesituation etwas Einfluss haben.

qwk
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October 04, 2019, 04:56:45 PM
 #87063

Die "Realized Market Cap" bevorzugt natürlich - im Kontext langfristig steigender Kurse - Coins, die primär nicht nur zum Hodlen genutzt werden, sondern häufig bewegt werden.
Nur welche sollen das sein?
Wenn mit einem Coin gezockt wird, liegt er auf einer Börse, da bewegt sich gar nix.

Ich denke, das ist durchaus nachvollziehbar, denn ein hoher Hodleranteil bedeutet zwar, dass wenig verkauft wird, aber auch, dass das Angebot über längere Zeit "verknappt" ist und bei einer eintretenden Panik wahrscheinlich der Absturz extremer sein könnte.
Wenn viele Leute an einen langfristigen, nachhaltigen Kursanstieg glauben, dürften sie ihre Coins vermutlich "kalt" HODLn.
Wenn viele Leute "an der Seitenlinie stehen", um ihre Coins beim geringsten Dip "sell low" abzustoßen, liegt das Gedöns dauerhaft auf einer Börse.
Ich sehe einfach nicht, dass eine auch nur vermutet nennenswerte Anzahl an "Mittelfrist-HODLern" existieren könnte, die ihre Coins zwar in einer eigenen Wallet "kalt" lagern, diese aber dennoch beim nächsten Kurseinbruch auf eine Börse schicken, um sie dort zu verkaufen.

ein zu hoher Hodleranteil wäre aus diesem Grund nicht gesund, weshalb ich diesen Punkt nicht als Minuspunkt für die Realized Market Cap ansehe.
Kann man sicher so sehen, erschließt sich mir aber nicht.
HODLer, die ihre Coins von einer Börse abziehen und in die eigene Wallet transferieren, dürften IMHO einen längeren Anlagehorizont haben.
Sie sind quasi die "echten" HODLer, im Gegensatz zu denen, die sich HODLer nennen, ihre Coins aber trotzdem auf der Börse lassen "für den Fall, dass man sie schnell verkaufen muss" Roll Eyes

Mixing sehe ich dagegen als Beweis für eine Nutzung des Coins und daher für eine Kennzahl, die sich auf den Index positiv auswirken sollte, was es im Fall der RMC auch tut.
Da muss ich dir ganz und gar recht geben.
Mixen wird nur derjenige, der dauerhaft HODLn möchte, aber seine Anonymität zu schätzen weiß, das ist wohl eindeutig jemand mit längerem Anlagehorizont.

Allerdings könnte es auch Leute geben, die Mixen, um tatsächlich Geld zu waschen o.ä., das wäre dann wieder etwas anderes.
Hier ist dann die Frage, ob ich Recht habe, wenn ich behaupte, dass Geldwäsche mit Coins praktisch nicht passiert, oder die Politiker, die uns weismachen wollen, dass Geldwäsche und Terrorismus quasi Alltag bei Coins sind Wink

Aber die Realized Market Cap halte ich für einen relativ interessanten Versuch, da die reale Nutzung und die Angebot/Nachfragesituation etwas Einfluss haben.
Klar, versuchen kann man's ja, und vielleicht zeigt sich ja empirisch, dass es brauchbar ist Wink
Ich habe da allerdings eher meine Zweifel.


Ein weiterer Kritikpunkt ist mir übrigens auch noch eingefallen:
5. Arbitrage.
Wenn Coins von Börse zu Börse geschickt werden, um dort Kursdifferenzen auszunutzen, manipuliert das deinen Index auch.
Arbitrage dürfte sich am ehesten bei Coins mit geringer tatsächlicher Nutzung lohnen, da dort kein stabiler Markt durch "normale" Angebot und Nachfrage entsteht.

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LibertValance
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October 04, 2019, 06:05:09 PM
 #87064

Mein Beitrag war nicht ganz nüchtern verfasst... wie auch dieser hier Grin... ja 95% sind natürlich Quatsch, wenn man ETH und die anderen Alt-Schwergewichte anguckt.
Auch wenn man über Definitionen und Berechnungsarten streiten kann.
Sehr interessant auf jeden Fall, wie meine Gedanken hier weitergesponnen wurden!

