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Author Topic: Der Aktuelle Kursverlauf  (Read 5456122 times)
fsm247
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December 24, 2019, 02:14:00 PM
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 #87841

Hm, wir hatten hier in Deutschland jahrzehntelang eine Vermögenssteuer, und
1. Millionäre und Milliardäre sind in Deutschland geblieben
2. Firmen blieben in Deutschland, und wurden sogar dort gegründet
3. Deutschland hat u.a. ein Wirtschaftswunder hervorgebracht, wurde zur stärksten Ökonomie Europas und konnte sogar eine Wiedervereinigung finanzieren
Hmm, ich kann hier nicht so ganz zustimmen.

1. https://www.stern.de/wirtschaft/geld/millionaere-fliehen-aus-deutschland---die-nerze-verlassen-das-sinkende-schiff-7354096.html
Die Tendenz geht in den letzten Jahren vermehrt zum Exodus, im Vergleich zu "Millionäre und Milliardäre sind in Deutschland geblieben".

2. https://www.welt.de/wirtschaft/article178632346/Gruenderreport-2018-Darum-wagen-es-viele-nicht-ein-Unternehmen-zu-gruenden.html
Auch hier sieht die Tendenz der letzten Jahre wenig positiv aus.
Selbst wenn wir davon ausgehen, dass die beiden genannten Trends zutreffen (wovon ich nicht ganz überzeugt bin, aber auch nicht unbedingt vollständig anzweifle), haben beide gerade nichts mit einer Vermögensteuer zu tun Wink

3. Ja, Deutschland war stark in der Nachkriegszeit. In den letzten Jahren/Jahrzehnten fühlt sich das für mich (zugegeben seit 2005 als "Außenstehender", da ich ebenfalls zu denjenigen gehöre, die das Land unter anderem aus den oben angesprochenen Gründen verlassen haben) eher wie eine spätrömische Dekadenz an. Ein Ausruhen auf Lorbeeren.
So sehr ich dir zustimme, dass Deutschlands Wirtschaft sich auf vergangenen Lorbeeren ausruht, und droht, den Zug in Richtung Zukunft zu verpassen*, hat auch das wieder überhaupt nichts mit einer Vermögenssteuer zu tun Wink


Nochmal: seit 22 Jahren wird in Deutschland keine Vermögensteuer erhoben.
Daher können negative Aspekte der wirtschaftlichen Entwicklung in De in den vergangenen 22 Jahren wohl kaum als Argument gegen eine Vermögensteuer herhalten.

Umgekehrt gab es vorher rund 100 Jahre lang eine Vermögensteuer.
Folglich können positive Aspekte der wirtschaftlichen Entwicklung in De zwischen 1893 und 1997 durchaus als Argument dafür herhalten, dass eine Vermögensteuer eben gerade nicht in besonders herausragendem Maße schädlich sein dürfte (soweit sie sich in der Größenordnung von damals bewegt).

Ich kann Deiner Argumentation schon folgen, dass eine Vermögensteuer per se nicht gerade die Wirtschaft eines Landes von heute auf morgen umbringt. Der Schweiz geht es, als eines der wenigen Länder, die heutzutage überhaupt eine Vermögensteuer anwenden, ja auch deutlich besser, als vielen anderen Ländern.

Dennoch kann es vielleicht der Tropfen sein, der das Fass für Leute, die heute ohnehin schon mit einer extrem hohen Abgabenlast belegt sind, zum Überlaufen bringt.
Gerade dann, wenn schon viele andere Faktoren (Bürokratie, hohe Steuern, schlechte Infrastruktur (analog wie digital), Neiddebatte, usw.) die Leute zumindest einmal damit liebäugeln lassen, woanders ihr Glück zu suchen.
Und wenn man schon auf eine Tendenz zusteuert, wo niemand mehr Firmen gründen will und reiche Leute und Unternehmer das Land scharenweise verlassen, ist es vielleicht etwas kontraproduktiv auch noch neue Steuern einzuführen, die genau diese Leute dann belasten.
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December 24, 2019, 02:46:37 PM
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 #87842

Ich kann Deiner Argumentation schon folgen, dass eine Vermögensteuer per se nicht gerade die Wirtschaft eines Landes von heute auf morgen umbringt.[...]
Dennoch kann es vielleicht der Tropfen sein, der das Fass für Leute, die heute ohnehin schon mit einer extrem hohen Abgabenlast belegt sind, zum Überlaufen bringt.
Denkbar, bzw. plausibel ist das sicherlich.
Die Kernfrage hierbei ist natürlich an sich, wie groß ein solcher Effekt tatsächlich ausfallen würde.
In Ermangelung belastbarer Erfahrungen aus der Zukunft halte ich mich da halt an die Erfahrungen aus der Vergangenheit Wink

