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qwk
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January 15, 2020, 04:55:55 PM
 #87901

wenn das solche "Ökonomen" sind, wie der Bofinger, na dann gute Nacht.
Ich wüsste jetzt nicht, dass ausgerechnet Bofinger sich besonders mit der Entwicklung des afrikanischen Kontinents befasst hätte, insofern weiß ich wieder nicht, worauf du hinauswillst.

Und warum du "Anführungszeichen" um das Wort "Ökonomen" setzt, wenn du ihn beschreibst, ist mir auch schleierhaft.
Vermutlich willst du damit in irgendeiner Weise andeuten, er sei kein "echter" Ökonom?
Wenn du ausgerechnet Bofinger (der u.a. Autor eines der gängigsten Lehrbücher im Fach ist) nicht als Ökonom ohne Anführungszeichen bezeichnen kannst, dann wüsste ich gerne, wer denn in deinen Augen ein echter Ökonom ist.


Der hat ja auch Ahnung vom Bitcoin, und besonders viel davon.
Keine Ahnung, ob Bofinger Ahnung vom Bitcoin hat, ich nehme es jedenfalls nicht an.
Tatsächlich kenne ich bis heute keinen bekannteren Ökonomen, der sich überhaupt ernsthaft kritisch mit der Thematik Bitcoin befasst hat.
Ich habe eher den Eindruck, dass bis heute Bitcoin von den meisten Ökonomen überwiegend nur kurz oberflächlich angeguckt und sofort verworfen wird, was IMHO durchaus nachvollziehbar ist.
Ich habe mir mal quasi im Nachgang zu dieser Diskussion den aktuellen Bofinger (5. Auflage) geholt.
Darin geht er auch in einem kurzen Kapitel auf Bitcoin, Kryptowährungen und Libra ein.
Es sind ein paar Schnitzer drin, und ich halte die Darstellung für ungeeignet für einen Ersteinstieg für VWLer, insofern ist das mit Abstand das pädagogisch schlampigste Kapitel des Buchs.
Natürlich liefert er eine im wesentlichen keynesianisch / teils monetaristische Deutung, womit er den spezifischen Eigenschaften von Kryptowährungen zwangsläufig nicht ganz gerecht werden kann.
Alles in allem würde ich dem Kapitel die Note "4" geben.
Insofern bleibe ich dabei: Bofinger hat nicht wirklich Ahnung vom Bitcoin.

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January 15, 2020, 06:23:44 PM
 #87902

Ich finde es immer wieder interessant, wie tief sich Hochstapler in ihre Lügengebäude vergraben.
Das erinnert mich irgendwie so ein bisschen an den Daum damals.

Im verlinkten Dokument teilt er ja lediglich dem Gericht mit, dass er den key slice erhalten hat, ohne diesen selbst aber natürlich einzureichen.
Es ist wohl zu erwarten, dass sich in den kommenden Tagen "bedauerlicherweise" herausstellt, dass der key slice fehlerhaft ist, und daher ohne CSWs Verschulden die Coins hiermit nicht erreichbar sind.
Zufällig wird sich faketoshi dann erinnern, dass es ja noch einen weiteren Notfall-key-slice gab, der jedoch, "traurig, traurig" selbstverständlich erst ein Jahr später übermittelt wird. Roll Eyes

Naja, so oder ähnlich wird sich diese Räuberpistole hinziehen, sofern dem Richter nicht einfach endgültig die Geduld ausgeht.


Ich verwende hier ausnahmsweise mal die Sprache eines Trumpists: "Lock him up!"

#2
Er hätte so viele Möglichkeiten jegliche Zweifel auszuräumen, aber er spielt einfach nur auf Zeit. Und das schon immer.
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January 15, 2020, 08:01:53 PM
 #87903

Pumpt der Coin der mich nicht interessiert und dessen Namen ich nicht schreiben möchte immer noch so heftig?

Der Coin der mich interessiert und dessen Namen ich dreifach preise scheint ja gerade eher ein Verschnaufpäuslein einzulegen...

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January 15, 2020, 09:03:37 PM
Last edit: January 15, 2020, 09:14:56 PM by trantute2
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 #87904

wenn das solche "Ökonomen" sind, wie der Bofinger, na dann gute Nacht.
Ich wüsste jetzt nicht, dass ausgerechnet Bofinger sich besonders mit der Entwicklung des afrikanischen Kontinents befasst hätte, insofern weiß ich wieder nicht, worauf du hinauswillst.