Totes Kapital in Form verlorener Coins gibt es wohl bei jeder Coin... ja, bei BTC vermutlich aufgrund des Alters etwas mehr.
Andererseits sollte der hohe Wert Ansporn sein, etwas besser auf die Coins aufzupassen als auf ETN oder so einen Schrott.
Auch zum HODL ist die Motivation bei BTC sicherlich höher als bei sämtlichen Alts.

Bei CMC sind Coins (und vor allem Token) unterschiedlichster Art in ein Ranking geworfen. Das ist ungefähr so, als wären Kampfpanzer und Mähdrescher in der Zulassungsstatistik neben VW Golf und 3er BMW erfasst.
Die Begrenzung auf z.B.
- Bitcoin 147,4 Mrd.
- BCH 4,04 Mrd
- LTC 3,63 Mrd
- BSV 1,48
- Dash 0,63
- Zcash 0,28
- Dogecoin 0,28
- DCR 0,18
- BTG 0,13

Macht so gesehen schon Sinn, weil alle anderen Coins kaum als Wertbewahrungsmittel angesehen werden können und es auch nicht sein wollen.
Ich gehe auch davon aus, dass noch zahlreiche Altcoins sterben werden. Bzw sie sind schon tot, aber ihr Marketcap lebt noch. Auch aus großen Coins wie BCH und LTC wird die Luft rausgehen wie aus einem alten Reifen... es muss nicht mit einem Knall platzen wie bei Bitconneeeeeeeeeeeeeeeeeeeeect.


Oder um es nochmal auf den Punkt zu bringen:
die Dominanz von BTC wird weiter steigen. In ein paar Monaten sehen wir eine 8 vorne...

d5000
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October 04, 2019, 10:38:35 PM
 #87065

Nur welche sollen das sein?
Wenn mit einem Coin gezockt wird, liegt er auf einer Börse, da bewegt sich gar nix.
Eine hohe Transaktionsrate sollte auch mit einem hohen Börsenvolumen korrelieren. Es gibt ja verschiedene Arten von Tradern, eine mit "eigenem" Wallet und andere nur mit Börsen-Wallet, und erstere müssen ihre Coins auf die Börsen zum Teil erst transferieren. Bei hohem Börsenvolumen wie Ende 2017 ging auch die Transaktionsrate "to da moon" (s.u.). Außerdem weist ein Coin, der eine hohe Transaktionsrate aufweist, auch auf einen hohen Anteil "echter Nutzer" hin, die nicht nur zufällig auf der Börse mit dem aussichtsreichsten Coin zocken.

Interessant scheint mir jedenfalls der Fall von Dash, der besonders positiv bei der Realized Market Cap von der normalen Market Cap abweicht. Das könnte mit Venezuela zu tun haben, wo Dash anscheinend ausgiebig wirklich als Zahlungsmittel verwendet wird.

Alternativ könnte es an einem Phänomen liegen, das ich als den gravierendsten Nachteil des Ansatzes ansehe: Wenn ein Coin besonders bei einer Bubble-Phase stark bewegt wird, ist seine Realized Cap tendenziell höher als wenn er auch im folgenden Bärenmarkt stark genutzt wird. Dash war ja wohl gerade in der 2017er Bubble weit oben bei den Altcoins, inzwischen ist er aber etwas abgerutscht.

Quote
Ich sehe einfach nicht, dass eine auch nur vermutet nennenswerte Anzahl an "Mittelfrist-HODLern" existieren könnte, die ihre Coins zwar in einer eigenen Wallet "kalt" lagern, diese aber dennoch beim nächsten Kurseinbruch auf eine Börse schicken, um sie dort zu verkaufen.
Das widerspricht meiner Meinung nach wieder der Beobachtung, dass 2017 am Peak der Bubble auch die Transaktionsrate sehr hoch war. Da werden ein Teil "Mittelfrist-Hodler" gewesen sein. Selbst die ganz kalten Hodler werden die Coins irgendwann bewegen. Vielleicht erst bei 1 Mio., oder alternativ wenn klar wird, dass die Million wahrscheinlich nie kommt.

Bewegen die Hodler die Coins wirklich nie, dann sind die UTXOs aus praktischer Sicht tot, wie Satoshis Coins. Das würde natürlich bei wirklich massiver LN-Nutzung anders aussehen, weil ja dann Coins sehr lange in Channels "festhängen" könnten, ohne dass dies etwas daran ändern würde, dass sie vielleicht häufig genutzt werden - dann wird die "Realized Market Cap" in dieser Form sicher nicht mehr so aussagekräftig sein wie heute.

