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Author Topic: Der Aktuelle Kursverlauf  (Read 5689864 times)
trantute2
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December 25, 2019, 09:55:50 AM
Last edit: December 25, 2019, 10:20:01 AM by trantute2
 #87661

Zahlreiche, insbesondere bevölkerungsreiche, afrikanische Länder haben diese Phase weitgehend hinter sich gelassen (auch wenn es immer wieder einzelne Rückfälle gibt), und entwickeln sich zu klassischen Tigerstaaten, wie wir sie in Asien in den Neunzigern kannten.

Behauptungen. Wie lauten denn die Namen der entsprechenden Staaten?

Einerseits gibt es in Afrika sehr wohl Potential. Schlicht, weil es, was die wirtschaftliche Entwicklung angeht, Raum nach oben gibt. Und da der Kontinent voll mit Rohstoffen ist sichert sich China seinen Anteil. Andererseits sind den Chinesen die Leute dort vollkommen egal. Man kann nur hoffen, dass sich die Afrikaner ihrer Führer entledigen und sich was bei den Chinesen abgucken. Ansonsten ist das noch für viele Jahrzehnte ein verlorener Kontinent.

Im alten Europa hingegen träumt man mal wieder den Traum des vermeintlich Selbstgerechten und hofft, dass sich alles zum Besseren wendet, wenn man die Augen schliesst und nur fest genug daran glaubt. Wohlstand induzierte Demenz halt.

Wie ich weiter oben bereits schrieb, geht die überwältigende Mehrheit der Ökonomen davon aus, dass Afrika sich in diese Richtung entwickelt.

Zum Ausbeuten gut genug. Und, wenn das solche "Ökonomen" sind, wie der Bofinger, na dann gute Nacht. Der hat ja auch Ahnung vom Bitcoin, und besonders viel davon.
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December 25, 2019, 02:05:54 PM
 #87662

Zahlreiche, insbesondere bevölkerungsreiche, afrikanische Länder haben diese Phase weitgehend hinter sich gelassen (auch wenn es immer wieder einzelne Rückfälle gibt), und entwickeln sich zu klassischen Tigerstaaten, wie wir sie in Asien in den Neunzigern kannten.
Wie lauten denn die Namen der entsprechenden Staaten?
Da könnte man nun willkürlich eine nahezu beliebige Liste zusammenstellen.
Da ich allerdings eingangs insbesondere von "bevölkerungsreichen" schrieb, wären an erster Stelle natürlich Nigeria und Kenia zu nennen, in etwas geringerem Maße sicherlich die DR Kongo.
Unter den etwas weniger bevölkerungsreichen dann etwa Angola oder Ruanda.
Auch wenn Botswana sehr gerne als Beispiel herangezogen wird, lasse ich das bewusst außen vor, da es in meinen Augen zu klein, und damit nicht besonders repräsentativ ist.
Zu den Dauerbrennern gehören natürlich einerseits Ägypten im Norden und Südafrika im (Überraschung) Süden.
Tansania und Uganda sind in meinen Augen ein klein wenig ein Zwischending zwischen Boom und Bust, werden aber für gewöhnlich auch noch zu den Tigern, bzw. Löwen gezählt.

Nur weiß ich ehrlich gesagt nicht, was du mit einer bloßen Aufzählung von Ländernamen willst?
Fast alle afrikanischen Volkswirtschaften haben im Laufe der letzten Jahrzehnte deutliche Fortschritte gemacht.
Wir europäische Mzungu sind nur überwiegend nicht in der Lage, unser veraltetes Bild vom Kontinent und seinen Menschen hinter uns zu lassen.

Der "Linke" glaubt halt immer noch, dass man dem armen, hungernden Negerlein einen Brunnen bohren muss, damit er sein Gemüse anbauen kann, der "Rechte" ist weiterhin überzeugt, dass ein Schwarzer ja ohnehin niemals so etwas wie eine Industrie oder gar ein modernes Hightech-Unternehmen aufbauen kann.
Solange unser Bild vom Kontinent sowohl auf dem rechten, als auch auf dem linken Auge vom Rassismus geprägt bleibt, sind wir eben nicht in der Lage, die Chancen auch für unsere Wirtschaft zu erkennen.


Einerseits gibt es in Afrika sehr wohl Potential. Schlicht, weil es, was die wirtschaftliche Entwicklung angeht, Raum nach oben gibt.
An rassistischer Überheblichkeit ist das wohl kaum zu übertreffen.
"Der Neger ist so weit unten, da kann's ja nur bergauf gehen", oder wie soll man eine solche Aussage verstehen?


Und da der Kontinent voll mit Rohstoffen ist sichert sich China seinen Anteil. Andererseits sind den Chinesen die Leute dort vollkommen egal.
Ja, und ja.
Nur erhalten die afrikanischen Länder im Gegenzug Infrastruktur, die ihnen mittel- bis langfristig erheblich mehr nützt als bloßes Geld oder gutgemeinte "Hilfe".
"Der Chinese" handelt sicherlich aus bloßem Eigennutz, die meisten afrikanischen Regierungen sind allerdings durchaus in der Lage, das auch zu erkennen, und eben für ihre eigenen Volkswirtschaften nützliche "Deals" rauszuholen.


Man kann nur hoffen, dass sich die Afrikaner ihrer Führer entledigen
Was soll das?
Die meisten afrikanischen "Führer" sind demokratisch gewählte Regierungen aus verantwortungsbewusst handelnden, gut ausgebildeten Berufspolitikern.
Bist du etwa der Ansicht, dass der kleine Neger zu dumm ist, bei einer Wahl sein Kreuz an der richtigen Stelle zu machen?


Wie ich weiter oben bereits schrieb, geht die überwältigende Mehrheit der Ökonomen davon aus, dass Afrika sich in diese Richtung entwickelt.
Zum Ausbeuten gut genug.
Aus europäischer Sicht hofft man für gewöhnlich auf neue Absatzmärkte, wenn man das als Ausbeutung bezeichnen will, ergibt dieser Begriff keinen Sinn mehr, weil er offensichtlich für jede Form des wirtschaftlichen Handelns genutzt wird.


wenn das solche "Ökonomen" sind, wie der Bofinger, na dann gute Nacht.
Ich wüsste jetzt nicht, dass ausgerechnet Bofinger sich besonders mit der Entwicklung des afrikanischen Kontinents befasst hätte, insofern weiß ich wieder nicht, worauf du hinauswillst.

Und warum du "Anführungszeichen" um das Wort "Ökonomen" setzt, wenn du ihn beschreibst, ist mir auch schleierhaft.
Vermutlich willst du damit in irgendeiner Weise andeuten, er sei kein "echter" Ökonom?
Wenn du ausgerechnet Bofinger (der u.a. Autor eines der gängigsten Lehrbücher im Fach ist) nicht als Ökonom ohne Anführungszeichen bezeichnen kannst, dann wüsste ich gerne, wer denn in deinen Augen ein echter Ökonom ist.