Und warum du "Anführungszeichen" um das Wort "Ökonomen" setzt, wenn du ihn beschreibst, ist mir auch schleierhaft.
Vermutlich willst du damit in irgendeiner Weise andeuten, er sei kein "echter" Ökonom?
Wenn du ausgerechnet Bofinger (der u.a. Autor eines der gängigsten Lehrbücher im Fach ist) nicht als Ökonom ohne Anführungszeichen bezeichnen kannst, dann wüsste ich gerne, wer denn in deinen Augen ein echter Ökonom ist.


Der hat ja auch Ahnung vom Bitcoin, und besonders viel davon.
Keine Ahnung, ob Bofinger Ahnung vom Bitcoin hat, ich nehme es jedenfalls nicht an.
Tatsächlich kenne ich bis heute keinen bekannteren Ökonomen, der sich überhaupt ernsthaft kritisch mit der Thematik Bitcoin befasst hat.
Ich habe eher den Eindruck, dass bis heute Bitcoin von den meisten Ökonomen überwiegend nur kurz oberflächlich angeguckt und sofort verworfen wird, was IMHO durchaus nachvollziehbar ist.
Ich habe mir mal quasi im Nachgang zu dieser Diskussion den aktuellen Bofinger (5. Auflage) geholt.
Darin geht er auch in einem kurzen Kapitel auf Bitcoin, Kryptowährungen und Libra ein.
Es sind ein paar Schnitzer drin, und ich halte die Darstellung für ungeeignet für einen Ersteinstieg für VWLer, insofern ist das mit Abstand das pädagogisch schlampigste Kapitel des Buchs.
Natürlich liefert er eine im wesentlichen keynesianisch / teils monetaristische Deutung, womit er den spezifischen Eigenschaften von Kryptowährungen zwangsläufig nicht ganz gerecht werden kann.
Alles in allem würde ich dem Kapitel die Note "4" geben.
Insofern bleibe ich dabei: Bofinger hat nicht wirklich Ahnung vom Bitcoin.


Interesting. Vielleicht guck ich da auch mal rein.

Zum anderen Thema wollte ich noch abschliessend anmerken (ich habe lange über das Thema Afrika nachgedacht, aber die Antworten dazu nicht gelesen), dass ich persönlich keiner Kultur oder Mentalität den Vorrang gebe (bin mir nicht sicher ob das rauszulesen war). Es gibt keine bessere oder schlechtere Kultur. Wir im Westen glauben, dass wir in der besten aller Welten leben weil wir dort aufgewachsen sind und eine entsprechende Indoktrination genossen haben (Bildung mag ich das nicht nennen). In Wahrheit sind wir aber in einem Laufrad gefangen (Schredder trifft es wohl besser). Und weise ist die westliche Kultur schon einmal gar nicht. Wer den Absprung aus dem Laufrad schafft oder dort nie gefangen war, der/die kann sich glücklich schätzen.

Wovon ich aber nicht abrücken würde, ist, dass eine Art Kulturdarwinismus existiert. Eine aggressive Kultur wird immer die weniger Aggressiven dominieren und ausrotten. Blöderweise und überspitzt formuliert ist die aggressivste und erfolgreichste Kultur der zumindest letzten 500 Jahre der Raubtierkapitalismus mit pseudomoralischem Zuckerguss. (Und ja, der Zynismus trieft mir aus jeder Pore.)
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January 15, 2020, 09:22:47 PM
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 #87905

...
Zum anderen Thema wollte ich noch abschliessend anmerken (ich habe lange über das Thema Afrika nachgedacht, aber die Antworten dazu nicht gelesen), dass ich persönlich keiner Kultur oder Mentalität den Vorrang gebe (bin mir nicht sicher ob das rauszulesen war). Es gibt keine bessere oder schlechtere Kultur. Wir im Westen glauben, dass wir in der besten aller Welten leben weil wir dort aufgewachsen sind und eine entsprechende Indoktrination genossen haben (Bildung mag ich das nicht nennen). In Wahrheit sind wir aber in einem Laufrad gefangen (Schredder trifft es wohl besser). Und weise ist die westliche Kultur schon einmal gar nicht. Wer den Absprung aus dem Laufrad schafft oder dort nie gefangen war, der/die kann sich glücklich schätzen.