Gerade dann, wenn schon viele andere Faktoren (Bürokratie, hohe Steuern, schlechte Infrastruktur (analog wie digital), Neiddebatte, usw.) die Leute zumindest einmal damit liebäugeln lassen, woanders ihr Glück zu suchen.
Umgekehrt will ich das mal aufgreifen.
Real sind heute die Belastungen durch Einkommensteuer und Lohnnebenkosten in Deutschland relativ hoch.
Davon betroffen sind überwiegend
a) normale, insbesondere hoch qualifizierte Arbeitnehmer
b) Unternehmer im tertiären Sektor, und/oder in der Wachstumsphase mit hohem Personalbedarf

Wir haben im Moment in Deutschland ein Besteuerungssystem, in dem Arbeit, also Leistung, besonders hoch mit Abgaben belastet wird.
Anders gesagt, solange ich noch dabei bin, Werte zu schaffen, werde ich dafür bestraft.
Habe ich aber einmal Werte gespeichert, werde ich massiv entlastet.

D.h. der junge, gut ausgebildete Akademiker wird sich überlegen, ob er nicht lieber woanders der Lohnarbeit nachgeht.
Weil dadurch hochqualifizierte, junge, belastbare Arbeitnehmer fehlen, fehlt zugleich das Personal für kleine und mittelständische Unternehmen mit hohem Nachwuchsbedarf.
Zugleich sind die Arbeitskosten für personallastige Dienstleistungen besonders hoch, während die personalarmen Leistungen in der Industrie kaum belastet sind.
Damit wird zugleich die Versteinerung der deutschen Wirtschaft in der Industrialisierung des 20. Jahrhunderts zementiert.


Ökonomisch ist all das nicht unbedingt eine optimale Lösung, egal wie stark man die Bedeutung des Kapitals in der gesamtwirtschaftlichen Produktion einstuft.

Besser wäre es vermutlich, die Schaffung von Werten zu entlasten.
Zugleich gilt es als erwünscht, Investition und Konsum zu fördern.
Die bloße Speicherung von Werten aber gilt kaum als besonders nützlich.

In diesem Sinne wäre ein Besteuerungssystem, in dem es
a) keine oder eine sehr geringe Einkommensteuer
b) keine oder sehr geringe Lohnnebenkosten
c) keine oder sehr geringe Konsumsteuern wie die Mehrwertsteuer
d) keine oder sehr geringe Belastungen für getätigte Investitionen
aber zugleich
e) hohe, sogar prohibitiv hohe Belastungen bloßer Vermögen
gibt, optimaler als unser heutiges, beinahe konträr aufgestelltes Steuersystem.

Der Grund für unseren Fokus auf Einkommen- und Konsumbesteuerung liegt ja überwiegend darin, dass diese leicht zu erheben sind.


Und wenn man schon auf eine Tendenz zusteuert, wo niemand mehr Firmen gründen will und reiche Leute und Unternehmer das Land scharenweise verlassen, ist es vielleicht etwas kontraproduktiv auch noch neue Steuern einzuführen, die genau diese Leute dann belasten.
Es redet ja nicht unbedingt jemand vom Einführen neuer Steuern im Sinne einer total höheren Steuerbelastung.
Ja, auch ich bin nicht naiv, und mir durchaus bewusst, dass die Erwartung einer gleichwertigen Einkommensteuerreduzierung bei Wiedereinführung der Vermögensteuer nicht ganz realistisch ist.

Nachdem wir hier aber noch bei bloß theoretischen Überlegungen sind, darf man wohl auch träumen, und sich eine Vermögensteuer bei gleichzeitiger Entlastung der Einkommen wünschen.
Ist ja schließlich Weihnachten Cool

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December 24, 2019, 03:00:09 PM
 #87843

Die Nähe Afrikas zu Europa und eine enge Verflechtung über Märkte und Wanderungsbewegungen führt dazu, dass Europa größter Nutznießer des afrikanischen Booms sein dürfte (wobei China durch geschickte Investitions-Politik längst den Fuß in der Tür hat).
Nicht nur den Fuß in der Tür, China kauft sich aktuell richtig gut in aufstrebende afrikanische Produzenten ein oder - falls Übernahmeangebote ausgeschlagen werden - stellt Konkurrenzfirmen direkt in die Nachbarschaft. Ist vergleichbar mit dem was China in den 90ern hier in Österreich in meiner direkten Umgebung gemacht hat. Hier gibt es kaum ein größeres Unternehmen wo nicht zumindest in der Minderheit chinesische Firmen beteiligt sind.