Der hat ja auch Ahnung vom Bitcoin, und besonders viel davon.
Keine Ahnung, ob Bofinger Ahnung vom Bitcoin hat, ich nehme es jedenfalls nicht an.
Tatsächlich kenne ich bis heute keinen bekannteren Ökonomen, der sich überhaupt ernsthaft kritisch mit der Thematik Bitcoin befasst hat.
Ich habe eher den Eindruck, dass bis heute Bitcoin von den meisten Ökonomen überwiegend nur kurz oberflächlich angeguckt und sofort verworfen wird, was IMHO durchaus nachvollziehbar ist.

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December 25, 2019, 04:52:46 PM
 #87663

@qwk: Bist du ab und zu in diesen Ländern (Kongo, Kenya, Tansania, Nigeria, ZA) persönlich unterwegs?
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December 25, 2019, 06:10:28 PM
 #87664


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Wenn eine Person besonders reich sein will, dann müssen andere dafür ärmer werden.

 Hi
In einer gesunden, fairen Marktwirtschaft werden Werte getauscht. Somit dürfte keiner ärmer werden.

In einer auf Pump finanzierten Selbtbereicherungswirtschaft mit ausuferndem Solzialstaat, könntest du Recht haben.

Gruß

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December 25, 2019, 09:34:41 PM
 #87665

@qwk: Bist du ab und zu in diesen Ländern (Kongo, Kenya, Tansania, Nigeria, ZA) persönlich unterwegs?
In Nigeria und im Kongo war ich noch nicht, wobei letzterer eindeutig auf meiner Todo-Liste steht Wink

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December 26, 2019, 12:49:52 AM
 #87666

Ich glaube erwarte (durchgestrichen, da keine Religion Wink ), dass sich in den nächsten Jahrzehnten der Lebensstandard der meisten Länder tendenziell angleichen wird. Mit Ausnahme der Länder natürlich, in denen es Kriege und Konflikte gibt. Durch die zunehmende Vernetzung werden sich die Bedingungen auf den Arbeitsmärkten eher angleichen, Informationsasymmetrien, die früher für Unterentwicklung sorgten (z.B. spezialisierte Bildungsinhalte, die es in einigen Ländern gibt und in anderen schwer zugänglich sind) werden langsam abgebaut, z.B. über Fernstudiengänge.

Insofern erwarte ich wie qwk, dass der Riesenunterschied, den es heute noch zwischen z.B. Europa und vielen Ländern in Afrika gibt, in wenigen Jahrzehnten deutlich geschrumpft sein dürfte. Andererseits gehe ich aber nicht davon aus, dass europäische Länder "den Bach runtergehen", weil sie nicht genug in Boomland XYZ investieren. Eher werden sie halt ein paar Plätze gutmachen müssen im weltweiten Wohlstandsranking.

Um den Bogen zum Thema BTC zu schlagen: Bitcoin und andere Kryptowährungen können da durchaus mit eine Rolle spielen, indem sie Zahlungen in/von bisher von den internationalen Geldströmen eher isolierten Ländern vereinfachen. Das geht natürlich auch z.B. mit Kreditkarten, aber auf die haben nicht so viele Menschen Zugriff. Bitcoin steht dagegen jedem offen, der ein internetfähiges Gerät besitzt und irgendwie an die Coins rankommt (da gibt es sicher noch Defizite, aber wenn sich die Regulierung freundlich bleibt, sollten diese abgebaut werden).

Kurs würde dann natürlich Richtung Mond tendieren (und nun sind wir wieder voll on topic, hehe) Wink

Lakai01
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December 26, 2019, 06:18:43 AM
 #87667

(da gibt es sicher noch Defizite, aber wenn sich die Regulierung freundlich bleibt, sollten diese abgebaut werden).
Da passt jetzt mein Lieblingszitat von Tone Vays dazu:

Quote
My number one usecase for Bitcoin is not buying a cup of coffee, but for the first time in human history, you can own something that is unconfiscatable.

Hat gerade in Ländern mit streng diktatorischer Führung natürlich noch viel mehr Bedeutung als (aktuell) bei uns in Europa.

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c_lab
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December 26, 2019, 09:14:48 AM
 #87668

Bitcoin und andere Kryptowährungen können da durchaus mit eine Rolle spielen, indem sie Zahlungen in/von bisher von den internationalen Geldströmen eher isolierten Ländern vereinfachen. Das geht natürlich auch z.B. mit Kreditkarten, aber auf die haben nicht so viele Menschen Zugriff. Bitcoin steht dagegen jedem offen, der ein internetfähiges Gerät besitzt und irgendwie an die Coins rankommt (da gibt es sicher noch Defizite, aber wenn sich die Regulierung freundlich bleibt, sollten diese abgebaut werden).
Bedingt, dass die Regierungen mitspielen. Auf https://cointracking.info unter Steuerreport/Steuerinformationen unter dem Tab "Karte" ist eine Grafik zur rechtlichen Handhabung von BTC in einzelnen Ländern abgebildet (soweit verfügbar). Nicht nur für Fernreisende ganz interessant.

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December 26, 2019, 09:54:25 AM
Last edit: December 26, 2019, 11:09:44 AM by Ov3R
 #87669

Die Nähe Afrikas zu Europa und eine enge Verflechtung über Märkte und Wanderungsbewegungen führt dazu, dass Europa größter Nutznießer des afrikanischen Booms sein dürfte (wobei China durch geschickte Investitions-Politik längst den Fuß in der Tür hat).
Nicht nur den Fuß in der Tür, China kauft sich aktuell richtig gut in aufstrebende afrikanische Produzenten ein oder - falls Übernahmeangebote ausgeschlagen werden - stellt Konkurrenzfirmen direkt in die Nachbarschaft. Ist vergleichbar mit dem was China in den 90ern hier in Österreich in meiner direkten Umgebung gemacht hat. Hier gibt es kaum ein größeres Unternehmen wo nicht zumindest in der Minderheit chinesische Firmen beteiligt sind.

Der Boom Afrikas? Ich weiß nicht genau wie alt ihr seid, aber ob wir den noch erleben, da würde ich nicht drauf wetten.
Ist natürlich zunächst mal die Frage, wie man Boom definiert.

Das was China seit ca. der Jahrtausendwende hat, kann man wohl als Boom bezeichnen.

In 30 Jahren wird Indien vielleicht mal in Regionen kommen, dass es sich mit China messen kann (aktuell liegt noch Faktor 5 zwischen deren BIPs).