Wovon ich aber nicht abrücken würde, ist, dass eine Art Kulturdarwinismus existiert. Eine aggressive Kultur wird immer die weniger Aggressiven dominieren und ausrotten. Blöderweise und überspitzt formuliert ist die aggressivste und erfolgreichste Kultur der zumindest letzten 500 Jahre der Raubtierkapitalismus mit pseudomoralischem Zuckerguss. (Und ja, der Zynismus trieft mir aus jeder Pore.)

Schön zusammengefasst. Gelegentlich lese ich, wir wären die "Gewinnerkultur" im positiven Sinn, weil wir die Naturvölker erfolgreich zerstört und in unseren Rohstoffminen für uns haben knechten lassen (z.B. australische Aborigines). Ich bin jedoch zu der Erkenntnis gekommen, dass uns die Naturgesetze das nicht auf Dauer durchgehen lassen. Langfristig haben die Naturvölker (und Tiere und Pflanzen) eindeutig höhere Überlebenschancen. Unsere durch ach so intelligente Technik-Idioten produzierten Wasserstoffbomben sind eindeutig keine Verteidigungswaffen, sondern Vergeltungs-Waffen, die der blinden Zerstörungswut dienen. Hinter deren Auslöseknöpfchen sitzen keine humanen Menschen vom Typ eines Gandhi oder Jesus, sondern "gebildete" Terminatoren.
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January 15, 2020, 09:55:31 PM
 #87906

Pumpt der Coin der mich nicht interessiert und dessen Namen ich nicht schreiben möchte immer noch so heftig?
Ja, GST geht richtig steil.

Der Coin der mich interessiert und dessen Namen ich dreifach preise scheint ja gerade eher ein Verschnaufpäuslein einzulegen...
Stimmt, DOGE sieht etwas schlapp aus. Meny bear market, so dump, so low volume.

Oder meintest du etwa irgendwelche anderen Coins? Wink

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January 15, 2020, 09:57:23 PM
 #87907

Zum anderen Thema wollte ich noch abschliessend anmerken (ich habe lange über das Thema Afrika nachgedacht, aber die Antworten dazu nicht gelesen), dass ich persönlich keiner Kultur oder Mentalität den Vorrang gebe (bin mir nicht sicher ob das rauszulesen war). Es gibt keine bessere oder schlechtere Kultur. Wir im Westen glauben, dass wir in der besten aller Welten leben weil wir dort aufgewachsen sind und eine entsprechende Indoktrination genossen haben (Bildung mag ich das nicht nennen). In Wahrheit sind wir aber in einem Laufrad gefangen (Schredder trifft es wohl besser). Und weise ist die westliche Kultur schon einmal gar nicht. Wer den Absprung aus dem Laufrad schafft oder dort nie gefangen war, der/die kann sich glücklich schätzen.

Wovon ich aber nicht abrücken würde, ist, dass eine Art Kulturdarwinismus existiert. Eine aggressive Kultur wird immer die weniger Aggressiven dominieren und ausrotten. Blöderweise und überspitzt formuliert ist die aggressivste und erfolgreichste Kultur der zumindest letzten 500 Jahre der Raubtierkapitalismus mit pseudomoralischem Zuckerguss. (Und ja, der Zynismus trieft mir aus jeder Pore.)
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 #87908

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 #87909

Die Total Market Cap klopft am Widerstand an...


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January 16, 2020, 12:38:47 PM
 #87910

Ich habe mir mal quasi im Nachgang zu dieser Diskussion den aktuellen Bofinger (5. Auflage) geholt.
Interesting. Vielleicht guck ich da auch mal rein.
Ist es nicht wert. Falls du das Buch zufällig mal in die Finger bekommst, ja. Aber kauf es nicht aus dem Grund.
Ich habe mittlerweile festgestellt, dass er Bitcoin auch noch in Teilen des Vorworts, in ein, zwei Absätzen in einleitenden Kapiteln und natürlich auf dem Buchrücken erwähnt, ohne allerdings in irgendeiner Weise ein Mehr an Informationen zu liefern.
Insgesamt erweckt das ein wenig den Eindruck, als hätte er vom Verleger gesagt bekommen "wir brauchen eine neue Auflage mit Bitcoins", und weil er da keine Lust drauf hatte, hat er irgendeinen Erstsemester drangesetzt, 5 Seiten dazu zu kritzeln, und das dann einfach eingefügt. Roll Eyes


Eine aggressive Kultur wird immer die weniger Aggressiven dominieren und ausrotten. Blöderweise und überspitzt formuliert ist die aggressivste und erfolgreichste Kultur der zumindest letzten 500 Jahre der Raubtierkapitalismus mit pseudomoralischem Zuckerguss.
500 Jahre? Entweder übertreibst du masslos, oder du irrst.

