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Author Topic: Der Aktuelle Kursverlauf  (Read 5652293 times)
sofu
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February 14, 2019, 08:58:49 PM
 #82221

...
Der Glaube, es bräuchte 10 Mal so viel Geld, um den Kurs von 10.000 auf 100.000 zu treiben, wie von 1.000 auf 10.000, ist ein weit verbreiteter Irrtum.
Es braucht "nur" einen Käufer und einer Verkäufer die bereit sind 1 BTC (oder 0,1 oder 0,01 usw.) für $100.000,-  an einer Börse zu kaufen/verkaufen...  Grin

Ich denke so wird es McAfee machen. Er wird nächstes Jahr von jemandem privat einen BTC für eine Million kaufen, damit er nicht seinen Penis essen muss

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February 14, 2019, 08:58:49 PM
 #82222

Erstens produziert zumindest Deutschland für den Export. Nicht der Arbeitnehmer kauft Zeug, sondern z.B. der Chinese oder U.S.-Amerikaner.
Entschuldigung, dass ich das kurz aufgreife, aber ich kann den Sch*** nicht mehr hören. Roll Eyes
Deutschland mag noch so sehr "Exportweltmeister" sein, mit einem Außenhandelsüberschuss i.H.v. gerade einmal 240 Mrd. EUR bei einem BIP i.H.v. 3.260 Mrd. EUR produziert auch Deutschland "lediglich" 7% seiner Güter* für den Export.
Oder, um es anders zu sagen: wenn wir heute nix mehr exportieren würden*, hätten wir halt mal ein Wirtschaftswachstum von -7%.

Die ewige Mär von Deutschland als Exportnation ist nichts weiter als der Spin, mit dem uns die Industrie weiterhin vormacht, wir müssten "international wettbewerbsfähig" bleiben, sonst geht hierzulande das Licht aus.


* Einschränkung hierzu: das bezieht sich auf den Überschuss. In Wirklichkeit produzieren wir rund ein Drittel unserer Güter für den Export, aber wir importieren eben auch entsprechend. Würden wir also lediglich den Export einstellen, und den Import beibehalten, wäre das wesentlich dramatischer.

Entschuldigung das ich das nochmal aufgreife.

1.) Merkel ist Schuld
2.) Die EU ist Schuld

Das gilt auch fuer einen sinkenden Bitcoinkurs. Ich kann dieses Gejammer auch nimmer hoeren. Wenn ich mir die Kommentare zum Helikopterfiat im heute hier verlinkten Welt Artikel durchlese, da kann ich nur sagen, wie doooof kann das Proletariat die Menschheit eigentlich noch sein.
Bitcoinforeverybody
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February 14, 2019, 09:03:38 PM
 #82223

*schnipp schnapp*
Oder, um es anders zu sagen: wenn wir heute nix mehr exportieren würden*, hätten wir halt mal ein Wirtschaftswachstum von -7%.

Meine Aussage mag überspitzt gewesen sein, aber sie ist dennoch korrekt. Du bestätigst sie sogar indem Du den Effekt quantifizierst. Oder, um es anders zu sagen: wenn wir heute nix mehr exportieren würden, dann hätten wir nicht nur ein Wirtschaftswachstum von -7% sondern auch noch eine Menge Nebeneffekte.

Genau, mehr Zeit fuer die Familie, fuer unsere Kinder. Mehr Unabhängigkeit. Ein Segen fuer die Umwelt, Ausbruch aus dem Teufelskreis des beingungslosen Wachstums.... ich hasse Nebeneffekte
trantute2
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February 14, 2019, 09:16:44 PM
Last edit: February 14, 2019, 09:30:18 PM by trantute2
 #82224

Erstens produziert zumindest Deutschland für den Export. Nicht der Arbeitnehmer kauft Zeug, sondern z.B. der Chinese oder U.S.-Amerikaner.
Entschuldigung, dass ich das kurz aufgreife, aber ich kann den Sch*** nicht mehr hören. Roll Eyes
Deutschland mag noch so sehr "Exportweltmeister" sein, mit einem Außenhandelsüberschuss i.H.v. gerade einmal 240 Mrd. EUR bei einem BIP i.H.v. 3.260 Mrd. EUR produziert auch Deutschland "lediglich" 7% seiner Güter* für den Export.
Oder, um es anders zu sagen: wenn wir heute nix mehr exportieren würden*, hätten wir halt mal ein Wirtschaftswachstum von -7%.