Afrika wiederum ist Lichtjahre hinter Indien. Was fast alles angeht: Infrastruktur, Stabilität, Technologie... außerdem hat es einen Rucksack von Problemen und Konflikten, die auf absehbare Zeit nicht gelöst werden können. Auch wenn mit Gestalten wie Idi Amin, Eyadema, Gaddafi und Robert Mugabe die schlimmsten Zeiten wohl (hoffentlich) vorbei sind, regieren vielerorts weiterhin Kleptokraten, Tyrannen und Kriegstreiber.
Die haben gar kein Interesse daran, dass wirklich etwas hochkommt. Es geht ihnen nur um das eigene Wohl.

Wirklich interessant wird aus meiner Sicht, was im Ostblock passiert. Wie sich Staaten wie Tschechien, Rumänien und Weißrußland orientieren.

Sehe ich auch so , Das wird sehr Wahrscheinlich mehrere  Generationen überdauern bis in Afrika  mal was Boomt . Zu Afrika hatte vor Kurzen mross ein video veröffentlich der grade dort war . Zumindenst das "Load shedding" also die geplanten Stromausfälle waren mir neu .Mann stelle sich das mal  in Europa vor  Lips sealed
https://www.youtube.com/watch?v=HPD3l85lNlE

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December 26, 2019, 09:59:23 AM
 #87670


Sehe ich auch so , Das wird sehr Wahrscheinlich mehrere  Generationen überdauern bis in Afrika  mal was Boomt . Zu Afrika hatte vor Kurzen mross ein video veröffentlich der grade da war . Zumindenst das "Load shedding" also die geplanten Stromausfälle waren mir neu .Mann stelle sich das mal hier in Europa vor  Lips sealed
https://www.youtube.com/watch?v=HPD3l85lNlE


Loadshedding ist in Südafrika schon länger an der Tagesordnung.
Und so unwahrscheinlich ist dieses Szenario auch für Deutschland gar nicht: https://www.futurezone.de/digital-life/article226195961/Gefahr-Stromausfall-Auch-Deutschland-wird-bald-zittern-muessen.html
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December 26, 2019, 10:45:38 AM
 #87671

Ich denke ein breiter Stromausfall in Deutschland wäre nicht auf Loadshedding zurück zu führen, sondern auf einen Hackerangriff oder Unfall.
Oder eben auf den Fakt, dass wir immer mehr Strom zukaufen müssen wenn wir unsere eigenen Kraftwerke herunterfahren und versuchen 100% grün zu fahren - nicht wertend gemeint.

Wenn das, was in dem Artikel steht stimmt, dann Frage ich mich schon ob man hier sehend in den Abgrund rennt. (75,3 GW anstatt 90 GW)
Erklärt aber warum extrem viele Konzerne, Ihre eigene Stromversorgung unabhängig von öffentlichen Stromnetz bereits jetzt nutzen und nicht nur als Backup.
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December 26, 2019, 01:13:36 PM
 #87672

(da gibt es sicher noch Defizite, aber wenn sich die Regulierung freundlich bleibt, sollten diese abgebaut werden).
Da passt jetzt mein Lieblingszitat von Tone Vays dazu:

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Hat gerade in Ländern mit streng diktatorischer Führung natürlich noch viel mehr Bedeutung als (aktuell) bei uns in Europa.

Leider schießt das etwas über das Ziel hinaus und zieht eher die Scharlatane an mit sowas .

Total 100% strikt unkonfiszierbar ist das nicht, zumindest für Crime / Geldwäsche usw. Hier haben wir alle erlebt dass auch BitCoin konfisziert wird, weitaus besser und effektiver als Bargeld. Also: Nix anonym oder total sicher vor der Staatsgewalt.

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December 26, 2019, 02:43:17 PM
 #87673

Da passt jetzt mein Lieblingszitat von Tone Vays dazu:

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My number one usecase for Bitcoin is not buying a cup of coffee, but for the first time in human history, you can own something that is unconfiscatable.
Das eine schließt das andere ja nicht aus. Kaffee kaufen geht sowieso wenn dann mit LN, ist aber sicher etwas was auch bei einer Massenadoption noch eher mit Fiat getan werden würde. Internationale Zahlungen, z.B. die bekannten Überweisungen von Auswanderern in die Heimat, sind da schon deutlich besser geeignet und m.E. immer noch eine "Killer-App" von Bitcoin.

Und ja, leider ist das was _hv schreibt auch wahr, es gibt durchaus Möglichkeiten Bitcoin zu konfiszieren, einfach durch Druck über den Gesetzesapparat.

@c_lab: Hab ich ja auch geschrieben. Allerdings: Wenn eine Technologie (wie Bitcoin) Ländern Vorteile bringt, ist es für Regierungen langfristig rational, mit freundlicher Regulierung zu antworten.

Die jetzigen Bitcoin-unfreundlichen Regulierungen sind m.E. in zwei Gruppen einzuteilen:

1) Angst-Regulierung: man kennt die neue Technologie nicht, man weiß nicht wie es sich aufs eigene Wirtschaftssystem auswirkt, insbesondere auf die eigene Währungspolitik, also wird es erst mal eingeschränkt (Beispiel Bolivien). Diese Regulierungen werden wahrscheinlich wieder aufgehoben werden, wenn dazu genug wirtschaftswissenschaftliches Material verfügbar ist, das einen positiven Einfluss von BTC auf die Wirtschaft belegt.
2) Exzess-Regulierung: es gab in der Tat Probleme mit Auswüchsen des Krypto-Booms, wie Blasenbildung und Scams, die bei vielen Menschen zu Verlusten geführt haben. Ich vermute, dass die chinesische Regulierung aus diesem Grund restriktiv ist. Bei diesen Exzessen handelt es sich aber wahrscheinlich um Kinderkrankheiten. Sobald diese überstanden sind, könnten sich einige Staaten wieder zu einer freundlicheren Regulierung bequemen.

Solche Prozesse können durchaus dauern: z.B. weiß man ja schon seit Jahrzehnten, dass Cannabis nicht gefährlicher ist als Alkohol, und trotzdem ist es in den meisten Staaten noch verboten, aber es tut sich was.

qwk
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 #87674

Zu Afrika hatte vor Kurzen mross ein video veröffentlich der grade dort war .
Puh, da muss man nur ein, zwei Minuten in das Video reingucken, um zu bemerken, dass der Autor offensichtlich exakt NULL Recherche betreibt, bevor er seinen Käse veröffentlicht.

Mal beispielhaft bei ca. 1:45, in Bezug auf Kraftwerke in ZA:
Quote
In den letzten Jahren [...] Da wurde nichts investiert, gar nichts

Schon zehn Sekunden(!) Recherche widerlegen das:
Südliches Afrika: Stromkrise in Südafrika [...]