Für gewöhnlich spricht man von Kapitalismus seit ca. 250 Jahren (je nach Auslegung auch erst deutlich kürzer).
Natürlich kann man unter erheblicher Dehnung des Begriffs jede Epoche nach dem Feudalismus als frühkapitalistisch bezeichnen, nur ergibt der Begriff in so einer weiten Auslegung dann einfach keinen Sinn mehr, da er so nicht zur trennscharfen Abgrenzung zu anderen sozioökonomischen Modellen taugt.

Einen "Raubtierkapitalismus" gibt es jedenfalls in der wirtschaftswissenschaftlichen Sichtweise nicht, und AFAIK auch nicht in der historischen.
Wenn dies eine pejorative Verfremdung des voll ausgebildeten Kapitalismus darstellen soll (wovon ich jetzt einfach mal ausgehe), kann man von einem solchen wohl kaum vor dem späten 18. Jahrhundert sprechen.

Nun bin ich selbst kein überzeugter Kapitalist, weshalb ich natürlich gerne zu kapitalismuskritischen Tendenzen neige, deshalb möchte ich dir auch nicht zu sehr widersprechen.
Ich muss allerdings bei aller Kritik auch neidlos anerkennen, dass die gegenwärtige Form insbesondere des sozialdemokratisch eingedämmten Kapitalismus die Lebensqualität von Milliarden Menschen auf diesem Planeten verbessert hat, und dies bis heute weiterhin tut.
Hier von "pseudomoralischem Zuckerguss" zu sprechen, wird IMHO der Tatsache nicht gerecht, dass Milliarden Menschen eben gerade nicht hungers gestorben, nicht an Seuchen krepiert sind, und nicht infolge anderer Naturgewalten dahingerafft wurden.

Einfacher gesagt: Milliarden Menschen verdanken ihr Leben dem Kapitalismus.
Das darf man als historische Tatsache bezeichnen.

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January 16, 2020, 12:50:51 PM
 #87911

Plausibel. Aber, wie eingangs erwähnt, handelt es sich hierbei eben gerade nicht um eine Manipulation unter bloßem Einsatz von Kapital.

Ist das nicht auch Teil der aktuellsten Anklagen gegen Tether bzw bitfinex?
Möglich, ich verfolge die Tether-Story, ehrlich gesagt, nicht besonders.
Ich habe mich entschieden, davon auszugehen, dass der Markt den aktuellen Informationsstand zu Tether korrekt einpreist, insofern ist die Stabilität des Tether ein deutlicher Indikator, dass es zumindest als wenig wahrscheinlich gelten darf, dass Tether ein "echter" SCAM ist.
Natürlich kann (und wird) sich das ändern, sollten Informationen öffentlich werden, die andere Schlüsse erlauben.


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January 16, 2020, 01:03:11 PM
 #87912

Langfristig haben die Naturvölker (und Tiere und Pflanzen) eindeutig höhere Überlebenschancen.
Das darf man wohl als empirisch widerlegt ansehen.
Die hohe Kindersterblichkeit außerhalb "zivilisierter" kapitalistischer Gesellschaften stellt eine Art natürlicher Auslese zuungunsten einer solchen Lebensweise dar.

Die Verbrämung sog. "Naturvölker" als im Einklang mit der Natur lebend, ohne diese zu zerstören, ist im Übrigen ebenfalls eine rassistisch verblendete Sichtweise der weißen Wohlstandsgesellschaft des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts.
Der Raubbau an der Natur ist auch für diese vermeintlich so benignen Kulturen hinreichend belegt.
Ein extremes Beispiel ist sicherlich die Rodung der Osterinsel.

Ganz abgesehen davon muss man natürlich in Frage stellen, ob so etwas wie "Naturvölker" ohne Berührungspunkte zur "westlichen" Zivilisation überhaupt noch in nennenswertem Umfang existiert.
Einzelfälle wie die Sentinelesen stellen hier sicherlich eher die Ausnahme dar, die die Regel bestätigt.