Der Boom Afrikas? Ich weiß nicht genau wie alt ihr seid, aber ob wir den noch erleben, da würde ich nicht drauf wetten.
Ist natürlich zunächst mal die Frage, wie man Boom definiert.

Das was China seit ca. der Jahrtausendwende hat, kann man wohl als Boom bezeichnen.

In 30 Jahren wird Indien vielleicht mal in Regionen kommen, dass es sich mit China messen kann (aktuell liegt noch Faktor 5 zwischen deren BIPs).

Afrika wiederum ist Lichtjahre hinter Indien. Was fast alles angeht: Infrastruktur, Stabilität, Technologie... außerdem hat es einen Rucksack von Problemen und Konflikten, die auf absehbare Zeit nicht gelöst werden können. Auch wenn mit Gestalten wie Idi Amin, Eyadema, Gaddafi und Robert Mugabe die schlimmsten Zeiten wohl (hoffentlich) vorbei sind, regieren vielerorts weiterhin Kleptokraten, Tyrannen und Kriegstreiber.
Die haben gar kein Interesse daran, dass wirklich etwas hochkommt. Es geht ihnen nur um das eigene Wohl.

Wirklich interessant wird aus meiner Sicht, was im Ostblock passiert. Wie sich Staaten wie Tschechien, Rumänien und Weißrußland orientieren.

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December 24, 2019, 03:06:13 PM
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 #87844


In diesem Sinne wäre ein Besteuerungssystem, in dem es
a) keine oder eine sehr geringe Einkommensteuer
b) keine oder sehr geringe Lohnnebenkosten
c) keine oder sehr geringe Konsumsteuern wie die Mehrwertsteuer
d) keine oder sehr geringe Belastungen für getätigte Investitionen
aber zugleich
e) hohe, sogar prohibitiv hohe Belastungen bloßer Vermögen
gibt, optimaler als unser heutiges, beinahe konträr aufgestelltes Steuersystem.


Dem kann ich nur zustimmen, aber eben, das ist wohl Wunschdenken. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass sich diese Praxis aber irgendwann einmal durchsetzen sollte (Du willst nicht zufällig in die Politik?  Grin), würde ich tatsächlich auch mal wieder einen Gedanken daran verschwenden Wohnsitz in Deutschland zu begründen.

Nachdem wir hier aber noch bei bloß theoretischen Überlegungen sind, darf man wohl auch träumen, und sich eine Vermögensteuer bei gleichzeitiger Entlastung der Einkommen wünschen.

Wenn wir schon bei Wünschen sind, dann hätte ich gern auch noch die Belangbarkeit für Steuergeldverschwendung.

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In diesem Sinne, frohe Festtage.
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December 24, 2019, 03:20:27 PM
 #87845

Afrika wiederum ist Lichtjahre hinter Indien. Was fast alles angeht: Infrastruktur, Stabilität, Technologie... außerdem hat es einen Rucksack von Problemen und Konflikten, die auf absehbare Zeit nicht gelöst werden können. Auch wenn mit Gestalten wie Idi Amin, Eyadema, Gaddafi und Robert Mugabe die schlimmsten Zeiten wohl (hoffentlich) vorbei sind, regieren vielerorts weiterhin Kleptokraten, Tyrannen und Kriegstreiber.
Dein Bild Afrikas ist weitgehend deckungsgleich mit dem Bild, das die meisten Menschen haben.
Es ist an sich vollständig zutreffend, nur leider ein paar Jahrzehnte alt. Wink

Zahlreiche, insbesondere bevölkerungsreiche, afrikanische Länder haben diese Phase weitgehend hinter sich gelassen (auch wenn es immer wieder einzelne Rückfälle gibt), und entwickeln sich zu klassischen Tigerstaaten, wie wir sie in Asien in den Neunzigern kannten.
Richtig ist andererseits auch, dass die noch relativ wackligen Entwicklungen in Ländern wie Kenia, Nigeria, Angola etc. teils besonders hart getroffen wurden von den Schocks der World Food Crisis, der Finanzkrise und dem Ende des Rohstoffbooms.