Die ewige Mär von Deutschland als Exportnation ist nichts weiter als der Spin, mit dem uns die Industrie weiterhin vormacht, wir müssten "international wettbewerbsfähig" bleiben, sonst geht hierzulande das Licht aus.


* Einschränkung hierzu: das bezieht sich auf den Überschuss. In Wirklichkeit produzieren wir rund ein Drittel unserer Güter für den Export, aber wir importieren eben auch entsprechend. Würden wir also lediglich den Export einstellen, und den Import beibehalten, wäre das wesentlich dramatischer.

Doch noch eine Anmerkung dazu:

Man behauptet ja auch nicht, dass ein Mensch nur aus Wasser besteht, weil er bei Wassermangel verdursten und somit sterben kann.

Es soll jeder für sich selbst entscheiden, ob der Verlust dieser 7% viel ist und ob an dem Punkt die Gleichung schon aufgeht.
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 #82225

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February 14, 2019, 11:50:34 PM
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 #82226

Frisches Geld wirst du nur über steigende Adoption messen können. Also nur indirekt, würde ich sagen. Durch die ganzen Rückkopplungen zwischen den Coins ist es eh schwer sowas überhaupt noch zu messen.
Mal kurz drüber nachgedacht ... Vielleicht würde es ja über die Analyse von Orders gehen, also:

"BTC in Buy Orders" minus "BTC in Sell Orders"

Beides inklusive Market Orders, also getätigte Käufe.
Ist der Indikator positiv (Überschuss bei Buy Orders), so gibt es "frisches Geld", geht er nach unten, verlässt Geld das System. Man müsste die überschüssigen Orders dann in Fiat rechnen.
Direkt alles in Fiat rechnen geht glaube ich nicht, denn dann wäre der Indikator tendenziell immer negativ, da ja Sell Orders immer höher liegen als Buy Orders.

Dann müsste man die "Fake Orders" natürlich rausrechnen ... also alles ziemlich kompliziert, mit Tendenz Richtung unmöglich.

Es gab ja mal in grauer Vorzeit eine Seite, ich glaube es war http://blockchained.com, die das für MtGox gemacht hatte. Die war eigentlich immer ganz gut, um Markt-Moves vorherzusagen. Gibts sowas heute vielleicht irgendwo anders?

Mir fehlen da auch die Fachbegriffe, um danach zu suchen ...

(Ist klar, dass du nicht mit den "Vorwürfen" gemeint warst, sondern die, die hauptsächlich im englischen Forum ständig Posts wie "idiots they could be rich now" oder so ähnlich posten Wink )

bitcoincidence
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February 15, 2019, 02:06:14 AM
 #82227

läuft ja wie am Schnürchen der Kurs...also buchstäblich...am bot-Schnürchen Richtung 2.5k

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February 15, 2019, 04:58:29 AM
 #82228

läuft ja wie am Schnürchen der Kurs...also buchstäblich...am bot-Schnürchen Richtung 2.5k

Naja, im Moment bewegt sich der Kurs Richtung ATH.
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February 15, 2019, 08:43:29 AM
 #82229

läuft ja wie am Schnürchen der Kurs...also buchstäblich...am bot-Schnürchen Richtung 2.5k

Naja, im Moment bewegt sich der Kurs Richtung ATH.

wo schaust'n Du?

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February 15, 2019, 09:16:11 AM
 #82230

läuft ja wie am Schnürchen der Kurs...also buchstäblich...am bot-Schnürchen Richtung 2.5k

Naja, im Moment bewegt sich der Kurs Richtung ATH.
Meinst du "the ATH of the day" oder was?  Grin

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February 15, 2019, 09:43:54 AM
 #82231

läuft ja wie am Schnürchen der Kurs...also buchstäblich...am bot-Schnürchen Richtung 2.5k

Naja, im Moment bewegt sich der Kurs Richtung ATH.

wo schaust'n Du?

Er meint wohl mit einer kleinen Delle.  Roll Eyes




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February 15, 2019, 09:46:37 AM
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 #82232

Steile These: Bitcoin funktioniert als Währung (damit mein ich nicht die technische Seite) wenn Du mit dem Wissen von heut damals dennoch 10.000BTC für zwei Pizzen ausgeben würdest. Ich denke ein recht einfacher Test den jeder selbst im stillen Kämmerlein nur für sich beantworten muss.
Ich weiß nicht ganz, worauf du hinaus willst, aber ich denke, du hast in VWL beim Thema Geldwertillusion geschlafen.
Was ist denn an meinem Satz kompliziert das du ihn nicht verstehst?
Ich rate einfach ungern, was denn nun die Aussage ist, auf die mein Gegenüber hinaus will.