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January 16, 2020, 01:52:26 PM
 #87913

Langfristig haben die Naturvölker (und Tiere und Pflanzen) eindeutig höhere Überlebenschancen.
Das darf man wohl als empirisch widerlegt ansehen.
Die hohe Kindersterblichkeit außerhalb "zivilisierter" kapitalistischer Gesellschaften stellt eine Art natürlicher Auslese zuungunsten einer solchen Lebensweise dar.

Auch wir können sterben wie die Fliegen, das kommt noch. Das Ende einer Heuschreckenplage ist für mich keine Metapher für den Menschen.

Naturvölker, die sich beliebig vermehren, haben den Schritt in den Kapitalismus vollzogen. Es gibt auch Naturvölker mit Bevölkerungskontrolle.

Die Verbrämung sog. "Naturvölker" als im Einklang mit der Natur lebend, ohne diese zu zerstören, ist im Übrigen ebenfalls eine rassistisch verblendete Sichtweise der weißen Wohlstandsgesellschaft des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts.
Der Raubbau an der Natur ist auch für diese vermeintlich so benignen Kulturen hinreichend belegt.
Ein extremes Beispiel ist sicherlich die Rodung der Osterinsel.

Das Beispiel mit der Osterinsel ist praktizierter Kapitalismus im kleinen Maßstab. Das geht auch global.

Vielleicht interpretieren wir Kapitalismus nur unterschiedlich. Für mich ist Kapitalismus einfach nur, den Ranzen nicht voll zu bekommen. Das geht mal mit Konsum, mal mit Kinder kriegen.
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January 16, 2020, 02:17:39 PM
 #87914

Es gibt auch Naturvölker mit Bevölkerungskontrolle.
Hast du dafür Beispiele?
Mir sind tatsächlich keine bekannt, allerdings bin ich auch weder Anthropologe noch Historiker, insofern wäre ich dankbar, in diesem Bereich Wissenslücken füllen zu können.

Mir fallen im Gegenteil leider zahlreiche Beispiele für den Raubbau an der Natur auch und gerade durch vor- oder frühzivilisatorische Gesellschaften ein.
Ob das nun die Ausrottung der großen Landsäugetiere auf dem nordamerikanischen Kontinent im Gefolge der Wanderungsbewegungen nach der letzten Eiszeit ist, oder die Ausrottung der Moas in Indonesien durch polynesische Siedler.
Als Lektüreempfehlung verweise ich hierzu einmal exemplarisch auf Jared Diamonds Kollaps.

Das Beispiel mit der Osterinsel ist praktizierter Kapitalismus im kleinen Maßstab.
Man kann natürlich jeden Begriff so unendlich weit dehnen, dass er letzten Endes nicht mehr erkennbar der Kommunikation zwischen Menschen mit unterschiedlichem Wissensstand dienen kann.
Nur beschränkt man sich dann in diesem Sprachgebrauch letztlich auf einen solipsistischen inneren Monolog.

Vielleicht interpretieren wir Kapitalismus nur unterschiedlich. Für mich ist Kapitalismus einfach nur, den Ranzen nicht voll zu bekommen.
Dafür gab es, so wage ich zu behaupten, bereits lange vor der Einführung des Begriffs "Kapitalismus" ein wesentlich einfacheres Wort: Gier. Wink

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January 16, 2020, 02:26:46 PM
 #87915

Ich habe mir mal quasi im Nachgang zu dieser Diskussion den aktuellen Bofinger (5. Auflage) geholt.
Interesting. Vielleicht guck ich da auch mal rein.
Ist es nicht wert. Falls du das Buch zufällig mal in die Finger bekommst, ja. Aber kauf es nicht aus dem Grund.
Ich habe mittlerweile festgestellt, dass er Bitcoin auch noch in Teilen des Vorworts, in ein, zwei Absätzen in einleitenden Kapiteln und natürlich auf dem Buchrücken erwähnt, ohne allerdings in irgendeiner Weise ein Mehr an Informationen zu liefern.
Insgesamt erweckt das ein wenig den Eindruck, als hätte er vom Verleger gesagt bekommen "wir brauchen eine neue Auflage mit Bitcoins", und weil er da keine Lust drauf hatte, hat er irgendeinen Erstsemester drangesetzt, 5 Seiten dazu zu kritzeln, und das dann einfach eingefügt. Roll Eyes


Eine aggressive Kultur wird immer die weniger Aggressiven dominieren und ausrotten. Blöderweise und überspitzt formuliert ist die aggressivste und erfolgreichste Kultur der zumindest letzten 500 Jahre der Raubtierkapitalismus mit pseudomoralischem Zuckerguss.
500 Jahre? Entweder übertreibst du masslos, oder du irrst.