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December 24, 2019, 03:51:10 PM
 #87846

Afrika wiederum ist Lichtjahre hinter Indien. Was fast alles angeht: Infrastruktur, Stabilität, Technologie... außerdem hat es einen Rucksack von Problemen und Konflikten, die auf absehbare Zeit nicht gelöst werden können. Auch wenn mit Gestalten wie Idi Amin, Eyadema, Gaddafi und Robert Mugabe die schlimmsten Zeiten wohl (hoffentlich) vorbei sind, regieren vielerorts weiterhin Kleptokraten, Tyrannen und Kriegstreiber.
Dein Bild Afrikas ist weitgehend deckungsgleich mit dem Bild, das die meisten Menschen haben.
Es ist an sich vollständig zutreffend, nur leider ein paar Jahrzehnte alt. Wink

Zahlreiche, insbesondere bevölkerungsreiche, afrikanische Länder haben diese Phase weitgehend hinter sich gelassen (auch wenn es immer wieder einzelne Rückfälle gibt), und entwickeln sich zu klassischen Tigerstaaten, wie wir sie in Asien in den Neunzigern kannten.
Richtig ist andererseits auch, dass die noch relativ wackligen Entwicklungen in Ländern wie Kenia, Nigeria, Angola etc. teils besonders hart getroffen wurden von den Schocks der World Food Crisis, der Finanzkrise und dem Ende des Rohstoffbooms.

Hmmm, also in den neunzigern gab es aus den Tigerstaaten schon sehr viele ziemlich hochentwickelte Exportartikel.
Autos aus Korea, Elektronik aus Thailand. Und da sprechen wir von Großserien, nicht von Prototypen.
Hongkong und Singapur waren damals schon bedeutende Finanzplätze.
Sowas sehe ich in Afrika nicht.

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December 24, 2019, 04:22:18 PM
 #87847

Hmmm, also in den neunzigern gab es aus den Tigerstaaten schon sehr viele ziemlich hochentwickelte Exportartikel.
Autos aus Korea, Elektronik aus Thailand. Und da sprechen wir von Großserien, nicht von Prototypen.
Hongkong und Singapur waren damals schon bedeutende Finanzplätze.
Sowas sehe ich in Afrika nicht.
Zahlreiche, insbesondere bevölkerungsreiche, afrikanische Länder [...] entwickeln sich zu klassischen Tigerstaaten, wie wir sie in Asien in den Neunzigern kannten.
Wie ich weiter oben bereits schrieb, geht die überwältigende Mehrheit der Ökonomen davon aus, dass Afrika sich in diese Richtung entwickelt.
Das ist keine zwangsläufige Entwicklung, sondern ein (relativ wahrscheinliches) Szenario, da die Voraussetzungen hierfür als gut angesehen werden.
Noch ist die Selbstbezeichnung mancher afrikanischer Länder als "Löwenstaaten" nicht unbedingt wirklich gerechtfertigt Wink

Insgesamt ging es ja um die Frage, ob ich ein Szenario aufzeigen könnte, wie Deutschland dem Untergang entgehen könnte, und da setze ich alle meine Hoffnungen auf unsere südlichen Nachbarn Cool

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December 25, 2019, 09:55:50 AM
Last edit: December 25, 2019, 10:20:01 AM by trantute2
 #87848

Zahlreiche, insbesondere bevölkerungsreiche, afrikanische Länder haben diese Phase weitgehend hinter sich gelassen (auch wenn es immer wieder einzelne Rückfälle gibt), und entwickeln sich zu klassischen Tigerstaaten, wie wir sie in Asien in den Neunzigern kannten.

Behauptungen. Wie lauten denn die Namen der entsprechenden Staaten?

Einerseits gibt es in Afrika sehr wohl Potential. Schlicht, weil es, was die wirtschaftliche Entwicklung angeht, Raum nach oben gibt. Und da der Kontinent voll mit Rohstoffen ist sichert sich China seinen Anteil. Andererseits sind den Chinesen die Leute dort vollkommen egal. Man kann nur hoffen, dass sich die Afrikaner ihrer Führer entledigen und sich was bei den Chinesen abgucken. Ansonsten ist das noch für viele Jahrzehnte ein verlorener Kontinent.

Im alten Europa hingegen träumt man mal wieder den Traum des vermeintlich Selbstgerechten und hofft, dass sich alles zum Besseren wendet, wenn man die Augen schliesst und nur fest genug daran glaubt. Wohlstand induzierte Demenz halt.

Wie ich weiter oben bereits schrieb, geht die überwältigende Mehrheit der Ökonomen davon aus, dass Afrika sich in diese Richtung entwickelt.