Quote
5. Arbitrage.
Wenn Coins von Börse zu Börse geschickt werden, um dort Kursdifferenzen auszunutzen, manipuliert das deinen Index auch.
Arbitrage dürfte sich am ehesten bei Coins mit geringer tatsächlicher Nutzung lohnen, da dort kein stabiler Markt durch "normale" Angebot und Nachfrage entsteht.
Ja, da könntest du recht haben. Ich würde allerdings auch Arbitrage als "eine Art von tatsächlicher Nutzung" ansehen. Schließlich lohnt es sich nur dann, wenn ein halbwegs liquider Markt überhaupt da ist und der Coin nicht allzu instabil ist (sonst sind die Risiken doch zu hoch).

Den Punkt Miner habe ich vergessen. Der scheint mir aber ebenfalls wenig relevant, da die geminten Coins ja in der Regel irgendwann verkauft werden und dann sozusagen in den normalen "Nutzungs-Zyklus" einfließen, also nur in den wenigsten Fällen unter den aktuellen UTXOs geminte, nie verschobene Coins sind. Die große Ausnahme sind natürlich Satoshis Coins, aber bei denen besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass sie nie wieder bewegt werden.

@LibertValance: Ich habe mich nur auf diese Liste beschränkt, da für die anderen Top-Coins (ETH, EOS, Ripple etc.) auf Coinmetrics keine Realized Market Cap berechnet wurde. Hätte die Werte besonders für ETH natürlich trotzdem gern gesehen - weniger für die Tokens und für Tether, da du hier natürlich recht hast, dass dies eigentlich ganz andere Arten von "Werten" sind.

asche
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October 04, 2019, 10:44:25 PM
 #87066

Quote
5. Arbitrage.
Wenn Coins von Börse zu Börse geschickt werden, um dort Kursdifferenzen auszunutzen, manipuliert das deinen Index auch.
Arbitrage dürfte sich am ehesten bei Coins mit geringer tatsächlicher Nutzung lohnen, da dort kein stabiler Markt durch "normale" Angebot und Nachfrage entsteht.
Ja, da könntest du recht haben. Ich würde allerdings auch Arbitrage als "eine Art von tatsächlicher Nutzung" ansehen. Schließlich lohnt es sich nur dann, wenn ein halbwegs liquider Markt überhaupt da ist und der Coin nicht allzu instabil ist (sonst sind die Risiken doch zu hoch).

Technisch gesehen muss man die Coins für Arbitrage nicht schicken.

Würde in meisten Fällen sowieso viel zu lange dauern. Du brauchst nur Kapital auf diversen Börsen und kaufst, bzw verkaufst auf der einen oder anderen und machst das Gegenteil auf der Börse wo der Preis Attraktiver ist.

Eine Überweisung musst du nur ab und zu machen wenn das Arbitrage immer in derselben Richtung passiert, was bei einem liquiden Markt NICHT passiert.

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October 05, 2019, 05:26:32 PM
 #87067

Ja, das kommt auf die Art der Arbitrage an. Dass nicht immer alles auf der Blockchain verschoben wird, dürfte dann dazu führen, dass die Verzerrung des Index insgesamt dadurch gering bleibt.

Das könnte bei kleineren Coins natürlich anders aussehen - wenn der Markt nicht so liquide ist, werden echte Transaktionen öfter nötig. Daher könnte die Verzerrung dort stärker ausfallen. Bei Coins wie LTC oder BCH sehe ich dies aber eher noch nicht (es sei denn, es geht um Arbitrage zwischen kleinen Börsen). Da ist normalerweise genug Liquidität da. Deshalb würde das eher die ganz kleinen Coins bevorzugen.

@Topic: Kurs wirkt unentschlossen in den letzten Tagen. Ein weiterer Dip würde mich nicht wundern.

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October 05, 2019, 08:30:35 PM
 #87068

Ja, das kommt auf die Art der Arbitrage an. Dass nicht immer alles auf der Blockchain verschoben wird, dürfte dann dazu führen, dass die Verzerrung des Index insgesamt dadurch gering bleibt.

Das könnte bei kleineren Coins natürlich anders aussehen - wenn der Markt nicht so liquide ist, werden echte Transaktionen öfter nötig. Daher könnte die Verzerrung dort stärker ausfallen. Bei Coins wie LTC oder BCH sehe ich dies aber eher noch nicht (es sei denn, es geht um Arbitrage zwischen kleinen Börsen). Da ist normalerweise genug Liquidität da. Deshalb würde das eher die ganz kleinen Coins bevorzugen.