Deine Hypothese scheint zu sein (in meinen Worten):
Bitcoin funktioniert nicht als Währung.
Deine Begründung hierfür scheint zu sein (in meinen Worten):
Weil man heute weiß, dass man mit 10.000 BTC mehr als zwei Pizzen kaufen kann.
Und wenn man dieses Wissen früher gehabt hätte, hätte man die Pizzen nicht gekauft.

Irgendwie scheint es mir aber keinen kausalen Zusammenhang zu geben.

Das Problem ist einfach, dass laszlo damals eben keineswegs wusste, dass 10.000 BTC einmal mehr wert sein werden als zwei Pizzen.
Er mochte es vielleicht ahnen, und eine gewisse Erwartungshaltung in diese Richtung haben, nur ändert das zunächst nichts an der Bewertung der Lage zum Zeitpunkt des Erwerbs der Pizzen.

Oder, in anderen Worten: zum Zeitpunkt der Entscheidung von laszlo, zwei leckere Pizzen mit Bitcoins zu bezahlen, war der Wert dieser 10.000 Bitcoins eben auch nicht mehr* als zwei Pizzen.

* kleine historische Anmerkung: laszlo hat schon zum damaligen Zeitpunkt zu einem "ungünstigen" Kurs gehandelt, er hätte durchaus auch für 7.000 BTC seine zwei Pizzen bekommen. Die kleine Rundungsungenauigkeit von 3.000 Bitcoins war ihm aber egal.

 
Ich müsste jetzt im Gegensatz dazu bei Geldwertillusion raten, weiß gar nicht ob ich VWL überhaupt gehabt hatte, aber ich seh da überhaupt keinen Widerspruch ganz im Gegenteil. Angenommen Geldwertillusion bedeutet: man denkt, dass das Geld immer gleich viel Wert ist;
Extrem vereinfacht stimmt deine Definition von Geldwertillusion schon.
"Geld ist immer gleich viel Wert".

Das heißt eben auch, dass zu jedem Zeitpunkt zwar eine Erwartungshaltung vorliegen mag, die ein Sinken oder Steigen des Wertes beinhaltet, sich daraus aber keine Entscheidungsgrundlage für oder gegen das Ausgeben des Geldes ableiten lässt.

Erst, wenn die Geldwertillusion sich dahingehend verändert, dass man dauerhaft annimmt, dass Geld entweder weniger oder auch mehr wert wird, verändert sich die Entscheidungsgrundlage für Ausgaben.
Das ist in lang anhaltenden Phasen der Deflation empirisch gut belegt, und ebenso in (auch kürzeren) Phasen starker Inflation.

Ob man bei Bitcoin überhaupt schon von einer entsprechend veränderten Erwartungshaltung sprechen kann, halte ich für fraglich.
Zwar dürfte es nicht unüblich sein, dass der gewöhnliche Bitcoin-Hodler von einer mittel- bis langfristigen Wertsteigerung ausgeht, aber aus der Sicht eines normal ökonomisch Handelnden sieht die Sache komplett anders aus.
Wer Bitcoins lediglich als Zahlungsmittel verwenden will, z.B. weil er diese sowohl einnimmt als auch ausgibt, für den ist im Rahmen der kurzzeitigen Betrachtung seines "HODL-Horizonts" weder eine Erwartung in Richtung auf steigende, noch fallende Kurse plausibel.
Vielmehr gilt für ihn eine große Unsicherheit und damit einhergehend eine hohe Motivation, sicherheitshalber seine Bitcoins schnell wieder auszugeben.
In der klassischen Sichtweise dürfte sich das dann so auswirken, dass er eine möglichst kurze Haltedauer anstrebt, was wiederum die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes "Bitcoin" erhöht.
Eine erhöhte Umlaufgeschwindigkeit bringt stets eine Teuerung (umgangssprachlich Inflation) mit sich.