Zum Ausbeuten gut genug. Und, wenn das solche "Ökonomen" sind, wie der Bofinger, na dann gute Nacht. Der hat ja auch Ahnung vom Bitcoin, und besonders viel davon.
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December 25, 2019, 02:05:54 PM
 #87849

Zahlreiche, insbesondere bevölkerungsreiche, afrikanische Länder haben diese Phase weitgehend hinter sich gelassen (auch wenn es immer wieder einzelne Rückfälle gibt), und entwickeln sich zu klassischen Tigerstaaten, wie wir sie in Asien in den Neunzigern kannten.
Wie lauten denn die Namen der entsprechenden Staaten?
Da könnte man nun willkürlich eine nahezu beliebige Liste zusammenstellen.
Da ich allerdings eingangs insbesondere von "bevölkerungsreichen" schrieb, wären an erster Stelle natürlich Nigeria und Kenia zu nennen, in etwas geringerem Maße sicherlich die DR Kongo.
Unter den etwas weniger bevölkerungsreichen dann etwa Angola oder Ruanda.
Auch wenn Botswana sehr gerne als Beispiel herangezogen wird, lasse ich das bewusst außen vor, da es in meinen Augen zu klein, und damit nicht besonders repräsentativ ist.
Zu den Dauerbrennern gehören natürlich einerseits Ägypten im Norden und Südafrika im (Überraschung) Süden.
Tansania und Uganda sind in meinen Augen ein klein wenig ein Zwischending zwischen Boom und Bust, werden aber für gewöhnlich auch noch zu den Tigern, bzw. Löwen gezählt.

Nur weiß ich ehrlich gesagt nicht, was du mit einer bloßen Aufzählung von Ländernamen willst?
Fast alle afrikanischen Volkswirtschaften haben im Laufe der letzten Jahrzehnte deutliche Fortschritte gemacht.
Wir europäische Mzungu sind nur überwiegend nicht in der Lage, unser veraltetes Bild vom Kontinent und seinen Menschen hinter uns zu lassen.

Der "Linke" glaubt halt immer noch, dass man dem armen, hungernden Negerlein einen Brunnen bohren muss, damit er sein Gemüse anbauen kann, der "Rechte" ist weiterhin überzeugt, dass ein Schwarzer ja ohnehin niemals so etwas wie eine Industrie oder gar ein modernes Hightech-Unternehmen aufbauen kann.
Solange unser Bild vom Kontinent sowohl auf dem rechten, als auch auf dem linken Auge vom Rassismus geprägt bleibt, sind wir eben nicht in der Lage, die Chancen auch für unsere Wirtschaft zu erkennen.


Einerseits gibt es in Afrika sehr wohl Potential. Schlicht, weil es, was die wirtschaftliche Entwicklung angeht, Raum nach oben gibt.
An rassistischer Überheblichkeit ist das wohl kaum zu übertreffen.
"Der Neger ist so weit unten, da kann's ja nur bergauf gehen", oder wie soll man eine solche Aussage verstehen?


Und da der Kontinent voll mit Rohstoffen ist sichert sich China seinen Anteil. Andererseits sind den Chinesen die Leute dort vollkommen egal.
Ja, und ja.
Nur erhalten die afrikanischen Länder im Gegenzug Infrastruktur, die ihnen mittel- bis langfristig erheblich mehr nützt als bloßes Geld oder gutgemeinte "Hilfe".
"Der Chinese" handelt sicherlich aus bloßem Eigennutz, die meisten afrikanischen Regierungen sind allerdings durchaus in der Lage, das auch zu erkennen, und eben für ihre eigenen Volkswirtschaften nützliche "Deals" rauszuholen.


Man kann nur hoffen, dass sich die Afrikaner ihrer Führer entledigen
Was soll das?
Die meisten afrikanischen "Führer" sind demokratisch gewählte Regierungen aus verantwortungsbewusst handelnden, gut ausgebildeten Berufspolitikern.
Bist du etwa der Ansicht, dass der kleine Neger zu dumm ist, bei einer Wahl sein Kreuz an der richtigen Stelle zu machen?


Wie ich weiter oben bereits schrieb, geht die überwältigende Mehrheit der Ökonomen davon aus, dass Afrika sich in diese Richtung entwickelt.
Zum Ausbeuten gut genug.
Aus europäischer Sicht hofft man für gewöhnlich auf neue Absatzmärkte, wenn man das als Ausbeutung bezeichnen will, ergibt dieser Begriff keinen Sinn mehr, weil er offensichtlich für jede Form des wirtschaftlichen Handelns genutzt wird.


wenn das solche "Ökonomen" sind, wie der Bofinger, na dann gute Nacht.
Ich wüsste jetzt nicht, dass ausgerechnet Bofinger sich besonders mit der Entwicklung des afrikanischen Kontinents befasst hätte, insofern weiß ich wieder nicht, worauf du hinauswillst.