@Topic: Kurs wirkt unentschlossen in den letzten Tagen. Ein weiterer Dip würde mich nicht wundern.

Naja, wenn die Statistiken aller Coins gleich stark getürkt wären, so würde sich das ja wieder aufheben. Wie in einem Radrenn-Feld, wo alle gedopt sind^^

Was machen LTC und BCH denn noch so weit oben? Ich kapier es einfach nicht. Sinnlose Abklatsch-Coins. Eigentlich gehört Monero an deren Platz. Da ist wenigstens jemand einen eigenen Weg bewusst gegangen, der ganz anders als der von BTC ist. Auf ne ehrliche Weise. Es gibt einen guten Grund, Monero zu verwenden oder zumindest besser zu finden als andere Coins. Aber BCH/LTC? Was wollen sie denn jemals machen, um ihr dasein zu legitimieren?

Es gibt FIAT-Geld, es gibt Gold, und es gibt seit 2009 eine dritte Macht: Bitcoin. Alles andere ist Kinderquatsch mit Michael.

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October 05, 2019, 08:56:46 PM
 #87069

Was machen LTC und BCH denn noch so weit oben? Ich kapier es einfach nicht. Sinnlose Abklatsch-Coins. Eigentlich gehört Monero an deren Platz. Da ist wenigstens jemand einen eigenen Weg bewusst gegangen, der

Ich muss euch mal was beichten... ich habe mal morgends im Bademantel LTC für 50k gekauft, bevor ich zur Arbeit ging.
Das war die höxte Crypto-Kauforder die ich je aufgab. Noch höher war nur... meine BTC-Verkaufsorder im Dezemember 2018  ShockedBTC

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October 05, 2019, 09:52:56 PM
Last edit: October 05, 2019, 10:06:19 PM by thandie
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Was machen LTC und BCH denn noch so weit oben? Ich kapier es einfach nicht. Sinnlose Abklatsch-Coins. Eigentlich gehört Monero an deren Platz. Da ist wenigstens jemand einen eigenen Weg bewusst gegangen, der ganz anders als der von BTC ist. Auf ne ehrliche Weise. Es gibt einen guten Grund, Monero zu verwenden oder zumindest besser zu finden als andere Coins. Aber BCH/LTC? Was wollen sie denn jemals machen, um ihr dasein zu legitimieren?

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Und ich verstehe nicht, was daran so schwer zu verstehen ist.

BCH ist kein sinnloser Abklatsch sondern durch eine Abspaltung enstanden, weil sich Teile der Bitcoin Entwickler und der Bitcoin Community nicht über zukünftige Fragen einigen konnten und wollten.
Die eine Seite wollte eine Erhöhung des Blocksize-Limits, die andere Seite wollte das nicht implementieren. Dieser Teil wiederrum wollte SegWit vorantreiben, was die anderen nicht wollten.
Die Diskussion war endlos bzw. dauerte etliche Jahre, war verbunden mit vielen diversen Versuchen und unschönen, für die Kryptoszene lächerlich albernen Kleinkriegen von beiden Seiten.., und vor fast zweieinhalb Jahren wurde dann ein Hard Fork bzw ein UAHF durchgeführt... So entstand letztendlich BCH.
~zugegeben - etwas kurz umrissen~

In meinen Augen ist das legitim und demokratisch genug, selbst wenn die  BCH Beführworter in der Minderheit waren und wohl immer noch sind.
Spielt aber keine Rolle. Denn wer bestimmt denn, was das Wahrhafte ist und was nicht?
Ich habe diese Community, wenn ich das mal so nennen darf, eigentlich als offen und weitblickend kennengelernt, zugänglich für Neues und für ordentliche Diskussionen und nicht als Sekte, bei der es nur Platz für das eine Wahre gibt und wo Meinungsführer in Form von Hohepriestern den Leuten versuchen einzupauken, was richtig und was falsch ist.