Aus der Sicht des bloßen Bitcoin-Nutzers ergibt sich also:
1. ich habe eine Zahlung in Bitcoin erhalten.
2. was mache ich jetzt mit dem Bitcoin?
3. wenn ich ihn behalte, habe ich ein hohes Risiko.
4. Risiko will ich nicht, da ich ein gewöhnlich wirtschaftender Mensch bin, der sein Geld nicht mit Spekulation, sondern mit ehrlicher Arbeit™ verdient.
5. also lieber schnell wieder ausgeben.
-> hohe Umlaufgeschwindigkeit -> Teuerung ("Inflation")

Aus Sicht des Nutzers gibt es also wenn überhaupt die Erfahrung, dass der Wert von Bitcoins eher sinkt denn steigt, selbst dann, wenn in der Rückschau der Bitcoin-Kurs stets gestiegen ist.
Sofern die Geldwertillusion für den Nutzer also in die eine oder andere Richtung tendiert, dann eher in Richtung "wird immer weniger wert".


Übrigens gab es passender Weise sogar aktuell einen Vorschlag/Diskussion über die Veränderung der Höchstgrenze bei Bitcoin.
Ich verstehe zwar den Zusammenhang jetzt nicht, aber ich greife das trotzdem mal auf:
ich bin sehr für eine Veränderung der Höchstgrenze bei Bitcoin.
War ich schon immer.
Im Idealfall würde ich mir eine stetig leicht steigende Block-Reward wünschen (2% pro Jahr z.B.).
Nur bin ich auch Realist, und weiß, dass das politisch nicht durchsetzbar ist.

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February 15, 2019, 09:59:28 AM
 #82233

Der Glaube, es bräuchte 10 Mal so viel Geld, um den Kurs von 10.000 auf 100.000 zu treiben, wie von 1.000 auf 10.000, ist ein weit verbreiteter Irrtum.
Es braucht "nur" einen Käufer und einer Verkäufer die bereit sind 1 BTC (oder 0,1 oder 0,01 usw.) für $100.000,-  an einer Börse zu kaufen/verkaufen...  Grin
Es wäre interessant, ob es dazu empirische Untersuchungen gibt - also wie groß z.B. der Unterschied des Kaufvolumens ("frisches Geld") zwischen z.B. den Phasen "100 auf 1000" und "1000 auf 10000" ist.

Wobei: wie misst man "frisches Geld"? Kauf ist ja immer gleichzeitig auch Verkauf. Einfach das Volumen vergleichen? Steh da grad auf dem Schlauch ...
Das ist das Problem.
Normalerweise würde man einfach die Börsen fragen, welche Fiat-eingänge und -ausgänge sie in den vergangenen Jahren hatten.
Nur denke ich, dass die Börsen diese Daten nicht rausrücken werden, und wenn überhaupt, sie starkes Interesse an Verfälschungen dieser Daten hätten.
Das ist das Kreuz mit einem umregulierten Markt.
An "traditionellen" Börsen werden solche Daten tatsächlich genauestens erfasst und müssen den Aufsichtsbehörden auch regelmäßig übermittelt werden.

Was momentan im Wilden Westen der Kryptowelt an "Marketcaps" mittels "es werde Coin" in die Welt gestampft wird, sind reine Phantasiegebilde.
Im extremsten Fall kann ich heute zwei Coins gleichzeitig schaffen, gebührenfrei gegeneinander handeln, und mir hinterher ausrechen, dass ich drölf Trillionen Marketcap bei einem Volumen von drölfhundert Billionen habe. Roll Eyes
Und das Schlimmste daran ist, dass das (vermutlich) auch tatsächlich massenhaft so praktiziert wird, wenn bei ICOs große Tranchen im "vorbörslichen Handel" von Coincreator A zu Coincreator B (die ohnehin personalidentisch sind) gehandelt werden, um hinterher zu behaupten, man hätte ja schon 30% aller Coins "verkauft" Roll Eyes

Langer Rede kurzer Sinn: ich kenne im Moment kein verlässliches Mittel, mit dem sich auch nur näherungsweise bestimmen ließe, wieviel Fiat in BTC & Co. fließen.
Falls diese Daten einmal vorliegen, würde ich noch am ehesten auf Zahlen der "zuverlässigen" Börsen wie Kraken & bitstamp vertrauen.
Das wären dann zwar nicht 100% aller Fiat-Zuflüsse, aber zumindest die relativen Verhältnisse (also z.B. 2017 5 Mal so viel Fiat wie 2016 o.ä.) ließen sich daraus abschätzen.

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February 15, 2019, 10:09:31 AM
 #82234

also ich finde die Stimmung immer noch viel zu positiv.
Eine wirkliche "Kapitulation" fand imho noch nicht statt. Sieht man auch immer wieder auf Twitter, BTC-Echo und wie sie alle heißen.
Sobald der Markt um 5% nach oben geht schreien alle, dass die Bullen kommen  Grin Grin
Auch ich bin extrem entspannt. Ich meine, der BTC kostet immer noch f**king 3500 Dollar !!!
3500 Dollar für eine Einheit/ Währung, die kaum genutzt und akzeptiert wird.