Das am weitesten entwickelte Land Afrikas, die Republik Südafrika, kämpft mit einer tiefgreifenden Stromversorgungskrise. Weniger als 40 Prozent der installierten Kapazitäten (45.000 MW) des nationalen Stromversorgers Eskom, der über 90 Prozent der Elektrizität im Land liefert, sind gegenwärtig verfügbar. Resultat sind regelmäßige Stromrationierungen (load-shedding). Die Ursachen sind vielfältig, unter anderem technische Fehler, überalterte Anlagen vor allem der Kohlekraftwerke, Ölknappheit und ausbleibende Importe (1.000 MW) aus dem durch Zyklone beschädigten Nachbarland Mosambik. Zudem ist Eskom hochverschuldet mit umgerechnet rund 29 Mrd. US-Dollar. Die von der Regierung geplante Umstrukturierung des Konzerns mit Aufspaltung in drei separate Unternehmen für Produktion, Übertragung und Distribution von Strom wird jedoch von den Gewerkschaften mit Androhung von Streiks bekämpft. Ein Ausweg wird in dem Programm für Erneuerbare Energie (Renewable Energy Independent Power Producer Procurement Programme / REIPPP) gesehen, das zur Förderung privater Investionen in dem Sektor aufgestellt wurde. Über dieses Programm wurden in einer Achtjahresperiode insgesamt rund 210 Mrd. Rand, umgerechnet 15 Mrd. US-Dollar, landesweit in die Stromerzeugung durch IPPs investiert. Laut Ankündigung der Regierung wird eine neue Ausschreibungsrunde für EE-Großanlagen durch Public Private Partnership (PPP) erwartet, wobei insgesamt eine zusätzliche Kapazität von 1.800 MW im Gespräch ist. Ferner hat Eskom im April 2019 eine umfassende Modernisierung des einzigen Atomkraftwerks Südafrikas, Koeburg (970 MW), angekündigt, um die Anlage für weitere 25 Jahre betriebssicher zu machen. Ein Überblick über die große Zahl der involvierten Lieferanten von Anlagen und Ausrüstungen für den Kraftwerkssektor in Südafrika gibt die ausführliche Projektbeschreibung für das Kusile Kohlekraftwerk, mit 4.800 MW eines der größten derartigen Anlagen in der Welt (siehe dazu: www.engineeringnews.co.za). Dabei beteiligt sind unter anderem Misubishi Hitachi Power Systems Africa, ABB SA, General Electric (GE), Siemens und Sulzer Pumpen (Schweiz).

Es ist ja nun nicht so, dass in ZA alles toll wäre, und es keine Probleme gäbe, ganz im Gegenteil.
Aber wenn man sich schon die Mühe macht, darüber zu berichten, dann darf schon erwartet werden, dass man sich zunächst einmal auch nur minimal informiert. Roll Eyes


Ich habe mir das Video jetzt mal im Ganzen angetan, und kann wirklich nur den Kopf schütteln über den Autor.
Er tritt Vorurteile breit, die Jahrzehnte alt sind, redet von einer Masse an "Failed States", vermeintlichen Flüchtlingsströmen aus allen möglichen Ländern nach ZA und beackert natürlich das Lieblingsthema "Korruption".
Kaum etwas von dem, was er da äußert, ist noch besonders aktuell, weshalb er dann (vorhersehbar) als einziges reales Beispiel Zimbabwe bemühen muss, eben genau einen der wenigen großen Outlier, der dem allgemeinen Trend zuwider läuft.
Das ist in etwa so, als würden wir von der Masse an "Failed States" in Europa sprechen, und dann Weissrussland und Moldawien als Belege anführen.


Natürlich springt er gerne auf die aktuelle Fishrot-Affäre in Namibia an, wer hätte es gedacht?

Bei ca. 5:20 im Video:
Quote
Der Fischereiminister hat Fischrechte an Chinesen verhökert und hat dafür'n iPhone bekommen
Kaum ein Wort an diesem Satz ist wahr.
Die Rechte gingen nicht an "Chinesen", sondern an Isländer.
Ein bisschen mehr als ein iPhone gab's schon, nämlich nach derzeitigem Kenntnisstand rund 100 Mio. NAD, also etwa 6 Mio. EUR.
Hätte man alles in der AZ nachlesen können, aber Recherche ist natürlich Arbeit, die man sich zugunsten rassistischer Vorurteile gerne spart.
Da passt einfach der Narrativ vom "Bimbo, der sich sein Land vom Schlitzauge für ein paar Glasmurmeln abkaufen lässt" besser ins rassistische Weltbild.

Ich will hier beileibe nicht die Regierung der SWAPO in Namibia in Schutz nehmen, die hat durchaus auch ihre (erheblichen) Probleme und Widersprüche, nur passt ausgerechnet Namibia sicherlich nicht als Beleg für Korruption und "Failed States", wird vom Autor allerdings in diesem Atemzug genannt.

Naja, ansonsten ist das Video ein inhaltsloser Rant eines zornigen weißen Mannes, der schließlich als Abschluss noch darauf hinweisen muss, dass am Strand ja weißer Sand liegt Roll Eyes

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December 26, 2019, 04:18:01 PM
 #87675

Kann man den Hash Ribbons Indikator vertrauen ? Wenn man nachdem ginge sieht es sehr gut aus.
Hat da jemand schon Erfahrungen oder so ?



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December 26, 2019, 05:43:56 PM
 #87676

Zu Afrika hatte vor Kurzen mross ein video veröffentlich der grade dort war .
Puh, da muss man nur ein, zwei Minuten in das Video reingucken, um zu bemerken, dass der Autor offensichtlich exakt NULL Recherche betreibt, bevor er seinen Käse veröffentlicht.



Nun bin ich ja doch froh es hier gepostet zu haben , vielen dank für die erleuchtung lieber qwk Wink
Generell hatte ich mross immer für ziemlich kompetent  gehalten , werd wohl seine Recherchen selber recherieren müssen aber finde das thema hochinteressant und werd mich da bei Zeit mal mehr zu einlesen .

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Last edit: December 27, 2019, 12:03:12 PM by trantute2
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 #87677

Zu den Dauerbrennern gehören natürlich einerseits Ägypten im Norden und Südafrika im (Überraschung) Süden.

Schlechte Beispiele. Das ist so ähnlich als würde man die Schweiz als Beispiel für Europa nehmen.

Tansania und Uganda sind in meinen Augen ein klein wenig ein Zwischending zwischen Boom und Bust, werden aber für gewöhnlich auch noch zu den Tigern, bzw. Löwen gezählt.