Für gewöhnlich spricht man von Kapitalismus seit ca. 250 Jahren (je nach Auslegung auch erst deutlich kürzer).
Natürlich kann man unter erheblicher Dehnung des Begriffs jede Epoche nach dem Feudalismus als frühkapitalistisch bezeichnen, nur ergibt der Begriff in so einer weiten Auslegung dann einfach keinen Sinn mehr, da er so nicht zur trennscharfen Abgrenzung zu anderen sozioökonomischen Modellen taugt.

Einen "Raubtierkapitalismus" gibt es jedenfalls in der wirtschaftswissenschaftlichen Sichtweise nicht, und AFAIK auch nicht in der historischen.
Wenn dies eine pejorative Verfremdung des voll ausgebildeten Kapitalismus darstellen soll (wovon ich jetzt einfach mal ausgehe), kann man von einem solchen wohl kaum vor dem späten 18. Jahrhundert sprechen.

Nun bin ich selbst kein überzeugter Kapitalist, weshalb ich natürlich gerne zu kapitalismuskritischen Tendenzen neige, deshalb möchte ich dir auch nicht zu sehr widersprechen.
Ich muss allerdings bei aller Kritik auch neidlos anerkennen, dass die gegenwärtige Form insbesondere des sozialdemokratisch eingedämmten Kapitalismus die Lebensqualität von Milliarden Menschen auf diesem Planeten verbessert hat, und dies bis heute weiterhin tut.
Hier von "pseudomoralischem Zuckerguss" zu sprechen, wird IMHO der Tatsache nicht gerecht, dass Milliarden Menschen eben gerade nicht hungers gestorben, nicht an Seuchen krepiert sind, und nicht infolge anderer Naturgewalten dahingerafft wurden.

Einfacher gesagt: Milliarden Menschen verdanken ihr Leben dem Kapitalismus.
Das darf man als historische Tatsache bezeichnen.


Darf man nicht.
Es ist schlichtweg eine Behauptung. Wird gerne von Kapitalismusbefürwortern verwendet.

Ich behaupte: mehr Menschen verdanken ihrem Tod (vgl. Was ist Leben, was ist Tod) dem Kapitalismus.

Keine Frage, die Lebensqualität vieler ist gestiegen. Aber gilt das auch für die Mehrheit?

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January 16, 2020, 03:08:18 PM
 #87916

Ich habe mir mal quasi im Nachgang zu dieser Diskussion den aktuellen Bofinger (5. Auflage) geholt.
Interesting. Vielleicht guck ich da auch mal rein.
Ist es nicht wert. Falls du das Buch zufällig mal in die Finger bekommst, ja. Aber kauf es nicht aus dem Grund.
Ich habe mittlerweile festgestellt, dass er Bitcoin auch noch in Teilen des Vorworts, in ein, zwei Absätzen in einleitenden Kapiteln und natürlich auf dem Buchrücken erwähnt, ohne allerdings in irgendeiner Weise ein Mehr an Informationen zu liefern.
Insgesamt erweckt das ein wenig den Eindruck, als hätte er vom Verleger gesagt bekommen "wir brauchen eine neue Auflage mit Bitcoins", und weil er da keine Lust drauf hatte, hat er irgendeinen Erstsemester drangesetzt, 5 Seiten dazu zu kritzeln, und das dann einfach eingefügt. Roll Eyes


Eine aggressive Kultur wird immer die weniger Aggressiven dominieren und ausrotten. Blöderweise und überspitzt formuliert ist die aggressivste und erfolgreichste Kultur der zumindest letzten 500 Jahre der Raubtierkapitalismus mit pseudomoralischem Zuckerguss.
500 Jahre? Entweder übertreibst du masslos, oder du irrst.

Für gewöhnlich spricht man von Kapitalismus seit ca. 250 Jahren (je nach Auslegung auch erst deutlich kürzer).
Natürlich kann man unter erheblicher Dehnung des Begriffs jede Epoche nach dem Feudalismus als frühkapitalistisch bezeichnen, nur ergibt der Begriff in so einer weiten Auslegung dann einfach keinen Sinn mehr, da er so nicht zur trennscharfen Abgrenzung zu anderen sozioökonomischen Modellen taugt.