Ich warte immer noch auf den Gnadenstoß und ich würde erst bei einer dreistelligen Summe nervös werden.
(was nichts an meiner langfristig-bullishen Haltung ändert).

Die Erwartungshaltung ist noch zu hoch - wie sieht ihr das?
thandie
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February 15, 2019, 10:11:12 AM
 #82235

Off-topic: aber einfach zu geil wie er die alle abwatsch...

https://www.youtube.com/watch?v=HzDhcVzHOkU

Das ist gut.  Cheesy

Ich schaue auch immer mal wieder gerne "Bullshit made in Germany".
Wer es noch nicht kennt: https://media.ccc.de/v/30C3_-_5210_-_de_-_saal_g_-_201312282030_-_bullshit_made_in_germany_-_linus_neumann


Saxnot
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February 15, 2019, 10:15:43 AM
Last edit: February 15, 2019, 10:31:27 AM by Saxnot
 #82236

@qwk
Um es texttechnisch etwas abzukürzen, sonst wird es unübersichtlich. Im Grund siehst du die Sache ähnlich wie ich (wir haben uns also auch schon richtig verstanden) nur mit dem einen Unterschied. Du siehst die Hodler und Spekulanten eher als schwache Einflussfaktoren bzw. koppelst sie von dem User der Bitcoin nur nutzen will ab. Ich hingegen fasse diese Teilnehmer als mit weitem Abstand größte Gruppe der User auf, die durch ihre Handlungen der Verteilung von Bitcoin als Währung eher im Weg stehen. Ich sehe auch das sich eigentlich jeder in diesem Konflikt heut befindet, geb ichs aus oder geb ich es nicht aus.

Kurz um, wenn man sich über den Wert des Bitcoins keine Gedanken machen müsste, könnte man sich auf wichtigere UseCases konzentrieren. Da aber die Wertsteigerung im Mittelpunkt steht, was ja die meisten Beiträge wohl belegen, kommt man gar nicht auf die Idee locker seine Coins auszugeben und damit dann einen Umlauf zu erzeugen bzw. neue Leute ins Boot zu holen.

Ich schließe mich da auch gar nicht aus, wenn ich mir wieder ein paar zulege, werd ich den Teufel tun diese gleich wieder auszugeben. Die Geschichte hat mich ja eines besseren belehrt da ich weit mehr noch rausholen hätte können.  Cheesy

...
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February 15, 2019, 10:20:25 AM
 #82237

*schnipp schnapp*
Oder, um es anders zu sagen: wenn wir heute nix mehr exportieren würden*, hätten wir halt mal ein Wirtschaftswachstum von -7%.
Meine Aussage mag überspitzt gewesen sein, aber sie ist dennoch korrekt. Du bestätigst sie sogar indem Du den Effekt quantifizierst. Oder, um es anders zu sagen: wenn wir heute nix mehr exportieren würden, dann hätten wir nicht nur ein Wirtschaftswachstum von -7% sondern auch noch eine Menge Nebeneffekte.
Die Aussage, die ich eigentlich kritisieren wollte, hast du leider nicht gequoted:
Nicht der Arbeitnehmer kauft Zeug, sondern z.B. der Chinese oder U.S.-Amerikaner.
Und genau diese Aussage halte ich für widerlegbar.
Es kauft eben nicht der Chinese oder Ami unser Zeug, sondern überwiegend sehr wohl der brave Deutsche.

Und dieser Trend verstärkt sich sogar.
Im Wandel vom sekundären hin zum tertiären Sektor* (also von der Industrie- hin zur Dienstleistungs-Gesellschaft) ist eine stärker auf den Export gerichtete Wirtschaft weniger zu erwarten als eine Binnenwirtschaft.
Deutschland ist vor allem auch deshalb "Exportweltmeister", weil wir eine rückständige Industrie-Nation des zwanzigsten Jahrhunderts sind.


* die moderne Idee vom Quartären Sektor (Information) bedeutet vor allem, dass das klassische Bild vom Außenhandel ohnehin an Bedeutung verliert.
Google & Facebook exportieren nicht im klassischen Sinne.