Nur weiß ich ehrlich gesagt nicht, was du mit einer bloßen Aufzählung von Ländernamen willst?
Fast alle afrikanischen Volkswirtschaften haben im Laufe der letzten Jahrzehnte deutliche Fortschritte gemacht.
Wir europäische Mzungu sind nur überwiegend nicht in der Lage, unser veraltetes Bild vom Kontinent und seinen Menschen hinter uns zu lassen.

Aufzählungen ohne Quellen und belastbare Zahlen, Du hast vollkommen Recht, machen keinen Sinn. Deswegen habe ich auch nicht alles von Dir zitiert. Jeder ("Ökonom") kann irgendeine Liste definieren und zur entsprechenden Zeit aus dem Hut ziehen. Z.B. sehe ich Nigeria als einen nächsten Ort der Katastrophe. Das Bevölkerungswachstum ist dort enorm. Eine kommunistische Regierung, wie in China, welche eine Ein-Kind-Politik durchsetzt und das wirtschaftliche Potential steuert, existiert dort nicht. Ich bin aber so ehrlich und sage dazu, dass das nur ein Bauchgefühl ist und ich hoffe, dass ich daneben liege.

Der "Linke" glaubt halt immer noch, dass man dem armen, hungernden Negerlein einen Brunnen bohren muss, damit er sein Gemüse anbauen kann, der "Rechte" ist weiterhin überzeugt, dass ein Schwarzer ja ohnehin niemals so etwas wie eine Industrie oder gar ein modernes Hightech-Unternehmen aufbauen kann.
Solange unser Bild vom Kontinent sowohl auf dem rechten, als auch auf dem linken Auge vom Rassismus geprägt bleibt, sind wir eben nicht in der Lage, die Chancen auch für unsere Wirtschaft zu erkennen.

Ich denke, dass ist eher ein Problem der christlichen "Nächstenliebe". Wie diese Aussage zu interpretieren ist überlasse ich jedem selbst.

Einerseits gibt es in Afrika sehr wohl Potential. Schlicht, weil es, was die wirtschaftliche Entwicklung angeht, Raum nach oben gibt.
An rassistischer Überheblichkeit ist das wohl kaum zu übertreffen.
"Der Neger ist so weit unten, da kann's ja nur bergauf gehen", oder wie soll man eine solche Aussage verstehen?

Ja, immer gleich mit der Rassismuskeule schwenken. Darunter geht es wohl nicht mehr. Dabei bist möglicherweise Du derjenige, der seine latenten Vorstellungen auf andere projiziert.

Es ist eine Trivialität, und historisch mehrfach belegt, dass wenig entwickelte Gesellschaften die stärksten Wirtschaftsaufschwünge dann haben, wenn sie zum Rest aufschliessen. Einfach weil sie sich entwickeln können. Das ist so, wie wenn jemand, der nie richtig gerannt ist, mit dem Lauftraining anfängt. Die größten Fortschritte macht man zu Beginn bzw. in der ersten Hälfte des gesamten Trainingprogramms, später passiert nur noch wenig bis gar nichts mehr. Der Markt ist gesättigt.

Wenn das schon Rassismus ist, dann oute ich mich jetzt vollständig als Rassist:

Es gibt nun mal kulturelle Unterschiede zwischen Afrika und Europa/China. Natürlich existiert DER Afrikaner nicht, genetisch nicht und auch nicht kulturell, der Kontinent ist nämlich verglichen mit Europa riesig. Dennoch behauptet die österreichische Schule (https://www.amazon.de/Wirtschaft-wirklich-verstehen-Einf%C3%BChrung-%C3%96sterreichische/dp/3898796248), dass die für Menschen schwerer zugänglichen Breiten, den äquatorialen, warmen Breiten deswegen wirtschaftlich "überlegen" sind, weil es dort eine Kultur der Vorsorge gibt. Der Europäer/Chinese mußte für den Winter vorsorgen. Erstens, damit er in den dunklen Jahreszeit was zu fressen hatte und zweitens, damit das Feld im nächsten Jahr wieder bestellt werden konnte, und das wieder und wieder. Je weiter man in die Zukunft vorplanen konnte, desto wirtschaftlich besser. Genau solche Zwänge haben dann auch dafür gesorgt, dass sich Infrastrukturen wie große Religionen und Königreiche bildeten: Damit große Menschenmasse bei schlechten Bedingungen leichter gesteuert werden konnten (halte du sie dumm, ich halte sie arm). Und deswegen ist insbesondere Ägypten auch ein schlechtes Beispiel für Gesamtafrika! Ägypten ist eine kulturelle Wiege der modernen Menschheit. Das Leben dort war eben ähnlich schwierig, wie z.B. in Nordeuropa/China. Dort gibt es hauptsächlich Wüste und nur einen Fluss, der regelmäßig über die Ufer tritt und diese fruchtbar hält. In Europa/China gibt es den Wechsel zwischen kalten Wintern und fruchtbaren Sommern. Ähnliches gilt sogar für die Hochkulturen in der Neuen Welt (Anden, Mexiko), wobei diese nicht solange bestanden wie z.B. das alte Ägypten. Deshalb hat sich in Ägypten eine Hochkultur entwickelt, was bis heute als kulturelles Erbe nachwirkt. Zudem liegt Ägypten an der nördlichen Peripherie Afrikas, fast ein direkter Nachbar Europas. Dass dort ein kultureller Schmelztiegel lag und liegt ist nicht verwunderlich.

In genehmeren Gegenden (z.B. um den Äquator oder in der Südsee) muss auch vorgesorgt werden, aber eben nicht in dem Maße. Investierbares Geld wird bei einem anderen kulturellen Hintergrund anders eingesetzt. Wohlgemerkt, das hindert die Menschen in Afrika nicht, prinzipiell zur 1. Welt aufzuschliessen. Nur sehe ich nicht, dass es dort ähnlich einfach wie in Asien ablaufen wird. Die südasiatischen Staaten z.B. stehen/standen den nordasiatischen Staaten kulturell näher, was Religion und Sprache angeht. Zudem war der technologische Abstand zwischen 1. und 2./3. Welt in den 80/90ern nicht so gross. Wir sind inzwischen 30-40 Jahre weiter. Die Menschen in Afrika benutzen Technologie, sie stellen diese aber nicht her. Selbiges gilt bei bestimmten Technologien inzwischen sogar für Europa oder die VSA.

Und da der Kontinent voll mit Rohstoffen ist sichert sich China seinen Anteil. Andererseits sind den Chinesen die Leute dort vollkommen egal.
Ja, und ja.
Nur erhalten die afrikanischen Länder im Gegenzug Infrastruktur, die ihnen mittel- bis langfristig erheblich mehr nützt als bloßes Geld oder gutgemeinte "Hilfe".
"Der Chinese" handelt sicherlich aus bloßem Eigennutz, die meisten afrikanischen Regierungen sind allerdings durchaus in der Lage, das auch zu erkennen, und eben für ihre eigenen Volkswirtschaften nützliche "Deals" rauszuholen.