Einen "Raubtierkapitalismus" gibt es jedenfalls in der wirtschaftswissenschaftlichen Sichtweise nicht, und AFAIK auch nicht in der historischen.
Wenn dies eine pejorative Verfremdung des voll ausgebildeten Kapitalismus darstellen soll (wovon ich jetzt einfach mal ausgehe), kann man von einem solchen wohl kaum vor dem späten 18. Jahrhundert sprechen.

Nun bin ich selbst kein überzeugter Kapitalist, weshalb ich natürlich gerne zu kapitalismuskritischen Tendenzen neige, deshalb möchte ich dir auch nicht zu sehr widersprechen.
Ich muss allerdings bei aller Kritik auch neidlos anerkennen, dass die gegenwärtige Form insbesondere des sozialdemokratisch eingedämmten Kapitalismus die Lebensqualität von Milliarden Menschen auf diesem Planeten verbessert hat, und dies bis heute weiterhin tut.
Hier von "pseudomoralischem Zuckerguss" zu sprechen, wird IMHO der Tatsache nicht gerecht, dass Milliarden Menschen eben gerade nicht hungers gestorben, nicht an Seuchen krepiert sind, und nicht infolge anderer Naturgewalten dahingerafft wurden.

Einfacher gesagt: Milliarden Menschen verdanken ihr Leben dem Kapitalismus.
Das darf man als historische Tatsache bezeichnen.


Darf man nicht.
Es ist schlichtweg eine Behauptung. Wird gerne von Kapitalismusbefürwortern verwendet.

Ich behaupte: mehr Menschen verdanken ihrem Tod (vgl. Was ist Leben, was ist Tod) dem Kapitalismus.

Keine Frage, die Lebensqualität vieler ist gestiegen. Aber gilt das auch für die Mehrheit?


Jeder ist seines Glückes Schmied... und ja ich habe mir alles selbst aufgebaut und war als Kind und Jugendlicher von Armut geprägt.

Entweder man bemitleidet sich das ganze leben selbst und gibt dem Kapitalismus die Schuld oder man arbeitet an sich und akzeptiert das System... mit fleiß wird man dann im Anschluss belohnt und darf die Früchte des Kapitalsmus ernten... Sonnige Grüße aus Culebro Grin hier beginnt grad der Tag
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January 16, 2020, 05:00:48 PM
 #87917

Einfacher gesagt: Milliarden Menschen verdanken ihr Leben dem Kapitalismus.
Das darf man als historische Tatsache bezeichnen.
Es ist schlichtweg eine Behauptung.

q.e.d.

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January 16, 2020, 05:46:32 PM
 #87918

Eine aggressive Kultur wird immer die weniger Aggressiven dominieren und ausrotten. Blöderweise und überspitzt formuliert ist die aggressivste und erfolgreichste Kultur der zumindest letzten 500 Jahre der Raubtierkapitalismus mit pseudomoralischem Zuckerguss.
500 Jahre? Entweder übertreibst du masslos, oder du irrst.

Für gewöhnlich spricht man von Kapitalismus seit ca. 250 Jahren (je nach Auslegung auch erst deutlich kürzer).
Natürlich kann man unter erheblicher Dehnung des Begriffs jede Epoche nach dem Feudalismus als frühkapitalistisch bezeichnen, nur ergibt der Begriff in so einer weiten Auslegung dann einfach keinen Sinn mehr, da er so nicht zur trennscharfen Abgrenzung zu anderen sozioökonomischen Modellen taugt.

Einen "Raubtierkapitalismus" gibt es jedenfalls in der wirtschaftswissenschaftlichen Sichtweise nicht, und AFAIK auch nicht in der historischen.
Wenn dies eine pejorative Verfremdung des voll ausgebildeten Kapitalismus darstellen soll (wovon ich jetzt einfach mal ausgehe), kann man von einem solchen wohl kaum vor dem späten 18. Jahrhundert sprechen.

Joa. Ich bin auch kein Historiker. Imho ist der britische Imperialismus Raubtierkapitalismus bzw. ging in diesen über. Ich habe die Begrifflichkeiten nicht klar definiert. Ein bisschen Polemik ist dabei.