Was du Kinderquatsch nennst, wahrscheinlich weil du alles nur aus der Sicht von Wertvermehrung, Rendite, Profit etc. betrachtest, mag für andere User eventuell alles andere als Quatsch sein und einen Sinn ergeben.
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 #87071

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Die eine Seite wollte eine Erhöhung des Blocksize-Limits, die andere Seite wollte das nicht implementieren. Dieser Teil wiederrum wollte SegWit vorantreiben, was die anderen nicht wollten.
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October 06, 2019, 12:26:26 PM
Last edit: October 06, 2019, 12:39:18 PM by thandie
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 #87074

...
LTC und BCH  hab ich  die letzten Jahre mehr als  Zahlungsmittel  benutzt als  98% der unten aufgeführten Fiatwährungen somit zumindenst für mich nicht ganz sinnlos, ganz im gegenteil  Wink .
...  

Ich auch. Wobei man fairerweise dazusagen muß, daß ich mich bis auf Australien & Singapur schon lange nicht mehr im außereuropäischen Raum für längere Zeit aufgehalten hatte.
Eine Zahlung mit Gold bsw. wurde mir noch nie angeboten. In Polen war man offen für mehrere Währungen, natürlich nicht offiziell aber auf diversen Märkten durchaus machbar.

Bei Kryptowährungen sehe ich auch keinen Grund, der gegen Koexistenzen sprechen würde.
Solange es bsw. Akzeptanzstellen von LTC gibt und solange diese von Usern auch genutzt werden, hat das auch seine Berechtigung.

Oder eben die Privacy Coins... es kommt doch nicht von ungefährt, daß es diese gibt.
Und auch in diesem Spektrum ist es ja so, daß immer wieder neue Dinge wie jüngst PirateChain enstehen, weil eben kein Stillstand sondern ein Interesse an Weiterentwicklungen von Seiten der Nutzer und Entwickler besteht bzw. gewollt ist.
c_lab
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October 07, 2019, 01:14:39 AM
Last edit: October 07, 2019, 01:24:40 AM by c_lab
 #87075

Was denkt ihr ist noch möglich? Wie weit kann der Bitcoin überhaupt noch klettern in einem nächsten potentiellen Bullrun? Wohin reicht die Luft?

computer sagt: "NEIN"

Quantencomputer sagt ja:

Wachstum, wie es in der Natur kaum vorkommt
Quantencomputer werden derzeit in atemberaubendem Tempo besser - Neven zufolge ist das Wachstum doppelt exponentiell. Bei Google spricht man deshalb schon von "Neven's Law" in Anlehnung an das Moore'sche Gesetz. Doppelt exponentiell heißt: Auch der Exponent des exponentiellen Wachstums hat noch einmal einen Exponenten. Derart explosives Wachstum gibt es in der Natur so gut wie nie.
Wink

Auch wenn der Kontext nicht ganz stimmig erscheint, ist der komplette Artikel vielleicht ein Ansporn PW`s u.a. von Wallets den Umständen anzupassen.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/quantencomputer-geleakter-fachartikel-beschreibt-technologie-durchbruch-a-1290065.html

Vorausgesetzt, "die Blockchain" ist den Herausforderungen gewachsen. Ansonsten ist der BTC endgültig tot.

asche
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October 07, 2019, 01:52:18 AM
 #87076

Vorausgesetzt, "die Blockchain" ist den Herausforderungen gewachsen. Ansonsten ist der BTC endgültig tot.

Die blockchain ist doch nicht mal das schlimmste was passieren kann.

Damit kannst du jegliche Passwörter brechen, https, ssl, und alle anderen auch.

Da wird sich schon rechtzeitig was anderes finden und das wird auch rechtzeitig in bitcoin implementiert.
Klar wird man dann wahrscheinlich auf ein neues Standard umsteigen, und vielleicht kann dann jemand satoshi's bitcoins ausgeben. Aber sterben wird bitcoin noch lange nicht.

trantute2
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October 07, 2019, 06:27:44 AM
 #87077

Ohne Worte (Ethereum = Betrug!):

https://www.finanzen.net/nachricht/devisen/skalierbarkeitsprobleme-bitcoin-entwickler-mit-starken-vorwuerfen-gegen-ethereum-gruender-buterin-8058092

*chuckle*

Quantencomputer und SPON, bitte alles (einigermaßen) Relevante zitieren:

Quote
Bis zur echten praktischen Anwendung kann es womöglich noch dauern: John Preskill, der Erfinder des Begriffs quantum supremacy, schätzt zum Beispiel, die ersten Allzweck-Quantencomputer werde es erst in 30 Jahren geben.