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 #82238

Du siehst die Hodler und Spekulanten eher als schwache Einflussfaktor an bzw. koppelst sie von dem User der Bitcoin nur nutzen will ab. Ich hingegen fasse diese Teilnehmer als mit weitem Abstand größte Gruppe der User auf, die durch ihre Handlungen ja eigentlich der Verteilung von Bitcoin als Währung eher im Weg stehen.
Das hat nichts damit zu tun, ob die eine oder andere Gruppe einen starken oder schwachen Einfluss hat.
Es kommt einfach nur darauf an, wie sich das auf den Gebrauch von Bitcoin als Währung auswirkt.
Der Gebrauch als Währung ist die Zahlungsmittelfunktion des Geldes.
Der Spekulant oder Hodler interessiert sich aber nicht für die Zahlungsmittelfunktion.

Einfach gesagt:
aus Sicht des einfachen Nutzers, der mit Bitcoin zahlen will, ist es relativ egal, wie sich der Kurs mittel- bis langfristig entwickelt.
Er ist lediglich daran interessiert, wie er Bitcoin nutzen kann.
Und hier ist es nicht der Kursanstieg oder -verfall, der ein Problem darstellt, sondern die Volatilität.
Die Volatilität zwingt den Nutzer, seine Bitcoins schnell wieder auszugeben.
Es kommt also zu einer subjektiven Teuerung (Inflation) aus Sicht des Nutzers (wegen der hohen Umlaufgeschwindigkeit).

Ich widerspreche also letztlich der vorherrschenden Auffassung der meisten Ökonomen, dass Bitcoin aufgrund seiner Mengenbegrenzung deflationär (im Sinne des Preisniveaus in der Quantitätsgleichung) sei.


Du hattest die Funktion als Währung angezweifelt wegen des vermeintlich deflationären Charakters, den du aus der Perspektive des Spekulanten aufgezeigt hattest.
Dem widerspreche ich mit der (IMHO richtigeren) Sichtweise des Nutzers.

All free men, wherever they may live, can use Bitcoin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words "Ich bin ein Bitcoiner!"
zidane
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February 15, 2019, 10:40:19 AM
 #82239

also ich finde die Stimmung immer noch viel zu positiv.
Eine wirkliche "Kapitulation" fand imho noch nicht statt. Sieht man auch immer wieder auf Twitter, BTC-Echo und wie sie alle heißen.
Sobald der Markt um 5% nach oben geht schreien alle, dass die Bullen kommen  Grin Grin
Auch ich bin extrem entspannt. Ich meine, der BTC kostet immer noch f**king 3500 Dollar !!!
3500 Dollar für eine Einheit/ Währung, die kaum genutzt und akzeptiert wird.

Ich warte immer noch auf den Gnadenstoß und ich würde erst bei einer dreistelligen Summe nervös werden.
(was nichts an meiner langfristig-bullishen Haltung ändert).

Die Erwartungshaltung ist noch zu hoch - wie sieht ihr das?

Wieso 3500USD für eine Einheit?
Die Einheit die sich in vielen Jahren durchsetzt wird Sathoshi sein und dir finde ich derzeit mit rund 0,000035USD sehr Preiswert.

Ich betrachte bei der Währung ja auch den Euro und nicht die Eurotonne oder Megaeuro.
Saxnot
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Taschen leer neue Blockchain her


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February 15, 2019, 10:41:08 AM
Last edit: February 15, 2019, 10:56:26 AM by Saxnot
 #82240

@qwk
Ok nehmen wir an es wäre so wie du beschreibst. Dann müsste doch der heutige Nutzer der Bitcoin als Zahlungsmittel nutzt ständig FIAT->Bitcoin->Ware->Bitcoin->FIAT tauschen. Das ist doch ein wahnsinniger Aufwand. Also ich würde doch schon rein aus Effizienz nur FIAT->Ware->FIAT tätigen. Auch sind bei deiner Variante wieder Dritte beteiligt. Es sei denn man ist Idealist und vollzieht das tagtäglich mit Absicht und Aufwand. Aber mit der Handlung macht man doch FIAT nicht überflüssig oder seh ich da was falsch? Wie geht es denn perspektivisch dann bei deinem Szenario weiter? (Ich betrachte das alles unter dem derzeitigen Protokoll)

Nachtrag: Ich glaub ich bin von dem theoretisch idealen Zustand des Bitcoin zu sehr beeinflusst und komm deswegen mit der Übergangszeit bzw. dem derzeitigen Bitcoinzustand im Kopf nicht klar. Ich kann aber schon nachvollziehen wie du das Verhalten des Nutzer siehst. Machen wir mal nen Break für heut  Wink

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