Nun bin ich selbst kein überzeugter Kapitalist, weshalb ich natürlich gerne zu kapitalismuskritischen Tendenzen neige, deshalb möchte ich dir auch nicht zu sehr widersprechen.
Ich muss allerdings bei aller Kritik auch neidlos anerkennen, dass die gegenwärtige Form insbesondere des sozialdemokratisch eingedämmten Kapitalismus die Lebensqualität von Milliarden Menschen auf diesem Planeten verbessert hat, und dies bis heute weiterhin tut.
Hier von "pseudomoralischem Zuckerguss" zu sprechen, wird IMHO der Tatsache nicht gerecht, dass Milliarden Menschen eben gerade nicht hungers gestorben, nicht an Seuchen krepiert sind, und nicht infolge anderer Naturgewalten dahingerafft wurden.

Cui bono?

Der Kapitalismus fiel ja nicht vom Himmel sondern ist vielleicht nichts weiter als die bürgerliche Folge und Form des Imperialismus der europäischen Großmächte. Aus:

Quote
Wir brauchen neu eroberte Ländereien um Steuern und Gold zu erpressen damit wir in Europa erfolgreich Krieg führen können, ...

wurde

Quote
Wir brauchen neuen wirtschaftlichen Einflussbereich um unsere Produkte abzusetzen damit wir erfolgreich Geld akkumulieren können, ...

und

Quote
... wenn ihr nicht wollt, so gebrauchen wir Gewalt.

Man kann Absatzmärkte durch Eroberung unerschlossener Gebiete erzeugen (die Erde ist aber eine Kugel mit begrenzter Fläche), und zusätzlich durch Förderung des Bevölkerungswachstums. Alles mit der potentiellen Ausrede, was Gutes zu tun. Dazu müssen sich die Wilden aber dem bestmöglichen Lebensstil öffnen. Falls nicht gibt es was auf die Mütze.

Einfacher gesagt: Milliarden Menschen verdanken ihr Leben dem Kapitalismus.
Das darf man als historische Tatsache bezeichnen.

Geht es den meisten Leuten in den von Imperialisten/Kapitalisten zwangsbeglückten Landstrichen heute wirklich qualitativ besser? Und würden sie diese Beglückung wieder wählen (unter der Voraussetzung, dass sie eine Wahl hatten), wenn sie gewußt hätten wie das Heute aussieht? (Ich gebe zu, die zweite Frage ist rein akademischer Natur)
trantute2
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January 16, 2020, 06:58:47 PM
 #87919

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January 16, 2020, 07:07:07 PM
 #87920

Einfacher gesagt: Milliarden Menschen verdanken ihr Leben dem Kapitalismus.
Das darf man als historische Tatsache bezeichnen.
Geht es den meisten Leuten in den von Imperialisten/Kapitalisten zwangsbeglückten Landstrichen heute wirklich qualitativ besser?
In Ermangelung geeigneter Kriterien zur Beurteilung muss ich das mit einem "kommt drauf an" beantworten.
Ich tendiere jedenfalls zu ja.

IMHO dürfte die überwältigende Mehrheit der bisher auf diesem Planeten geborenen Angehörigen der Spezies Mensch stets die Auffassung vertreten haben, dass das Leben dem Tod vorzuziehen ist, und wohl auch eine qualitative Verbesserung darstellt. Wink

Und würden sie diese Beglückung wieder wählen (unter der Voraussetzung, dass sie eine Wahl hatten), wenn sie gewußt hätten wie das Heute aussieht?
Das lässt sich IMHO sogar wesentlich eindeutiger bejahen.
Millionen von Menschen ziehen jedes Jahr eine zwar prekäre, aber dennoch urbane Lebensweise der Subsistenz auf dem Lande vor.
Dies ist unter dem Begriff "Landflucht" einschlägig.

Da zumindest in meinen Augen kein absolutes Hindernis für einen einmal landgeflohenen besteht, zu seiner alten Lebensweise zurückzukehren, muss man davon ausgehen, dass bei einer geänderten Präferenz zuungunsten der urbanen Lebensweise eine entsprechende Stadtflucht zu beobachten wäre.
Würden die Menschen also in größerem Umfang die Abkehr von o.g. "Beglückung" präferieren, müsste sich die Landflucht umkehren.

Die Tatsache, dass das nicht passiert, darf man mit Fug und Recht als Abstimmung mit den Füßen zugunsten der "Beglückung" bezeichnen.


Vereinfacht gesagt:
a) Mensch lebt in Subsistenzwirtschaft auf dem Land
b) Mensch zieht in die Stadt
c) Mensch lebt nun prekär
d) Mensch zieht zurück aufs Land
Wäre d > b, gäbe es kein Phänomen "Landflucht".
Landflucht existiert, ergo d < b.

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