Wir werden sehen. Die Chinesen machen zwar vieles anders in Afrika als die Europäer, aber das Endresultat wird möglicherweise gleich aussehen. Vielleicht wird durch China ein Konkurrenzdruck auf Europa und VSA ausgeübt, etwas konstruktiver in Afrika vorzugehen. Ohne Investitionen von aussen wird Afrika aber nicht aufschliessen können.

Man kann nur hoffen, dass sich die Afrikaner ihrer Führer entledigen
Was soll das?
Die meisten afrikanischen "Führer" sind demokratisch gewählte Regierungen aus verantwortungsbewusst handelnden, gut ausgebildeten Berufspolitikern.
Bist du etwa der Ansicht, dass der kleine Neger zu dumm ist, bei einer Wahl sein Kreuz an der richtigen Stelle zu machen?

Um DEINE Worte zu nutzen: "Der kleine Neger" wird genauso klug wählen, wie der kleine Mzungu.

Afrika hat Potential, da:
  • es wirtschaftlich unterentwickelt ist und deshalb wachsen kann;
  • viele Menschen hat und deshalb auch großte Märkte.

Ich teile aber Deinen Optimismus nicht, da Afrika:
  • sein Bevölkerungswachstum nicht im Griff hat;
  • kulturell, auch innerhalb des Kontinents, sehr divers ist;
  • rohstoffreich ist und für andere Mächte ein leichtes Opfer darstellt: Teile und herrsche.

wenn das solche "Ökonomen" sind, wie der Bofinger, na dann gute Nacht.
Ich wüsste jetzt nicht, dass ausgerechnet Bofinger sich besonders mit der Entwicklung des afrikanischen Kontinents befasst hätte, insofern weiß ich wieder nicht, worauf du hinauswillst.

Ich gebe zu, dass war etwas OT aber symptomatisch. Aus DER SPIEGEL #52, SPIEGEL-Streitgespräch, S. 74:

Quote
[...]
SPIEGEL (an Bofinger und Friedrich): Wie legen Sie denn Ihr Geld an?
Bofinger: In Immobilien. Für Aktien bin ich zu nervös. Der Vorteil von Immobilien ist, dass man nicht groß darüber nachdenken muss.
Friedrich: Gold und Silber als Lebensversicherung gegen den Wahnsinn der EZB. Sachwerte, die durch die Natur limitiert sind, Ackerland etwa. Aktien. Und Bitcoin als Put gegen die Giralgeldschöpfung.
Bofinger: Bitcoin ist doch nur heiße Luft, Spielgeld wie bei "Monopoly".
Friedrich: Sie meinen den Euro, oder?
Bofinger: Gar nicht. Ich könnte hier auf einen Zettel "100 Bofinger" schreiben, das hätte die gleiche Wirkung wie Bitcoin.
Friedrich: Sie haben keine Ahnung, bei allem Respekt.
Bofinger: Ich verstehe davon mehr als Sie, mein Lieber!
SPIEGEL: Herr Bofinger, Herr Friedrich, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
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December 27, 2019, 01:38:40 PM
 #87678

Zu den Dauerbrennern gehören natürlich einerseits Ägypten im Norden und Südafrika im (Überraschung) Süden.
Schlechte Beispiele. Das ist so ähnlich als würde man die Schweiz als Beispiel für Europa nehmen.
Da muss ich dann schon energisch widersprechen.
Anders als die Schweiz, die in Europa eben ein Winzling, und damit gerade nicht repräsentativ ist, sind sowohl Ägypten als auch ZA in ihren jeweiligen Regionen die jeweils größten Volkswirtschaften auf dem Kontinent (wobei ZA mittlerweile von Nigeria überholt wurde, aber das zähle zumindest ich auch ein bisschen als eine andere Region).

Wenn du also die Auswahl "Ägypten & ZA" kritisierst, würde ich dich im Gegenzug schon bitten, dann bessere, repräsentative Beispiele zu nennen.
Mir fiele im Übrigen noch Äthiopien ein, das ich in meiner letzten Aufzählung bedauernswerterweise vergessen hatte.


Aufzählungen ohne Quellen und belastbare Zahlen [...] machen keinen Sinn.
Da sind wir uns ja einig Smiley

Jeder ("Ökonom") kann irgendeine Liste definieren und zur entsprechenden Zeit aus dem Hut ziehen.
Hast du in irgendeiner Weise ein besonderes Problem mit dem Wort "Ökonom", dass du es ständig in "Anführungszeichen" setzen musst?
Lass uns doch einfach von Ökonomen sprechen, wenn wir jemanden mit einer akademischen Ausbildung im Fach VWL nennen, das dürfte wohl Minimalkonsens sein.

Z.B. sehe ich Nigeria als einen nächsten Ort der Katastrophe.
Mit der Sichtweise stehst du nicht alleine da, allerdings müsstest du das schon qualifizieren in Bezug auf die Art der Katastrophe.
Rein wirtschaftlich gehört Nigeria sehr eindeutig zu den Tigerstaaten.
Dass es breiten Bevölkerungsschichten dabei schlecht geht, und sich Lagos zu einem unregierbaren Moloch entwickelt, ist dabei auch unverkennbar.
Nur sind solche Transitionsphasen nachgerade typisch für ein bestimmtes Entwicklungsstadium, egal ob man nun an Manchester, Chicago, Shanghai oder meinetwegen auch das Ruhrgebiet denkt.

Das Bevölkerungswachstum ist dort enorm.
Nein.

Richtig ist, dass Nigeria ein enormes Bevölkerungswachstum hinter sich hat, und aller Voraussicht nach noch ein bisschen mehr als eine Verdoppelung in den kommenden Jahrzehnten "hinlegt", von heute ca. 200 Mio.* Menschen auf dann vielleicht 400-500 Mio. um 2050. Danach wird es mit Prognosen schwierig.
Die Geburtenrate in Nigeria aber ist seit Jahrzehnten langsam am sinken.
Das eigentliche "Problem" ist gerade die geringere Sterblichkeit die dazu führt, dass "netto" mehr Menschen überleben.
Erfahrungsgemäß dauert es eine gewisse Zeit, bis aus geringerer Kindersterblichkeit auch deutlich verminderte Geburtenraten folgen, der Effekt an sich ist allerdings weltweit überall immer derselbe.
Und ja, das bedeutet letzten Endes, dass Nigeria im schlimmsten Fall tatsächlich bis Ende des Jahrhunderts auf eine Milliarde Menschen anwachsen könnte, was zugegebenermaßen eine Katastrophe wäre. Schwarzmalerei ist allerdings nicht so mein Ding, weshalb ich eher optimistisch von IMHO realistischeren 600-800 Mio. Nigerianern im Jahr 2099 ausgehe.