Und warum du "Anführungszeichen" um das Wort "Ökonomen" setzt, wenn du ihn beschreibst, ist mir auch schleierhaft.
Vermutlich willst du damit in irgendeiner Weise andeuten, er sei kein "echter" Ökonom?
Wenn du ausgerechnet Bofinger (der u.a. Autor eines der gängigsten Lehrbücher im Fach ist) nicht als Ökonom ohne Anführungszeichen bezeichnen kannst, dann wüsste ich gerne, wer denn in deinen Augen ein echter Ökonom ist.


Der hat ja auch Ahnung vom Bitcoin, und besonders viel davon.
Keine Ahnung, ob Bofinger Ahnung vom Bitcoin hat, ich nehme es jedenfalls nicht an.
Tatsächlich kenne ich bis heute keinen bekannteren Ökonomen, der sich überhaupt ernsthaft kritisch mit der Thematik Bitcoin befasst hat.
Ich habe eher den Eindruck, dass bis heute Bitcoin von den meisten Ökonomen überwiegend nur kurz oberflächlich angeguckt und sofort verworfen wird, was IMHO durchaus nachvollziehbar ist.

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December 25, 2019, 04:52:46 PM
 #87850

@qwk: Bist du ab und zu in diesen Ländern (Kongo, Kenya, Tansania, Nigeria, ZA) persönlich unterwegs?
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December 25, 2019, 06:10:28 PM
 #87851


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Wenn eine Person besonders reich sein will, dann müssen andere dafür ärmer werden.

 Hi
In einer gesunden, fairen Marktwirtschaft werden Werte getauscht. Somit dürfte keiner ärmer werden.

In einer auf Pump finanzierten Selbtbereicherungswirtschaft mit ausuferndem Solzialstaat, könntest du Recht haben.

Gruß

qwk
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December 25, 2019, 09:34:41 PM
 #87852

@qwk: Bist du ab und zu in diesen Ländern (Kongo, Kenya, Tansania, Nigeria, ZA) persönlich unterwegs?
In Nigeria und im Kongo war ich noch nicht, wobei letzterer eindeutig auf meiner Todo-Liste steht Wink

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December 26, 2019, 12:49:52 AM
 #87853

Ich glaube erwarte (durchgestrichen, da keine Religion Wink ), dass sich in den nächsten Jahrzehnten der Lebensstandard der meisten Länder tendenziell angleichen wird. Mit Ausnahme der Länder natürlich, in denen es Kriege und Konflikte gibt. Durch die zunehmende Vernetzung werden sich die Bedingungen auf den Arbeitsmärkten eher angleichen, Informationsasymmetrien, die früher für Unterentwicklung sorgten (z.B. spezialisierte Bildungsinhalte, die es in einigen Ländern gibt und in anderen schwer zugänglich sind) werden langsam abgebaut, z.B. über Fernstudiengänge.

Insofern erwarte ich wie qwk, dass der Riesenunterschied, den es heute noch zwischen z.B. Europa und vielen Ländern in Afrika gibt, in wenigen Jahrzehnten deutlich geschrumpft sein dürfte. Andererseits gehe ich aber nicht davon aus, dass europäische Länder "den Bach runtergehen", weil sie nicht genug in Boomland XYZ investieren. Eher werden sie halt ein paar Plätze gutmachen müssen im weltweiten Wohlstandsranking.

Um den Bogen zum Thema BTC zu schlagen: Bitcoin und andere Kryptowährungen können da durchaus mit eine Rolle spielen, indem sie Zahlungen in/von bisher von den internationalen Geldströmen eher isolierten Ländern vereinfachen. Das geht natürlich auch z.B. mit Kreditkarten, aber auf die haben nicht so viele Menschen Zugriff. Bitcoin steht dagegen jedem offen, der ein internetfähiges Gerät besitzt und irgendwie an die Coins rankommt (da gibt es sicher noch Defizite, aber wenn sich die Regulierung freundlich bleibt, sollten diese abgebaut werden).

Kurs würde dann natürlich Richtung Mond tendieren (und nun sind wir wieder voll on topic, hehe) Wink

Lakai01
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December 26, 2019, 06:18:43 AM
 #87854

(da gibt es sicher noch Defizite, aber wenn sich die Regulierung freundlich bleibt, sollten diese abgebaut werden).
Da passt jetzt mein Lieblingszitat von Tone Vays dazu:

Quote
My number one usecase for Bitcoin is not buying a cup of coffee, but for the first time in human history, you can own something that is unconfiscatable.