Das Problem, welches der Google-QC gelöst hat (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-Ueberlegenheit-von-Quantencomputern-bewiesen-4537252.html):

Quote
Die genutzte Anwendung selbst gilt als höchst akademisch, zugeschnitten auf die Stärken eines Quantencomputers. Die Google-Forscher simulierten ein Quantenchaos auf dem dann ein in gewisser Weise zufälliger Algorithmus abläuft. Die Ausgabeergebnisse sind so komplex, dass man keine Abkürzung des Rechenweges auf einem klassischen Computer finden kann.

Hört sich für mich so an, als hätte man schlicht alle 2^53 Zustände "simuliert" und dann irgendwie die gesuchte Lösung bestimmt. Das "irgendwie" scheint hierbei die Kunst zu sein. Ob das so einfach auch für Kryptographie zu implementieren ist bezweifel ich.

QC und Holographisches Prinzip (https://de.wikipedia.org/wiki/Holografisches_Prinzip, https://cds.cern.ch/record/1023232/files/0703041.pdf):

Quote
Because the complexity of an entangled state rises exponentially with the number of qubits (which is its virtue), large-scale quantum information processing comes into conflict with the information bound. Specifically, a quantum state with more components than about n = log2(I_universe) will require more bits of information to specify it than can be accommodated in the entire observable universe! Using the bound given by inequality (1), this yields a limit of approximately n = 400. In other words, a generic entangled state of more than about 400 particles will have a quantum state with more components than I_universe, evolving in a Hilbert space with more dimensions than I_universe. The question therefore arises of whether this violation of the information bound (1) signals a fundamental physical limit. It seems to me that it must.

K.A. warum Oberes gelten muss, da ich nicht alles verstanden habe, bin aber auch kein Physiker. Aber mal schaun wer Recht behält. Spannend ist es auf jeden Fall.
versprichnix
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October 07, 2019, 07:52:52 AM
 #87078

Die Quantenexperten wollen einfach nur noch mehr Forschungsgelder einstreichen, sonst ist da nicht viel. Sie werden so lange wie irgend möglich nur positive Nachrichten vermelden, lässt sich schließlich gut von leben auf Kosten der anderen.
thandie
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October 07, 2019, 12:16:06 PM
 #87079

Die Quantenexperten wollen einfach nur noch mehr Forschungsgelder einstreichen, sonst ist da nicht viel. Sie werden so lange wie irgend möglich nur positive Nachrichten vermelden, lässt sich schließlich gut von leben auf Kosten der anderen.

Na ja, weiß ich nicht.
Es gibt immer Forschungsgebiete, die recht kostenintensiv sind.

Nehmen wir mal an, daß es den Kernfusionsforschern innerhalb der nächsten 10, 20 oder 30 Jahre tatsächlich gelingt, einen Fusionsreaktor zu bauen, welcher eine solche Reaktion dauerhaft halten und auch noch überschüssige Energie produzieren kann... dann wäre in meinen Augen eher die Frage, ob man das dann wieder rein privatwirtschaftlich oder in kommunalen, regionalen - von mir aus auch in europäischen Energieverbänden - organisiert und somit die bis dato angefallenen und von der Allgemeinheit getragenen Forschungskosten in ein Verhältnis zum Nutzen für die Allgemeinheit stellt, ohne daß sich einzelne Monopolisten die Taschen füllen.
Ist nur ein Gedanke... Smiley

LibertValance
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October 07, 2019, 04:26:03 PM
 #87080

Neues vom blonden Engel:
https://www.youtube.com/watch?v=2bccx83p4bE

Finde die Herangehensweise eigentlich gar nicht so schlecht, auch wenn ich den Kerl nicht unbedingt mag...
Er schaut auf Aufmerksamkeit, und bestätigt das, was mir mein subjektives Gefühl auch sagt:
Kein Schwein interessiert sich im Moment wirklich für Bitcoin.
Gleichgültigkeit macht sich breit, LMAA Mentalität.

Man muss sich auch fragen: wer hat 2019 den Kurs bewegt?
Bäcker, Fleischer und Frisöre wohl eher nicht.
Insitutionelle wohl auch nicht, oder in geringem Maße.
Es waren Freaks und Coinisten wie wir.

Also ich denke an der Seitenlinie stehen noch viele, bzw. deren Kapital.
Mit dem Verlauf des Jahres kann man eigentlich zufrieden sein.
Ob es uns noch Kaufgelegenheiten oder Profite beschert, wird sich zeigen. Grin

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