Ein "enormes Bevölkerungswachstum" jedenfalls sehe ich da nicht einmal im Ansatz gegeben an, sondern lediglich das für ganz Afrika erwartete.
Ich vermute einfach mal, dass dir die hohen absoluten Zahlen in Bezug auf Nigeria den Blick auf die Realitäten verstellen.


* Nigeria Fun Fact: niemand weiß, wieviele Menschen in Nigeria leben.
Da per Gesetz die Öleinnahmen nach einem bevölkerungsbasierten Schlüssel zwischen den Provinzen aufgeteilt werden, zählen die einzelnen Provinzen gerne ein wenig großzügig
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Eine kommunistische Regierung, wie in China, welche eine Ein-Kind-Politik durchsetzt und das wirtschaftliche Potential steuert, existiert dort nicht.
Ich bin aber so ehrlich und sage dazu, dass das nur ein Bauchgefühl ist und ich hoffe, dass ich daneben liege.
Man kann sich sicherlich eine Ein-Kind-Politik wünschen, nur ist diese leider nicht mit rechtsstaatlichen, demokratischen Grundsätzen vereinbar.
Das ist dann ein wenig die Wahl zwischen Pest und Cholera.
Dass du deine Unkenntnis wenigstens ausdrückst, ehrt dich, ich würde dir in Bezug auf die "Afrikanische Thematik" gerne eine Lektüreempfehlung geben, nämlich The Plundered Planet von dem von mir sehr geschätzten Paul Collier.
Aber Vorsicht: Collier ist "(!Ökonom?)", oder wie auch immer du diesen Berufsstand bezeichnest Tongue


Einerseits gibt es in Afrika sehr wohl Potential. Schlicht, weil es, was die wirtschaftliche Entwicklung angeht, Raum nach oben gibt.
An rassistischer Überheblichkeit ist das wohl kaum zu übertreffen.
"Der Neger ist so weit unten, da kann's ja nur bergauf gehen", oder wie soll man eine solche Aussage verstehen?
Ja, immer gleich mit der Rassismuskeule schwenken. Darunter geht es wohl nicht mehr. Dabei bist möglicherweise Du derjenige, der seine latenten Vorstellungen auf andere projiziert.
Lass uns die Rassismuskeule gerne einpacken, aber einigen wir uns darauf, dass wir alle nicht frei von Vorurteilen sind, und in der gängigen Vorstellung vom Schwarzen Kontinent immer auch gerne ein klein wenig unterschwellig die Überheblichkeit des Weißen Mannes mit drin steckt.
Da mache ich auch bei mir selbst keine Ausnahme.


Es ist eine Trivialität, und historisch mehrfach belegt, dass wenig entwickelte Gesellschaften die stärksten Wirtschaftsaufschwünge dann haben, wenn sie zum Rest aufschliessen.
Ja.
Aber das kann schon deshalb nicht der Grund für den derzeitigen Aufschwung Afrikas sein, weil dieses "Von ganz unten geht's nur bergauf" ja eigentlich schon immer galt. Dann hätte Afrika ja bereits vor fünfzig Jahren einen Boom erleben können.
Die Frage ist also eher, warum passiert das erst jetzt?
Und vor allem: warum tun sich die Menschen in Europa so schwer damit, diesen Aufschwung zu erkennen, und daraus Chancen auch für sich selbst abzuleiten?


behauptet die österreichische Schule[...], dass die für Menschen schwerer zugänglichen Breiten, den äquatorialen, warmen Breiten deswegen wirtschaftlich "überlegen" sind, weil es dort eine Kultur der Vorsorge gibt.[...]
Genau solche Zwänge haben dann auch dafür gesorgt, dass sich Infrastrukturen wie große Religionen und Königreiche bildeten
[...]
Und deswegen ist insbesondere Ägypten auch ein schlechtes Beispiel für Gesamtafrika! Ägypten ist eine kulturelle Wiege der modernen Menschheit.
[...]
Ähnliches gilt sogar für die Hochkulturen in der Neuen Welt (Anden, Mexiko)
Ich sehe, worauf du hinauswillst, und du magst mir verzeihen, dass ich nun wieder die "Keule" auspacke, und das als rassistisch verbrämtes Bild bezeichne.
Wir weißen Europäer haben unseren Blick in der Vergangenheit bewundernd auf die Hochkultur am Nil gerichtet, weil wir dazu einen größeren Bezug hatten.

Dass der "Neger" auch zu solchen Leistungen in der Lage gewesen sein könnte, kam uns gar nicht erst in den Sinn, weshalb wir das nicht zuletzt in der Archäologie vernachlässigt haben.
Die wenigsten Europäer dürften sich bewusst sein, dass das am längsten bestehende Reich der Geschichte ausgerechnet in Äthiopien lag, und dessen letzter Kaiser Haile Selassie erst zu Lebzeiten vieler von uns abgesetzt wurde.

Dass es auch in anderen Teilen Afrikas immer wieder durchaus bedeutende Reiche gegeben hat, etwa in Ghana oder am Tschad-See ist erst in den letzten Jahren so langsam in den Fokus der Forschung geraten.
Dafür gibt es im Übrigen auch Gründe. Die Forschung in diesen Gebieten war lange Zeit schwierig, und die Archäologie tut sich mit weniger trockenem Klima oft ein bisschen schwer.

Ich will damit aber insgesamt nicht etwa andeuten, dass die "größten" Hochkulturen in Schwarzafrika gelegen haben, sondern lediglich darauf hinweisen, dass die vermeintliche Absenz solcher wohl in nicht unerheblichem Maße unserer weißen Blindheit geschuldet ist.

Als Argument im Sinne von "der Neger konnte keine Hochkulturen errichten, und deshalb ist er arm geblieben" lasse ich das jedenfalls nicht gelten.
Das ist, ganz im Rahmen der zeitgenössischen Haltung der Europäer zu Lebzeiten Hayek & Cos., nichts anderes als Rechtfertigungspropaganda.


Zudem war der technologische Abstand zwischen 1. und 2./3. Welt in den 80/90ern nicht so gross.
Das höre ich in der Tat zum ersten Mal als Argument.
Wie kommst du darauf?
Mir jedenfalls erschient es heute wesentlich einfacher, technologisch aufzuschließen, denn ich muss nicht mehr zwangsweise eine gigantische industrielle Infrastruktur aufbauen, um mithalten zu können.
Im Zweifelsfall reicht ein Laptop (und 'ne Lederhose natürlich).
Insgesamt würde ich sagen, dass die Globalisierung es prinzipiell auch im industriellen Sektor deutlich vereinfacht, teilzuhaben, da ich eben nicht immer die gesamte Produktionskette an einem Standort aufbauen muss, sondern im Zweifelsfall mein Standort auch nur ein winziger Arbeitsplatz an einer globalen Werkbank sein kann.