Hat gerade in Ländern mit streng diktatorischer Führung natürlich noch viel mehr Bedeutung als (aktuell) bei uns in Europa.

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December 26, 2019, 09:14:48 AM
 #87855

Bitcoin und andere Kryptowährungen können da durchaus mit eine Rolle spielen, indem sie Zahlungen in/von bisher von den internationalen Geldströmen eher isolierten Ländern vereinfachen. Das geht natürlich auch z.B. mit Kreditkarten, aber auf die haben nicht so viele Menschen Zugriff. Bitcoin steht dagegen jedem offen, der ein internetfähiges Gerät besitzt und irgendwie an die Coins rankommt (da gibt es sicher noch Defizite, aber wenn sich die Regulierung freundlich bleibt, sollten diese abgebaut werden).
Bedingt, dass die Regierungen mitspielen. Auf https://cointracking.info unter Steuerreport/Steuerinformationen unter dem Tab "Karte" ist eine Grafik zur rechtlichen Handhabung von BTC in einzelnen Ländern abgebildet (soweit verfügbar). Nicht nur für Fernreisende ganz interessant.
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Last edit: December 26, 2019, 11:09:44 AM by Ov3R
 #87856

Die Nähe Afrikas zu Europa und eine enge Verflechtung über Märkte und Wanderungsbewegungen führt dazu, dass Europa größter Nutznießer des afrikanischen Booms sein dürfte (wobei China durch geschickte Investitions-Politik längst den Fuß in der Tür hat).
Nicht nur den Fuß in der Tür, China kauft sich aktuell richtig gut in aufstrebende afrikanische Produzenten ein oder - falls Übernahmeangebote ausgeschlagen werden - stellt Konkurrenzfirmen direkt in die Nachbarschaft. Ist vergleichbar mit dem was China in den 90ern hier in Österreich in meiner direkten Umgebung gemacht hat. Hier gibt es kaum ein größeres Unternehmen wo nicht zumindest in der Minderheit chinesische Firmen beteiligt sind.

Der Boom Afrikas? Ich weiß nicht genau wie alt ihr seid, aber ob wir den noch erleben, da würde ich nicht drauf wetten.
Ist natürlich zunächst mal die Frage, wie man Boom definiert.

Das was China seit ca. der Jahrtausendwende hat, kann man wohl als Boom bezeichnen.

In 30 Jahren wird Indien vielleicht mal in Regionen kommen, dass es sich mit China messen kann (aktuell liegt noch Faktor 5 zwischen deren BIPs).

Afrika wiederum ist Lichtjahre hinter Indien. Was fast alles angeht: Infrastruktur, Stabilität, Technologie... außerdem hat es einen Rucksack von Problemen und Konflikten, die auf absehbare Zeit nicht gelöst werden können. Auch wenn mit Gestalten wie Idi Amin, Eyadema, Gaddafi und Robert Mugabe die schlimmsten Zeiten wohl (hoffentlich) vorbei sind, regieren vielerorts weiterhin Kleptokraten, Tyrannen und Kriegstreiber.
Die haben gar kein Interesse daran, dass wirklich etwas hochkommt. Es geht ihnen nur um das eigene Wohl.

Wirklich interessant wird aus meiner Sicht, was im Ostblock passiert. Wie sich Staaten wie Tschechien, Rumänien und Weißrußland orientieren.

Sehe ich auch so , Das wird sehr Wahrscheinlich mehrere  Generationen überdauern bis in Afrika  mal was Boomt . Zu Afrika hatte vor Kurzen mross ein video veröffentlich der grade dort war . Zumindenst das "Load shedding" also die geplanten Stromausfälle waren mir neu .Mann stelle sich das mal  in Europa vor  Lips sealed
https://www.youtube.com/watch?v=HPD3l85lNlE

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December 26, 2019, 09:59:23 AM
 #87857


Sehe ich auch so , Das wird sehr Wahrscheinlich mehrere  Generationen überdauern bis in Afrika  mal was Boomt . Zu Afrika hatte vor Kurzen mross ein video veröffentlich der grade da war . Zumindenst das "Load shedding" also die geplanten Stromausfälle waren mir neu .Mann stelle sich das mal hier in Europa vor  Lips sealed
https://www.youtube.com/watch?v=HPD3l85lNlE