Die Menschen in Afrika benutzen Technologie, sie stellen diese aber nicht her.
Weißt du, ich will dir wirklich nicht immer den Vorwurf des Rassismus machen müssen.
Aber überleg dir einfach mal, wie sich ein Mensch in Afrika fühlen würde, wenn er solche Sätze liest.

Inhaltlich dazu: ja, Laptops werden in Afrika (zumindest nach meinem Kenntnisstand) nicht hergestellt.
Aber in den USA, Südamerika, Europa und Australien auch nicht.
Die Dinger kommen nunmal aus Asien.
It's Globalization, Baby! Cool


Ohne Investitionen von aussen wird Afrika aber nicht aufschliessen können.
Ja.
Und wenn wir Europäer unsere (auch heute schon nicht unerheblichen) Investitionen in Europa geschickt nutzen, um uns mit den dortigen Märkten zu vernetzen, können wir von einem zukünftigen, weiteren Wachstum auf dem Kontinent profitieren (um hier mal zur Ausgangsfrage zurückzukehren).


Afrika hat Potential, da:
  • es wirtschaftlich unterentwickelt ist und deshalb wachsen kann;
  • viele Menschen hat und deshalb auch großte Märkte.
Das ist einerseits trivial, und war eben auch schon "immer" so.
Warum aber ändert sich in Afrika derzeit was?
Das ist die spannende Frage.
Warum gibt es in Afrika "plötzlich" eine wachsende Mittelschicht, die zumindest einmal so langsam auf dem Niveau von Geringverdienern in Europa ankommt?
Und diese Mittelschicht ist der eigentlich interessante Markt.


Ich teile aber Deinen Optimismus nicht, da Afrika:
  • sein Bevölkerungswachstum nicht im Griff hat;
  • kulturell, auch innerhalb des Kontinents, sehr divers ist;
  • rohstoffreich ist und für andere Mächte ein leichtes Opfer darstellt: Teile und herrsche.
a) das Bevölkerungswachstum muss man nicht im Griff haben. Es reduziert sich erfahrungsgemäß von alleine, wenn die Kindersterblichkeit abnimmt. Genau das passiert.
b) Europa ist sicherlich kulturell auch sehr divers. Und von Asien möchte ich gar nicht erst anfangen.
c) ja, Afrika ist rohstoffreich. Das sind andere Weltgegenden aber auch. Statistisch gesehen gibt es allerdings keinen guten Grund, anzunehmen, dass ein durchschnittlicher afrikanischer Staat pro Quadratmeter über mehr Bodenschätze verfügt als ein europäischer.
Der sog. Ressourcenfluch ist ein bekanntes, insbesondere auch den meisten afrikanischen Regierungen schmerzlich bewusstes Problem, und nicht zuletzt wegen dieses gestiegenen Bewusstseins und trotz gelegentlicher Rückfälle eben auch ein langsam aber sicher immer besser gelöstes.


wenn das solche "Ökonomen" sind, wie der Bofinger, na dann gute Nacht.
Ich wüsste jetzt nicht, dass ausgerechnet Bofinger sich besonders mit der Entwicklung des afrikanischen Kontinents befasst hätte, insofern weiß ich wieder nicht, worauf du hinauswillst.
Ich gebe zu, dass war etwas OT aber symptomatisch. Aus DER SPIEGEL #52, SPIEGEL-Streitgespräch, S. 74:
Da hast du dich irgendwie verquotet.
Du willst also nicht darauf hinaus, dass Bofinger kein Afrika-Experte ist, sondern kein Bitcoin-Experte.
Dem stimme ich (vorbehaltlich) mal zu, wobei ich es zugegebenermaßen nicht weiß.

Das Spiegel-Streitgespräch hatte ich natürlich auch gelesen, aber ganz ehrlich, darin macht Bofinger eine sehr gute Figur, und den Schnitzer beim Bitcoin verzeihe ich grundsätzlich, das scheint einfach nicht sein Thema zu sein.
Der Friedrich allerdings hat sich da als das enttarnt, was er wohl tatsächlich ist: ein inkompetenter Spinner. Roll Eyes

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December 27, 2019, 01:42:34 PM
 #87679

Aus DER SPIEGEL #52, SPIEGEL-Streitgespräch, S. 74:

Quote
[...]
SPIEGEL (an Bofinger und Friedrich): Wie legen Sie denn Ihr Geld an?
Bofinger: In Immobilien. Für Aktien bin ich zu nervös. Der Vorteil von Immobilien ist, dass man nicht groß darüber nachdenken muss.
Friedrich: Gold und Silber als Lebensversicherung gegen den Wahnsinn der EZB. Sachwerte, die durch die Natur limitiert sind, Ackerland etwa. Aktien. Und Bitcoin als Put gegen die Giralgeldschöpfung.
Bofinger: Bitcoin ist doch nur heiße Luft, Spielgeld wie bei "Monopoly".
Friedrich: Sie meinen den Euro, oder?
Bofinger: Gar nicht. Ich könnte hier auf einen Zettel "100 Bofinger" schreiben, das hätte die gleiche Wirkung wie Bitcoin.
Friedrich: Sie haben keine Ahnung, bei allem Respekt.
Bofinger: Ich verstehe davon mehr als Sie, mein Lieber!
SPIEGEL: Herr Bofinger, Herr Friedrich, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
Weil's so schön ist, nochmal aus dem Kontext gerissen.
Bin ich der einzige, der bei dem Dialog an die Herren in der Badewanne denkt?

"Herr Müller Lüdenscheid! Her Dr. Klöbner!"
 Grin

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December 27, 2019, 02:21:48 PM
 #87680

Schön, Fact-Checking zu Afrika bei Bitcointalk. Like it Smiley

Zu Technologie hergestellt in Afrika: In Ruanda werden z.B. Laptops und Smartphones hergestellt. Übrigens auch Autos (VW in Kigali). Was fehlt ist allerdings meines Wissens nach eine Herstellung von Halbleitern (Microchips), d.h. die Elektronik-Teile werden importiert und zusammengesetzt. Das ist allerdings bei Apple auch nicht anders (iPhones sind eigentlich ja Foxconn-Phones mit TSMC-Chips, wenn es ums Herstellen geht), in Europa und Nordamerika gibts aber immerhin vereinzelt Halbleiterhersteller, auch wenn da ebenfalls die allermeisten in Asien sitzen.

Was macht eigentlich der Kurs? Nunja, dümpelt so vor sich hin. Aber immerhin weiter über 7000.

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