Loadshedding ist in Südafrika schon länger an der Tagesordnung.
Und so unwahrscheinlich ist dieses Szenario auch für Deutschland gar nicht: https://www.futurezone.de/digital-life/article226195961/Gefahr-Stromausfall-Auch-Deutschland-wird-bald-zittern-muessen.html
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December 26, 2019, 10:45:38 AM
 #87858

Ich denke ein breiter Stromausfall in Deutschland wäre nicht auf Loadshedding zurück zu führen, sondern auf einen Hackerangriff oder Unfall.
Oder eben auf den Fakt, dass wir immer mehr Strom zukaufen müssen wenn wir unsere eigenen Kraftwerke herunterfahren und versuchen 100% grün zu fahren - nicht wertend gemeint.

Wenn das, was in dem Artikel steht stimmt, dann Frage ich mich schon ob man hier sehend in den Abgrund rennt. (75,3 GW anstatt 90 GW)
Erklärt aber warum extrem viele Konzerne, Ihre eigene Stromversorgung unabhängig von öffentlichen Stromnetz bereits jetzt nutzen und nicht nur als Backup.
hv_
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December 26, 2019, 01:13:36 PM
 #87859

(da gibt es sicher noch Defizite, aber wenn sich die Regulierung freundlich bleibt, sollten diese abgebaut werden).
Da passt jetzt mein Lieblingszitat von Tone Vays dazu:

Quote
My number one usecase for Bitcoin is not buying a cup of coffee, but for the first time in human history, you can own something that is unconfiscatable.

Hat gerade in Ländern mit streng diktatorischer Führung natürlich noch viel mehr Bedeutung als (aktuell) bei uns in Europa.

Leider schießt das etwas über das Ziel hinaus und zieht eher die Scharlatane an mit sowas .

Total 100% strikt unkonfiszierbar ist das nicht, zumindest für Crime / Geldwäsche usw. Hier haben wir alle erlebt dass auch BitCoin konfisziert wird, weitaus besser und effektiver als Bargeld. Also: Nix anonym oder total sicher vor der Staatsgewalt.

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December 26, 2019, 02:43:17 PM
 #87860

Da passt jetzt mein Lieblingszitat von Tone Vays dazu:

Quote
My number one usecase for Bitcoin is not buying a cup of coffee, but for the first time in human history, you can own something that is unconfiscatable.
Das eine schließt das andere ja nicht aus. Kaffee kaufen geht sowieso wenn dann mit LN, ist aber sicher etwas was auch bei einer Massenadoption noch eher mit Fiat getan werden würde. Internationale Zahlungen, z.B. die bekannten Überweisungen von Auswanderern in die Heimat, sind da schon deutlich besser geeignet und m.E. immer noch eine "Killer-App" von Bitcoin.

Und ja, leider ist das was _hv schreibt auch wahr, es gibt durchaus Möglichkeiten Bitcoin zu konfiszieren, einfach durch Druck über den Gesetzesapparat.

@c_lab: Hab ich ja auch geschrieben. Allerdings: Wenn eine Technologie (wie Bitcoin) Ländern Vorteile bringt, ist es für Regierungen langfristig rational, mit freundlicher Regulierung zu antworten.

Die jetzigen Bitcoin-unfreundlichen Regulierungen sind m.E. in zwei Gruppen einzuteilen:

1) Angst-Regulierung: man kennt die neue Technologie nicht, man weiß nicht wie es sich aufs eigene Wirtschaftssystem auswirkt, insbesondere auf die eigene Währungspolitik, also wird es erst mal eingeschränkt (Beispiel Bolivien). Diese Regulierungen werden wahrscheinlich wieder aufgehoben werden, wenn dazu genug wirtschaftswissenschaftliches Material verfügbar ist, das einen positiven Einfluss von BTC auf die Wirtschaft belegt.
2) Exzess-Regulierung: es gab in der Tat Probleme mit Auswüchsen des Krypto-Booms, wie Blasenbildung und Scams, die bei vielen Menschen zu Verlusten geführt haben. Ich vermute, dass die chinesische Regulierung aus diesem Grund restriktiv ist. Bei diesen Exzessen handelt es sich aber wahrscheinlich um Kinderkrankheiten. Sobald diese überstanden sind, könnten sich einige Staaten wieder zu einer freundlicheren Regulierung bequemen.

Solche Prozesse können durchaus dauern: z.B. weiß man ja schon seit Jahrzehnten, dass Cannabis nicht gefährlicher ist als Alkohol, und trotzdem ist es in den meisten Staaten noch verboten, aber es tut sich was.

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